Digitale Stromzähler

DIGITALE STROMZÄHLER

Ihr neuer digitaler Stromzähler kommt

Digitale Stromzähler bedeuten volle Transparenz für Ihre Stromkosten – bei vollem Datenschutz. Behalten Sie Ihre Stromverbräuche im Blick und leisten Sie so einen wichtigen Beitrag zur Energiewende in Deutschland. Zwar sind Einbau und Umrüstung durch das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende vorgeschrieben, doch es ergeben sich viele Vorteile: Sie haben die volle Kontrolle über Ihren Verbrauch und die anfallenden Kosten – und können gezielt Energie sparen. Das schont Ihren Geldbeutel und kommt gleichzeitig der Umwelt zugute.

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    Neue Zähler für alle

    Wir sind alle betroffen: Während zunächst Privat- und Gewerbekunden mit einem jährlichen Stromverbrauch von mehr als 6.000 kWh bzw. mehr als 7 kW eigenen Strom pro Jahr umgestellt werden, soll zukünftig jeder Haushalt und jede Firma mit den gesetzlich vorgeschriebenen intelligenten Stromzählern ausgestattet werden.

    Digitale Stromzähler: Zahlen & Fakten

    • Ab Frühjahr 2019 werden deutsche Verbraucher schrittweise auf digitale Zähler umgestellt.
    • In der Regel informiert Sie Ihr grundzuständiger Messstellenbetreiber (zumeist Netzbetreiber) über den verpflichteten Umbau.
    • Alle intelligenten Zähler sind vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifiziert. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit.
    • Sie möchten bereits jetzt auf einen digitalen Stromzähler wechseln? Die Stadtwerke Düsseldorf beraten Sie gerne zu Ihren Möglichkeiten.

    Welche digitalen Stromzähler gibt es?

    Es gibt sie in zwei Formen: als moderne Messeinrichtung und als intelligentes Messsystem. Die zweite Variante wird auch Smart Meter genannt: Sie erlaubt die Übertragung der Energiewerte über ein Kommunikationsmodul. Hier die Unterscheidungen hinsichtlich der Funktionen und technischen Ausstattung:

    Die moderne Messeinrichtung (mME)

    Mit der modernen Messeinrichtung (mME) haben Sie Ihren Stromverbrauch und die Stromeinspeisung jederzeit im Blick. Sie können jederzeit Ihren tatsächlichen Energieverbrauch und die tatsächliche Nutzungszeit einsehen. Oder Sie lassen sich den Stromverbrauch der letzten Tage, Wochen oder Monate anzeigen. Das mME stellt die Verbrauchs- und Einspeisewerte rückwirkend für maximal 24 Monate dar. Bei der mME ist eine Anbindung ans Kommunikationsnetz technisch möglich, aber noch nicht aktiviert. Zählerstände müssen noch manuell abgelesen werden – entweder vom Messstellenbetreiber oder von Ihnen als Kunde. Die moderne Messeinrichtung unterscheidet sich prinzipiell nur wenig von den bislang genutzten mechanischen Lösungen. Um sämtliche Vorteile eines digitalen Stromzählers zu nutzen, kann die mME auf Wunsch zum intelligenten Messsystem erweitert werden.

    Das intelligente Messsystem (iMSys)

    Ein intelligentes Messsystem (iMSys) besteht aus einer modernen Messeinrichtung, die durch ein Smart-Meter-Gateway ergänzt wird. Das Gateway ist die Kommunikationseinheit, die die Messwerte des Energieverbrauchs automatisch an Berechtigte überträgt, etwa Netzbetreiber oder Stromversorger. Es ist somit die Schnittstelle jedes einzelnen Zählers zum gesamten intelligenten Stromnetz. Das iMSys gibt in Echtzeit an, wie viel Strom gerade eingespeist oder verbraucht wird. Diese Werte können Sie sich zum Beispiel online auf dem Computer oder Smartphone anzeigen lassen. Als Verbraucher haben Sie Ihre Stromkosten so jederzeit im Blick. Auch den Gang zum Zähler können Sie sich sparen. Denn das iMSys übermittelt Verbrauchsdaten und Zählerstände automatisch an den Messstellenbetreiber – natürlich unter Beachtung strengster Datenschutzbestimmungen. Für bestimmte Kundengruppen werden Smart Meter Pflicht: Wenn Sie zum Beispiel höhere Verbrauchswerte haben oder eine Wärmepumpe betreiben, erhalten Sie automatisch ein intelligentes Messsystem.

    Datenschutz und Datensicherheit

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    Wir sind es längst gewohnt, Daten online zu teilen, ohne dass wir einen Computer nutzen – zum Beispiel, wenn wir mit der Bankkarte am Automaten Geld abheben. Trotzdem bleiben der Schutz und die Sicherheit unserer Daten eine sensible Angelegenheit. Das weiß auch der Gesetzgeber. Deshalb schreibt er vor, dass zum Beispiel Smart-Meter-Gateways nur von einem zertifizierten Techniker eingebaut und betrieben werden dürfen.

    Aber auch die Datenübertragung ist sicher – digitale Stromzähler enthalten ein Sicherheitsmodul, das alle Kommunikationsverbindungen mit bestimmten kryptographischen Verfahren verschlüsselt. Das Smart-Meter-Gateway ist vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) mit dem sogenannten „BSI-Schutzprofil“ zertifiziert. Das bedeutet: Der Sicherheitsstandard bei der Übertragung Ihrer Daten ist sogar höher als beim Geldautomaten. Damit das auch so bleibt, entwickelt das BSI die Sicherheitsstandards ständig weiter.

    Außerdem wird festgelegt, welche der berechtigten Parteien welche Informationen erhält. Das bedeutet zum Beispiel, dass der Messstellenbetreiber nur Absender und Empfänger von Daten erkennt, aber die verbrauchte Strommenge verschlüsselt ist.

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    Die gesetzliche Grundlage

    Mit der Einführung digitaler Stromzähler bzw. Smart Meter setzen wir das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende um. Dieses sieht vor, Informationen über Stromerzeugung, Stromverbrauch und das Stromnetz zu erfassen, zusammenzuführen und auszuwerten. Einerseits lassen sich dadurch die Netze effizienter steuern. Zum Beispiel, weil man so die vielen Solaranlagen auf den Dächern und andere dezentrale Erzeuger besser ins Stromnetz integrieren kann. Andererseits tragen digitale Stromzähler dazu bei, Energie einzusparen. Denn sie machen transparent, zu welchen Zeiten wie viel Strom verbraucht wird.

    Doch die Digitalisierung der Energiewende muss natürlich nach bestimmten Rechten und Pflichten ablaufen, die für alle Beteiligten, also für Stromerzeuger, Stromverbraucher und Netzbetreiber gleichermaßen gelten. Im Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende enthalten ist daher auch das Messstellenbetriebsgesetz: Es regelt Einbau und Betrieb digitaler Stromzähler, Datenschutz bzw. Datensicherheit und die Preisobergrenzen.

    Ihre Fragen, unsere Antworten

    In den kommenden Jahren erhält jeder Haushalt und jedes Unternehmen automatisch einen neuen digitalen Stromzähler. Die Einführung läuft stufenweise ab.

    Wann zieht der digitale Stromzähler bei Ihnen ein?

    Seit Herbst 2017 erhalten bereits alle Netzkunden, die weniger als 6.000 Kilowattstunden (kWh) Strom im Jahr verbrauchen bzw. weniger als 7 Kilowatt (kW) Strom erzeugen, eine moderne Messeinrichtung. Voraussichtlich ab Mitte 2019 startet der Einbau intelligenter Messsysteme. Dieses System wird eingebaut, wenn Sie mehr 6.000 kWh Strom pro Jahr verbrauchen bzw. mehr als 7 kW eigenen Strom pro Jahr erzeugen.

    Eine Einschränkung gibt es aber: Liegt der durchschnittliche Jahresverbrauch zwischen 6.000 und 10.000 kWh bzw. produziert man mehr als 100 kW, bekommt man erst ab 2020 ein intelligentes Messsystem.

    Wie läuft der Wechsel ab?

    Neubauten erhalten grundsätzlich einen digitalen Stromzähler, ansonsten erfolgt die Umrüstung, wenn die Eichfrist des Drehstromzählers abgelaufen ist oder auf expliziten Wunsch hin.

    Der Netzbetreiber kündigt den Umbau rechtzeitig schriftlich (per Brief) an, zudem vereinbart der zuständige Techniker mit Ihnen einen Termin. Der Zählerwechsel selbst dauert ungefähr eine Stunde. In der Zeit muss Ihr Stromanschluss kurzfristig unterbrochen werden. Damit der Wechsel zum digitalen Stromzähler nicht länger dauert als nötig, sollte der Zugang zum Zählerplatz frei sein.

    Wer führt den Wechsel durch?

    Die Netzgesellschaft Düsseldorf (NGD) betreibt das Stromnetz in Düsseldorf und ist auch grundständiger Messstellenbetreiber. Daher ist die NGD gesetzlich dazu verpflichtet, alle Netzkunden mit digitalen Stromzählern auszustatten.

    Welche Kosten kommen auf mich zu?

    Zu Ihrem Schutz hat der Gesetzgeber Preisobergrenzen eingeführt, die vom Messstellenbetreiber einzuhalten sind. Weitere Informationen erhalten Sie in den Preisblättern der Netzgesellschaft Düsseldorf.

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