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Wie die Landeshauptstadt sich mit dem Projekt „Essbare Stadt“ in eine grüne Oase mit zahlreichen Obst- und Gemüsegärten verwandelt – und wie Sie mitgärtnern können.
Asphalt, Beton und Pflastersteine. Diese Attribute liegen beim Gedanken an eine Großstadt wie Düsseldorf nahe. Mithilfe der Initiative „Essbare Stadt“ soll die Landeshauptstadt jetzt jedoch grüner werden. Düsseldorfer:innen sind herzlich dazu eingeladen, mit anzupacken und überall in der Stadt kleine Grünflächen zu schaffen. Hier erfahren Sie mehr über die „grüne Revolution“ und wie Sie Düsseldorf selbst essbar machen.
Gartenamt und Umweltamt der Landeshauptstadt haben gemeinsam das Projekt „Essbare Stadt“ initiiert. Ob eine Zucchini aus dem Hochbeet der Schule oder ein Apfel vom Vorgarten der Nachbar:innen – die Aktion zielt darauf ab, möglichst viele öffentlich zugängliche Flächen und Plätze der Stadt in kleine Gemeinschaftsgärten mit essbaren Nutzpflanzen zu verwandeln. Zukünftig sollen hier jedes Jahr frisches Obst und Gemüse geerntet werden. Die „Essbare Stadt“ folgt dabei den drei Prinzipien der Permakultur, bei der der Mensch mit der Natur und nicht gegen sie arbeitet:
Earth care (achtsamer Umgang mit der Erde)
Fair share (gerechte Verteilung von Ressourcen)
People care (soziales Miteinander)
Mithilfe dieser Prinzipien wird nicht nur das Stadtbild grüner und die Luft sauberer – das Projekt „Essbare Stadt“ animiert Bürger:innen zum Mitmachen. Ein Gemeinschaftsgefühl entsteht, es wird zusammen gegärtnert und gelernt.
Das gemeinschaftliche Gärtnern erfüllt vor allem an Schulen und Kitas einen Lehrauftrag. Kinder und Jugendliche kommen vom Saatgut bis zur erntereifen Frucht mit den Pflanzen in Kontakt und lernen anschaulich und praxisnah, wo Obst und Gemüse eigentlich herkommen. Die Beete und Kräutergärten werden zu einem Lernort der etwas anderen Art, bei dem sich die jungen Düsseldorfer:innen wertvolles Wissen über gesunde Ernährung und nachhaltige Landwirtschaft aneignen.
Düsseldorf hat die ambitionierte Vision, bis 2035 zu einer klimaneutralen Stadt zu werden. Welche besondere Rolle die Stadtteile Unterbilk und Friedrichstadt dabei spielen, erfahren Sie hier.

Die „Essbare Stadt“ entwickelte bereits 2019 ihre ersten Sprossen in Form von verschiedenen Projekten, an denen Hunderte Düsseldorfer:innen begeistert teilnahmen. Seitdem erfreut sich die Initiative großer Beliebtheit, sodass die Landeshauptstadt diese stetig weiterentwickelt. Auch dieses Jahr fördert das Umwelt- und Gartenamt in der Pflanzsaison ab April 2023 verschiedene Mitmachprojekte: Erschaffen Sie inmitten der Stadt etwa kleine Grünanlagen mit einem Hochbeet auf Bestellung oder beteiligen Sie sich am Erhalt alter Obstbaumsorten für mehr Biodiversität. Klimaschutz und Gartenspaß gehen in der „Essbaren Stadt“ Hand in Hand – überzeugen Sie sich selbst von den vielseitigen Aktionen.
Düsseldorf wird nur dann noch „essbarer“, wenn alle mitmachen. Interesse und Engagement der Stadtbewohner:innen am grünen Projekt haben sich in den vergangenen Jahren bereits deutlich gezeigt. Wer jedoch nicht bis zum Start der nächsten Pflanzsaison warten will und am liebsten direkt losgärtnern würde, kann schon jetzt etwas zu einem grüneren Düsseldorf beitragen – unabhängig von den Projekten der „Essbaren Stadt“. Im Folgenden geben wir Gartenneulingen Tipps an die Hand:
Auf dem Balkon: Ein Balkon ist der ideale Ort für Stadtbewohner:innen, um sich eine eigene grüne Oase zu erschaffen. Auf sonnigen Balkonen fühlen sich Kräuter und viele Obst- und Gemüsesorten wohl und gedeihen auch im Pflanzkübel hervorragend. Informieren Sie sich vorab, welche Pflanzen sich für den Anbau auf Ihrem Balkon am besten eignen und freuen Sie sich auf knackiges Obst und Gemüse aus eigenem Anbau. Vielleicht kommt auch Vertical Gardening mit Paletten infrage – eine platzsparende Lösung für kleine Balkone.
Fensterbank: Wenn Sie weder einen Garten noch einen Balkon besitzen, können Sie eine sonnige Fensterbank im Handumdrehen zu einem Mini-Gemüsegarten umfunktionieren. Platzieren Sie beispielsweise ein Miniatur-Gewächshaus vor Ihrem Küchenfenster und züchten Sie dort Basilikum-, Thymian- oder Rosmarin-Setzlinge.
Regional naschen: Die Initiative Mundraub stellt eine interaktive Landkarte zur Verfügung, mithilfe derer Sie wild gewachsene Obststräucher, Kräuter oder Nussbäume in Ihrer Nähe finden können. Auch in Düsseldorf und Umgebung zeigt die Karte Brombeersträucher, Apfelbäume oder Wacholderbüsche mitten in der Stadt an. Nehmen Sie an heißen Tagen eine große Gießkanne mit und bewässern Sie die Pflanze, die Sie besuchen. Sie wird es Ihnen danken.
Gemeinschaftsgärten: Düsseldorfer:innen mit Leidenschaft fürs Gärtnern schließen sich unter anderem der Gartengemeinschaft düsselgrün an, um in Oberbilk eine Grünfläche von 640 Quadratmetern mit regionalen Gemüsesorten, Blumen und Kräuterbeeten zu bewirtschaften. Der Garten dient nicht nur dem nachhaltigen Anbau von saisonalen Lebensmitteln, sondern ist gleichzeitig Treffpunkt für die Nachbarschaft und ein Ort zum Lernen und Austauschen. Schließen Sie sich an!
Sie haben Lust auf einen eigenen kleinen Garten mitten in der Stadt? Dann entdecken Sie Urban Gardening in Düsseldorf und genießen Sie ein Stück Natur in der Großstadt.
