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Rein in die Fluten

Wie das Wasser im Schwimmbad sauber bleibt

Was den wenigsten Menschen bewusst ist: Hinter sauberem Schwimmbadwasser steckt ein interessanter Prozess.

In mehr als zehn Schwimm- und Erlebnisbädern in und um Düsseldorf tauchen jeden Tag Tausende Schwimmbegeisterte in die Fluten. Dass dabei das Wasser beste Qualität hat, wird einfach so vorausgesetzt. Dabei arbeiten hinter den Kulissen viele Menschen daran, dass das kühle Nass sauber bleibt.

Schwimmbäder und Erlebnisbäder sind nach wie vor echte Publikumsmagneten. Vor allem dann, wenn sich das Wetter von seiner besten Seite zeigt. Dann tummeln sich besonders viele Menschen in den Freibädern unserer Stadt, zum Beispiel im Allwetterbad in Flingern oder dem Rheinbad Freibad. Besonders viele Menschen im Wasser und hohe Sonneneinstrahlung – da müssen die Geister hinter den Kulissen schon alle Register ziehen, damit das Wasser klar und sauber bleibt. Natürlich ist das wichtigste Ziel, dass alle Gäste sich wohlfühlen und vor allem nicht krank werden. Daher wird das Wasser gechlort. Und zwar ganz nach Vorschrift.

DIN-Norm 19463 sorgt für Sauberkeit

Deutschland ohne seine Vorschriften – nicht denkbar. In diesem Falle aber sehr sinnvoll. Die besagte Norm 19463 regelt alles, was mit Wasser im Schwimmbad zu tun hat. Darunter eben auch, welche Stoffe in welcher Menge im Wasser sein dürfen und welche nicht. Das betrifft beispielsweise den Chlorgehalt und den pH-Wert des Wassers, der regelmäßig vom Fachangestellten für Bäderbetriebe – so die offizielle Bezeichnung des Bademeisters – überprüft wird. Die Norm gibt aber auch Dinge vor, die jeder Badegast selbst überprüfen kann. So muss das Wasser zum Beispiel immer so klar sein, dass der Beckenboden sichtbar ist. Damit diese Norm eingehalten werden kann, wird das Wasser in unterschiedlichen Stufen gereinigt.

So wird das Wasser wieder sauber

Beim Einlassen ins Becken ist das Wasser erst einmal sauber. Dafür garantieren auch die Stadtwerke Düsseldorf, die das Wasser zur Befüllung liefern. Es handelt sich um reines Trinkwasser, welches an vielen Stellen zwischen Quelle und Entnahmestelle regelmäßig überprüft wird. Ist das Becken erst einmal voll und die ersten Gäste im Wasser, beginnt der Reinigungskreislauf.

Das Wasser läuft über den Überlauf aus dem Becken und landet im Rohwasserspeicher. Eine Umwälzpumpe befördert das Rohwasser wieder aus diesem Speicher heraus. Dabei wird Flockungsmittel zugegeben, das Schwebeteilchen bindet und herauslöst. Gleichzeitig wird damit die Algenbildung – Grund Nummer eins für trübes Wasser – verhindert.

Nachdem es durch diverse Filter gelaufen ist, nennen Fachleute dieses Wasser Filtrat. Es wird jetzt mit Chlor desinfiziert. Da Chlor in zu großen Mengen schädlich für den Menschen ist, müssen alle überflüssigen Teile in zusätzlichen Verfahrensstufen entfernt werden.

Das Wasser ist jetzt bereits sauber und könnte zurück ins Becken. Allerdings schreibt die Norm 19463 vor, dass der pH-Wert mindestens 6,5 betragen muss. Mit Zusatzstoffen wird das Wasser auf diesen Wert gebracht und gelangt erst dann zurück ins Becken. In vielen Bädern fließen Teile des gereinigten Wassers noch den Umweg über einen Wärmetauscher. Hier wird das Wasser erwärmt und sorgt für angenehmere Wassertemperaturen.

Übrigens: Bei diesem Reinigungsprozess geht kaum ein Tropfen Wasser verloren. Das Abwasser, also das Wasser, in dem sich alle Dreckstoffe befinden, wird gereinigt und wiederaufbereitet und fließt ebenfalls zurück ins Beckenwasser.

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