Transparente Qualität Trinkwasseranalyse

Eine klare Sachen

In Düsseldorf versorgen die drei Wasserwerke „Flehe“, „Holthausen“ und „Am Staad“ täglich über 600.000 Menschen mit frischem Trinkwasser.

Beste Trinkwasserqualität in Düsseldorf

Das Düsseldorfer Trinkwasser ist von erstklassiger Qualität. Das beweisen auch die regelmäßigen Trinkwasseranalysen der Stadtwerke Düsseldorf. Bei der Wasseranalyse werden alle Inhalttstoffe genauestens unter die Lupe genommen. Die Messergebnisse veröffentlicht der Wasserversorger zum Beispiel online im Internet. So können Sie sich jederzeit über die Wasserqualität, Wasserhärte oder ph-Wert informieren.

Von der Quelle bis zum Kunden

Bei der Trinkwasseranalyse wird das aufbereitete Trinkwasser untersucht, nicht das Rohwasser aus den Quellen. Das Düsseldorfer Trinkwasser stammt zu rund einem Viertel aus Grundwasser und rund drei Vierteln aus versickertem Rheinwasser. Die Aufbereitung zum Trinkwasser geschieht in den Wasserwerken der Stadtwerke. Für die Trinkwasseruntersuchung wird dieses „fertige“ Wasser genutzt – also das Leitungswasser, so wie es in der Regel auch aus dem Wasserhahn beim Kunden kommt.

Kontrolle ist besser

Ein Team von wachsamen Experten hat jeden Tag die Aufgabe, die Aufbereitung und Verteilung des Trinkwassers mit hohem Qualitätsanspruch durchzuführen. Dazu gehören auch die Überwachung der Grenzwerte für zahlreiche Wasserinhaltsstoffe und Angaben über Untersuchungsverfahren gemäß der Trinkwasserverordnung (TrinkwV). Die Verordnung dient als rechtliche Grundlage. Sie enthält beispielsweise Analysevorgaben und Grenzwerte von zulässigen Inhaltsstoffen. Auch die Mindesthäufigkeit der Analyse von Trinkwasserproben in einem Wasserversorgungsgebiet ist in der Trinkwasserverordnung vorgeschrieben. Sind alle Messwerte der Wasseranalyse einwandfrei, sind die hygienischen Anforderungen an ein Trinkwasser in vollem Umfang erfüllt.

Gesundheit für jeden

Eine regelmäßige Kontrolle bedeutet Vorteile für den Normalverbraucher und gibt Sicherheit: Das Wasser ist bedenkenlos zu trinken und zu nutzen. Besonders für sensible Anwendungszwecke wie das Zubereiten von Babybnahrung ist das Düsseldorfer Trinkwasser bestens geeignet – ohne Abkochen oder Filterung, das verbraucht nur unnötig Energie. Wer sich für einzelne Inhaltsstoffe ganz gezielt interessiert, kann in der detaillierten Wasseranalyse der Stadtwerke einfach nachschauen.

Trinkwasseranalyse 2016

Für das Versorgungsgebiet der Stadtwerke Düsseldorf AG

Allgemeine Parameter

Hier finden sich größtenteils Angaben, die den Konsumenten direkt betreffen. Neben der durchschnittlichen Temperatur des Wassers, seinem pH-Wert und dem Härtegrad, der bei der Dosierung von Waschmitteln zu beachten ist, ist auch die elektrische Leitfähigkeit vermerkt. Dieser Wert ist weniger für die Verbraucher, umso mehr aber für die Mitarbeiter der Düsseldorfer Wasserwerke interessant: Er dient als erste schnelle Kontrollgröße für den Salzgehalt. Salze sind natürliche und nur selten künstliche Bestand-teile des Wassers. Sollte sich der Salzanteil im Wasser ändern, so hätte das auch Auswirkungen auf dessen elektrische Leitfähigkeit. Mit einer Detailanalyse lässt sich anschließend klären, woran es liegt. Hierfür werden unter anderem die Anionen und Kationen genauer untersucht, denn Salze bauen sich aus diesen Inhaltsstoffen auf.

Allgemeine Parameter
 
Einheit
Trinkwasser
Grenzwert*
Wassertemperatur
°C
13,9
pH-Wert
 
7,4
6,5 bis 9,5
Elektrische Leitfähigkeit
bei 25 °C
µS/cm
721
2.790
Karbonathärte
°dH
9,7
Gesamthärte
(Erdalkalisumme)
°dH
mmol/l
14,9
2,66

Härtebereich nach dem Waschmittelgesetz
 
hart
* derzeit gültige Trinkwasserverordnung (TrinkwV).

Anionen

Anionen sind Wasserinhaltsstoffe, die eine negative Ladung aufweisen. Sie dienen dazu, die chemisch-physikalische Beschaffenheit des Wassers zu beschreiben. Eltern, die mit Trinkwasser Babynahrung zubereiten, sollten besonders auf das Nitrat achten: Dessen Menge sollte möglichst niedrig liegen und den Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter nicht überschreiten, wie es beim Düsseldorfer Trinkwasser der Fall ist. Nitrit ist ein Abbauprodukt des Nitrats und sollte nicht im Trinkwasser vorkommen. Chlorid ist ein Bestandteil des Kochsalzes und ein wichtiger Geschmacksträger. Es sollte aber nicht über dem Grenzwert liegen, da es sonst Metalle schädigen würde. Das Düsseldorfer Wasser wird nicht mit Fluorid versetzt. Der ausgewiesene Gehalt ist – wie auch beim Sulfat und Chlorid – natürlichen Ursprungs. Ein zu hoher Sulfatanteil wirkt abführend und wäre insbesondere für Kinder nicht geeignet.

Anionen
 
Symbol
Einheit
Trinkwasser
Grenzwert*
Nitrat
NO3-
mg/l
12
50
Nitrit
NO2-
mg/l
< 0,02
0,50
Phosphat (gesamt)
PO43-
mg/l
1,1
Kieselsäure
SiO2
mg/l
9,2
Fluorid
F-
mg/l
0,14
1,5
Chlorid
Cl-
mg/l
79
250
Sulfat
SO42-
mg/l
52
250
Hydrogencarbonat
HCO3-
mg/l
211
* derzeit gültige Trinkwasserverordnung (TrinkwV).
< Messwert ist kleiner als die analytische Bestimmungsgrenze

Kationen

Kationen sind positiv geladene Wasserinhaltsstoffe, die – wie die Anionen – über die chemisch-physikalische Wasserqualität Auskunft geben. Die meisten der hier gelisteten Namen sind auch auf den Etiketten von Mineralwasserflaschen zu lesen. Calcium, Magnesium, Natrium und Kalium sind natürliche Mineralstoffe, die der menschliche Körper benötigt. Calcium und Magnesium ergeben zusammen die Gesamthärte des Wassers. Ammonium hingegen ist ein Parameter, der Verunreinigungen anzeigen kann und deshalb möglichst niedrig liegen sollte.

Kationen
 
Symbol
Einheit
Trinkwasser
Grenzwert*
Natrium
Na+
mg/l
43
200
Magnesium
Mg2+
mg/l
12
Calcium
Ca2+
mg/l
87
Kalium
K+
mg/l
4,1
Ammonium
NH4+
mg/l
< 0,02
0,50
* derzeit gültige Trinkwasserverordnung (TrinkwV).
< Messwert ist kleiner als die analytische Bestimmungsgrenze

Elemente und Schwermetalle

In dieser Rubrik sind die Stoffe verzeichnet, die nicht ins Trinkwasser gehören. Zu je-dem der aufgelisteten Parameter gibt es daher einen Grenzwert. Das Wasser der Stadtwerke Düsseldorf liegt bei allen Angaben deutlich unterhalb der Vorgaben, was seine gute Qualität belegt.

Elemente und Schwermetalle
 
Symbol
Einheit
Trinkwasser
Grenzwert*
Aluminium
Al
mg/l
< 0,003
0,200
Antimon
Sb
mg/l
< 0,001
0,0050
Arsen
As
mg/l
< 0,002
0,010
Blei
Pb
mg/l
< 0,001
0,010**
Bor
B
mg/l
0,050
1,0
Cadmium
Cd
mg/l
< 0,0007
0,0030
Chrom
Cr
mg/l
< 0,0006
0,050
Eisen
Fe
mg/l
< 0,015
0,200
Kupfer
Cu
mg/l
< 0,01
2,0**
Mangan
Mn
mg/l
< 0,012
0,050
Nickel
Ni
mg/l
< 0,002
0,020**
Quecksilber
Hg
mg/l
< 0,0002
0,0010
Selen
Se
mg/l
< 0,0002
0,010
Uran
U
mg/l
< 0,001
0,010
* derzeit gültige Trinkwasserverordnung (TrinkwV).
** Stichproben
< Messwert ist kleiner als die analytische Bestimmungsgrenze

Organische Parameter

Diese Rubrik behandelt sogenannte Spurenstoffe. Das sind Mikroverunreinigungen, die unter anderem aus Pflanzenschutzmitteln stammen. Die Werte dienen neben der Überprüfung der Wasserqualität auch der Überwachung der Aufbereitungsanlagen, die die Spurenstoffe herausfiltern und zurückhalten.

Organische Parameter
   
Einheit
Trinkwasser
Grenzwert*
Benzol
 
mg/l
< 0,0002
0,0010
Benzo[a]pyren
 
mg/l
< 0,000002
0,000010
Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe
 
mg/l
< 0,00004
0,00010
1,2-Dichlorethan
 
mg/l
< 0,0005
0,0030
Tetrachlorethen / Trichlorethen
 
mg/l
< 0,0005
0,010
Trihalogenmethane
 
mg/l
< 0,00045
0,050
Pflanzenschutzmittel (einzeln)
 
mg/l
nicht nachweisbar
0,00010
Pflanzenschutzmittel (gesamt)
 
mg/l
nicht nachweisbar
0,00050
* derzeit gültige Trinkwasserverordnung (TrinkwV).
< Messwert ist kleiner als die analytische Bestimmungsgrenze

Sonstige Parameter

Unter „sonstige Parameter“ sind verschiedene Testergebnisse zusammengefasst. Mehrere von ihnen funktionieren als Kontrollgröße zur Überprüfung des Trinkwassers am Wasserwerksausgang und im Verteilnetz. Eine erhöhte Trübung oder Färbung kann beispielsweise auf eine Störung in der Aufbereitung oder im Rohrnetz hinweisen. Aufgrund der Wasseraufbereitung mit Aktivkohle nach dem Düsseldorfer Verfahren sind organische Kohlenstoffe in dem Wasser der Stadtwerke nur zu geringen Anteilen enthalten. Die Werte der Säure- und Basekapazität sind besonders für Installationsunternehmen interessant, die unter Berücksichtigung dieser Angaben passende Gebäudeleitungen auswählen.

Sonstige Parameter
 
Einheit
Trinkwasser
Grenzwert*
Färbung (spektraler Absorptionskoeffizient bei 436 nm)
m-1
< 0,1
0,5
Trübung
NTU
0,05
1,0
Bromat
mg/l
< 0,001
0,010
Cyanid
mg/l
< 0,01
0,050
Basekapazität KB 8,2
mmol/l
0,29
Säurekapazität KS 4,3
mmol/l
3,46
Calcitlösekapazität
mg/l
CaCO3
-2,85
(calcitabscheidend)
5
Gesamter organischer Kohlenstoff (TOC)
mg/l
0,34
* derzeit gültige Trinkwasserverordnung (TrinkwV).
< Messwert ist kleiner als die analytische Bestimmungsgrenze

Zusatzstoffe

Phosphat soll als Zusatzstoff Korrosionsschäden im Leitungsnetz sowie in den Hausinstallationen vermeiden.

Zusatzstoffe zur Sicherstellung der Trinkwasserqualität auf dem Weg zum Kunden
 
Symbol
Einheit
Konzentration
Wirkung
Phosphat
PO43-
mg/l
1
Gemisch aus ortho- und poly-Phosphat

Einschränkung bei der Verwendung von Materialien in der Trinkwasserinstallation

Aufgrund der Parameter der DIN 50930-6:2013-06 (Korrosion der Metalle - Korrosion metallener Werkstoffe im Innern von Rohrleitungen, Behältern und Apparaten bei Korrosionsbelastung durch Wässer - Teil 6: Bewertungsverfahren und Anforderungen hinsichtlich der hygienischen Eignung in Kontakt mit Trinkwasser) ist die Verwendung von Rohrleitungen aus schmelztauchverzinkten Eisenwerkstoffen (verzinktes Eisenrohr) in der Trinkwasserinstallation für kaltes Wasser im Versorgungsgebiet der Stadtwerke Düsseldorf AG nicht möglich.

Für den Einbau neuer Leitungen in die Hausinstallationen empfehlen wir, den Werkstoff Kupfer nicht mehr einzusetzen.

Ab dem 04.05.2015 wurde die zentrale Zugabe von Chlordioxid in das Trinkwasser eingestellt.

Die hygienischen Anforderungen an ein Trinkwasser werden in vollem Umfang erfüllt.