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25.06.2020Pressemitteilung

Stadtwerke Düsseldorf als Motor der Entwicklung der Düsseldorfer Infrastrukturen

Solide Geschäftszahlen ermöglichen nachhaltiges Wachstum durch Investitionen in die Düsseldorfer Energie- und Mobilitätswende.

Die Stadtwerke Düsseldorf sind und bleiben Motor der Entwicklung der Düsseldorfer Infrastrukturen. Wie wichtig leistungsfähige und zukunftsgerichtete Infrastrukturen sind, zeigt sich gerade in der aktuellen Corona-Krise: Die sichere Versorgung einer ganzen Stadt mit Energie und Trinkwasser sowie eine verlässliche Entsorgung sind das oberste Ziel von mehr als 3000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Stadtwerke Düsseldorf-Konzern, die in diesen Zeiten ihre Arbeit mit großen Engagement und Verantwortungsbewusstsein nachgehen.

Diese Leistungsfähigkeit soll erhalten und sogar noch ausgebaut werden. Möglich machen das die soliden Ergebnisse der letzten Jahre – so auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019: Hier erreichte der Umsatz 1,92 Milliarden Euro (2018: 1,97 Milliarden), der Jahresüberschuss lag mit 70,2 Millionen Euro auf einem guten Niveau. Dieses Ergebnis liegt zwar um 6,6 Millionen Euro niedriger als im Vorjahr, in dem außerordentliche Gewinneffekte zu Buche geschlagen sind, aber deutlich über Plan. „Wir hatten operativ ein solides Jahr. Wir konnten unsere gesteckten Ziele erreichen und setzen damit unsere positive Entwicklung fort“, bilanzierte Finanz-Vorstand Hans-Günther Meier. Und er ergänzte: „Die gute Ertragslage und die gesunde Gesamtverfassung des Unternehmens schaffen die Voraussetzungen für verstärkte Investitionen in die Düsseldorfer Infrastrukturen.“

Im Mittelpunkt stehen dabei Investitionen in den Erhalt und Ausbau der Lebensqualität sowie für die Erreichung der Klimaschutzziele im wachsenden Wirtschaftsstandort Düsseldorf. Dafür planen die Stadtwerke, die bereits hohen Investitionen von 90 Millionen Euro im Jahr 2019 weiter zu erhöhen. Konkret geht es um Investitionen in Ausbau, Erneuerung und Digitalisierung der Netze, wobei insbesondere der Ausbau des Fernwärmenetzes mit Blick auf den Klima- und Umweltschutz von besonderer Bedeutung ist. Zudem soll das Angebot an intelligenten Produkten und Infrastrukturen für die Kundinnen und Kunden weiter ausgebaut und in nachhaltige Erzeugungsanlagen für Strom und Wärme investiert werden.

Ein Schwerpunktthema dabei ist die urbane Mobilität: Hier geht es insbesondere darum, weitere ganzheitliche Mobilitätsangebote für Bürgerinnen und Bürger sowie für Pendler zu etablieren – wie zum Beispiel Ridepooling- und Sharing-Angebote wie eddy und CleverShuttle sowie digitale Plattformen, die unterschiedliche Angebote vernetzen. Dazu kommen Investitionen in Mobili-täts-Infrastruktur wie etwa (Schnell-)Ladesäulen und Sensorik. Die Planung und Umsetzung er-folgt überwiegend in Kooperationen – etwa mit der Landeshauptstadt Düsseldorf oder dem Unternehmensverbund Düsselschmiede, zu dem die Messe, der Flughafen, die Rheinische Post Mediengruppe und die Stadtsparkasse Düsseldorf gehören.

Ein weiteres Investitionsfeld ist der Bereich Immobilien/Quartiersentwicklung. Ein besonderes Beispiel ist dabei das Projekt „Zukunftsviertel Unterbilk/Friedrichstadt“. Dabei erfolgt die Weiterentwicklung der urbanen Infrastrukturen wie in einem Reallabor: Produkte und Prozesse, die dort erfolgreich sind, können auf die ganze Stadt ausgerollt werden.

Über Investitionen in Technik und Bautätigkeiten hinaus spielen Investitionen in aktuelle und neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine wichtige strategische Rolle. Neue Qualifikationen ins Unternehmen holen und den demographischen Wandel gestalten – das sind die wesentlichen Ziele bei der systematischen Suche nach neuen Fachkräften und der zielgerichteten Weiterqualifikation der bestehenden Belegschaft. Dementsprechend haben die Stadtwerke Düsseldorf im vorigen Jahr 166 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt.

Diese Expertise bildet die Basis für den wirtschaftlichen Erfolg, heute und in Zukunft: „Wir wollen unsere Marktposition ausbauen und unsere Ertragsstärke weiter verbessern“, erklärte der Vorstandsvorsitzende Dr. Udo Brockmeier. „Für das Jahr 2030 haben wir uns ein weiteres erhebliches Ergebniswachstum vorgenommen.“ Hintergrund: Mit Blick auf die langfristige Weiterentwicklung des Unternehmens haben die Stadtwerke Düsseldorf ein strategisches Zielbild entwickelt, das die Ausrichtung des Unternehmens für die kommende Dekade bis in das Jahr 2030 skizziert. In diesem Zielbild wird deutlich, dass sich die Produkte und Dienstleistungen der Stadtwerke weiter verändern werden. Das gilt auch für die Zusammenarbeit mit Akteuren, innerhalb und außerhalb der Energiebranche. Bereits in den vergangenen Jahren haben die Stadtwerke zunehmend auf Kooperationen gesetzt – diesen Pfad werden sie auch in Zukunft beschreiten.

„Denn in einem zunehmend kleinteiligen und vernetzten Markt sind Kooperationsprojekte ein Schlüssel zum Erfolg“, so Dr. Udo Brockmeier. Im Zuge der fortschreitenden Sektorenkopplung – also dem Zusammenwachsen der Sektoren Strom, Wärme und Mobilität – sei es wichtig, die Expertise aus verschiedenen Bereichen und Branchen zu bündeln: „In diesem Sinne entwickeln wir unsere klimafreundliche Energieinfrastruktur weiter. Hierzu haben wir beispielsweise ein Projekt angestoßen, bei dem wir aus dem Strom unserer Müllverbrennungsanlage grünen Wasserstoff erzeugen möchten. Durch seine Verwendung im Verkehrssektor trägt Wasserstoff dazu bei, Emissionen zu senken. Geeignete Einsatzfälle sind Busse sowie Nutz- und Sonderfahrzeuge. Wasserstoff ist eine ideale Ergänzung zu batterieelektrischen Antrieben. Mit diesem Projekt stärken die Stadtwerke Düsseldorf ihren Anspruch, Infrastrukturen für emissionsfreie Mobilität zu etablieren und damit die Voraussetzung für eine Mobilitätswende zu schaffen.“

Aber auch darüber hinaus spielt die Müllverbrennungsanlage eine wichtige Rolle bei der Weiterentwicklung zukunftsgerichteter Infrastrukturen: Nach mehr als 50 Betriebsjahren, in denen die MVA über die Instandhaltung hinaus auch modernisiert wurde, entwickeln die Stadtwerke Düsseldorf zurzeit ein Konzept, den Standort in Flingern zu einem Ressourcen-Center weiter zu entwickeln und hierfür unter anderem auch die Müllverbrennungsanlage neu zu bauen. Die nächsten Schritte werden der Entscheidungsfindung dienen. Dazu sollen die technische Planung sowie die Genehmigungsplanung für einen Rückbau der alten und einen Neubau der Müllverbrennungsanlage starten. In einem weiteren Schritt soll es um das mögliche Gesicht des Standortes gehen. In diesem Zusammenhang wurden vor kurzem die ersten Vorbereitungen für einen Gestaltungswettbewerb in die Wege geleitet.

Eine ebenso große Bedeutung wie der Entwicklung neuer Produkte kommt der Optimierung und Sicherung des Bestandgeschäfts zu. Dabei bildet vor allem die große Leistungsfähigkeit der Stadtwerke die Basis des Erfolges. Und die wurde dem Unternehmen im Frühjahr 2020 erneut vom Hamburger Marktforschungsinstitut Statista attestiert: Im Auftrag von Focus Money wurde ein bundesweites Ranking der Stromversorger aufgelegt. Mehr als 10.000 Menschen waren befragt worden. Neben einer Bewertung durch die Kunden und deren Weiterempfehlungsbereitschaft wurden in einem detaillierten Website- und Servicetest alle Versorger im On- und Offline-Bereich bewertet sowie hinsichtlich ihrer Angebotsmerkmale (Tarifofferten, Energieberatung, E-Commerce-Angebote usw.) unter die Lupe genommen. Sieger in Nordrhein-Westfalen sind die Stadtwerke Düsseldorf – und zwar auf Basis sämtlicher Kundenbewertungen in NRW. Vertriebsvorstand Manfred Abrahams: „Das belegt erneut, dass die Kundinnen und Kunden bei uns gute Produkte und besten Service zu einem fairen Preis erhalten.“

Das große Kunden-Vertrauen spiegelt sich auch in den Verkaufszahlen 2019. Sowohl beim Strom- als auch beim Erdgas- und Fernwärme-Verkauf konnten die Erlöse im Endkundengeschäft gesteigert werden. Unter dem Strich stiegen entsprechend auch die Gesamtverkaufsmengen bei Erdgas und Fernwärme. Allein beim Stromverkauf gab es ein Minus, das im Wesentlichen aus geringeren Handelsmengen resultiert.

Unklar ist indes, wie stark sich die aktuelle Corona-Krise auf das laufende Geschäftsjahr auswirken wird. Finanz-Vorstand Hans-Günther Meier: „Zurzeit scheint es so, dass die Energiebranche nicht so hart getroffen wird wie andere Branchen. Dennoch haben unsere Kunden zum Teil erhebliche Einschränkungen und Probleme durch die Pandemie. Wir begleiten unsere Kunden und Partner hierbei und suchen nach gemeinsamen Lösungen. Dies wird zu finanziellen Belastungen auch für die Stadtwerke führen, eine genauere Prognose ist derzeit nicht möglich.“

Mehr Infos gibt es in der digitalen Version des Stadtwerke-Geschäftsberichtes 2019 unter:

https://geschaeftsbericht.swd-ag.de/