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23.03.2022Pressemitteilung

Stadtwerke Düsseldorf sind mit Blick auf die Versorgungssicherheit zuversichtlich, aber: Deutlicher Aufschlag auch bei den Fernwärmepreisen infolge höherer Beschaffungskosten

Die Stadtwerke Düsseldorf – Vorstand, Betriebsrat und Belegschaft – sind tief berührt und entsetzt über den Krieg in der Ukraine. Unsere Solidarität gilt dem ukrainischen Volk – den Opfern dieses Krieges, den Angehörigen und den Flüchtenden.

Mit Blick auf das Energiesystem ist festzustellen, dass die Versorgung weiterhin zuverlässig funktioniert. Nun gilt es auf allen Handlungsebenen – lokal bis international – die richtigen Investitionen und Weichenstellungen vorzunehmen, damit die Versorgung auch mittel- und langfristig vollumfänglich gesichert bleibt.

Ein weiterer Aspekt der bereits seit vorigem Jahr schwelenden Ukraine-Krise ist die extreme Dynamik beim Gasbezugspreis. Dieser hatte sich schon vom Jahresbeginn 2021 bis zum Herbst verdreifacht – auch durch eine weltweit anziehende Konjunktur nach dem coronabedingten Einbruch. Dazu addierten sich die Auswirkungen des Brennstoffemissionshandelsgesetzes (BEHG): Unternehmen, die etwa Erdgas in den Markt bringen, bezahlen seit 2021 dafür einen CO2-Preis. Sie werden verpflichtet, für diese Brennstoffe CO2-Emissionsrechte zu erwerben. Deshalb hatten die Stadtwerke Düsseldorf zum 1. Januar 2022 bereits die Gaspreise erhöht.

Die deutlich höheren Gaspreise schlagen nun auch auf die Fernwärmepreise durch. Aufgrund der langfristigen Beschaffungsstrategie der Stadtwerke Düsseldorf ist dies jedoch erst mit einem gewissen zeitlichen Verzug der Fall. Die Anpassung

der Fernwärmepreise erfolgt vertraglich festgelegt einmal im Jahr jeweils am 1. April für den Bereich Innenstadt. Hier wird nun auch die aktuelle Preisentwicklung für Kundinnen und Kunden deutlich spürbar. Eine Beispielrechnung veranschaulicht dies: Ein Kunde mit einem Wärmeanschlusswert von 15 kW und 1.800 Benutzungsstunden im Jahr kommt auf einen Jahreswärmeverbrauch von 27 MWh (27.000 kWh) für ein beispielhaftes Objekt mit ca. 190 Quadratmetern Wohnfläche (Haus oder Wohnungen). Bislang bezahlte dieser Musterkunde 121,32 Euro im Monat. Mit der Preiserhöhung ab 1. April liegen die monatlichen Gesamtkosten bei 188,58 Euro.

Auch in der Sparte Erdgas ist eine Preisanpassung mit einer deutlichen Preissteigerung in diesem Jahr wahrscheinlich. Hingegen ist die Tendenz in der Sparte Strom noch offen, da unterschiedliche Maßnahmen zur Entlastung der Strompreise seitens des Gesetzgebers geplant sind.