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Flehe: wo Düssel noch Dorf ist

Tipps, Kultur und Geschichten aus Düsseldorfs Stadtteil

Die Fleher Autobahnbrücke führt zwischen Düsseldorf und Neuss über den Rhein.

Im Süden der Landeshauptstadt, direkt am Rhein, liegt der Stadtteil Flehe. Selbst bei manchen Düsseldorfern ruft der Name Fragezeichen hervor, dabei steckt das Gebiet zwischen Fleher Kirche und Rheinufer voller interessanter Orte und Geschichten. Wir stellen einige davon vor.

In direkter Nachbarschaft zu Bilk bilden die Straßen rund um den Aachener Platz das Zentrum von Flehe, dessen samstäglich stattfindender Trödelmarkt mittlerweile auch Besucher von jenseits der Stadtgrenzen anzieht. Und so, wie die Schnäppchenjagd dort besonders bei Sonnenschein Spaß macht, kann man Flehe als den Schönwetter-Stadtteil Düsseldorfs bezeichnen, denn er ist bestens für Outdoor-Aktivitäten geeignet.

Durch sein weitläufiges Rheinufer, das zum Spazieren oder Radfahren einlädt, mutet der Charakter Flehes mitunter recht dörflich an. Ideal also für einen Frühlingsausflug, um dem City-Trubel zu entfliehen. Dabei lädt der eine oder andere Stopp zum Verweilen ein

Jeden Samstag: Trödel & Jazz auf dem Aachener Platz

Wenn samstagmorgens der Trödelmarkt seine Pforten öffnet, beginnt das bunte Treiben auf dem Aachener Platz in Flehe. Imbissbuden öffnen ihre mobilen Küchen, Obst- und Gemüsehändler preisen ihre Waren an, die Fahrradverkäufer präsentieren ihre schier unendliche Auswahl an Zweirädern und Zubehör. Das Kerngeschäft der meisten Händler ist allerdings, und so soll es ja auch sein, der Trödel: von alten Schallplatten über Kerzenständer aus Messing, urige Möbelstücke und Kunst aus fernen Ländern bis hin zu alten elektronischen Relikten. Begleitet wird der Bummel von Liveemusik, vorzugsweise Jazz. Seit fast 40 Jahren wird auf dem Aachener Platz schon gefeilscht, getanzt und gelacht. Deshalb ein klarer Tipp von uns!

Eine Trödelmarkthalle mit alten Figuren, Möbeln und verschwommenen Besuchern im Hintergrund.
Jetzt wird getrödelt – jeden Samstag gibt es ein buntes Treiben auf dem Aachener Platz in Flehe.

Fleher Hof: französisch-rheinische Küche in urigem Ambiente

Das Traditionshaus am Platze ist immer einen Besuch wert – außer montags und dienstags, denn da bleibt der Fleher Hof geschlossen. Im Oktober 2016 haben die ebenso jungen wie ambitionierten Gastronomen Melanie Lorbach und Dennis Schürmann die früher wegen ihrer Lage in Rheinnähe vor allem als Ausflugslokal bekannte Gaststätte übernommen und nach liebevoller Renovierung neu eröffnet.

Seitdem lohnt sich das Einkehren nicht nur am Wochenende. Denn hier trifft „deftige, rheinisch-westfälische Küche auf die Finesse der französischen Brasserien des vergangenen Jahrhunderts. Althergebrachte Gerichte und vergessene Klassiker werden hier unkompliziert und erfrischend neu interpretiert.“ Ein Blick auf die Speisekarte lässt einem auf jeden Fall das Wasser im Mund zusammenlaufen.

Eine Mahlzeit, bestehend aus Pommes, Fleisch, Mayonnaise und einer Schüssel Salat.
Leckere und traditionelle Speisen gibt es im schönen Fleher Hof – immer einen Besuch wert.

Cageball: ein Käfig voller Kicker

Nach dem Essen wirkt ein wenig Sport oft Wunder. Auch hier kommt man in Flehe auf seine Kosten. In der etwas anderen Indoor-Soccer-Halle kann man nicht nur dem Bandenfußball auf Kunstrasen frönen, ungewöhnlichere Kickervarianten wie Pearlball oder Clashball stehen ebenfalls auf dem Programm.

Das Sportcenter bietet aber auch "ganz normale" Kurse für Kinder an, die ihre Ballfertigkeiten verbessern und die Grundzüge der Spieltaktik erlernen wollen, ohne sich längerfristig an einen Verein zu binden. Am besten, Sie reservieren vor Ihrem Besuch einen Platz .

Indoorfußball in einem Feld, welches mit einem Netz eingegrenzt ist. In dem Feld spielen Menschen in roten und schwarzen Trikots Fußball.
Cageball macht nicht nur Laune, sondern bringt einen auch richtig ins Schwitzen.

Baristarei: so schick kann gemütlich sein

Dass urig nicht gleich altbacken ist, beweist in Flehe seit rund zwei Jahren die Baristarei. Hier wird Kaffeekultur auf der Höhe der Zeit geboten. In unaufgeregtem Ambiente und mit unvergleichlich freundlichem Service serviert man hier die unterschiedlichsten Kaffeespezialitäten. Bei so einem Genuss und so großer Auswahl nimmt man gerne auch ein Päckchen des Lieblingskaffees mit nach Hause.

Ein leckeres Stück Kuchen gibt es auch stets dazu, natürlich alles hausgemacht. Also wenn Sie in Flehe sind, schauen Sie unbedingt vorbei und überzeugen Sie sich selbst. Uns jedenfalls gefällt die Baristarei sehr.

Eine Baristarei mit großer Holztheke, hinter der Mitarbeiter stehen. Es sitzen ein paar Gäste an den Tischen.
Unser Tipp für ein leckeres Stück Kuchen und ein wenig urige Kaffeekultur ist die Baristarei im Stadtteil Flehe.

Wasserwerk Flehe: vom Fleher Rheinufer zu Ihnen nach Hause

Wir als Stadtwerke Düsseldorf sind ebenfalls in Flehe vor Ort – und zwar mit einer Wassergewinnungsanlage. Mithilfe von Brunnen wird Rheinuferfiltrat, das durch Sand- und Kiesschichten gewandert ist, im Wasserwerk zu Trinkwasser aufbereitet. Welchen Weg das Trinkwasser zurücklegt, bevor es bei uns aus den Hähnen sprudelt, erfahren Sie im Artikel Woher kommt unser Trinkwasser.

Das war es dann auch mit unserem kleinen Rundgang durch Flehe. Hoffentlich konnten unsere Tipps Sie davon überzeugen, dass dieser Stadtteil mehr zu bieten hat als viel frische Luft. Wir lesen uns beim nächsten Stadtteilporträt.

Der Eingang des Wasserwerks in Flehe.
In Flehe wird das Wasser aus dem Rhein genießbar gemacht. Das passiert mit der Wassergewinnungsanlage der Stadtwerke Düsseldorf.

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