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Klimaneutralität: Wie auch Sie der Umwelt Gutes tun

Praktische Alltagstipps für ein klimaneutrales Leben

Klimaneutralität: Windkraftanlage auf einer grünen Fläche

Im Alltag gewinnt die Gestaltung eines umweltfreundlichen und nachhaltigen Lebens immer mehr an Bedeutung. Klimaneutralität ist in aller Munde. Doch was genau bedeutet der Begriff eigentlich und wie können Sie selbst ein klimaneutrales Leben führen? Wir fassen Ihnen die wichtigsten Informationen zusammen und nennen praktische Tipps für einen aktiven Klimaschutz und nennen praktische Tipps für einen aktiven Klimaschutz.

Was bedeutet Klimaneutralität?

Von Klimaneutralität ist die Rede, wenn durch Produkte, Prozesse oder Aktivitäten im Allgemeinen das Klima nicht beeinflusst wird. Der Begriff „klimaneutral“ bedeutet also, dass die Menge an klimaschädlichen Treibhausgasen wie CO2 in der Atmosphäre nicht erhöht, sondern vollständig kompensiert oder reduziert wird. Um sich klimaneutral nennen zu dürfen, müssen Unternehmen die Menge an Klimagasen auf null herabsetzen. Dies kann durch die Reduktion von Emissionen an Ort und Stelle oder durch die Kompensation an anderer Stelle, beispielsweise dem Einsatz in Klimaprojekten, geschehen. Klimaneutal leben funktioniert aber auch für Sie im Alltag: So können Sie in verschiedenen Lebensbereichen wie Mobilität, Wohnen oder Ernährung bewusst darauf achten, den Ausstoß von Treibhausgasen zu vermeiden. Zudem können Sie sich um eine Kompensation Ihres CO2-Fußabdrucks bemühen. So kann jeder Einzelne seinen Teil zum Klimaschutz beitragen.

Solaranlagen im Einsatz für mehr Klimaneutralität.
Für mehr Klimaneutralität sollen künftig nicht-nachhaltige Energiequellen durch erneuerbare Energien ersetzt werden. © Jacobs Stock Photography Ltd / DigitalVision

Klimaneutral leben – und warum?

Auf dem Gebiet forschende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind weitgehend davon überzeugt, dass vor allem der hohe Ausstoß von CO2-Emissionen für die globale Erderwärmung verantwortlich ist. Hierzu tragen unter anderem fossile Energieträger, aber auch der Verkehr und konsumbetonte Lebensstil der Weltbevölkerung bei. Setzt sich der Temperaturanstieg weiter fort, ist mit fatalen Folgen wie gehäuften Wetterextremen und dem Anstieg des Meeresspiegels zu rechnen. Auf der UN-Klimakonferenz 2015 haben sich deshalb 198 Staaten, darunter auch die komplette EU, im Pariser Übereinkommen dazu bekannt, die menschgemachte globalen Erwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius und möglichst unter 1,5 Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu beschränken.

Die EU setzt auf dem Weg zu einer klimafreundlicheren Wirtschaft auf weitere übergreifende Zielformulierungen und verbindliche nationale Klimaschutzziele. Bis Mitte dieses Jahrhunderts möchte sie weitestgehende Klimaneutralität erreichen. Schon 2030 sollen Treibhausgasemissionen zu mindestens zwanzig Prozent und 2050 zu mindestens vierzig Prozent gesenkt werden. In Deutschland soll hierfür das Energiesystem so weit umgebaut werden, dass der Strom hauptsächlich aus erneuerbaren Quellen gewonnen wird.

Die Klimaschutzmaßnahmen der EU und ihrer Mitgliedsstaaten haben zum Ziel, die Erde sowie all ihre Bewohner, die Integrität der Ökosysteme sowie die biologische Vielfalt vor der Bedrohung des Klimawandels zu schützen. Mittels der Energiewende und der Klimaneutralität soll eben dies gelingen.

Klimaneutralität: Eine Frau fährt auf ihrem Fahrrad durch einen grünen Park.
Klimaneutralität: Jeder von uns kann zu einem klimaneutralen Leben beitragen. © amriphoto / E+

Praxistipps für ein klimaneutrales Leben

  • Reduzieren Sie den Fleischkonsum: Tierische Produkte wie Fleisch, Käse, Milch und Butter gelten als umweltschädlich, wenn sie in großen Mengen verzehrt werden. Für die Futtermittel von Massentierhaltung werden riesige Flächen im tropischen Regenwald gerodet. Die Produktion von einem Kilo Rindfleisch verursacht zwischen elf und dreißig Kilo Treibhausgasemissionen, wohingegen ein Kilo Obst und Gemüse bei weniger als einem Kilo liegen.
  • Essen Sie regional: Greifen Sie im Supermarkt zu Obst und Gemüse, das regional angepflanzt wurde und nur kurze Transportwege zurückgelegt hat.
  • Glas statt Dosen: Dosen verschlechtern Ihren ökologischen Fußabdruck. Recycelte PET-Flaschen oder Glas hingegen lassen sich prima wiederverwenden.
  • Vermeiden Sie Plastikmüll: Herstellung und Entsorgung von Plastik verursacht einen hohen CO2-Ausstoß. Bei Ihrem nächsten Einkauf können Sie darauf Acht geben, möglichst unverpackte Lebensmittel zu kaufen und Stofftaschen oder wiederverwendbare Einkaufsnetze als Transportmittel zu verwenden.
  • Kaufen Sie bewusst ein: Überlegen Sie genau, was Sie brauchen, um Ressourcen zu schonen und Abfälle zu vermeiden.
  • Heizen Sie nachhaltig: Nutzen Sie eine umweltfreundliche Variante und verzichten Sie auf Öl als Heizmittel. Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen oder Pellets sind hier besonders zu empfehlen. Wenn es bei Ihnen möglich ist, nutzen Sie die klimafreundliche Fernwärme. In Düsseldorf hat sie den Primärenergiefaktor Null.
  • Nutzen Sie Ökostrom: Beziehen Sie Strom aus regenerativen Quellen und mit reduziertem Ausstoß an klimaschädlichen CO2.
  • Sparen Sie aktiv Strom: Schalten Sie Geräte nach Gebrauch aus, Licht in unbenutzten Räumen ebenso und wählen Sie bei Kühlschrank, Waschmaschine und Co. energiesparende Modelle anstatt Stromfresser.
  • Gehen Sie öfter zu Fuß oder fahren Sie Fahrrad: Das Auto stehen zu lassen, ist gerade für kleine Strecken überaus sinnvoll. Sie verursachen weniger Abgase und tun gleichzeitig etwas für Ihre Gesundheit. Für längere Strecken sind Carsharing-Angebote genau das Richtige.
  • Nutzen Sie das ÖPNV: Bus und Bahnen sind eine gute Alternative zum Auto – vor allem, wenn Sie mitten in der Stadt wohnen.
  • E-Mobilität: Elektrofahrzeuge sind eine nachhaltige Mobilitätsform, die zu einem klimaneutraleren Leben beitragen. So sind auch E-Sharing-Optionen eine gute Alternative, um Verbrennungsmotoren von den Straßen zu nehmen.
  • Urlaub in der Heimat: Auch der Urlaub in der eigenen Heimat kann traumhaft schön sein und entspannend wirken. Der Vorteil: Ganz klar der niedrige CO2-Ausstoß dank kürzerer Anfahrten.
  • Reisen mit Bus und Bahn anstelle des Flugzeuges: Überlegen Sie sich bei jeder Reiseplanung, welches Transportmittel für Sie die beste Option ist. Wenn es sich anbietet, sollten Zugfahrten dem Flugzeug vorgezogen werden.

Die Stadtwerke Düsseldorf für mehr Klimaneutralität

Außenansicht Stadtwerke Düsseldorf im Grünen
Die Stadtwerke Düsseldorf setzen sich für Klimaneutralität ein. © Stadtwerke Düsseldorf

Klimaneutralität liegt den Stadtwerken Düsseldorf sehr am Herzen. Wir haben uns nicht nur selbst als Unternehmen der Klimaneutralität verschrieben, sondern möchten auch Sie mit unserem grünen Produktangebot auf dem Weg zu einem klimaneutralen Leben begleiten. Mit klimafreundliche Energielösungen unterstützen wir die Energiewende aktiv. Wählen Sie doch einen unserer Ökostromtarife anstelle von Strom aus fossilen Brennstoffen und heizen Sie mit grünem Bioerdgas. Unsere Energieberatung hilft Ihnen dabei, den Energieverbrauch in Ihrem Haushalt zu reduzieren. Vielleicht möchten Sie als Hausbesitzer auch einen Energiecheck am Gebäude vornehmen lassen?

Auch im Bereich E-Mobilität engagieren wir uns stark. Nutzen Sie beispielsweise unser E-Car-Sharing-Angebot, unser E-Roller-Sharing oder greifen Sie mit der Stromtankkarte für E-Autos auf ein gut ausgebautes Netz an Netzwerk an Ladestationen in Düsseldorf und ganz Deutschland zurück. Mit dem Zukunftsviertel Unterbilk | Friedrichstadt unterstützen die Stadtwerke zudem das Vorhaben der Stadt Düsseldorf bis 2035 klimaneutral zu werden. Neben bewährten Lösungen wie Fernwärme und Ladeinfrastrukturen, die die Stadtwerke Düsseldorf in beiden Stadtteilen umsetzen, entwickeln wir im Pilotprojekt neue Ideen für klimagerechte Mobilität und für eine grünere Energieversorgung. So leisten wir einen weiteren Beitrag zum Klimaschutz und verbessern zugleich die Lebensqualität der Düsseldorferinnen und Düsseldorfer.

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