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Die Mobilität der Zukunft – ein vielversprechender Ausblick

Smart Mobility – dem globalen Mobilitätssystem stehen große Veränderungen bevor

Mobilität der Zukunft: Ein Mann bedient sein elektronisch gesteuertes Auto.

Persönliche Mobilität ist vielen Menschen ein Grundbedürfnis. So wird Mobilität auch in der Zukunft ein wesentlicher Bestandteil des gesellschaftlichen Fortschritts sowie des Wirtschaftssystems sein. Wie sich das Mobilitätssystem in Zukunft voraussichtlich weiter verändern wird und welche Faktoren dabei eine wesentliche Rolle spielen, erklären wir Ihnen hier.

Die Bedeutung von Mobilität in der Zukunft

Für viele Menschen ist es unglaublich wichtig, ständig mobil sein zu können, daran wird sich auch in der Zukunft nichts ändern. Mobilität wird als eine Art Grundvoraussetzung für soziale Teilhabe und gesellschaftlichen Fortschritt gesehen. Hinzu kommt ihre große Bedeutung für das wirtschaftliche System und für die individuelle Selbstverwirklichung eines jeden Einzelnen. In der heutigen Welt ist nicht nur ein stark wachsender Mobilitätsbedarf zu verzeichnen, auch die Mobilitätsformen nehmen in ihrer Vielfalt zu.

In Zahlen lässt sich dies wie folgt beschreiben: Laut der Studie des Zukunftsinstituts , die im Auftrag des ADACs vorgenommen wurde, um langfristige Trends und Entwicklungen für unsere Mobilität bis ins Jahr 2040 zu untersuchen, legen die Deutschen knapp 1,2 Billionen Personenkilometer per Auto, Bus, Bahn, Flugzeug oder Schiff im Jahr zurück. Das entspricht etwa 17.000 Kilometer pro erwachsenen Deutschen. Der Personenverkehr verzeichnet seit 2000 einen Anstieg von über 11 Prozent, auch weiterhin wird ein kontinuierlicher Anstieg angenommen. Bis 2040 sollen es mehr als 1,3 Billionen Personenkilometer sein. Der Bedarf an Mobilitätsoptionen steigt also weiter.

Mobilität der Zukunft: Eine Frau checkt ihr Smartphone, bevor sie zu ihrem Auto geht.
Mobilität der Zukunft: Autos werden künftig mit anderen Augen gesehen. © d3sign / Moment

Smart Mobility – Das Auto als Teil eines integrierten Mobilitätssystems

Vor uns liegt ein multimobiles Zeitalter, das sich in ähnlichen Umwälzungen äußert, wie es bereits vor 125 Jahren mit Einführung des Autos der Fall war. Galt das Auto lange Zeit als Symbol für Freiheit und Unabhängigkeit sowie als Ausdruck der eigenen Persönlichkeit und Status, wird es 2040 diesen Stellenwert laut Studie des Zukunftsviertels wohl verlieren.

Angesichts überfüllter Straßen und staugeprägter Städte kann es seine einstigen Vorteile gegenüber anderen Verkehrsmittel, insbesondere den komfortablen und schnellen Transport von A nach B, nicht mehr aufrechterhalten. Vielmehr muss sich das Auto klug in einen integrierten Mobilitätsmix einfügen, welcher individuelle Fortbewegung mit öffentlichem Verkehr verknüpft. Der Pkw der Zukunft bleibt wichtig, allerdings nicht mehr zwingend als Fortbewegungsmittel erster Wahl, sondern als gleichberechtigte Option unter anderen.

Mobilität der Zukunft: Coworking Space.
Zeit- und ortsunabhängiges Arbeiten ist einer der wichtigsten Wachstumstreiber für die Mobilität der Zukunft.

Die Wachstumstreiber des steigenden Mobilitätsbedarfs

Je weiter sich der Mobilitätssektor entwickelt, desto vielschichtiger und komplexer werden die Mobilitätsmuster. Auch die Mobilitätswünsche und -anforderungen der Menschen verschieben sich je nach Bedürfnisprofil. Die Individualisierung lässt sich als wichtigster Wachstumstreiber der Mobilität der Zukunft festhalten. Insbesondere neue Player im Mobilitätssektor orientieren sich an den stetig verändernden Bedürfnissen und Motiven der Menschen, indem sie ihre Mobilitätsangebote anpassen und entsprechend den wachsenden Ansprüche und Erwartungshaltungen gestalten.

Flexibilität, Unabhängigkeit und Work-Life-Blending

Wir leben in einer Welt, die von Schnelllebigkeit geprägt ist. Flexibilität und Mobilität sowie Anpassungsfähigkeit sind drei wesentlichen Aspekte, denen große Bedeutung zufällt. Immer mehr Menschen wollen mobil unterwegs sein, mobil leben, arbeiten und konsumieren. Vor allem das zeit- und ortsunabhängige Arbeiten wird sich immer mehr im Alltag vieler Berufstätiger etablieren. Ob unterwegs, von zu Hause, beim Kunden, am Strand oder im Café: Mobile-Office-Lösungen sind erwünscht und sorgen für eine smarte Verknüpfung von Berufs- wie Privatleben.

Nahversorgung: Mobiler Lebenswandel & Konsum

Das starke Wachstum des E-Commerce erzeugt ein massiv steigendes Sendungsaufkommen und damit auch neue Anforderungen an die Handelslogistik sowie Paketdienstleister. Immer mehr Händler setzen demnach auf den Aufbau eines Online-Shops. Der mobile Lebenswandel führt auch zu einem mobileren, situativen Konsum. Orte des Transits laden zum Shopping ein. Konkret bedeutet dies, dass sogenannte Mobility Hubs wie Bahnhöfe, Flughäfen oder Hotels künftig immer mehr Shopping- und Gastronomieflächen realisieren, um die Verbindung von Unterwegssein und alltäglicher Versorgung zu verbinden und zu fördern.

Soziale Kontakte und Familienkoordination

Auch im digitalen Zeitalter bleibt die physische und räumliche Mobilität aufgrund der Pflege sozialer Beziehungen, menschlicher Begegnungen oder der Bewältigung des Familienalltags unverzichtbar. Der Wunsch nach Erlebnissen und Kontakten zu Verwandten sowie Freunden und Bekannten verlangt eine mobile Lebensweise. Insbesondere in einer Welt, in der mobiles Leben und Arbeiten zur Normalität werden, vergrößern sich auch die räumlichen Distanzen zwischen Freunden und Familienangehörigen. Das Pendeln zwischen verschiedenen Städten erhöht den Mobilitätsaufwand.

Mobilität der Zukunft: Ein Mann lädt sein E-Auto an einer Ladestation auf.
Die Mobilität der Zukunft wird neben der Elektromobilität noch von weiteren sechs Grundprinzipien bestimmt.

Funktionsweisen der Mobilität der Zukunft

Gesellschaftliche, ökonomische und ökologische Faktoren, aber auch technische Innovationen der Gegenwart lassen darauf schließen, in welche Richtung sich die Mobilität in der Zukunft entwickeln wird. Dabei lassen sich einige zentralen Funktionsweisen ausmachen, nach denen die Mobilität der Zukunft vermutlich funktioniert, organisiert und gestaltet ist.

Klimafreundliche Mobilität: Elektromobilität und Co.

Der Mobilitätskonsum der Zukunft findet verstärkt unter Umwelt- und Ressourcengesichtspunkten statt. So soll die zunehmende Mobilität auf ökologischer Basis aufgestellt werden und sich an den Bedürfnissen der Umwelt sowie der Menschen orientieren. Eine effiziente Nutzung von Ressourcen und Infrastrukturen zur Fortbewegung sowie der ökologischen Mobilität aus erneuerbaren Energien stehen im Fokus. Die EU formuliert in ihren Klimaschutzzielen, dass bis spätestens 2050 alle Treibhausgasemissionen um mindestens 60 Prozent gesenkt werden sollen. Verbrennungsmotoren werden demnach zum Auslaufmodell. An ihre Stelle treten alternative Antriebe wie Elektro- und Wasserstoffmotoren.

Digitalisierung der Mobilität: Autonomes Fahren

Digitale Vernetzung eröffnet Mobilitätsstrukturen völlig neue Möglichkeiten. Durch den Datentausch zwischen Verkehrsteilnehmern, Fahrzeugen sowie der umgebenden Infrastruktur wird ein sich selbst steuerndes System der Echtzeit-Verkehrsplanung ermöglicht, das uns künftig stärker intermodal fortbewegen lässt. Künstliche Intelligenz gewinnt zunehmend an Bedeutung. So können künftig dank des Internet of Things Verkehrs-, Navigations- und Fahrzeugsysteme systematisch aufeinander abgestimmt werden. Nicht zuletzt sollen dadurch Staus, Fahrzeugpannen und Unfallrisiken frühzeitig ermittelt und sogar vermieden werden. Autonome Fahrzeuge bieten zudem die Möglichkeit, sich selbst zu steuern. So können von den Insassen während der Fahrt andere Aufgaben erledigt werden.

Mobilitätsstationen und Verkehrsmittel als Third Places

Unter Mobilitätsstationen sind Verknüpfungspunkte im Personenverkehr zwischen verschiedenen Verkehrsträgern zu verstehen. Von Carsharing-Stationen bis hin zu Fahrradverleihsystemen und Fernbusterminals wird hier eine Verbindung geschaffen, die Ihnen die Möglichkeit gibt, zwischen mehreren Mobilitätsformen zu entscheiden. Durch eben solche Verknüpfungspunkte werden die hohen Anforderungen an zeitliche und örtliche Flexibilität erfüllt, da Sie sich spontan unterwegs für eine Mobilitätsform entscheiden können. Verkehrsmittel erhalten zudem verstärkt die soziale Funktion als Third Places, ein Refugium zwischen Arbeitsplatz und Zuhause, indem man sich wohlfühlt und gerne seine Zeit verbringt.

Geteilte Mobilität durch Carsharing-Angebote

Sharing ist eine neue Kulturtechnik, die die Gesellschaft miteinander vernetzt. Sie gehört zum Funktionsprinzip der Mobilität der Zukunft. So wird ein eigenes Auto, das früher als Statussymbol gehandelt wurde, vermehrt als Bürde wahrgenommen. Es gilt das Motto: Nutzen statt Besitzen. Sharing bedeutet keinen Verzicht, aber eben auch keinen Besitz eines Fahrzeugs. Vielmehr erweitert es die individuellen Möglichkeitsspielräume. Die Mitfahrapp route D und das E-Car Sharing der Stadtwerke Düsseldorf erlauben schon heute die Kultur der geteilten Mobilität zu leben.

Seamless Mobility: multimodale und intermodale Mobilität

Integrierte Mobilität beinhaltet multimodale- und intermodale Mobilitätskonzepte. Hier ist von Schnittstellen beziehungsweise Mischformen der Mobilitättypen die Rede. Während Sie bei der multimedialen Mobilität mehrere Fortbewegungsmittel variieren (z. B. jeden Montag nutzen Sie das Auto und an anderen Tagen abwechselnd mal das Fahrrad oder die Bahn), geht es bei der intermodalen Mobilität um die Kombination verschiedener Fortbewegungsvarianten (z. B. Sie fahren mit dem Fahrrad bis zum Bahnhof und steigen dann in den Zug ein). Somit stehen die einzelnen Verkehrsmittel nicht mehr in Konkurrenz zueinander, sondern werden intelligent miteinander verzahnt. Hier kann auch von einer Verschmelzung zwischen ÖPNV und individuellem Verkehr zum individuellen öffentlichen Verkehr (IÖV) gesprochen werden. Mit den Stadtwerken Düsseldorf können Sie die Flexibilität von morgen schon heute erleben. Nutzen Sie unser E-Roller Sharing eddy, um in Düsseldorf bequem und umweltfreundlich von A nach B zu gelangen. Anmelden können Sie sich einfach per App und die smarten Roller damit immer dann buchen, wann Sie sie benötigen.

Ausblick: So wird sich die Mobilität in Zukunft weiter verändern

Zusammenfassend lässt sich an dieser Stelle festhalten, dass in der Zukunft ein vielseitiges Spektrum an Mobilitätsformen wahrscheinlich ist, welches unseren Alltag erleichtern und unsere Lebensqualität verbessern wird. Individualisierung und Selbstbestimmung stehen immer mehr im Fokus und ziehen neue Mobilitätskonzepte nach sich. Auch die klimafreundliche Fortbewegung ist ein Trend, der sich in den kommenden Jahrzehnten verstärken wird.

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