
Längere Trockenperioden und heiße Sommer stellen Städte vor neue Herausforderungen. Auch bei der Trinkwasserversorgung zählt deshalb mehr denn je eine stabile Infrastruktur.
In Düsseldorf greifen Wassergewinnung, Aufbereitung, Qualitätskontrolle und Verteilung eng ineinander. Die Stadtwerke Düsseldorf sorgen dafür, dass Trinkwasser zuverlässig zur Verfügung steht – auch dann, wenn Hitze, wenig Niederschlag und steigender Verbrauch zusammenkommen. Wir erklären, wie die Wasserversorgung organisiert ist, welche Rolle die Wasserwerke spielen und warum vorausschauende Planung für die Zukunft entscheidend ist.
Dürre bedeutet nicht nur trockene Böden oder niedrige Wasserstände in Flüssen. Für Städte geht es vor allem um eine zentrale Frage: Wie bleibt die Trinkwasserversorgung auch dann zuverlässig, wenn es über längere Zeit heiß und trocken ist?
In Deutschland besteht laut Umweltbundesamt aktuell kein flächendeckender Trinkwassermangel. Gleichzeitig zeigen die vergangenen Jahre: Längere Trockenperioden, Hitze und regional unterschiedliche Wasserverfügbarkeit können die Versorgung stärker fordern – besonders dann, wenn wenig Niederschlag und ein erhöhter Wasserbedarf zusammenkommen.
Für die kommunale Wasserversorgung heißt das: Sie muss nicht nur den heutigen Bedarf decken, sondern auch auf veränderte Bedingungen vorbereitet sein. Entscheidend sind dafür eine robuste Wassergewinnung, eine leistungsfähige Aufbereitung, gut überwachte Netze und eine langfristige Planung.


Düsseldorfs Trinkwasser entsteht aus einem Zusammenspiel von natürlicher Filtration und technischer Aufbereitung. Das Rohwasser besteht zu rund drei Vierteln aus versickertem Rheinwasser und zu rund einem Viertel aus Grundwasser. Zum Vergleich: Laut Umweltbundesamt stammt Rohwasser für die Trinkwasseraufbereitung bundesweit zu 67,6 Prozent aus Grundwasser; Uferfiltrat macht nur 7,8 Prozent aus. Bevor das Wasser in den Wasserwerken weiter aufbereitet wird, übernimmt die Natur bereits einen wichtigen Teil der Reinigung: Das Rheinwasser versickert durch Kies- und Sandschichten, die Schmutz- und Trübstoffe zurückhalten.
Anschließend wird das Rohwasser in den Wasserwerken Am Staad, Flehe und Holthausen mit dem sogenannten Düsseldorfer Verfahren weiter aufbereitet. Dabei ergänzen technische Aufbereitungsschritte wie Ozonierung und Aktivkohlefiltration die natürliche Reinigung – streng kontrolliert durch unser akkreditiertes Betriebslabor. So wird aus Rohwasser hochwertiges Trinkwasser, das zuverlässig ins Versorgungsgebiet gelangt. Gerade mit Blick auf längere Trockenperioden ist dieses Zusammenspiel wichtig: Es verbindet natürliche Wassergewinnung, moderne Technik und laufende Qualitätskontrolle.
An heißen Tagen steigt der Wasserbedarf oft deutlich. Menschen trinken mehr, duschen häufiger, bewässern Gärten oder nutzen Wasser im Außenbereich. Gleichzeitig können längere Trockenphasen die natürlichen Wasserressourcen stärker belasten. Für die Wasserversorgung bedeutet das: Verbrauchsspitzen müssen abgefangen und die Trinkwasserqualität dauerhaft gesichert werden.
1. Stabile Grundlage: Wassergewinnung und Aufbereitung
Eine sichere Wasserversorgung beginnt lange vor einer Trockenphase. In Düsseldorf schafft die bestehende Gewinnung aus Uferfiltrat und Grundwasser eine verlässliche Basis. Das Rohwasser wird in den Wasserwerken aufbereitet und kontrolliert, bevor es ins Versorgungsnetz gelangt.
2. Speicher und Netze für höhere Bedarfe
Damit Trinkwasser zuverlässig in Haushalten, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen ankommt, braucht es mehr als die Aufbereitung im Wasserwerk. Leistungsfähige Leitungen, Pumpwerke und Trinkwasserspeicher sorgen dafür, dass die Versorgung auch bei höherem Bedarf stabil bleibt.
Ein wichtiger Baustein sind dabei Trinkwasserspeicher. Nach Inbetriebnahme des neuen Hochbehälters „Auf der Hardt“ werden in den drei Hochbehältern der Stadtwerke Düsseldorf rund 102.000 Kubikmeter Trinkwasser bereitgehalten. Diese Reserven helfen dabei, Verbrauchsspitzen abzufedern – zum Beispiel an heißen Tagen und im Tagesverlauf, wenn der Wasserbedarf in der Stadt steigt.
3. Langfristig planen, klimarobust handeln
Düsseldorf profitiert von einer gewachsenen Infrastruktur und langjähriger Erfahrung in der Trinkwasserversorgung. Gleichzeitig bleibt Anpassung eine Daueraufgabe. Klimawandel, Stadtwachstum und veränderte Verbrauchsmuster machen es notwendig, die Versorgung regelmäßig zu überprüfen und weiterzuentwickeln. Deshalb wird der künftige Wasserbedarf bis 2045 wissenschaftlich untersucht – als Grundlage für eine langfristige und klimarobuste Planung.

Auch wenn die Wasserversorgung in Düsseldorf stabil organisiert ist, bleibt ein bewusster Umgang mit Trinkwasser sinnvoll. Im Alltag helfen vor allem Entscheidungen, die Verbrauchsspitzen vermeiden – besonders an heißen Tagen:
Gärten möglichst morgens oder abends bewässern
Pflanzen gezielt gießen statt großflächig sprengen
Regenwasser für Balkon, Terrasse oder Garten nutzen
Wasser in Pools und Schwimmbecken maßvoll austauschen
Wasch- und Spülmaschinen möglichst voll beladen starten
Wasser nicht unnötig laufen lassen
Dabei geht es nicht darum, Trinkwasser im Alltag zu verknappen. Ein bewusster Umgang hilft vielmehr, Verbrauchsspitzen zu reduzieren und die Infrastruktur zu entlasten – gerade dann, wenn Hitze und Trockenheit den Bedarf erhöhen.

Gerade an heißen Tagen sind Trinkwasserbrunnen eine einfache Möglichkeit, sich unterwegs zu erfrischen. In Düsseldorf sorgen sie an ausgewählten Standorten dafür, dass sauberes Trinkwasser im öffentlichen Raum leicht zugänglich bleibt.

Wie hart ist das Düsseldorfer Wasser? Welche Inhaltsstoffe werden geprüft? Die Trinkwasseranalyse zeigt aktuelle Messwerte und macht die Wasserqualität transparent.

Was kostet Trinkwasser – und welche Investitionen sichern die Versorgung? Erfahren Sie mehr zu Preisen, Qualität und moderner Wasserinfrastruktur in Düsseldorf.
Aktuell ist die Düsseldorfer Trinkwasserversorgung stabil aufgestellt. Längere Trockenperioden und heiße Sommer können die Anforderungen an Gewinnung, Aufbereitung und Verteilung jedoch erhöhen. Deshalb sind Monitoring, Speicher, Netze und langfristige Planung besonders wichtig.
Das Rohwasser besteht zu rund drei Vierteln aus versickertem Rheinwasser und zu rund einem Viertel aus Grundwasser. Das Rheinwasser wird auf dem Weg durch Kies- und Sandschichten natürlich vorgereinigt und anschließend in den Wasserwerken weiter aufbereitet.
Das Düsseldorfer Verfahren verbindet natürliche Filtration mit technischer Aufbereitung. Dabei ergänzen Aufbereitungsschritte wie Ozonierung, Aktivkohlefiltration die Reinigung durch Kies- und Sandschichten, damit aus Rohwasser hochwertiges Trinkwasser wird.
An heißen Tagen kann der Wasserbedarf deutlich steigen, zum Beispiel durch Duschen, Gartenbewässerung oder Wasser im Außenbereich. Die Wasserwerke müssen solche Verbrauchsspitzen abfangen und gleichzeitig die Trinkwasserqualität sichern.
Die Trinkwasserqualität wird regelmäßig geprüft. Dabei werden verschiedene Inhaltsstoffe und Qualitätsparameter überwacht, damit das Wasser zuverlässig den hohen Anforderungen an Trinkwasser entspricht.
Ein bewusster Umgang mit Wasser hilft, Verbrauchsspitzen zu reduzieren. Sinnvoll ist zum Beispiel, Gärten morgens oder abends zu bewässern, Pflanzen gezielt zu gießen, Regenwasser zu nutzen und Wasch- oder Spülmaschinen möglichst voll beladen zu starten.
Klimawandel, Stadtwachstum und veränderte Verbrauchsmuster können den Wasserbedarf verändern. Deshalb wird die Infrastruktur regelmäßig überprüft und weiterentwickelt – mit Blick auf eine stabile und klimarobuste Versorgung.