Kleiner Aufwand, große Wirkung Energie sparen

Jeder Haushalt benötigt Energie – zum Heizen, für die Beleuchtung oder für Elektrogeräte. Wenn Sie Strom, Erdgas, Fernwärme oder Wasser effizienter einsetzen, können Sie Energie sparen, ohne auf den gewohnten Komfort zu verzichten. Wir geben Ihnen praktische Energiespartipps – für Ihren Geldbeutel und für die Umwelt.

Strom sparen

Die beste Energie ist die, die gar nicht erst verbraucht wird. Denn wer weniger Strom nutzt, freut sich über eine niedrigere Stromrechnung. Außerdem freut sich die Umwelt, weil weniger klimaschädliche Gase wie CO2 in der fossilen Stromerzeugung entstehen. Doch wie spart man effektiv Energie? Stille Verbraucher und stromfressende Elektrogeräte sind teure Energiefallen – diese unbeliebten Hausgenossen halten Ihren Stromzähler auf Trab. Es gilt, sie zu entdecken, abzuschalten oder auch auf modernere stromsparendere Technik umzusteigen. Außerdem kommt es beim Energiesparen im Haushalt auf bewussten Umgang mit Energie an. Schon kleine Verhaltensänderungen, wie das konsequente Ausschalten von Stand-by-Geräten oder des Lichts beim Verlassen eines Raumes kann einiges bewirken. So sind es oft Kleinigkeiten, die zusammengenommen eine deutliche Ersparnis ausmachen können.

10 Tipps zu den größten Stromfressern im Haushalt:

1. Alte Heizungspumpen
Heizungspumpe

Alte Heizungspumpen verbrauchen bis zu achtmal so viel Strom wie Hocheffizienzpumpen. Daher lohnt sich eine Modernisierung der Technik.

2. Warmwasser-Aquarium/Wasserbett
Aquarium

Dauerheizen des Wassers verbraucht so viel Energie wie ein halber Haushalt pro Jahr. Darum Wärmeverluste vermeiden, z. B. durch gute Isolierung. Bei Aquarien: Beleuchtung mit effizienter Technik und Zeitschaltuhr nutzen.

3. Hydraulischer Durchlauferhitzer
Durchlauferhitzer

Überdurchschnittliche Nutzung vermeiden (z. B. durch sehr langes Duschen). Falls wirtschaftlich, durch elektronisches Gerät ersetzen.

4. Handelsübliche Klimastandgeräte
(z. B. Heizlüfter oder dezentrale Klimakühlgeräte)
Klimastandgerät

Kein Dauerbetrieb. Alternativen nutzen (z. B. passiver Sonnenschutz oder stromsparende Geräte).

5. Kaffee-Vollautomaten
Kaffee-Vollautomat

Kein Dauerbetrieb. Energieeffizientes Gerät mit Stromsparmodus und automatischer Abschaltfunktion nutzen.

6. Häufiges Waschen und Trocknen
Waschmaschine

Energieeffiziente, moderne Geräte nutzen. Vorwäsche sparen. Weniger heiß waschen. Geräte möglichst voll beladen. Spar-/Ecoprogramm wählen. Nach Möglichkeit lufttrocknen.

7. Kühl- und Gefriergeräte
Gefriergerät

Moderne und stromsparende Geräte verwenden. Effizient nutzen (Gefrierfach regelmäßig abtauen. Größe dem Haushalt anpassen etc.).

8. Glühbirnen und ineffiziente Halogenlampen
Glühbirne

Auf stromsparende und moderne LED-Technik umsteigen.

9. Computer-Peripheriegeräte
Drucker

Kein Dauerbetrieb. Geräte mit Abschaltfunktion nutzen.

10. Alle Stand-by-Verbraucher
Steckerleiste

Bei Nichtnutzung ausschalten bzw. vom Netz trennen (abschaltbare Steckerleisten). Auf effiziente Geräte mit Abschaltfunktion umsteigen. Zur Übersicht Verbrauch mit Strommessgerät ermitteln.

Messgeräte kostenlos ausleihen

Beispiel eines Energiespar-Messgerätes

Das Problem bei vielen Elektroprodukten ist, dass man ihnen ihren Verbrauch nicht ansieht. Selbst Geräte, die vermeintlich aus sind, können weiterhin Strom ziehen. Ein Strommessgerät kann hier helfen: Es wird einfach zwischen Steckdose und Elektrogerät gesteckt. Über ein Display zeigt es dann den Stromverbrauch an. Die Energieberatung verleiht Strommessgeräte gratis an Stadtwerke-Kunden. Es sind immer ausreichend Geräte vorhanden, eine Reservierung ist nicht nötig! Auf Wunsch werten die Experten anschließend mit Ihnen gemeinsam die Messergebnisse aus.

Heizwärme sparen

Rund 70 Prozent der Endenergie wird im Haushalt für die Raumwärme aufgewendet. Die wertvolle Heizenergie sollte daher effizient erzeugt, gut genutzt und nicht an anderer Stelle über Energielecks wieder verloren gehen.

Technik auf dem Prüfstand

Leider sind viele Heizanlagen in deutschen Heizungskellern nicht mehr auf der Höhe der Zeit – sie sind häufig veraltet, arbeiten nicht mehr sparsam und stoßen unnötig viele CO2-Emissionen aus. Wer daher Heizwärme sparen möchte, sollte vor allem die vorhandene Heiztechnik auf den Prüfstand stellen. Ihr Heizungsfachbetrieb ist dafür der passende Ansprechpartner.

5 Heizungstipps für Eigentümer

1. Thermografie nutzen
Monteur vor einer Heizungsanlage

Die farbigen Wärmebilder zeigen die Schwachstellen Ihrer Gebäudehülle, wie beispielsweise undichte Fenster – eine wertvolle Basis für anschließende Modernisierungen. Auch die Stadtwerke Düsseldorf bieten die Thermografie zu günstigen Preisen in ganz NRW an.

2. Wärmedämmung nachrüsten
Wärmedämmung

Hohe Energieverluste durch unzureichend gedämmte Dächer, Wände, Keller oder auch Heizungsrohre reduzieren Sie mit einer nachträglichen Wärmeisolierung. Allein mit der Dachdämmung können Sie die Heizkosten um bis zu 15 Prozent jährlich senken.

3. Technik modernisieren
Thermografie

Prüfen Sie das Alter und den Stand der Technik Ihres Heizkessels. Wenn er älter als 15 Jahre ist, kann sich eine Modernisierung lohnen. Ein neuer Brennwertkessel verbraucht durchschnittlich 20 Prozent weniger Brennstoff. Die Stadtwerke Düsseldorf bieten mit Heizung Inklusive ein attraktives Rundum-Sorglos-Paket für eine neue Erdgasheizung an.

4. Heizung optimieren
Heizthermostat

Eine moderne Heizungsregelung mit automatischer Nachtabsenkung, Thermostatventile an den Heizkörpern zur Einstellung der gewünschten Raumtemperatur sowie der Ersatz einer alten, überdimensionierten Heizungs-Umwälzpumpe durch eine kleinere, elektronisch geregelte Pumpe verringern Ihre Heizkosten erheblich. Voraussetzung für die gleichmäßige Wärmeversorgung der Heizkörper ist ein hydraulischer Abgleich.

5. Erneuerbare Energien nutzen
Photovoltaikanlage

Mit Solarthermie, einer Photovoltaikanlage oder einer Wärmepumpe nutzen Sie kostenlose und umweltfreundliche Energien. Neben der hohen Effizienz dieser modernen Techniken gibt es zahlreiche staatliche Förderungen.

Clever handeln – mehr sparen

Auch wer keinen direkten Einfluss auf seine Heizanlage hat, zum Beispiel als Mieter, kann mit einigen praktischen Tipps zu Hause jede Menge Heizenergie sparen.

5 Heizungstipps für Bewohner

1. Freiraum schaffen
Heizkörper

Verdecken Sie weder Heizkörper noch Thermostate (zum Beispiel durch Vorhänge), um Wärmestau zu verhindern und die gleichmäßige Verteilung der Wärme sicherzustellen.

2. Nicht zu warm
Thermostat

20°C ist die normale Wohlfühltemperatur in Wohnräumen. Jedes Grad darüber erhöht die Heizkosten um rund sechs Prozent. Heizen Sie nachts nicht durchgehend und regeln Sie die Temperatur in wenig genutzten Räumen leicht herunter.

3. Nicht zu kalt
Heizungssteuerung

Lassen Sie Räume nicht unter ca. 15 °C auskühlen, da sich ansonsten Luftfeuchtigkeit niederschlägt, die ein idealer Nährboden für Schimmel ist. Außerdem ist das Wiederaufwärmen der Räume sehr energieaufwendig.

4. Wärmelecks verhindern
Terrassentüre

Heizen Sie nicht für draußen: Dichten Sie Fenster und Türen, wenn möglich, ab. Achten Sie außerdem auf weitere Energielecks in der Gebäudehülle. Vermeiden Sie Dauerlüften mit Kippstellung der Fenster.

5. Wartung beachten
Montage eines Heizkörpers

Entlüften Sie Heizkörper regelmäßig und achten Sie schon vor der Heizperiode darauf, dass genügend Wasserdruck im Heizkreislauf vorhanden ist. Bei Heizproblemen den Vermieter oder den Heizungsfachbetrieb kontaktieren.

Wir helfen Ihnen

Telefonkontakt zu den Stadtwerken Düsseldorf

Unsere Energieberatung im Energie-Service-Center am Höherweg 100 und am Telefon ist kostenlos! Für die Energieberatung von Privatkunden vor Ort erheben wir eine Pauschale von 80 Euro (nach Terminabsprache bei Ihnen zu Hause im Düsseldorfer Stadtgebiet.) Weitere Dienstleistungen auf Anfrage.

Vereinbaren Sie einen Beratungstermin mit uns:

Service Telefon: (0211) 821 2121

E-Mail: energieberatung@swd-ag.de