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Was ist denn in Friedrichstadt los?

Von wegen öder Sumpf! Der Düsseldorfer Stadtteil zwischen Innenstadt und Bilk hat einiges zu bieten.

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Die Friedrichstadt ist sozusagen als jüngster Stadtteil des alten Düsseldorfs in der Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden. Wegen der schnellen Ausbreitung der Stadt in Richtung Bilk und dem zu dieser Zeit deshalb dringend benötigten Wohnraum ist die Friedrichstadt vollständig am Reißbrett entworfen worden. Dieser Tatsache verdankt sie das charakteristische Schachbrettmuster der Straßenanordnung.

Was lieben die Einwohner in Friedrichstadt an ihrem Viertel?

Kaum bezugsfertig, entwickelt sich der Stadtteil sofort zur bevorzugten Wohnlage für das gehobene Bürgertum – besonders Beamte und Offiziere zieht es in die neuen Häuser der Friedrichstadt. Dass viele von ihnen bis heute erhalten sind, macht den Gründerzeitcharme mancher Ecken des Viertels aus. Kein Wunder also, dass hier mit fast 20.000 Einwohnern auf einem guten Quadratkilometer nicht nur die höchste Bevölkerungsdichte Düsseldorfs herrscht; der Stadtteil ist einer der am dichtesten besiedelten Deutschlands.

Aufgrund ihrer geringen Fläche weist die Friedrichstadt keine eigenen Parks oder Erholungsgebiete aus, aber bei gutem Wetter lockt der nahe Volksgarten. Welchem Friedrichstädter das dennoch zu weit ist, der findet sich meist auf dem zentralen Fürstenplatz ein. Von hier aus lassen sich die Theater, Restaurants, Cafés des Viertels und vieles mehr am besten entdecken.

Auslage und Theke in Lina’s Coffee Brew Bar & Deli am Fürstenplatz
Bei den vielen selbst gemachten Leckereien, die Lina auftischt, fällt die Entscheidung wirklich schwer

Los geht’s in Lina’s Coffee Brew Bar & Deli , einem trendigen Café direkt am Platz. Hier stehen gleich fünf Alternativen zur Kuhmilch auf der Speisekarte: Soja-, Cashewnuss-, Mandel-, Hafer- und Kokosmilch. Dazu vegane Speisen und glutenfreie Kuchen, nicht nur zum Frühstück. Alles lecker, gut für die Umwelt und das Wohl der Tiere.

In Friedrichstadt wird Theater gemacht

Düsseldorf hat eine rege Theaterszene, die sich über weit mehr als das städtische Schauspielhaus erstreckt. Viele diese Häuser haben in Friedrichstadt ihre Heimat gefunden. Das Theater Takelgarn wurde im Oktober 2019 schon 40 Jahre alt und sitzt seit 33 Jahren an der Philipp-Reis-Straße. Hier wird Kleinkunst präsentiert. Ebenfalls in der Nachbarschaft befindet sich die zweite Spielstätte des „Forum Freies Theater“ . Das FFT – so die Abkürzung, unter der das Haus vor allem Düsseldorfern bekannt ist – wurde 1999 als Plattform für professionelles freies Theater gegründet. Experimentelleres Theater, Performance, Tanz, bildende Kunst und Musik sowie Formate, die an den Übergängen zwischen den Gattungen entstehen, finden hier ihren Platz.

Ein ehemaliges UFA-Kino an der Graf-Adolf-Straße, das seit seiner Gründung 1958 durch mehrere Säle erweitert wurde, präsentiert heute nicht mehr nur Filmkunst. Seit dem Jahr 2000 geben sich in der ersten Etage des Savoy Theaters gefeierte Kabarettisten, Comedians, Musiker und Poetry-Slammer die Klinke in die Hand. Musicals und Improvisationstheaterstücke gehören ebenfalls zum bunten Programm der zentralen Off-Bühne, die sich ihren 50er-Jahre-Charme dank des Originalinventars erhalten hat. Im Untergeschoss wird weiterhin die Kinotradition hochgehalten. Das Filmkunstkino „Atelier im Savoy“ zeigt Arthouse-Filme und Klassiker.

Blick durch Vorführ- und Auftrittsraum auf die Bühne des Savoy Theaters in Friedrichstadt
Wie hier im Savoy Theater heißt es vielerorts in Friedrichstadt: Vorhang auf und Bühne frei!

Spannung und Entspannung in Friedrichstadt

Das Quexit ist einer der ersten dauerhaften Escape-Rooms gewesen – der Erfolg hat zu Ablegern in Hamburg und Paderborn geführt. Im Düsseldorfer Original werden seit 2014 Live-Escape- oder Room-Escape-Abenteuer in mittlerweile 10 unterschiedlichen Räumen geboten. Je nach Rätselereignis ist ein Besuch für nur 2 bis sogar 60 Personen buchbar. Nach so viel Aufregung tut ein Besuch im traditionellen Hamam Sahara Wellness gut. Das Spa mit seiner hochwertigen Ausstattung und den exklusiven Massagen ist einmalig in Deutschland. Wer einmal in diese arabisch-türkische Badekultur eingetaucht ist, der kommt bestimmt wieder. Kein Wunder also, dass das Hamam besonders von den vielen Stammgästen geschätzt wird.

Friedrichstadt zeigt Initiative

In der Hüttenstraße betreibt die Düsseldorfer Dependance des Chaos Computer Clubs ihren Hackspace. Das Chaosdorf vor Ort ist wegen der momentanen Lage als realer Treffpunkt für technikaffine Menschen zwar noch geschlossen, übers Programmieren und alle Themen rund um den Computer wird sich aber rege ausgetauscht. Es gibt auch regelmäßige Internetveranstaltungen für Interessierte.

Von den zwei Künstlervereinen in Friedrichstadt ist gerade nur noch der damenundherren e. V. aktiv – hier finden von Ausstellungen bis zu kleinen Konzerten regelmäßig Events statt. Der andere, die Metzgerei Schnitzel e. V. , war lange in der Szenegastronomie Brause beheimatet, aber dort ist nach 18 Jahren jetzt leider Schluss. Wir sagen schade und tschüss!

Im Keramik-Malstudio Eigenlob wird alles geboten, was man zum Keramikmalen braucht – ein geräumiges helles Ladenlokal mit hohen Decken, eine angenehme Atmosphäre und freundliche, engagierte Mitarbeiter. Ein Sortiment von Keramikrohlingen – ca. 200 Artikel – steht zur Auswahl. Im Alles-Inklusive-Preis sind enthalten: Keramikrohling, Farben, Malutensilien, Glasur und Brand (das Glasieren und Brennen übernimmt das Studio).

Mann und Frau bemalen ihre Töpferarbeiten in einer Keramikwerkstatt
Gemeinsam macht das Bemalen von Keramik doppelt so viel Spaß, man inspiriert sich gegenseitig und vergleich die Ergebnisse

In Friedrichstadt spielt die Musik

Das Musikhaus Jörgensen wurde 1930 vom Dänen Jacob Jörgensen in Düsseldorf an der Hüttenstraße 8 gegründet. Mitte der 50er-Jahre wurde das Haus auf der Berliner Allee 67, der heutigen Adresse, angebaut und somit die Ladenfläche auf 500 qm2 vergrößert. Das Musikhaus Jörgensen gehörte von den 50er- bis in die 70er-Jahre zu den größten Musikhäusern Europas.

Zum Schluss unseres Rundgangs landen wir wieder dort, wo wir gestartet sind: am Fürstenplatz – zumindest, wenn es Mittwoch oder Samstag ist. Denn an diesen beiden Tagen findet dort der im Viertel äußerst beliebte Wochenmarkt statt. Besonders am Wochenende, wenn das Angebot größer ist, schlendert man gerne zwischen Marktständen wie dem Bäcker vor Ort oder Bauer Poot hindurch und gönnt sich Oliven, Fisch und Blumen. Dabei ist keine Eile geboten, die Kinder vergessen ohnehin die Zeit auf dem Spielplatz nebenan. Aber irgendwann müssen wir alle los, doch wir kommen ganz bestimmt wieder zurück nach Friedrichstadt.

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