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Tipps, Kultur und Geschichten rund um den Düsseldorfer Stadtteil

Die Rheinwiesen in Golzheim mit Blick auf die Rheinbrücken

Nördlich der Innenstadt direkt am Rhein liegt der Düsseldorfer Stadtteil Golzheim. Er steckt voller interessanter Orte, Geschichten und Events, von denen Sie vielleicht einige noch gar nicht kannten. Die spannendsten von ihnen haben wir für Sie zusammengetragen. Selbst für langjährige Bewohner steckt Düsseldorf voller Überraschungen. Jeder Stadtteil erzählt seine eigenen Geschichten und bringt immer wieder neue interessante Orte hervor. Daneben gibt es aber auch Ecken, die so schon seit Jahrzehnten bestehen, und doch noch zu den Geheimtipps zählen.

Kunst trifft Geschichte: Die Künstlerhäuser in der Weißen Siedlung

Als einen solchen könnte man wohl die Straße mit der höchsten Künstlerdichte in Düsseldorf und die Siedlung, in der sie liegt, bezeichnen. Es geht um die Franz-Jürgens-Straße, gelegen in der Weißen Siedlung nahe des Rheins. Um die Besonderheit dieses Viertels zu verstehen, werfen wir zunächst einmal einen Blick in die Vergangenheit.

Genau genommen ins Jahr 1937, als die Nazis beschlossen, im Düsseldorfer Golzheim eine Musterbau-Siedlung für Propagandazwecke zu errichten. Auf 20 Hektar entstand ein Viertel, aus schneeweißem Backstein gebaut, was später zur Bezeichnung „Weiße Siedlung“ führte. Eine Straße der Siedlung war ausschließlich für Künstler reserviert – und das ist sie noch bis heute.

Heute ist die Weiße Siedlung ein Viertel für die Gutbetuchten und unterliegt in seiner Erscheinung noch immer strengen Auflagen. An Bausubstanz, Gärten und Parks darf ohne Erlaubnis nichts verändert werden. Auch die Künstlerstraße gibt es noch. Sie umfasst knapp ein Dutzend Ateliers und heißt heute Franz-Jürgens-Straße, benannt nach dem Düsseldorfer Widerstandskämpfer. Besichtigt werden können die Ateliers unter anderem im Rahmen der Düsseldorfer Kunstpunkte .

Zwischen Großstadt und Rhein: Der Rheinpark Golzheim

Aufgrund seiner Größe und Lage direkt am Wasser zählt der Rheinpark in Golzheim zu den beliebtesten Parkanlagen unter den Düsseldorfer und insbesondere Golzheimer Bewohnern. Mit über 23 Hektar bedeckt er schließlich einen nicht unbeachtlichen Teil des Stadtteils und dehnt sich über das gesamte Rheinufer Golzheims aus.

Im Sommer ist der Rheinpark Golzheim eine beliebte Anlaufstelle für Hundebesitzer, Grillfreunde und Picknicker, Spaziergänger, Sonnenanbeter und jeden, der auf der Suche nach stadtnaher Erholung ist. Die Wiesen bieten genug Platz, um seine Decke auszubreiten, der Rhein eine kurzweilige Kulisse, die den städtischen Trubel schnell vergessen macht. Auch bei Sportlern steht der Park hoch im Kurs. Jogger treffen Sie hier rund ums Jahr an, während Hobby-Fußballer an Wochenenden ihre Turniere austragen.

Seit 2001 steht die Parkanlage unter Denkmalschutz. Im Sommer 2014 wurde durch ein Gewitter mit Orkanböen 60 Prozent des Baumbestandes im Park zerstört. Trotzdem zählt der Rheinpark definitiv zu einem der schönsten Orte Golzheims.

Die Fahrradauffahrt der Theodor-Heuss-Brücke
Die Theodor-Heuss-Brücke verbindet Golzheim mit Niederkassel.

Musik unter der Brücke: Das Golzheim-Fest

Sein zehnjähriges Jubiläum feierte das Golzheim-Fest bereits im letzten Jahr. Vor einzigartiger Kulisse direkt unter der Theodor-Heuss-Brücke, angrenzend an den Rheinpark und unmittelbar am Rheinufer gelegen, steht das Festival für gutes Essen, Trödelschätze sowie einer bunten Mischung aus DJs und Live-Interpreten.

In der Regel findet das Golzheim-Fest an einem Wochenende im Juli statt. Der Samstag steht ganz im Zeichen der Live-Musik. Sontags kommt noch ein Trödelmarkt dazu. Zusammen mit Eiswagen und zahlreichen anderen Essensständen ist das „Umsonst & draußen“-Festival auch ein super Ziel für einen Familienausflug. Über 10.000 Besucher zieht das Golzheim-Fest mittlerweile Jahr für Jahr an. Genauere Infos zu Datum und Programm gibt es bislang noch nicht. Eine Empfehlung bekommt das Golzheim-Fest trotzdem von uns!

Hawaiianisch auf dem Rhein: Der Golzheim Poke

Italienische, indische oder türkische Küche kennt jeder. Etwas spezieller wird es da schon bei libanesisch oder Thai-Food. Für alle Experimentierfreudigen steht nun auch Hawaiianisch auf der Karte. Keiner hat sie kommen sehen, doch plötzlich war sie da: die Poke-Bowl. Ursprünglich besteht so eine Bowl aus rohem Fisch, Soja-Soße, Sesamöl und verschiedenem Gemüse.

Einer der neu aufgepoppten Poke-Läden – und dazu noch einer der ganz besonderen Art – ist Golzheim Poke. Zu finden ist er am Kai unter der Theodor-Heuss-Brücke. Am Kai deshalb, da es sich bei dem Restaurant um ein Schiff handelt. Wer schon etwas länger in Düsseldorf wohnt, kennt es vielleicht noch von früher als „Düsstanbul“ oder auch einfach als „Dönerschiff“. Heute werden hier Bowls in verschiedensten Variationen serviert. Egal ob scharf oder süß, mit oder ohne Fisch, gebraten oder roh – es ist für jeden etwas dabei, der sich auf eine ganze neue Küche einlassen möchte. Das Bootsambiente tut zur kulinarischen Entdeckungsreise sein Übriges dazu.

Bis März befindet sich Golzheim Poke noch im Winterschlaf. Für die Wiedereröffnung haben die Betreiber bereits neue, leckere Bowls angekündigt. Schauen Sie doch mal vorbei!

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