Trinkwasseranalyse: Das Düsseldorfer Wasser wird regelmäßig überprüft

Trinkwasser-analyse

Beste Trinkwasserqualität in Düsseldorf

Unsere ingesamt acht Trinkwasserbrunnen entlang des Rheins bilden eine Wasser-Achse quer durch die Stadt und sorgen für eine kostenlose Erfrischung für Zwischendurch.

Das Düsseldorfer Trinkwasser ist von erstklassiger Qualität. Das beweisen auch die regelmäßigen Trinkwasseranalysen der Stadtwerke Düsseldorf. Bei der Wasseranalyse werden alle Inhalttstoffe genauestens unter die Lupe genommen. Die Messergebnisse veröffentlicht der Wasserversorger zum Beispiel online im Internet. So können Sie sich jederzeit über die Wasserqualität, Wasserhärte oder pH-Wert informieren.

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    Von der Quelle bis zum Kunden

    Bei der Trinkwasseranalyse wird das aufbereitete Trinkwasser untersucht, nicht das Rohwasser aus den Quellen. Das Düsseldorfer Trinkwasser stammt zu rund einem Viertel aus Grundwasser und rund drei Vierteln aus versickertem Rheinwasser. Die Aufbereitung zum Trinkwasser geschieht in den Wasserwerken der Stadtwerke. Für die Trinkwasseruntersuchung wird dieses „fertige“ Wasser genutzt – also das Leitungswasser, so wie es in der Regel auch aus dem Wasserhahn beim Kunden kommt.

    Kontrolle ist besser

    Ein Team von wachsamen Experten hat jeden Tag die Aufgabe, die Aufbereitung und Verteilung des Trinkwassers mit hohem Qualitätsanspruch durchzuführen. Dazu gehören auch die Überwachung der Grenzwerte für zahlreiche Wasserinhaltsstoffe und Angaben über Untersuchungsverfahren gemäß der Trinkwasserverordnung (TrinkwV). Die Verordnung dient als rechtliche Grundlage. Sie enthält beispielsweise Analysevorgaben und Grenzwerte von zulässigen Inhaltsstoffen. Auch die Mindesthäufigkeit der Analyse von Trinkwasserproben in einem Wasserversorgungsgebiet ist in der Trinkwasserverordnung vorgeschrieben. Sind alle Messwerte der Wasseranalyse einwandfrei, sind die hygienischen Anforderungen an ein Trinkwasser in vollem Umfang erfüllt.

    Gesundheit für jeden

    Eine regelmäßige Kontrolle bedeutet Vorteile für den Normalverbraucher und gibt Sicherheit: Das Wasser ist bedenkenlos zu trinken und zu nutzen. Besonders für sensible Anwendungszwecke wie das Zubereiten von Babynahrung ist das Düsseldorfer Trinkwasser bestens geeignet – ohne Abkochen oder Filterung, das verbraucht nur unnötig Energie. Wer sich für einzelne Inhaltsstoffe ganz gezielt interessiert, kann in der detaillierten Wasseranalyse der Stadtwerke einfach nachschauen.

    Trinkwasseranalyse 2019

    Für das Versorgungsgebiet der Stadtwerke Düsseldorf AG basierend auf Mittelwerten aus dem Hochbehälter.

    Allgemeine Parameter

    Hier finden sich größtenteils Angaben, die den Konsumenten direkt betreffen. Neben der durchschnittlichen Temperatur des Wassers, seinem pH-Wert und dem Härtegrad, der bei der Dosierung von Waschmitteln zu beachten ist, ist auch die elektrische Leitfähigkeit vermerkt. Dieser Wert ist weniger für die Verbraucher, umso mehr aber für die Mitarbeiter der Düsseldorfer Wasserwerke interessant: Er dient als erste schnelle Kontrollgröße für den Salzgehalt. Salze sind natürliche und nur selten künstliche Bestandteile des Wassers. Sollte sich der Salzanteil im Wasser ändern, so hätte das auch Auswirkungen auf dessen elektrische Leitfähigkeit. Mit einer Detailanalyse lässt sich anschließend klären, woran es liegt. Hierfür werden unter anderem die Anionen und Kationen genauer untersucht, denn Salze bauen sich aus diesen Inhaltsstoffen auf.

    Allgemeine Parameter
     
    Einheit
    Trinkwasser
    Grenzwert**
    Wassertemperatur
    °C
    13,5
    pH-Wert
     
    7,4
    6,5 bis 9,5
    Elektrische Leitfähigkeit
    bei 25 °C
    µS/cm
    813
    2.790
    Gesamthärte
    (Erdalkalisumme)
    °dH
    mmol/l
    16,5
    2,96

    Härtebereich nach dem Waschmittelgesetz
     
    hart
    * Trinkwasseranalyse auf Basis der Daten von Januar bis März 2019
    ** derzeit gültige Trinkwasserverordnung (TrinkwV)
    *** „<“ bedeutet Messwert ist kleiner als die analytische Bestimmungsgrenze
    **** Stichproben

    Anionen

    Anionen sind Wasserinhaltsstoffe, die eine negative Ladung aufweisen. Sie dienen dazu, die chemisch-physikalische Beschaffenheit des Wassers zu beschreiben. Eltern, die mit Trinkwasser Babynahrung zubereiten, sollten besonders auf das Nitrat achten: dessen Menge sollte möglichst niedrig liegen, wie es beim Düsseldorfer Trinkwasser der Fall ist und den Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter nicht überschreiten. Nitrit ist ein Abbauprodukt des Nitrats und sollte nicht im Trinkwasser vorkommen. Chlorid ist ein Bestandteil des Kochsalzes und ein wichtiger Geschmacksträger. Es sollte aber nicht über dem Grenzwert liegen, da es sonst Metalle schädigen würde. Das Düsseldorfer Wasser wird nicht mit Fluorid versetzt. Der ausgewiesene Gehalt ist – wie auch beim Sulfat und Chlorid – natürlichen Ursprungs. Ein zu hoher Sulfatanteil wirkt abführend und wäre insbesondere für Kinder nicht geeignet.

    Anionen
     
    Symbol
    Einheit
    Trinkwasser
    Grenzwert**
    Nitrat
    NO3-
    mg/l
    17,5
    50
    Nitrit
    NO2-
    mg/l
    < 0,02***
    0,50
    Fluorid
    F-
    mg/l
    0,13
    1,5
    Chlorid
    Cl-
    mg/l
    94
    250
    Sulfat
    SO42-
    mg/l
    70
    250
    Hydrogencarbonat
    HCO3-
    mg/l
    235
    * Trinkwasseranalyse auf Basis der Daten von Januar bis März 2019
    ** derzeit gültige Trinkwasserverordnung (TrinkwV)
    *** „<“ bedeutet Messwert ist kleiner als die analytische Bestimmungsgrenze
    **** Stichproben

    Kationen

    Kationen sind positiv geladene Wasserinhaltsstoffe, die – wie die Anionen – über die chemisch-physikalische Wasserqualität Auskunft geben. Die meisten der hier gelisteten Namen sind auch auf den Etiketten von Mineralwasserflaschen zu lesen. Calcium, Magnesium, Natrium und Kalium sind natürliche Mineralstoffe, die der menschliche Körper benötigt. Calcium und Magnesium ergeben zusammen die Gesamthärte des Wassers. Ammonium hingegen ist ein Parameter, der Verunreinigungen anzeigen kann und deshalb möglichst niedrig liegen sollte.

    Kationen
     
    Symbol
    Einheit
    Trinkwasser
    Grenzwert**
    Natrium
    Na+
    mg/l
    50
    200
    Magnesium
    Mg2+
    mg/l
    14
    Calcium
    Ca2+
    mg/l
    96
    Kalium
    K+
    mg/l
    4,3
    Ammonium
    NH4+
    mg/l
    < 0,02***
    0,50
    * Trinkwasseranalyse auf Basis der Daten von Januar bis März 2019
    ** derzeit gültige Trinkwasserverordnung (TrinkwV)
    *** „<“ bedeutet Messwert ist kleiner als die analytische Bestimmungsgrenze
    **** Stichproben

    Sensorische Parameter

    Sensorische Parameter
     
    Einheit
    Trinkwasser
    Grenzwert**
    Geruch (als TON) bei 23°C
    -
    1
    3
    Geschmack
    -
    erfüllt
    annehmbar und ohne anormale Veränderung

    Mikrobiologische Parameter

    Die hygienischen Anforderungen an ein Trinkwasser werden in vollem Umfang erfüllt.

    Elemente und Schwermetalle

    In dieser Rubrik sind die Stoffe verzeichnet, die nicht ins Trinkwasser gehören. Zu jedem der aufgelisteten Parameter gibt es daher einen Grenzwert. Das Wasser der Stadtwerke Düsseldorf liegt bei allen Angaben deutlich unterhalb der Vorgaben, was seine gute Qualität belegt.

    Elemente und Schwermetalle
     
    Symbol
    Einheit
    Trinkwasser
    Grenzwert**
    Aluminium
    Al
    mg/l
    < 0,002
    0,200
    Antimon
    Sb
    mg/l
    < 0,0002
    0,0050
    Arsen
    As
    mg/l
    < 0,0001
    0,010
    Blei
    Pb
    mg/l
    < 0,001
    0,010****
    Bor
    B
    mg/l
    0,053
    1,0
    Cadmium
    Cd
    mg/l
    < 0,0007
    0,0030
    Chrom
    Cr
    mg/l
    < 0,002
    0,050
    Eisen
    Fe
    mg/l
    < 0,002
    0,200
    Kupfer
    Cu
    mg/l
    < 0,03
    2,0****
    Mangan
    Mn
    mg/l
    < 0,02
    0,050
    Nickel
    Ni
    mg/l
    < 0,002
    0,020****
    Quecksilber
    Hg
    mg/l
    < 0,0002
    0,0010
    Selen
    Se
    mg/l
    < 0,001
    0,010
    Uran
    U
    mg/l
    < 0,0007
    0,010
    * Trinkwasseranalyse auf Basis der Daten von Januar bis März 2019
    ** derzeit gültige Trinkwasserverordnung (TrinkwV)
    *** „<“ bedeutet Messwert ist kleiner als die analytische Bestimmungsgrenze
    **** Stichproben

    Organische Parameter

    Diese Rubrik behandelt sogenannte Spurenstoffe. Das sind Mikroverunreinigungen, die unter anderem aus Pflanzenschutzmitteln stammen. Die Werte dienen neben der Überprüfung der Wasserqualität auch der Überwachung der Aufbereitungsanlagen, die die Spurenstoffe herausfiltern und zurückhalten.

    Organische Parameter
       
    Einheit
    Trinkwasser
    Grenzwert***
    Benzol (07.05.2018)
     
    mg/l
    < 0,0002
    0,0010
    Benzo[a]pyren (05.02.2018)
     
    mg/l
    < 0,000002
    0,000010
    Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (05.02.2018)
     
    mg/l
    < 0,00004
    0,00010
    1,2-Dichlorethan (07.05.2018)
     
    mg/l
    < 0,0005
    0,0030
    Tetrachlorethen / Trichlorethen (07.05.2018)
     
    mg/l
    < 0,0005
    0,010
    Trihalogenmethane und Trichlorethen (07.05.2018)
     
    mg/l
    < 0,0005
    0,050
    Pflanzenschutzmittel (einzeln)
     
    mg/l
    < 0,000025
    0,00050
    Pflanzenschutzmittel (gesamt)
     
    mg/l
    < 0,00005
    0,00050
    Vinylchlorid
     
    mg/l
    < 0,00005
    0,00050
    * Trinkwasseranalyse auf Basis der Daten von Januar bis März 2019
    ** derzeit gültige Trinkwasserverordnung (TrinkwV).
    *** < bedeutet Messwert ist kleiner als die analytische Bestimmungsgrenze
    **** Stichproben

    Sonstige Parameter

    Unter „sonstige Parameter“ sind verschiedene Testergebnisse zusammengefasst. Mehrere von ihnen funktionieren als Kontrollgröße zur Überprüfung des Trinkwassers am Wasserwerksausgang und im Verteilnetz. Eine erhöhte Trübung oder Färbung kann beispielsweise auf eine Störung in der Aufbereitung oder im Rohrnetz hinweisen. Aufgrund der Wasseraufbereitung mit Aktivkohle nach dem Düsseldorfer Verfahren sind organische Kohlenstoffe in dem Wasser der Stadtwerke nur zu geringen Anteilen enthalten. Die Werte der Säure- und Basekapazität sind besonders für Installationsunternehmen interessant, die unter Berücksichtigung dieser Angaben passende Gebäudeleitungen auswählen.

    Sonstige Parameter
     
    Einheit
    Trinkwasser
    Grenzwert*
    Färbung (spektraler Absorptionskoeffizient bei 436 nm)
    m-1
    < 0,1
    0,5
    Trübung
    NTU
    0,1
    1,0
    Bromat
    mg/l
    0,001
    0,010
    Cyanid
    mg/l
    < 0,01
    0,050
    Basekapazität KB 8,2
    mmol/l
    0,40
    Säurekapazität KS 4,3
    mmol/l
    3,85
    Calcitlösekapazität
    mg/l
    CaCO3
    -1,2
    (calcitabscheidend)
    5
    Gesamter organischer Kohlenstoff (TOC)
    mg/l
    0,38
    * derzeit gültige Trinkwasserverordnung (TrinkwV).
    < Messwert ist kleiner als die analytische Bestimmungsgrenze

    Zusatzstoffe

    Seit dem 01.05.2019 wird dem Trinkwasser kein Phosphat mehr zugegeben.

    Zusatzstoffe zur Sicherstellung der Trinkwasserqualität auf dem Weg zum Kunden
    Phosphat
    PO43-
    mg/l
    0,3
    Zugabe von ortho- und poly-Phosphat zur Korrosionshemmung

    Spurenstoffe

    Spurenstoffe sind durch den Menschen in die Umwelt eingetragene Substanzen, die in sehr geringen Konzentrationen im Trinkwasser bestimmbar sind, weil sie im Prozess der Trinkwasseraufbereitung nicht vollständig entfernt werden können.

    Die aufgeführten Spurenstoffe sind durch die Trinkwasserverordnung nicht mit einem Grenzwert geregelt. Der Einfluss auf den Menschen wird beim Nachweis im Trinkwasser vom Umweltbundesamt toxikologisch bewertet und die Stoffe erhalten zur Vorsorge einen gesundheitlichen Orientierungswert (GOW), der bei Vorliegen ausreichender Daten in einen Leitwert (LW) überführt wird. Für eine detaillierte Beschreibung des GOW-Konzeptes wird auf die UBA-Empfehlung „Bewertung der Anwesenheit teil- oder nicht bewertbarer Stoffe im Trinkwasser aus gesundheitlicher Sicht“ verwiesen (Umweltbundesamt 2003). Beim Fehlen toxikologischer Daten (z.B. Hormone, endokrine Substanzen in der nachfolgenden Tabelle) genügt der GOW1 von 0,1 μg/l der Mindestanforderung nach §6 (1) TrinkwV, demgemäß selbst bei lebenslangem Genuss des Trinkwassers kein Anlass für eine gesundheitliche Besorgnis ausgehen darf. Die Auswahl der untersuchten Substanzen bezieht sich auf bekannte oder mögliche Kontaminationen des Rohwassers und ist spezifisch für das Trinkwasser in Düsseldorf und Mettmann.

    Spurenstoffe
     
    Einheit
    Trinkwasser
    GOW
    Arzneistoffe
         
    Amidotrizoesäure
    µg/l
    0,084
    1
    Carbamazepin
    µg/l
    <0,025
    0,3
    Iopamidol
    µg/l
    <0,04
    1
    Metformin
    µg/l
    <0,025
    1
    Primidon
    µg/l
    <0,025
    3
    Sotalol
    µg/l
    <0,025
    -
    Sulfamethoxazol
    µg/l
    <0,025
    0,1
    Terbutalin
    µg/l
    <0,025
    -
    Hormone
         
    17-beta-Estradiol
    µg/l
    <0,0001
    -
    Estron
    µg/l
    <0,0001
    -
    Estriol
    µg/l
    <0,001
    -
    17-alpha-Ethinylestradiol
    µg/l
    <0,0001
    -
    Mestranol
    µg/l
    <0,001
    -
    Norethisteron
    µg/l
    <0,001
    -
    Endokrin wirksame Substanzen
         
    4-tert.-Oktylphenol
    µg/l
    <0,005
    -
    4-iso-Nonylphenol
    µg/l
    <0,025
    -
    Bisphenol A
    µg/l
    <0,025
    -
    Nicht relevante Metabolite von Pflanzenschutzmitteln
         
    Desphenylchloridazon, B-Metabolit von Chloridazon
    µg/l
    <0,025
    3,0
    Dimethylsulfamid (DMS), Metabolit von Tolylfluanid
    µg/l
    <0,026
    1,0
    Polyfluorierte Verbindungen
         
    PFBA Perfluorobutanoat
    µg/l
    0,003
    -
    PFPA Perfluoropentanoat
    µg/l
    0,003
    3
    Perfluorooctanoat (n-Isomer)
    µg/l
    <0,001
    0,3
    PFBS Perfluorobutylsulfonat
    µg/l
    <0,001
    -
    PFOS Perfluorooctylsulfonat (n-Isomer)
    µg/l
    <0,001
    0,3
    Weitere chemische Stoffe
         
    Acesulfam
    µg/l
    <0,025
    -
    Amidosulfonsäure
    µg/l
    18
    2000 (LW)
    Benzotriazol
    µg/l
    <0,025
    3
    1,4-Dioxan
    µg/l
    0,38
    5,0
    EDTA
    µg/l
    <0,05
    10
    Methyl-1-H-Benzotriazole
    µg/l
    <0,025
    3
    Trifluoracetat
    µg/l
    1,8
    3,0

    Bessere Überwachung der Trinkwasserqualität

    Ein neuer Weg, den Fokus auf das zu legen, was uns in Düsseldorf und Mettmann wichtig ist!

    Seit Anfang 2018 gibt es eine weitere Möglichkeit zur Ausgestaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Überwachung des Trinkwassers. Eine Änderung der EG-Trinkwasserrichtlinie hat die Weichen für die Einführung einer Flexibilisierung in der Überwachung gestellt:

    Wasserversorgungsunternehmen können nach wie vor das Trinkwasser auf sämtliche Parameter der Trinkwasserverordnung untersuchen. Sie können nun aber auch – in Abstimmung mit den jeweiligen, zuständigen Gesundheitsämtern – ihre Überwachung an die Situation vor Ort anpassen, indem sie die zu untersuchenden Parameter und die Untersuchungshäufigkeiten so festlegen, dass die Ergebnisse einen maximalen Erkenntnisgewinn liefern. Grundlagen dafür sind eine Risikobewertung, die Auswertung von bisherigen Daten zur Trinkwasserqualität und Untersuchungen im Einzugsgebiet.

    Diese Möglichkeit, die gesetzlich vorgeschriebenen Untersuchungspflichten an dem Vorkommen von Stoffen im Roh- und Trinkwasser ausrichten zu können, wenden wir nun an: Wir prüfen, welche Gefährdungen in unserem Einzugsgebiet und Versorgungssystem relevant sein könnten und passen die regelmäßigen Untersuchungen des Trinkwassers entsprechend an. Denn mit Risikobewertungen können wir, in Abstimmung mit den Gesundheitsämtern, eventuell neu auftretende Gefährdungen erkennen, das Trinkwasser gezielter untersuchen und besser reagieren.

    Wir vermeiden überflüssige Trinkwasser-Untersuchungen, indem wir nun die Stoffe weniger häufig messen, von denen wir wissen, dass sie seit vielen Jahren stets in Konzentrationen weit unterhalb des jeweiligen Grenzwertes vorkamen; dafür untersuchen wir andere häufiger.

    In unseren Berichten über die Ergebnisse unserer Trinkwasserüberwachung (www.swd-ag.de) sehen Sie daher ab jetzt einige Änderungen hinsichtlich der Parameter, über die wir berichten. Wenn Sie Fragen hierzu haben, können Sie sich gerne für weitere Auskünfte an uns wenden.

    Einschränkung bei der Verwendung von Materialien in der Trinkwasserinstallation

    Aufgrund der Parameter der DIN 50930-6:2013-06 (Korrosion der Metalle - Korrosion metallener Werkstoffe im Innern von Rohrleitungen, Behältern und Apparaten bei Korrosionsbelastung durch Wässer - Teil 6: Bewertungsverfahren und Anforderungen hinsichtlich der hygienischen Eignung in Kontakt mit Trinkwasser) ist die Verwendung von Rohrleitungen aus schmelztauchverzinkten Eisenwerkstoffen (verzinktes Eisenrohr) in der Trinkwasserinstallation für kaltes Wasser im Versorgungsgebiet der Stadtwerke Düsseldorf AG nicht möglich.

    Für den Einbau neuer Leitungen in die Hausinstallationen empfehlen wir, den Werkstoff Kupfer nicht mehr einzusetzen.

    Ab dem 04.05.2015 wurde die zentrale Zugabe von Chlordioxid in das Trinkwasser eingestellt.

    Die hygienischen Anforderungen an ein Trinkwasser werden in vollem Umfang erfüllt.