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Heizungsfinanzierung

Das zahlt sich aus

Eine neue Heizung arbeitet zuverlässig und energieeffizient. Dennoch scheuen viele Hausbesitzer:innen einen Austausch der Altanlage, denn die Kosten können je nach gewählter Technik stark variieren. Neben dem Preis für die neue Heizung müssen auch Montage-, Wartungs- sowie Betriebskosten berücksichtigt werden. Ist das Eigenkapitel zu gering, kann eine Heizungsfinanzierung die Lösung sein. So ist dann auch die Anschaffung einer Anlage mit höheren Investitionskosten möglich, die sich langfristig durch eine höhere Energieeffizienz auszahlt.

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Heizungsfinanzierung

Das Wichtigste zur Heizungsfinanzierung

  • Neue Heizungen verursachen hohe Anschaffungs‑, Montage‑ und Betriebskosten; eine Finanzierung kann diese Belastung abfedern.

  • Finanzierung ermöglicht die Investition in moderne, energieeffiziente Heizsysteme.

  • Staatliche Förderprogramme (KfW, BAFA) bieten Zuschüsse und günstige Kredite für effiziente bzw. erneuerbare Heiztechnik.

  • Zusätzliche Kosten entstehen z. B. für Entsorgung der Altanlage, neue Anschlüsse oder Tankabbau.

  • Alternativen wie Wärmepumpen, Solarthermie oder Fernwärme werden ebenfalls unterstützt

Die Finanzierung der neuen Heizung

Mit Wärmepumpen kann man bis zu 50 Prozent Heizkosten sparen.
Nahaufnahme einer Hand, die das Thermostat eines elektrischen Heizkörpers auf Eco-Modus dreht, um Heizkosten zu sparen. © Kate Wieser / Moment via Getty Images

Ist die Heizung defekt, muss dringend Ersatz her. Denn wer möchte an kalten Tagen oder gar im Winter im Kalten sitzen? Noch größer wird der Handlungsbedarf, wenn auch die Warmwasserbereitung zentral an die Heizung gekoppelt ist und ebenfalls ausfällt. Die regelmäßige Erneuerung der Heizung ist eine Investition, für die Hauseigentümer:innen entsprechende Rücklagen bilden sollten. Werden sie von dem Defekt allerdings im wahrsten Wortsinn „kalt erwischt“, stellt sich die Frage nach einer Finanzierung.

Die Stadtwerke Düsseldorf bieten im Heizungsbereich einige Möglichkeiten, zum Beispiel Wärmepumpen oder Fernwärme.

Staatliche Fördermittel können die Heizungsfinanzierung erleichtern. Diese werden über die KfW als Zuschüsse oder zinsgünstige Darlehen vergeben. Wer beispielsweise von einer veralteten Heizungsanlage auf eine Wärmepumpe umsteigt, kann sich mit dem richtigen Programm bis zu 70 Prozent der Anschaffungskosten als Zuschuss sichern.

Im Düsseldorfer Stadtgebiet ist der Einstieg bzw. Umstieg auf Fernwärme eine weitere Option.

Heizungskosten: Die Heizung ist nur ein Teil

Bei dem Begriff neue Heizung werden die meisten nur an den neuen Heizkessel oder die Wärmepumpe denken. Auch wenn dieser den größten Posten bei der Anschaffung ausmacht, gilt es zahlreiche weitere Faktoren zu beachten. Zunächst muss die alte Anlage entsorgt werden, was zusätzliche Kosten verursacht. Erfolgt ein Wechsel des Energieträgers, beispielsweise weg vom Öl, muss auch der alte Öltank raus. Fernwärme verlangt darüber hinaus nach einem Anschluss an das Fernwärmenetz. Meist besteht dieser Hausanschluss noch nicht und ist von den Eigentümer:innen in die finanzielle Planung miteinzukalkulieren. Bei Wärmepumpen ist manchmal auch eine Erneuerung des Hausanschlusskastens erforderlich, welcher nicht mit berücksichtigt wurde.

Auch beim Austausch einer alten Gasheizung gegen eine Hybridheizung aus Gasheizung und Wärmepumpe können zusätzliche Kosten entstehen, mit denen Hauseigentümer:innen häufig nicht rechnen. Der aktuelle Stand der Technik in punkto Gastherme ist die Erdgas-Brennwerttechnik. Sie nutzt auch die Abwärme aus dem Abgas. In der Folge ist das Abgas dann allerdings abgekühlt und relativ feucht. Damit dies nicht zu Problemen im Schornstein führt, muss dort ein Kunststoff- oder Edelstahlrohr eingezogen werden.

Um die erzeugte Heizwärme effizient zu verteilen, ist nach der Heizungsinstallation ein sogenannter hydraulischer Abgleich Pflicht. Dabei stellt der Fachbetrieb mit einstellbaren Ventilen sicher, dass jeder Heizkörper gleich gut mit warmem Wasser versorgt wird. Denn eine nicht hydraulisch abgeglichene Anlage mindert die Effizienz der neuen Heizung, sodass zu viel Wärme ins System geleitet wird und die Heizkosten in geringerem Umfang sinken, als möglich wäre.

Der hydraulische Abgleich kostet mehrere hundert Euro und ist bei neuen Heizungsanlagen, unabhängig von einer Förderung, Pflicht sowie nachzuweisen. Bei Bestandsanlagen gibt es von der BAFA ein eigenes Förderprogramm für den hydraulischen Abgleich (Heizungsoptimierung).

Neben diesen einmaligen Kosten entstehen auch bei einer neuen Heizung laufende Kosten. Dies ist zum einen der Brennstoffbezug – der im Vergleich zur Altanlage deutlich reduziert sein sollte. Hinzu kommen Reparatur und Wartungskosten, um die volle Funktion zu erhalten. Auch bei einer neuen Heizung müssen die Eigentümer:innen also ausreichende Rücklagen bilden.

Heizung kaufen – Eigentum für Eigentümer:innen

Für viele Eigentümer:innen ist es wichtig, dass die Heizung in ihrem Haus auch ihnen gehört. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Heizung kann so ausgestaltet werden, wie man es sich wünscht. Und durch die eigene Anlage kann man jederzeit flexibel den Anbieter beim Bezug des Brennstoffs wechseln.

Die Möglichkeiten an Heizsystemen sind heute so breit wie nie. Einige Beispiele sind:

  • Erdgas-Brennwertkessel, ggf. in Kombination mit Wärmepumpe oder Solarthermie

  • Öl-Brennwertkessel, ggf. in Kombination mit Wärmepumpe oder Solarthermie

  • Holzpellets-Kessel, ggf. in Kombination mit Wärmepumpe oder Solarthermie

  • Wärmepumpen

  • Mikro-KWK-Anlagen

  • Brennstoffzellen

  • Fernwärme (sofern verfügbar)

Bei der Wahl der Anlage können verschiedene Faktoren, wie ein niedriger Anschaffungspreis, eine hohe Effizienz oder eine gute Umweltverträglichkeit den Ausschlag geben. Dabei ist zu beachten, dass die Heizungsanlage bei guter Pflege und den richtigen Einstellungen 15 bis 20 Jahre betrieben wird. Auch länger ist möglich. Niedrige Betriebskosten durch einen effizienten Einsatz des gewählten Brennstoffs zahlen sich daher auf lange Sicht stark aus.

Neben den Vorteilen bedeutet die Entscheidung für eine eigene Heizung auch, dass die gesamte Verantwortung bei den Eigentümer:innen liegt. Die regelmäßige Heizungswartung muss beauftragt werden, um langfristig einen störungsfreien Betrieb der Anlage sicherzustellen. Und auch bei einer gut gewarteten Anlage können Störungen auftreten. Wird die Heizung finanziert, schlagen dann auch die Reparaturkosten zusätzlich zu den monatlichen Raten zu Buche.

Eine Frau erhöht oder senkt die Temperatur am Heizkörper n der Wohnung. © Ekaterina Goncharova / Moment via via Getty Images
Mann stellt die Heiztemperatur über ein Tablet im Dachgeschoss seines Hauses ein. © Westend61 / Westend61 via via Getty Images (ID: 1909736497)

Vorteile der Heizungsfinanzierung

Eine Heizungsfinanzierung kann in einigen Situationen vorteilhaft sein.

  • Bei einem unerwarteten Ausfall der Heizungsanlage bietet die Heizungsfinanzierung die Möglichkeit, schnell einen Ersatz zu beschaffen.

  • Durch eine Finanzierung ist bei zu geringem Eigenkapital die Anschaffung einer Anlage mit höheren Investitionskosten möglich, die sich langfristig durch die höhere Effizienz der Anlage auszahlen.

  • Durch die Inanspruchnahme eines zinsgünstigen Kredits können Hauseigentümer von staatlichen Förderungen mit attraktiven Tilgungszuschüssen profitieren.

  • Bei einem Betrieb der Heizungsanlage durch Dritte besteht ein Anspruch auf garantierte Wärmeversorgung mit festgelegten, maximalen Ausfallzeiten.

  • Beim Wärmecontracting im Mietwohnbereich gilt der Grundsatz der Kostenneutralität. Das heißt für den Mieter: Wenn der Vermieter die Versorgung auf das Contracting umstellt, dürfen die Kosten der Wärmelieferung die Betriebskosten für die bisherige Eigenversorgung mit Wärme oder Warmwasser nicht übersteigen. Details sind im §556c BGB und in der Wärmelieferverordnung geregelt.

Beispiel einer Heizungsfinanzierung

Die Kosten für eine Heizungsfinanzierung hängen entscheidend von der veranschlagten Investitionssumme ab. Der Vorteil bei der Heizungsfinanzierung ist, dass sich die Kosten sehr gut kalkulieren lassen. Hauseigentümer:innen sollten von dem Installateur ein verbindliches Angebot einfordern, mit dem sie einen entsprechenden Kredit beantragen können.

Ein Beispiel: Eine veraltete Erdgas-Heizung ohne Brennwerttechnik soll gegen eine Wärmepumpe ausgetauscht werden. Die Kosten für die neue Wärmepumpe, die Aufstellung, Verkabelung, Verrohrung und den hydraulischen Abgleich der Anlage belaufen sich auf rund 30.000 Euro. Über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) erhalten die Eigentümer eine Förderung von 9.000 bis 21.000 Euro. Bei einer Förderung von 55 % (16.500 Euro) liegen die verbleibenden Kosten bei rund 13.500 Euro. Diese Summe finanzieren Sie komplett über einen Kredit, was bei einer Laufzeit von vier Jahren und einem Zinssatz von etwa fünf Prozent eine monatliche Rate von rund 310 Euro verursacht. 

Waermepumpe vor Gebaeude via pixabay

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