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So sah es im Zukunftsviertel früher aus

Bilder der historischen Friedrichstadt in einer Fotogalerie

Blick von damals auf St. Peter und das Provinzial-Gebäude am Kirchplatz in Friedrichstadt

In 15 Jahren möchte Düsseldorf das ambitionierte Ziel „klimaneutrale Stadt bis 2035“ realisiert haben. Die Stadtwerke Düsseldorf sind als starker Partner der Stadt bei dessen Erreichung dabei: mit neuen Einfällen, kreativen Lösungen und der konsequenten Umsetzung bereits bewährter Kundenlösungen. Viele Projekte werden im Zukunftsviertel Unterbilk | Friedrichstadt erprobt – einem Ort, an dem wir unter echten Bedingungen und zusammen mit den Bewohnerinnen und Bewohnern Ideen in die Tat umsetzen. Was hier erfolgreich erprobt wird, soll dann auf andere Viertel ausgerollt werden. So kann künftig die ganze Stadt davon profitieren und Düsseldorf noch lebenswerter gemacht werden.

Blick von damals auf St. Peter und das Provinzial-Gebäude am Kirchplatz in Friedrichstadt
Bildunterschrift Auf dieser Luftbildaufnahme aus dem Jahr 1958 sehen Sie das Gebiet zwischen Friedenstraße, Fürstenwall, Friedrichstraße und Kirchfeldstraße. Gut zu erkennen sind vor allem das Evangelische Krankenhaus und der Kirchplatz mit der katholischen Kirche St. Peter in der Bildmitte.
Schwarz-Weiß-Aufnahme von Bauarbeiten an einer Bank am Fürstenwall aus dem Jahr 1950
Bei den hier zu sehenden Fassadenarbeiten an einem Bankgebäude am Fürstenwall handelt es sich nicht um einen Neubau, sondern um Renovierungsarbeiten. Das Foto ist nämlich 1950 entstanden – auch wenn die abgebildeten Automobile auf den ersten Blick ein noch älteres Entstehungsdatum vermuten lassen. Der ältere Fassadenteil steht übrigens heute noch so an der Ecke zur Friedrichstraße, das Gebäude dahinter ist vor wenigen Jahren komplett neu errichtet worden.

So fing alles an

Die beiden Stadtteile rechts und links der Friedrichstraße boten die idealen Voraussetzungen für das Zukunftsviertel: Der Bestand an alten Gebäuden ist hoch, ebenso wie die Zahl der Autos und Pendler. Doch Parkplätze sind eher knapp. Noch gibt es nur wenige Radwege. Allein in Friedrichstadt leben etwa 20.000 Menschen auf einem Quadratkilometer – das fördert den Austausch und die Kreativität, bringt aber auch eine Reihe von Herausforderungen mit sich: neben dem Straßenverkehr vor allem schlechte Luft und Lärm.

Dass hundert Jahre lang der Hauptsitz der Stadtwerke Düsseldorf in Friedrichstadt zuhause war, macht die Geschichte des Zukunftsviertels natürlich besonders rund. Nachdem Düsseldorfs Versorgungsunternehmung eine größere Verwaltung benötigte, wurde 1903/04 an der Kreuzung Luisen- und Scheurenstraße ein eigenes „Direktionsgebäude der städtischen Gas-, Wasser- und Elektrizitätswerke“ im aufwendigen Baustil der Neorenaissance errichtet. Erst vor wenigen Jahren ist der Hauptsitz der Stadtwerke in ein modernes Gebäude nach Flingern gezogen, sodass Friedrichstadt immer noch als Wiege der Stadtwerke betrachtet wird.

Schwarz-weißer Blick auf die Ostseite des Kirchplatzes vor St. Peter, wo 1910 noch das Gebäude der Provinzial-Versicherung stand
Im Jahr 1910 zierte ein Brunnen den auch damals bereits existierenden Kirchplatz vor St. Peter, wie Sie sehen. Die Fotografie zeigt das repräsentative Gebäude der Provinzial-Versicherung, das sich zu dieser Zeit an der Ostseite des Platzes befand. Von Straßenbeleuchtung und Autos noch keine Spur, auf der linken Seite hingegen steht ein Kutschwagen auf der Straße.
Schwarz-Weiß-Aufnahme von Bauarbeiten an einer Bank am Fürstenwall aus dem Jahr 1950
An gleicher Stelle entstand nach dem Zweiten Weltkrieg ein neues Verwaltungsgebäude der Provinzial-Feuerversicherung. Am rechten Bildrand ist die Nordwestecke der Peterskirche zu sehen. Die Straßenbahn im Bild sowie die Bebauung des Platzes lassen darauf schließen, dass die Aufnahme vor 1969 entstanden ist. Heute befindet sich hier das (auch schon wieder) ehemalige WestLB-Gebäude.

Friedrichstadt selbst kann dabei als der jüngste Stadtteil des alten Düsseldorf bezeichnet werden. Mitte des 19. Jahrhunderts wuchs die Stadt aufgrund der Industrialisierung rasant. Wegen des dringend benötigten Wohnraums wurde deshalb südlich der heutigen Innenstadt in Richtung Bilk ein ganzes Viertel am Reißbrett geplant – auch jetzt immer noch zu erkennen an der mitunter schachbrettartigen Anordnung der Straßen. Friedrichstadt entwickelte sich recht schnell zur bevorzugten Wohnlage des gehobenen Bürgertums – besonders Beamte und Offiziere zieht es in die noch neuen Häuser. Viele von ihnen sind zum Glück – im Gegensatz zu weiten Teilen des Rests von Düsseldorf – bis heute erhalten geblieben, was den Gründerzeitcharme mancher Ecken von Friedrichstadt ausmacht.

Schwarz-Weiß-Aufnahme des ehemaligen Hauptsitzes der Stadtwerke Düsseldorf in Friedrichstadt Anfang der 50er-Jahre
Aus dem firmeneigenen Fotoalbum der Stadtwerke stammt diese Aufnahme ihres Hauptgebäudes an der Luisenstraße, Ecke Scheurenstraße. Dem Bild lässt sich leider keine genaue Jahreszahl zuordnen, aber der Kleidung des Mannes nach zu schließen wird es wohl in den 50er-Jahren entstanden sein.
Um 1995 entstandene Schwarz-Weiß-Aufnahme des ehemaligen Hauptsitzes der Stadtwerke Düsseldorf an der Luisenstraße, Ecke Scheurenstraße
An dieser Aufnahme desselben Hauses der Stadtwerke Düsseldorf an der Ecke Luisenstraße/Scheurenstraße von etwa 1995 fällt im Vergleich zuerst die große Zahl an parkenden Autos auf. Danach geht der Blick auf das auch 25 Jahre später quasi unverändert gebliebene Firmenlogo des Versorgungsunternehmens. Die Stadtwerke selbst allerdings sind mittlerweile in Flingern beheimatet, an dieser Stelle befindet sich heute die ARGE Düsseldorf, Bereich Mitte.

Machen Sie sich ein Bild von Düsseldorf damals

Wir sind bei der Planung neuer Projekte hier und da auf alte Fotos gestoßen. Und haben uns daraufhin inspiriert auf die Suche nach mehr dieser mittlerweile historischen Aufnahmen gemacht. Dafür haben wir das eigene Firmenarchiv durchforstet, aber auch nach Bildern des Stadtarchivs Düsseldorf gefragt. So sind wir auf das spannende Schülerprojekt Düsseldorf damals und heute aufmerksam geworden. Bei diesem Lernmodul nehmen sich Jugendliche die historischen Fotos im wörtlichen Sinne zum „Vor-Bild“ und versuchen dann, das Motiv im Heute mit der Kamera einzufangen. Den Vergleich kann man sich praktischerweise nach Straßennamen sortiert oder auf einer Karte anzeigen lassen.

Falls Sie sich selbst auf Spurensuche begeben möchten, legen wir Ihnen zu Anfang eine virtuelle Wanderung durch Friedrichstadt in Google Maps ans Herz. In der Satellitenansicht oder mit der Streetview-Funktion lässt sich ganz wunderbar durch die Straßen dieses Teils der Landeshauptstadt schlendern, denn an den markanten Plätzen ist relativ wenig verpixelt worden. Aber Obacht: Die Google-Bilder haben nun auch schon einige Jahre auf dem Buckel und so manches der dort abgebildeten Gebäude steht gar nicht mehr. Daher ist ein „echter“ Streifzug durch Friedrichstadt mit Linse und Objektiv natürlich die bessere Wahl.

Blick in die Zahlstelle der Stadtwerke auf einer schwarz-weißen Fotografie aus dem Jahr 1955
Wir gehen zurück in die Mitte der 50er-Jahre, bleiben aber bei den Stadtwerken. Damals hing an der Rückwand der modern und schlicht eingerichteten Schalterhalle der Zahlstelle an der Scheurenstraße die großflächige Reproduktion eines historischen Stiches, die ebenfalls eine Düsseldorfer Straßenszene zeigt.
Historische Schwarz-Weiß-Aufnahme des Düsseldorfer Fürstenplatzes von 1912
Der Fürstenplatz ist bereits bei seiner Entstehung sehr großzügig angelegt worden, wie dieses Foto aus dem Jahr 1912 veranschaulicht. Der Blick von der Südseite her auf die Häuser an den Einmündungen der Straßen Fürstenwall, Pionierstraße und Helmholtzstraße zeigt in der Mitte noch recht junge Baumpflanzungen sowie den Platz behaglich unterteilende Hecken.

Friedrichstadt – Viertel mit Zukunft

Bei einem realen Spaziergang können Sie nämlich auch die neuesten Errungenschaften des Zukunftsviertels in Augenschein nehmen: immer mehr E-Ladestationen und das Pilotprojekt Intelligente Straßenbeleuchtung entlang des Fürstenwalls. Manches, wie das Funknetzwerk LoRaWAN bleibt zwar unsichtbar, bringt aber unmittelbaren Nutzen auch für die Bewohner des Zukunftsviertels, indem z. B. Füllstände von Containern überwacht werden können und so ein Beitrag zur Sauberkeit geleistet werden soll.

Wie gut, dass uns diese beinahe schon geschichtsträchtigen Fotos von Düsseldorf erhalten geblieben sind. Denn so bekommen wir im Vergleich zur alten Zeit Entwicklungen und Innovationen anschaulich vor Augen geführt.

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