Heizkraftwerke

Heizkraftwerke

Energie für unsere Stadt

Im Gegensatz zu früher, wo wenige, dafür aber große Kraftwerke den Energiebedarf Düsseldorfs deckten, vertrauen die Stadtwerke heute auf ein Netzwerk von Energieerzeugungsanlagen.

Die Stadtwerke Düsseldorf haben viele unterschiedliche Erzeugungsanlagen im Einsatz. Informieren Sie sich beispielsweise über unsere Heizkraftwerke im Stadtgebiet.

Themen auf dieser Seite:
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    4. Heizkraftwerke

    Heizkraftwerke

    Ein Heizkraftwerk ist eine industrielle Anlage zur Erzeugung von Elektrizität und Wärme in einem Kuppelprozess, der Kraft-Wärme-Kopplung. Aufgrund der Notwendigkeit der Einspeisung in ein Fernwärmenetz liegen Heizkraftwerke in der Nähe von städtischen Verdichtungsräumen oder Industrieanlagen mit hohem Wärmebedarf.

    Gaskraftwerk „Fortuna“

    Heizkraftwerk Block

    Am Standort Lausward arbeitet seit Januar 2016 mit dem Block „Fortuna“ das zurzeit effizienteste und leistungsfähigste Gas- und Dampfturbinenkraftwerk (GuD) weltweit. Parallel dazu wird die Versorgung mit Fernwärme weiter ausgebaut.

    Block "Fortuna" erleben

    Heizkraftwerk Flingern

    In der Müllverbrennungsanlage werden jährlich über 400.000 Tonnen Abfall verbrannt. Mit der dabei in den Kesseln entstehenden Wärme erzeugen die Stadtwerke Düsseldorf mehr als eine Million Tonnen Dampf pro Jahr. Über eine 800 Meter lange Leitung wird der rund 500° Celsius heiße Dampf ins Heizkraftwerk Flingern gelenkt. Hier erzeugt eine hocheffiziente Turbine nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung bis 55 MW Strom und 100 MW Fernwärme. Durch die Nutzung der Energie des Abfalls werden rund 90 Millionen Kubikmeter Erdgas – wertvolle Primärenergie – eingespart.

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    Die Heißwasserkessel

    Die Heißwasserkessel Für den Fall, dass die Energie der Müllverbrennungsanlage nicht ausreicht, um den Fernwärmebedarf zu decken, stehen im Heizkraftwerk Flingern zwei Heißwasserkessel zur Verfügung. Sie leisten jeweils 50 MW und sind vergleichbar mit den Reserve-Spitzenkesseln auf der Lausward.

    Das Gasturbinenkraftwerk

    Seit 1973 arbeitet im Kraftwerk Flingern – fast unbemerkt von der Öffentlichkeit – der „Rolls-Royce“ der Düsseldorfer Stromversorgung. Sechs Flugzeugtriebwerke der englischen Nobel-Marke können bei Bedarf innerhalb weniger Minuten rund 90 MW Strom erzeugen – das entspricht etwa 120.000 PS. Zum Vergleich:

    Die große Düsseldorfer Kirmes benötigt eine Leistung von rund 9 MW. Mit diesen Eigenschaften übernimmt die Anlage im Kraftwerkspark der Stadtwerke Düsseldorf die Funktion eines großen Notstromaggregats: Es wird dann genutzt, wenn kurzfristig zusätzlicher Strom – zum Beispiel durch den plötzlichen Ausfall eines Kraftwerksblocks – benötigt wird. Jeweils zwei Flugzeugtriebwerke treiben mit ihrem heißen Abgasstrahl eine Turbine an, die an einen Generator angeschlossen ist. Als Brennstoff dient leichtes Heizöl. Ein Not-Dieselmotor sorgt dafür, dass dieses Kraftwerk jederzeit ohne fremde Hilfe, das heißt auch ohne die Hilfe eines anderen Kraftwerkes, gestartet werden kann. Die Anlage der Stadtwerke Düsseldorf war 1973 die erste ihrer Art, die in Deutschland mitten in einer Stadt gebaut wurde. Deshalb wurde besonderer Wert auf die Schalldämmung gelegt.

    Heizkraftwerk Garath

    Vier Heißwasserkessel leisten insgesamt 100 MW. Das reicht aus, um pro Stunde 1,5 Millionen Liter Wasser für die Raumheizung und 300.000 Liter für die Trinkwassererwärmung in Garath aufzuheizen. Als Brennstoff werden Erdgas – und bei Bedarf – leichtes Heizöl eingesetzt. Die hocheffizienten Anlagen sind von der Bauart her vergleichbar mit den Kesseln in Flingern und auf der Lausward. Sie erreichen einen Wirkungsgrad von rund 96 Prozent.

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    Biomasse-Heizkraftwerk Garath

    Das Heizwerk Garath ist Ende 2007 um ein umweltschonendes Biomasse-Heizkraftwerk ergänzt worden, das nach dem Verfahren der Kraft-Wärme-Kopplung gleichzeitig Strom und Wärme für Garath produziert. Damit arbeitet im Rahmen eines langfristigen Energie­konzeptes unser erstes größeres Kraftwerk auf Basis regenerativer Rohstoffe – und dadurch CO2-neutral. Rund 40 Prozent des Garather Wärmebedarfs kann von dieser Anlage gedeckt werden. Der Betrieb wird vom Kraftwerk Lausward aus rund um die Uhr überwacht und gesteuert. Die Gebäude sind so angeordnet, dass Schallemissionen gering gehalten werden. Gleichzeitig entsteht zur Autobahn hin eine Riegelbebauung, die die Anwohner besser vor dem Lärm der BAB 59 schützt.

    CO2-neutraler Brennstoff

    Als Brennstoff werden Naturholzreste oder Altholz eingesetzt. Diese Rohstoffe sind CO2-neutral, da Hölzer während ihres Wachstums mehr Kohlendioxid verzehrt haben, als bei der Verbrennung freigesetzt wird. Die Anlage wird einen Ausstoß von 23.000 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen.

    Technische Daten des Biomasse-Heizkraftwerks

    1. Kessel mit einer Feuerungswärmeleistung von ca. 19 MWth
    2. Turbine mit einer Nennleistung von 3,5 MWel
    3. Wärmeauskopplung bis 10 MWth
    4. Brennstoff ist Altholz der Kategorien A I und A II
    5. Brennstoffbedarf ca. 50.000 t/a
    6. Brennstofflager mit einem Volumen von ca. 750 t
    7. Leittechnische Anbindung an die Zentralwarte des Kraftwerks Lausward zur 24 h-Bedienung und -Beobachtung