Versorgungslage

Karriere: Ein Baum im Foyer der Verwaltung

Ihre Fragen zu...

  • Preisanpassung Strom 1. November 2022
  • Preisanpassung Erdgas 1. November 2022
  • Preisanpassung Fernwärme 1. Oktober 2022
  • Gasumlagen
  • Versorgungssicherheit
  • Energiesparpotenziale

Am 30. März 2022 hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz vorsorglich die Frühwarnstufe ausgerufen. Am 23. Juni 2022 ist nun die Ausrufung der Alarmstufe erfolgt. Im Zusammenhang mit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine wirft dies bei vielen Bürger:innen Fragen auf, ob dies Folgen für die Energiewirtschaft hat.

Zudem bleibt das Preisniveau für Energie an den Energiebörsen sehr hoch, ein Absinken ist derzeit nicht absehbar. Vor diesem Hintergrund erhöhen die Stadtwerke Düsseldorf die Preise für Strom und Gas. Auch die Preise für Fernwärme werden sich zu den jeweiligen Stichtagen erhöhen.

Die Stadtwerke Düsseldorf gehen auf Ihre Fragen ein und beantworten diese.

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Ihre Fragen, unsere Antworten

Stand: 15.09.2022

Allgemeine Fragen

Wie ist die Versorgungslage Gas in Deutschland?

Die Versorgungssicherheit mit Gas ist aktuell gewährleistet. Es gibt derzeit keinen Mangel. Die von der Bundesregierung beschlossenen Maßnahmen im Rahmen des Notfallplans Gas sollen in erster Linie einer Gasmangellage im Herbst und Winter vorbeugen. Zuletzt wurde am 23. Juni 2022 die „Alarmstufe” ausgerufen. Dieser Schritt hat auf die Versorgung von Haushaltskund:innen keine Auswirkungen.

Wie ist die Versorgungslage Gas in Düsseldorf?

Was für Deutschland gilt, gilt auch für Düsseldorf.

An wen kann ich mich mit weiteren Fragen wenden zur Krisenvorsorge Gas?

Wer Rückfragen hat oder persönlichen Kontakt wünscht, wendet sich bitte an den zuständigen Netzbetreiber in Düsseldorf unter krisenvorsorge@netz-duesseldorf.de

Wer fällt unter die Gruppe geschützter Kund:innen?

Der Begriff des im Rahmen der Gasversorgung "geschützten Kunden" (gem. § 53a EnWG) erfasst alle Letztverbraucher:innen, deren Verbrauch über Standardlastprofile gemessen wird – das sind neben Haushaltskund:innen auch kleine und mittlere Unternehmen aus dem Sektor Gewerbe, Handel, Dienstleistungen - sowie grundlegende soziale Dienste bzw. Einrichtungen.

Unter die grundlegenden sozialen Dienste fallen Einrichtungen, in denen Menschen vorübergehend oder dauerhaft stationär behandelt werden oder leben und diese nicht ohne Weiteres verlassen können sowie Einrichtungen, die hoheitliche Aufgaben zur öffentlichen Sicherheit zu erfüllen haben. Hierzu zählen Krankenhäuser und Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen gemäß § 107 SGB V, stationäre Pflegeeinrichtungen, stationäre Hospize, Einrichtungen zur Pflege und Betreuung behinderter Menschen, Justizvollzugsanstalten sowie z. B. Kindergärten, Schulen, Verwaltungen, Feuerwehr, Polizei und Bundeswehreinrichtungen.

Auch "geschützte Kund:innen" können im Fall einer Gasmangellage aufgefordert werden, den Komfortanteil des Gasbezuges einzuschränken.

Was sind die drei Stufen des Notfallplans Gas?

Da sich im Laufe der vergangenen Monate die Lage immer weiter verschärft hat, hat die Bundesregierung die zweite Stufe im Notfallplan Gas ausgerufen. Der „Notfallplan Gas für die Bundesrepublik Deutschland“ wurde bereits im September 2019 veröffentlicht. Der Plan regelt, wie die Politik vorgeht, wenn sich die Versorgungslage für Erdgas zu verschlechtern droht bzw. wenn die ersten Versorgungsengpässe auftreten. Es gibt drei Stufen: die Frühwarnstufe, die Alarmstufe und die Notfallstufe.

1. Die Frühwarnstufe

Ende März rief das Bundeswirtschaftsministerium bereits die erste Stufe aus, um sich auf die abzeichnende Verschlechterung im Jahresverlauf besser vorbereiten zu können. Im Bundeswirtschaftsministerium trifft sich das „Krisenteam Gas“ regelmäßig, um die Lage laufend einzuschätzen. Es besteht aus Vertretern des BMWK, der Bundesnetzagentur, des Marktgebietsverantwortlichen Gas (aktuell: Trading Hub Europe) und der Fernleitungsnetzbetreiber.

2. Die Alarmstufe (ist aktuell in Deutschland ausgerufen)

Am 23. Juni folgte die zweite Stufe: die Alarmstufe. (In dieser befinden wir uns aktuell.) Diese tritt in Kraft, wenn eine Störung der Gasversorgung vorliegt oder die Nachfrage nach Gas außergewöhnlich hoch ist, so dass sich die Versorgungslage erheblich verschlechtert. Laut Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz ist durch die hohen Gaspreise und die reduzierten Lieferungen von Nord Stream 1 dieser Fall eingetreten.

In der Alarmstufe verzichtet der Staat weiterhin auf Eingriffe in den Gasmarkt. Das bedeutet: Der Markt ist noch in der Lage, die Störung bzw. die hohe Nachfrage zu bewältigen. Unternehmen müssten beispielsweise zwar die hohen Preise bezahlen, könnten sich aber weiterhin trotzdem mit Gas versorgen.

Gleichwohl kann die Bundesregierung im Notfall unterstützen, zum Beispiel Unternehmen in der Gasversorgungskette mit Krediten helfen, wenn diese die hohen Preise aus eigener Kraft nicht mehr stemmen können und ein Zahlungsausfall droht.

3. Die Notfallstufe

Die dritte und letzte Stufe des Notfallplans stellt die Notfallstufe dar. Die Notfallstufe wird aktiviert, wenn die Maßnahmen der ersten und zweiten Stufe nicht ausreichen oder eine dauerhafte Verschlechterung der Versorgung eintritt. Dabei wird entweder eine erhebliche Störung des Gasmarkts beobachtet oder es besteht eine außergewöhnlich hohe Nachfrage nach Erdgas.

Mit der Notfallstufe hat der Staat die Möglichkeit, direkt ins Marktgeschehen einzugreifen und eine Reihe von Maßnahmen zu verordnen, um Erdgas nach bestimmten Kriterien zu verteilen und zu transportieren bzw. um generell Energie einzusparen.

Das Vorgehen ist wie folgt: Die Bundesnetzagentur agiert als Bundeslastverteiler und erlässt Vorgaben für die Betreiber des Fernleitungsnetzes. Diese müssen die vorgegebenen Einsparungen bei den Gasmengen vornehmen und entsprechende Anweisungen an die nachgelagerten Netzbetreiberweitergeben. Gaslieferanten und -anbieter wie die Stadtwerke Düsseldorf haben keinen Einfluss auf die Entscheidung, sondern müssen die Vorgaben umsetzen.

Was besagt der europäische Notfallplan?

Am Dienstag, 9. August, ist der Europäische Notfallplan Gas in Kraft getreten. Durch ihn soll der Gaskonsum gesenkt werden. Der Notfallplan auf EU-Ebene gibt den Rahmen vor für den auf Bundesebene. In den EU-Mitgliedsländern soll der Gasverbrauch bis zum 31. März 2023 um je 15 Prozent sinken. Um dieses Ziel zu erreichen, sind im Gas-Notfallplan verschiedene Maßnahmen aufgelistet, mit denen die Mitgliedstaaten den öffentlichen Sektor und Unternehmen, aber auch Privathaushalte dazu anhalten können, den Gasverbrauch zu minimieren. Bis Ende September stehen die Mitgliedsstaaten in der Pflicht, ihre bestehenden nationalen Notfallpläne zu aktualisieren und aufzulisten, wie sie das Einspar-Ziel erreichen wollen.

Für Privatkund:innen

Was ändert sich damit für Verbraucher:innen?

Mit der Ausrufung der Alarmstufe ändert sich erst einmal nichts. Die Versorgungssicherheit ist weiter gewährleistet. Es gibt aktuell keine Versorgungsengpässe. Inwieweit die Sicherstellung der Energieversorgung Auswirkungen auf den Marktpreis haben wird, ist aufgrund der sehr dynamischen Lage aktuell nicht abzusehen.

Ist die Versorgung der Haushalte gesichert?

Ja, die Versorgung der Haushalte ist derzeit gesichert.

Wie können die Düsseldorfer:innen Energie sparen?

Tipps gibt es auf den Seiten der Energieberatung.

Kostenlose Beratung am Telefon unter 0211-821 2121 oder Kontakt per E-Mail an energieberatung@swd-ag.de

Für Geschäftskund:innen

Was ändert sich für Unternehmen?

Auch in der Alarmstufe ändert sich für Unternehmen erst einmal nichts.

Zu den Auswirkungen der EU-Sanktionen auf die Wirtschaft arbeitet das BMWK an Hilfen für Unternehmen. Die Arbeiten an einem KfW-Kreditprogramm laufen auf Hochtouren. Auch weitere Unterstützungsmaßnahmen werden aktuell in der Bundesregierung beraten.

Sind jetzt schon Produktionen beeinträchtigt?

Aktuell sieht die Bundesregierung keine Versorgungsengpässe und damit auch keine Beeinträchtigungen in der Produktion. Die Bundesregierung tut alles, damit die Versorgungssicherheit auch weiter gewährleistet bleibt.

Die Netzgesellschaft Düsseldorf mbH als zuständiger Netzbetreiber in Düsseldorf hat große Kunden angeschrieben, um Kontaktdaten abzufragen. Warum erfolgt diese Datenabfrage?

Die Daten benötigt die Netzgesellschaft, um im Falle einer Krise schnellstmöglich die betroffenen Netzkunden informieren zu können. Der zuständige Netzbetreiber ist gesetzlich verpflichtet, die Versorgung der geschützten Kunden i. S. d. § 53a EnWG weitestgehend sicherzustellen.

Wen kann ich als Geschäftskund:in kontaktieren?

Sollten Sie Fragen zu Ihrem Energievertrag haben, können Sie gerne Ihre:n Keyaccount-Manager:in kontaktieren. Die Kontaktdaten finden Sie auf Ihrer Abrechnung.

Gasumlagen

Gasumlage bis April 2024: Was genau bedeutet das?

Um die Wärme- und Energieversorgung in der kommenden Kälteperiode zu sichern, hat die Bundesregierung eine befristete Gasbeschaffungsumlage auf Basis des § 26 Energiesicherungsgesetz verabschiedet, um Gas-Importeuren einen finanziellen Ausgleich für deren Mehrkosten für die Gasbeschaffung zu verschaffen. Ziel ist es, in der durch den russischen Angriff auf die Ukraine ausgelösten Energiekrise Insolvenzen und Lieferausfälle in der Gasversorgung zu verhindern und so die Versorgungssicherheit für die Bürger:innen und die Wirtschaft aufrechtzuerhalten. Die befristete Umlage soll durch weitere, zielgenaue Entlastungen für Bürgerinnen und Bürger und eine Verlängerung der Hilfsprogramme für die Wirtschaft flankiert werden.

Was ist die Gasbeschaffungsumlage?

Die Bundesregierung hat von ihrer Befugnis des Energiesicherungsgesetzes (§ 26 EnSiG) Gebrauch gemacht und mit der neuen Gaspreisanpassungsverordnung Regelungen erlassen, wonach die Mehrkosten für die Ersatzbeschaffungen den Gasimporteure im Falle einer erheblichen Reduzierung der Gasimportmengen erstattet und in Form der sogenannten Gasbeschaffungsumlage weitergegeben werden können. Übergreifendes Ziel ist es, die Marktmechanismen und Lieferketten so lange wie möglich aufrechtzuerhalten.

Bei der nun beschlossenen Umlage nach Energiesicherungsgesetzes § 26 EnSiG erfolgt ein Ausgleich der höheren Gasbeschaffungspreise über Gaslieferanten, die diese Kosten an ihre Kund:innen weitergeben können. Die Umlage ist für alle Gas-Lieferanten (gerechnet in Cent pro Kilowattstunde) gleich hoch. Die § 26 EnSiG-Umlage soll damit eine faire Verteilung der Lasten auf viele Schultern erlauben. Weitere Ausführungen für die Gründe und das Verhältnis zum gesetzlichen Preisanpassungsrecht nach § 24 EnSiG finden sich auch in dem Fragen-Antworten-Katalog des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz .

Mit der Umlage werden die Mehrkosten für die Ersatzbeschaffung solidarisch auf alle Gaskund:innen umgelegt. Die Umlage fließt als Preisbestandteil in den Gaspreis ein und ist zeitlich bis zum 1. April 2024 begrenzt. Durch die lange Laufzeit wird die Möglichkeit geschaffen, die Höhe der Umlage über diesen Zeitraum zu verteilen und damit zu begrenzen.

Was ist die Gasspeicherumlage?

Mit Blick auf die Gas-Versorgungssicherheit hat die Bundesregierung ein Gesetz beschlossen, das konkrete Mindestfüllstände der Gasspeicher an bestimmten Stichtagen vorgibt. Dies soll dazu beitragen, dass im Winter auch bei dem Ausfall von Gasimporten die Gasversorgung in Deutschland gesichert ist. Um bestimmte Füllstände in den Gasspeichern zu erreichen, ist der sog. Marktgebietsverantwortliche, Trading Hub Europe (THE), berechtigt, bei Bedarf Gas einzukaufen und in die Gasspeicher einzuspeichern. Die Verantwortung zum Erreichen der Füllstandsvorgaben der Gasspeicher liegt primär bei den Speicherbetreibern und Speichernutzern, THE ergreift jedoch im Einklang mit den rechtlichen Vorgaben ergänzende Maßnahmen, um die gesetzlich festgelegten Füllstände zu erreichen. Die dafür bis zum 1. April 2025 anfallenden Kosten werden über die sogenannte Gasspeicherumlage finanziert. Diese Umlage fließt als Preisbestandteil in den Gaspreis ein, wodurch alle Gaskund:innen solidarisch an den Mehrkosten beteiligt werden.

Ab wann und wie lange müssen die Umlagen gezahlt werden?

Beide Umlagen können erstmals für den Oktober 2022 erhoben werden. Energieversorgern ist es in der Regel nicht möglich, diese Umlagen vorzufinanzieren. Daher werden viele Energieversorger gezwungen sein, ihren Kund:innen die Umlage mit einer Preisänderung bereits im Oktober oder mit etwas Zeitverzug weiterzugeben. Die Gasspeicherumlage wird nach derzeitigem Stand vom Markgebietsverantwortlichen gegenüber den Bilanzkreisverantwortlichen vom 1. Oktober 2022 bis zum 1. April 2025 erhoben.

Die Gasbeschaffungsumlage wird nach derzeitigem Stand vom Markgebietsverantwortlichen gegenüber den Bilanzkreisverantwortlichen vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2024 erhoben.

Die Gaspreise sind in diesem Jahr für Kund:innen der Stadtwerke Düsseldorf erhöht worden. Kommt die neue Umlage nun noch obendrauf?

Die Umlage selbst ist für alle Gas-Lieferanten (gerechnet in Cent pro Kilowattstunde) gleich hoch. Sie fällt zusätzlich zu bereits bestehenden Preisbestandteilen an – diese Preisbestandsteile sind angesichts der hohen Gaspreise insgesamt in der Regel ebenfalls gestiegen.

Wann werden die Umlagen erstmals auf den Rechnungen der Kund:innen sichtbar?

Die Umlage gilt ab dem 1. Oktober 2022. Sie wird aber nicht unmittelbar auf den Rechnungen sichtbar werden, sondern mit etwas Zeitverzug, denn es gibt aus Verbraucherschutzgründen Ankündigungsfristen im Energiewirtschaftsgesetz von vier bis sechs Wochen, die eingehalten werden müssen. Daher wird die Umlage erstmals im November/Dezember auf den Rechnungen ausgewiesen werden.

Wie hoch sind die Umlagen?

Die Höhe der Gasbeschaffungsumlage beträgt aktuell 2,419 ct/kWh (netto) und wurde am 15. August 2022 von Trading Hub Europe (THE) veröffentlicht. Die Höhe der Gasbeschaffungsumlage wird regelmäßig (alle drei Monate) überprüft und ggf. angepasst. Es kann also sein, dass sich bereits nach drei Monaten Änderungen ergeben, die eine erneute Preisanpassung notwendig machen. Dies gilt sowohl für Preiserhöhungen nach oben als auch für Preissenkungen.

Die Veröffentlichung der Höhe der Gasspeicherumlage erfolgte am 18. August 2022 durch die THE. Ihre Höhe beträgt 0,059 ct/kWh (netto). Die Höhe der festgelegten Gasbeschaffungsumlage wird regelmäßig überprüft und kann angepasst werden. Zwischen zwei Anpassungen sollen jedoch grundsätzlich drei Monate liegen. Es kann also sein, dass sich bereits nach drei Monaten Änderungen ergeben, die eine erneute Preisanpassung notwendig machen. Allerdings gilt das für Preisanpassungen nach oben und nach unten.

Werden die Gaskund:innen auch entlastet?

Die Bundesregierung hat angesichts der hohen Preise bereits zwei Entlastungspakete auf den Weg gebracht. Jetzt sollen weitere Entlastungen folgen. Zu den bislang vereinbarten, neuen Entlastungen gehört eine Reform des Wohngeldes und eine Einführung des Bürgergelds.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat zudem angekündigt, dass die Bundesregierung vorübergehend die Mehrwertsteuer auf Gas von 19 auf sieben Prozent senken wird.

Wie sollen Unternehmen finanziell entlastet werden?

Die Bundesregierung hat sich am 22. Juli 2022 darauf verständigt, den Schutzschirm für Unternehmen, die wegen der hohen Energiepreise in Schwierigkeiten geraten sind, im Einklang mit dem EU-Beihilferecht zu verlängern. Dazu zählen die Kreditlinien der KfW; die Bürgschaftsprogramme, die Zuschüsse für besonders energieintensive Unternehmen sowie staatliche Eigenkapitalhilfen für systemrelevante Unternehmen. Diese Arbeiten an der Verlängerung des Schutzschirms laufen aktuell.

Wie wird die befristete Gasumlage begründet?

Die rechtlichen Voraussetzungen für die befristete Umlage ergeben sich aus der gegenwärtigen „erheblichen Reduzierung der Gasimportmengen nach Deutschland“. Seit dem 14.Juni 2022 hat Russland die Liefermengen drastisch reduziert und teilweise sogar ganz eingestellt. Für keine dieser Maßnahmen gibt es einen technischen Grund.

Preisanpassung Strom zum 1. November 2022

Welche Faktoren führen zu der Preissteigerung für Strom?

Hier spielen unterschiedliche Dinge eine Rolle. An den Energiebörsen lagen die Beschaffungspreise für Strom schon vor dem russischen Angriff auf die Ukraine auf einem Rekordniveau. Das lag u.a. an einer anziehenden Weltwirtschaft nach dem Corona Lockdown. Jetzt lässt der russische Angriffskrieg in der Ukraine die Preise weiterhin steigen.

Warum passen Sie meinen Abschlag an?

Wir möchten nicht, dass Sie mit der nächsten Rechnung eine hohe Nachzahlung bekommen. Deshalb errechnen wir Ihnen Ihren individuellen Abschlag.

Die EEG-Umlage ist abgeschafft worden. Warum steigt mein Strompreis?

Zum 01.07.2022 ist die EEG-Umlage entfallen. Diese Entlastung haben die Stadtwerke Düsseldorf vollständig an die Kund:innen weitergegeben. Dem gegenüber sind die Beschaffungskosten für Strom so stark angestiegen, dass es insgesamt zu einer Preiserhöhung führt.

Wie werden sich die Energiepreise in Zukunft entwickeln?

Auch das kommende Jahr 2023 wird voraussichtlich von hohen Energiepreisen betroffen sein. Dadurch könnten unsere Bezugskosten weiter steigen und somit auch die Preise unserer Kund:innen. Sicher ist aber, dass wir Sie weiterhin zuverlässig mit Energie versorgen werden.

Wie kann ich Energiesparen und meine Kosten senken?

In beinahe jedem Haushalt gibt es Möglichkeiten, weniger Energie zu verbrauchen. Damit sparen Sie Geld und tragen dazu bei, die Versorgungslage stabil zu halten. Denn: Auch viele kleine Beiträge können zusammen eine große Wirkung entfalten.

Unsere Energieberatung hat viele Tipps & Tricks rund um das Thema „Energiesparen“ zusammengestellt.

Preisanpassung Erdgas zum 1. November 2022

Welche Faktoren führen zu der Preissteigerung für Erdgas?

Gründe für die Preisanpassung sind die Einführung der Gasbeschaffungs- und Gasspeicherumlage. Informationen zu den Gasumlagen finden Sie in den FAQ zur Gasumlage.

Soll ich meinen Abschlag anpassen?

Nein, Sie brauchen sich um nichts zu kümmern. Ihren Abschlag passen wir für Sie automatisch an. Hierzu bekommen Sie bis spätestens Ende Oktober ein separates Schreiben mit allen wichtigen Informationen.

Wie werden sich die Energiepreise in Zukunft entwickeln?

Auch das kommende Jahr 2023 wird voraussichtlich von hohen Energiepreisen betroffen sein. Dadurch könnten unsere Bezugskosten weiter steigen und somit auch die Preise unserer Kund:innen. Sicher ist aber, dass wir Sie weiterhin zuverlässig mit Energie versorgen werden.

Wie kann ich Energiesparen und meine Kosten senken?

In beinahe jedem Haushalt gibt es Möglichkeiten, weniger Energie zu verbrauchen. Damit sparen Sie Geld und tragen dazu bei, die Versorgungslage stabil zu halten. Denn: Auch viele kleine Beiträge können zusammen eine große Wirkung entfalten.

Unsere Energieberatung hat viele Tipps & Tricks rund um das Thema „Energiesparen“ für Sie online unter "Energiespartipps" zusammengestellt.

Was kann ich tun, um Zahlungsschwierigkeiten zu vermeiden?

Wenn Sie die vereinbarten Zahlungen nicht leisten können, melden Sie sich bitte rechtzeitig bei uns, damit wir gemeinsam eine Lösung finden können.

Preisanpassung Fernwärme zum 1. Oktober 2022

Wieso wird der Preis für die Fernwärme gerade jetzt erhöht?

In Ihrem Fernwärmevertrag ist ein Datum festgelegt, an dem die Preise jährlich an die jeweiligen Erzeugungskosten der Fernwärme angepasst werden. Die Grundlage für die Preisanpassung ist die Preisgleitformel aus Ihrem Vertrag. Für die Innenstadt ist dies der 1. April eines Jahres, für Garath-Benrath der 1. Oktober. Die Information erfolgt stets zeitnah zu diesen Daten.

Wieso erhöhen sich die Preise jetzt so massiv?

Die drastische Erhöhung hängt mit dem sehr starken Anstieg des Erdgaspreises zusammen, z.B. durch die drastische Verknappung der russischen Erdgas-Lieferungen nach Deutschland und in die EU. Die Stadtwerke passen den Preis gemäß der vertraglich vereinbarten Formel an. Es wird nichts zusätzlich kalkuliert.

Welchen Einfluss hat die sogenannte Gasumlage?

Die Gasumlage wird außerhalb der Stichtagsregelung erhoben. Deswegen sind davon auch Kund:innen in anderen Teilnetzen betroffen.

Wie sieht eine Vergleichsrechnung aus?

Die Bewohner:innen einer 60-Quadratmeter Wohnung in einem Sechs-Parteien-Haus in Garath erhöhen sich die Fernwärmekosten ab dem ersten Oktober von bisher 771 Euro netto pro Jahr auf 1.784 Euro netto inklusive Warmwasser.

Wie ist der Zusammenhang zwischen Erdgaspreis und Fernwärmepreis?

Unsere Fernwärme wird zu großen Teilen in Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt, zum Beispiel in unserem Block „Fortuna“. Block Fortuna ist ein hocheffizientes Erdgaskraftwerk. Auch wenn Kraft-Wärme-Kopplung eine klimafreundliche Art ist, Wärmeenergie zu erzeugen, so wird dennoch Erdgas als Brennstoff eingesetzt.

In Garath werden zwar etwa 50 Prozent der Fernwärme mit dem Brennstoff Altholz produziert. Dieser Brennstoff sorgt zwar für eine gewisse Unabhängigkeit vom Gas, allerdings sind auch die Preise für Altholz stark gestiegen.

Warum gibt es in Düsseldorf verschiedene Preise bei der Fernwärme?

Der Fernwärmepreis ist abhängig davon, an welches Wärmenetz Sie angeschlossen sind. Die Netz- und Erzeugungsinfrastrukturen unterscheiden sich voneinander und verursachen verschiedene Kosten, die sich in den Preisen widerspiegeln.

Das Fernwärmenetz in Garath ist ein Drei-Leiter-System, das aus einer Rohrleitung für Raumwärme, einer Rohrleitung für Trinkwassererwärmung und einer gemeinsamen Rücklaufleitung besteht. Betrieb und Instandhaltung sind in diesem System deutlich teurer als in dem in der Innenstadt verlegten Zwei-Leiter-System, das lediglich Vor- und Rücklauf führt. Die unterschiedlichen Systeme sind in der Historie der jeweiligen Netze begründet.

Im Netz Einbrungen erfolgt die Versorgung des Inselfernwärmenetzes über zwei Gas-Heizkessel. Auch hier ist das Netz ein Zwei-Leiter-System.

Wie setzt sich der FW-Preis zusammen?

Unsere FW-Preise setzen sich aus dem Arbeitspreis in Cent pro Kilowattstunde und dem Grundpreis pro Kilowatt angeschlossener Leistung (auch als Anschlusswert oder Leistungspreis bezeichnet) zusammen. Während über den Arbeitspreis der tatsächliche Wärmeverbrauch abgerechnet wird, handelt es sich bei dem Grundpreis um einen Fixpreis pro Jahr.

Fragen zu staatlicher Unterstützung

EEG-Umlage

Wird die Senkung der EEG-Umlage an mich weitergegeben?

Seit dem 1. Juli 2022 entfällt die EEG-Umlage. Diese Absenkung geben wir in vollem Umfang an unsere Stromkund:innen weiter. Der Wegfall der Umlage ist Teil der Entlastungspakete der Bundesregierung.

Energiepreispauschale

Was ist die Energiepreispauschale?

Die Energiepreispauschale (kurz EPP) ist eine der Maßnahmen der Bundesregierung aus dem Entlastungspaket 2022. Es handelt sich dabei um eine Einmalzahlung für einkommensteuerpflichtige Arbeitnehmer:innen in Höhe von 300 Euro und soll vor allem die Belastung durch steigende Energiekosten etwas abfedern.

Wer erhält die Pauschale?

Das Bundesfinanzministerium weist darauf hin, dass alle Bürger:innen berechtigt sind, die ihren Wohnsitz in Deutschland haben oder sich für gewöhnlich dort aufhalten und damit unbegrenzt steuerpflichtig sind. Wichtig ist, dass sie im Laufe des Jahres 2022 aus einer der folgenden Quellen Einkommen beziehen:

  • Selbstständige Arbeit
  • Gewerbebetrieb
  • Lohnarbeit
  • Land- und Forstwirtschaft

Ein bestimmter Zeitraum oder eine Mindestdauer sind nicht notwendig, um die Energiepauschale zu erhalten. Rentner:innen und Pensionäre sind von der Einmalzahlung der Energiepreispauschale ausgeschlossen.

Wie erhalte ich die Energiepreispauschale? Muss ich dafür etwas tun?

Die Energiepreispauschale muss nicht beantragt werden. Der Zuschuss wird für alle, die zum 1. September 2022 in einem „ersten Arbeitsverhältnis“ stehen und die einer der Steuerklassen 1 bis 5 unterliegen, in der Regel über den Arbeitgeber ausgezahlt. Der Rest muss für das Jahr 2022 eine Steuererklärung abgeben, um unabhängig vom Kinderbonus die Energiepreispauschale (EPP) zu erhalten.

Heizkostenzuschuss

Was ist der Heizkostenzuschuss?

Die steigenden Heizkosten belasten insbesondere einkommensschwächere Haushalte in Deutschland. Der einmalig ausgezahlte Heizkostenzuschuss soll dies abfedern.

Wer bekommt den Heizkostenzuschuss?

Allen Menschen, die im Zeitraum vom 1. Oktober 2021 bis 31. März 2022 Wohngeld für mindestens einen Monat bezogen haben, steht der Heizkostenzuschuss zu. In NRW betrifft dies rund 160.000 Haushalte.

Wie wird der Heizkostenzuschuss ausgezahlt?

Der Heizkostenzuschuss wird automatisch überwiesen. Laut Angaben des NRW-Bauministeriums wird der Zuschuss bis zum 20. August 2022 an alle Wohngeldempfänger:innen überwiesen.

Alles Wichtige zum Thema Krisenvorsorge Gas:

Das können Sie tun:

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Energiespartipps

Jeder Haushalt benötigt Energie – für Elektrogeräte, zum Heizen und für die Beleuchtung. Wir zeigen Ihnen, wo Sie sparen können.

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