
Der Wirkungsgrad einer Solarzelle zeigt, wie gut Sonnenlicht in Strom umgewandelt wird. Je höher der Wert, desto mehr elektrische Energie entsteht aus der gleichen Menge Sonnenlicht.
Für die Planung einer Photovoltaikanlage ist der Wirkungsgrad deshalb ein wichtiger Orientierungswert. Er allein entscheidet aber nicht darüber, wie viel Solarstrom eine Anlage im Alltag erzeugt. Auch Dachfläche, Ausrichtung, Verschattung, Temperatur, Wechselrichter und Nutzung des erzeugten Stroms spielen eine wichtige Rolle. Wir erklären, was der Wirkungsgrad bedeutet, welche Werte heute üblich sind und worauf es bei der Planung einer PV-Anlage ankommt.
Der Wirkungsgrad macht die Leistung einer Solarzelle vergleichbar.
Ein Beispiel: Hat eine Solarzelle einen Wirkungsgrad von 20 Prozent, werden 20 Prozent der eintreffenden Sonnenenergie in elektrische Energie umgewandelt. Der übrige Anteil wird zum Beispiel als Wärme abgegeben oder kann aus physikalischen Gründen nicht genutzt werden.
Für die Praxis ist der Wirkungsgrad vor allem ein Vergleichswert. Er zeigt, wie effizient eine Solarzelle unter festgelegten Bedingungen arbeitet. Wie viel Strom später tatsächlich im Haushalt ankommt, hängt jedoch vom gesamten Photovoltaiksystem ab.
Der Wirkungsgrad der Solarzelle ist wichtig – für den tatsächlichen Ertrag zählt aber das Zusammenspiel der gesamten Anlage. Eine einzelne Solarzelle erzeugt zunächst Gleichstrom. Mehrere Solarzellen werden zu einem PV-Modul verbunden. Erst im Zusammenspiel mit Wechselrichter, Verkabelung und optional einem Stromspeicher entsteht daraus eine PV-Anlage, die Solarstrom im Haushalt nutzbar macht. Dabei übernimmt der Wechselrichter eine zentrale Aufgabe: Er wandelt den erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom um. Erst dadurch kann der Strom im Haushalt genutzt, für einen späteren Zeitpunkt in einem Stromspeicher “verwahrt” oder ins öffentliche Netz eingespeist werden.
Zur Einordnung:
Solarzelle: wandelt Sonnenlicht in Strom um
PV-Modul: bündelt mehrere Solarzellen zu einer nutzbaren Einheit
PV-Anlage: umfasst Module, Wechselrichter, Verkabelung und optional einen Stromspeicher

Der Wirkungsgrad einer Solarzelle ist nur ein Teil der Gesamtbetrachtung. Für den Stromertrag im Alltag zählen mehrere Faktoren zusammen.
Ausrichtung und Neigung
Südanlagen erzeugen zur Mittagszeit sehr viel Strom, der allerdings selbst mit einem Speicher nicht komplett genutzt werden kann. Ost-West-Anlagen dagegen erreichen schon früh am morgen ein Plateau, das den ganzen Tag über gehalten wird. Ideal für einen hohen Eigenverbrauchsanteil.
Verschattung
Schon Teilverschattungen durch Bäume, Nachbargebäude, Gauben oder Schornsteine können den Ertrag reduzieren. Deshalb ist eine genaue Prüfung der Dachfläche und evtl. Einsatz von sogenannten Optimierern in Zusammenspiel mit dem Wechselrichter wichtig.
Temperatur
Solarzellen brauchen Licht, verlieren bei hohen Temperaturen aber an Leistung. Bei hohen Temperaturen sinkt die Leistung vieler Module. Eine gute Hinterlüftung kann helfen, Verluste zu begrenzen.
Wechselrichter und Systemverluste
Der Wechselrichter wandelt Gleichstrom in Wechselstrom um. Moderne Geräte arbeiten sehr effizient, trotzdem entstehen bei Umwandlung, Verkabelung und Betrieb kleinere Verluste.
Verschmutzung und Wartung
Vogelkot, Laub oder andere Ablagerungen können den Lichteinfall verringern. In vielen Fällen reinigt Regen die Module ausreichend, an ungünstigen Standorten kann eine Kontrolle jedoch sinnvoll sein.
Der Wirkungsgrad von Photovoltaik hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. Laut Fraunhofer ISE erreichen kommerzielle PV-Module aus neuer Produktion heute Wirkungsgrade von rund 22 Prozent oder mehr. Pro PV-Modul entspricht das ungefähr 450 Watt Nennleistung.
Wie hoch der Wirkungsgrad ausfällt, hängt auch vom Material der Solarzelle ab. Bei privaten PV-Anlagen kommen heute vor allem kristalline Siliziumzellen zum Einsatz. Sie gelten als effizient, langlebig und haben sich für Hausdächer etabliert.
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Auch ohne eigenes Dach lässt sich Sonnenenergie nutzen. Ein Balkonkraftwerk passt auf Balkon, Garage, Gartenhaus oder Terrasse und macht den Einstieg in eigenen Solarstrom besonders einfach – mit überschaubarem Aufwand.
Der Wirkungsgrad gibt an, welcher Anteil der Sonnenenergie in elektrische Energie umgewandelt wird. Ein Wirkungsgrad von 20 Prozent bedeutet, dass 20 Prozent der eintreffenden Sonnenenergie als Strom nutzbar werden.
Der Wirkungsgrad hängt von Zelltyp und Modultechnologie ab. Kommerzielle PV-Module aus Silizium liegen laut Fraunhofer ISE inzwischen im Bereich von etwa 22 Prozent im Jahr 2024, Spitzenmodule darüber.
Ein höherer Wirkungsgrad ist vor allem bei kleiner Dachfläche hilfreich. Für den tatsächlichen Nutzen zählen aber auch Ausrichtung, Verschattung, Anlagenplanung, Wechselrichter und Eigenverbrauch.
Eine Solarzelle wandelt Sonnenlicht in Strom um. Mehrere Solarzellen bilden ein Solarmodul. Die PV-Anlage besteht aus Modulen, Wechselrichter, Verkabelung und je nach System weiteren Komponenten wie Speicher oder Energiemanagement.
Verschattung, ungünstige Ausrichtung, hohe Temperaturen, Verschmutzung, Leitungsverluste oder weniger effiziente Wechselrichter können den Ertrag beeinflussen.
Ja. Photovoltaik wandelt Sonnenenergie direkt in Strom um und kann über viele Jahre klimafreundliche Energie liefern. In Deutschland amortisieren sich PV-Anlagen ohne Batteriespeicher laut Umweltbundesamt energetisch (= Einspielen der Herstellungsenergie) im Durchschnitt nach ein bis zwei Jahren.