Strompreis: eine Frau hört Musik über Kopfhörer von einem Tablet

Strompreis

Informationen rund um Ihren Strompreis

Ein Strompreis – viele Komponenten. So lässt sich vereinfacht die Zusammensetzung Ihres Strompreises erklären. Staatliche Abgaben und Umlagen machen heute einen Großteil des Strompreises aus. Um welche es sich dabei genau handelt, warum das so ist und wie die Entwicklung des Preises aussieht, erfahren Sie hier.

Ihr zuverlässiger Partner

Die Stadtwerke Düsseldorf sind Ihr zuverlässiger Partner rund um Strom, Erdgas, Wasser und Wärme. Über die Region hinaus sind die Stadtwerke als Strom- und Gasanbieter in NRW und in Metropolen wie Berlin, Hamburg und Bremen aktiv. Seit über 150 Jahren am Markt versorgen wir mittlerweile über 600.000 Kunden in Düsseldorf und der Region – gern beliefern wir auch Sie!

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Der Strompreis – eine erste Definition

Beim Strompreis handelt es sich um das Entgelt, das ein Verbraucher für die Belieferung mit elektrischer Energie seines Stromanbieters zahlt. Zu zahlende Kosten variieren und setzen sich zusammen aus Arbeitspreis (in ct/kWh) und Grundpreis (in Euro/Jahr) zusammen.

Grundsätzlich setzt sich der Strompreis aus mehreren Teilen zusammen: zum einen aus Erzeugung, Netznutzung und Vertrieb. Zum anderen aus Umlagen, staatlichen Abgaben und Steuern auf Strompreise. Die Komponenten setzen sich wie folgt zusammen:

24 % regulierte Netzentgelte / Netzentgelt
Entgelte des Netzbetreibers für den Transport und die Verteilung der Energie sowie die damit verbundenen Dienstleistungen, wie Messstellenbetrieb und Messung.

25 % Strombeschaffung, Vertrieb, Service
Anteil des Energieversorgers für den Einkauf oder die Erzeugung von Strom, den Vertrieb und Serviceleistungen.

51 % Steuern, Abgaben und Umlagen
Dabei handelt es sich um staatlich veranlasste Preisbestandteile wie zum Beispiel die EEG-Umlage oder die Umsatzsteuer, auf die die Stadtwerke Düsseldorf keinen Einfluss haben.

Steuern, Abgaben und Umlagen – Die Zusammensetzung des Strompreises im Detail

Wie hoch der Strompreis für eine Kilowattstunde (kWh) genau ist, hängt vom gewählten Tarif bei Ihrem Energieversorger (Grundversorger oder alternativer Stromanbieter) und Ihrer Region ab. Der durchschnittliche Strompreis für Haushaltskunden mit einem jährlichen Stromverbrauch von 3.500 kWh beträgt in Deutschland im Jahr 2021 32,16 Cent/kWh.

2020 lagen die Preise noch bei 31,81 Cent/kWh. Im selbem Jahr wurde erstmals die Grenze von 30 Cent pro Kilowattstunde überschritten – Tendenz steigend.

Neben dem Tarif Ihres Stromanbieters aus Ihrer Region sind aber auch die aktuell geltenden staatlichen Steuern, Abgaben und Umlagen für den Strompreis maßgebend.

Diese betragen derzeit:

Zusammensetzung 2021 (insgesamt 51 %)

EEG-Umlage: 20,2%

Die EEG-Umlage soll den Ausbau von Erneuerbaren Energien fördern und wird durch das Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) bestimmt. Die Umlage wird von den vier Übertragungsnetzbetreibern errechnet und jährlich neu für alle Kund:innen festgesetzt.

Mehrwertsteuer: 19,0%

Für die Bereitstellung der Energie wird vom Staat 19 Prozent Mehrwertsteuer, auch bekannt als Umsatzsteuer, auf den Netto-Preis zahlreicher Produkte und Dienstleistungen erhoben. Also auch auf alle Abgaben und Umlagen.

Stromsteuer: 6,4%

Die Stromsteuer, auch „Ökosteuer“ genannt, wird auf der Grundlage des Stromsteuergesetztes (StromStG) auf den Verbrauch von elektrischem Strom erhoben. Sie wurde bereits 1999 zur Förderung klimapolitischer Ziele und zur Senkung der Lohnnebenkosten eingeführt. Seit 2003 beträgt der Regelsatz 2,05 ct/kWh.

Konzessionsabgabe*: 5,2%

Die Konzessionsabgabe geht von Stromnetzbetreibern an Kommunen für die Einräumung von Wegerechten, zum Beispiel für das Verlegen und den Betrieb von Stromleitungen in ihrem Hoheitsgebiet. Sie hängt von der Einwohnerzahl des jeweiligen Ortes ab und bemisst sich anhand der Konzessionsabgabenverordnung.

§19 StromNEV-Umlage: 1,3%

Unternehmen, die sehr viel Strom verbrauchen, sollten entlastet werden, um den Wirtschaftsstandort Deutschland zu sichern. Daher zahlen bestimmte stromintensive Unternehmen (meist kleine und mittlere Gewerbe- oder Industriebetriebe) individuelle oder niedrigere Netzentgelte an die Netzbetreiber. Die Netzbetreiber lassen sich diese Sonderkundenumlage über den Strompreis erstatten.

KWKG-Umlage: 0,8%

Kraftwärme-Kopplung (KWK) bezeichnet die gleichzeitige Produktion von Strom und Wärme am Ort des Verbrauchs. Weil diese Art der Energieerzeugung äußerst effizient ist, wird sie von staatlicher Seite gefördert – mit einer Umlage, die Betreiber von testierten KWK-Anlagen erhalten. Die Förderung findet gemäß des derzeit gültigen Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes (KWKG) statt.

Offshore-Netzumlage: 1,2%

Können Windparks auf See nicht rechtzeitig an die Stromnetze an Land angeschlossen werden, entstehen für die Netzbetreiber Kosten, die sie nicht selbst verschuldet haben. Die Offshore-Haftungsumlage nach §17 f des Energiewirtschaftsgesetzes deckt daher Schadensersatzkosten für Netzbetreiber durch Verzögerungen oder Ausfälle bei der Netzanbindung von Windparks auf See.

Umlage für abschaltbare Lasten: 0,03%

Diese Umlage erhalten große Stromverbraucher, wie stromintensive Industriebetriebe, wenn sie ihren Stromverbrauch bei einer drohenden Instabilität des Stromnetzes herunterfahren oder ganz vom Netz gehen. Denn sie tragen damit zur Netz- und Systemsicherheit bei.

*durchschnittliche Konzessionsabgabe, variiert je nach Gemeindegröße
Quelle: BDEW; Angaben bei einem Verbrauch von 3.500 kWh/Jahr; Stand: 11/2021

Strompreisentwicklung

Viele staatliche Abgaben auf den Strompreis werden jährlich neu festgesetzt. Dabei orientieren sie sich zum Beispiel an der aktuellen Marktentwicklung. Insbesondere die EEG-Umlage, die einen großen Teil der Umlagen ausmacht, ist dabei starken Schwankungen ausgesetzt. Die Förderhöhen fallen dabei je nach Baujahr der Anlage für Erneuerbaren Energien unterschiedlich aus.

Strompreisentwicklung: von 2006 bis 2019

Strompreisentwicklung in der Zukunft – eine Prognose

Ob der Strompreis auf perspektivisch eher sinkt oder weiter ansteigt, lässt sich pauschal nur schwer prognostizieren, denn dafür sind eine Menge verschiedener Faktoren verantwortlich. Eine bedeutende Rolle spielt vor allem die EEG-Umlage und die Netzentgelte. Einigen Prognosen zufolge soll der Strompreis allerdings kontinuierlich steigen, da die Umlagen für die Energiewende, sowie Netzgebühren und Beschaffungskosten erhöht werden.

Welche Änderungen tatsächlich eintreffen, wird zumeist jedes Jahr im Oktober bekannt gegeben. Passend dazu gehen die meisten Anbieter parallel dazu die Erhöhungen der Stromkosten für ihre Verbraucher an.

Im Herbst 2021 sollen dementsprechend deutschlandweit steigende Strompreise für das Jahr 2022 zu erwarten sein. Die Kosten werden von vielen Stromanbietern auf die Verbrauch:innen umgelegt.

Die Stadtwerke Düsseldorf als Ihr Stromanbieter

Die Stadtwerke Düsseldorf sind Ihr Grundversorger in Düsseldorf und bieten Ihnen bereits seit über 150 Jahren zuverlässig Strom und Gas an. Wir sind überregional tätig und verstehen uns als verlässlicher und moderner Stromanbieter mit günstigen Preisen und guten Testergebnissen.

Unsere Stromtarife sind modern, individuell und umweltbewusst. Der Strom der Stadtwerke Düsseldorf ist sogar grüner als der Bundesdurchschnitt: Circa ein Drittel unseres Stroms erzeugen wir durch eigene Erdgaskraftwerke mittels umweltfreundlicher Verfahren. Besonders mit den Düsselstrom Tarife sind Sie jederzeit bestens ausgestattet. Verschaffen Sie sich selbst einen Überblick und lassen Sie sich von unserer Expertise überzeugen.

Häufige Fragen rund um den Strompreis

Warum sind die Strompreise regional unterschiedlich?

Die unterschiedlichen Strompreise entstehen insbesondere durch die verschiedenen regional geltenden Netznutzungsentgelte und Konzessionsabgaben, die je nach Gemeindegröße unterschiedlich hoch ausfallen.

Warum steigt der Strompreis?

Dass der Strompreis in den letzten Jahren gestiegen ist, geht insbesondere auf die EEG-Umlage zurück, mit der der Staat den Ausbau erneuerbarer Energien fördert. Doch auch die Netzentgelte sind in die Höhe gestiegen. Hierbei handelt es sich um Fixkosten, auf die der Stromanbieter selbst keinen Einfluss nehmen kann.

Ist mein Strompreis ein Netto oder Brutto-Preis?

In der Regel werden Strompreise für private Haushalte in Brutto angegeben. Sie beinhalten alle Abgaben und Steuern. Sollten doch einmal Netto-Preise ausgewiesen sein, wird noch eine Mehrwertsteuer von 19 Prozent hinzugerechnet.

Wie berechnet man den Strompreis?

Strompreise erscheinen Ihnen als Verbrauchskunde für gewöhnlich in einem Grundpreis und in einem Arbeitspreis. Die Grundgebühr ist ein fester Betrag, der je nach Anbieter monatlich oder jährlich anfällt. Der Arbeitspreis, der von den Stromanbietern in Cent pro Kilowattstunde (kWh) angegeben wird, stellt die variable Preiskomponente dar. Wieviel Sie letztendlich zahlen müssen, lässt sich berechnen, indem Sie die jährliche Grundgebühr durch Ihren Jahresverbrauch in kWh teilen und den Arbeitspreis des Anbieters addieren. So errechnen Sie die Kosten pro Kilowattstunde.

Wichtig: Beachten Sie, dass die monatlichen Abschlagszahlungen Schätzwerte sind und nicht den letztendlichen Jahres(strom)kosten entsprechen. Der hängt nämlich immer von Ihrem tatsächlichen Stromverbrauch ab.

Möchten Sie Ihren Stromkosten weiter auf den Grund gehen und ermitteln, wie Sie Energiefresser identifizieren sowie Energie einsparen können, ist unser Stromkostenrechner genau das richtige Tool für Sie. Damit stellen Sie kurzerhand fest, ob Ihr Stromverbrauch zu hoch ist und was Sie dagegen tun können.

Wer bietet den günstigsten Strompreis?

Der Strommarkt hat unzählig viele Stromtarife verschiedener Anbieter zu bieten, sodass jeder Verbraucher und jede Verbraucherin das passende Angebot mit den bestmöglichen Konditionen für sich finden kann. Es gibt nicht den einen günstigsten Strompreis, da die zu zahlende Grundgebühr und der Arbeitspreis auch von der Menge der bezogenen Energie abhängig ist. Welcher Stromanbieter zu Ihnen passt und Ihren individuellen Bedürfnissen gerecht werden kann, lässt sich mithilfe eines Strompreisvergleiches ermitteln. Dazu brauchen Sie die Tarife mittels Tariffinder unter Angaben Ihrer Postleitzahl und Ihrem Jahresverbrauch (als Alternative einfach die Haushaltsgröße angeben) nur gegeneinander abwägen.

Worauf kommt es beim Strompreisvergleich an?

Um den für Sie am besten erscheinenden Stromtarif mit dem besten Strompreis zu ergattern, ist es wichtig, dass Sie ein Auge auf die Vertragslaufzeit, die Kündigungsfrist, eine mögliche Vertragsverlängerung sowie eine Preisgarantie haben.

Wählen Sie beim Strompreisvergleich am besten einen Vertrag mit kurzer Laufzeit. Die vereinbarte Laufzeit kann aber dennoch bis zu 24 Monate betragen. Auch die Kündigungsfrist sollte kurz sein. Bei vier Wochen Kündigungsfrist haben Sie meist noch flexibel die Möglichkeit, jederzeit und kurzfristig einen anderen Stromanbieter zu suchen und zu einem günstigeren Strompreis zu wechseln.

Was bedeutet die Preisgarantie beim Strompreisvergleich?

Die Preisgarantie ist dafür da, dass der neue Strompreis nicht kurz nach einem Anbieterwechsel wieder steigt. So wird der Preis über eine bestimmte Laufzeit festgeschrieben. Doch Achtung: Lesen Sie immer das Kleingedruckte, denn oft ist eine Preisgarantie mit gewissen Einschränkungen verbunden.

Worauf sollte ich bei Strompreiserhöhungen Acht geben?

Eine Mitteilung zur Stromerhöhung muss mindestens sechs Wochen vor dem Eintrittsdatum bei Ihnen ankommen, sofern es sich um die Grundversorgung handelt. Werden Sie außerhalb der Grundversorgung mit Strom beliefert, hängt die Frist von der AGB-Regelung ab. Hier erhalten Sie mindestens einen Monat im Voraus Bescheid. Aus dem Schreiben sollte klar hervorgehen, wann und in welchem Umfang die Preiserhöhung durchgesetzt wird. Ihr Anbieter sollte begründen können, warum die Kosten erhöht werden.

Zudem haben Sie ein Recht auf Sonderkündigung – hierfür sollte ein Hinweis im Schreiben enthalten sein.

Haben Sie kein Schreiben vor der Preiserhöhung erhalten, sollten sie schnell handeln. Denn erhöht ihr Stromversorger die Preise unbegründet und ohne Vorwarnung ist das ein Zeichen dafür, dass Sie einen Anbieterwechsel zu sichereren Konditionen in Angriff nehmen sollten.

Wie kann ich im Zuge einer Strompreiserhöhung den Anbieter wechseln?

Wenn Sie nach einer Preiserhöhung den Stromanbieter wechseln möchten, ist das ganz einfach möglich. Meist können Sie über einen Stromrechner einen besseren Tarif unter Angaben Ihrer Postleitzahl sowie Ihres Jahresverbrauchs ermitteln und diesen dann bestellen. Innerhalb des Vorgangs können Sie dann in der Regel angeben, ob Sie einen Anbieterwechsel vornehmen möchten. Entscheiden Sie sich für die Stadtwerke Düsseldorf, übernehmen wir den weiteren Papierkram für Sie.

Wie beeinflusst die CO2-Steuer den Strompreis?

Am 01. Januar 2021 wurde die CO2-Steuer eingeführt. Somit steigen die Kosten für Unternehmen für jede verbrauchte Tonne Kohlendioxid sowie die Heizstoff- und Kraftstoffpreise für den Endverbraucher. Die Maßnahme soll einen Anreiz zur vermehrten Nutzung von erneuerbaren Energien dienen und gleichzeitig die CO2-Emissionen reduzieren. Um eine Mehrbelastung auszugleichen, sollen dafür die Strompreise gesenkt werden. Um wieviel genau, hängt dabei von der Höhe der Einnahme der CO2-Steuer ab.

Für die Jahre 2021 und 2022 wird die EEG-Umlage aufgrund des Corona-Konjunkturpakets begrenzt. Während die Umlage 2021 noch bei 6,5 Cent pro kWh liegt, liegt sie im Jahr 2022 nur noch 3,723 Cent pro kWh betragen. Wird die EEG-Umlage genau so auf den Endverbraucher übertragen, ist in einem Haushalt mit einem jährlichen Verbrauch von 3.000 kWh mit einer Entlastung von etwa neun Euro im Jahr zu rechnen.

Sie haben weitere Fragen zum Strompreis – wir geben Ihnen Auskunft

Sie haben Fragen zu Themen wie Strompreis pro kWh oder Strompreisen allgemein? Ihre Stadtwerke Düsseldorf informieren Sie kompetent und umfassend. Rufen Sie uns einfach an oder nutzen unser Kontaktformular. Außerdem finden Sie auf Ihrer Stromrechnung alle Strompreisbestandteile detailliert erklärt.

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Energierechtliche Informationen

Zur Beilegung von Streitigkeiten, die Verbraucherverträge die Bereiche Elektrizität betreffend, ist unser Unternehmen zur Teilnahme am Schlichtungsverfahren bei der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen

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