PrivatkundenGeschäftskundenÜber unsKarriere
Reinigungsfachkraft in orangem Arbeitsanzug steht an einem Putzwagen © Animaflora / iStock / Getty Images Plus via Getty Images © Animaflora / iStock / Getty Images Plus via Getty Images

Stadtsauberkeit wird in Düsseldorf großgeschrieben: die Stadtsauberkeitsoffensive

Auf dem Weg zu einer sauberen Stadt verfolgt Düsseldorf einen strengen Plan.

Doris Dreßler|Zuletzt aktualisiert am: 13. Januar 2026

Sauberkeit in der Stadt ist weit mehr als nur ein ästhetisches Anliegen. Ein gepflegtes Stadtbild fördert die Lebensqualität für alle Bewohner:innen und wirkt sich positiv auf das Klima aus. Zudem hinterlässt eine saubere Umgebung bei Besucher:innen einen guten Eindruck, was den Tourismus und das Ansehen unserer Stadt fördert. Kurzum: Es gibt viele gute Gründe für eine Stadtsauberkeitsoffensive. Wir zeigen, was genau dahintersteckt und wie Sie mitmachen können.

Stadtsauberkeit Düsseldorf: das Wichtigste in Kürze

  • Die Stadtsauberkeitsoffensive wurde von Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller ins Leben gerufen.

  • Der Maßnahmenkatalog umfasst Verbesserungen in den Bereichen Müllsammlung und -entleerung, Straßenreinigung und Co.

  • Viele zusätzliche Aktionen wie der städtische Frühjahrsputz und die Beseitigung von „Schrottfahrrädern“ gehören ebenfalls zur Offensive.

  • Privatpersonen können durch korrektes Mülltrennen und die Teilnahme an Clean-up-Aktionen mitwirken.

Wer und was steckt hinter der Stadtsauberkeitsoffensive?

Die Stadtsauberkeitsoffensive 2025 ist das Ergebnis intensiver Zusammenarbeit zwischen der Landeshauptstadt Düsseldorf und der AWISTA Kommunal GmbH. Ins Leben gerufen wurde sie von unserem Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller, der das Thema Stadtsauberkeit schon 2020 in den Fokus gerückt hat. Unterstützt wird er von Stefan Ferber, dem Leiter des Amtes für Umwelt- und Verbraucherschutz, sowie Dr. Ulrike Diederichs, Geschäftsführerin der AWISTA Kommunal.

Ziel der Offensive ist es, die Sauberkeit im öffentlichen Raum langfristig und sichtbar zu verbessern. Dazu wurde ein umfangreicher Maßnahmenkatalog entwickelt, den die AWISTA und Co. intensiv bearbeiten.

Natürlich sind darüber hinaus auch alle Düsseldorfer:innen gefragt: Privatpersonen, Vereine, Schulen und Unternehmen können durch umsichtiges Verhalten und Teilnahme an Aktionen aktiv mitwirken.

Beteiligte der Stadtsauberkeitsoffensive posieren als Gruppe vor einem Müllwagen und drei Mülleimern. © Gstettenbauer via duesseldorf.de
Seit Start der Offensive im April 2025 hat sich in Sachen Stadtsauberkeit in Düsseldorf viel getan. © Gstettenbauer via duesseldorf.de

Diese Maßnahmen sollen zu mehr Stadtsauberkeit verhelfen

Die Stadtsauberkeitsoffensive setzt auf ein Bündel konkreter Maßnahmen, um Müll und Abfall im öffentlichen Raum besser zu managen:

  • Mehr öffentliche Mülleimer: Im gesamten Stadtgebiet wird die Anzahl und Größe der öffentlichen Abfallbehälter deutlich erhöht (teilweise auf bis zu 63 Liter). Allein in Parks und Grünanlagen werden 400 alte Behälter gegen neue mit doppeltem Fassungsvolumen getauscht. In der Altstadt und entlang des Rheinufers kommen zusätzliche „Saisontonnen“ zum Einsatz. Zudem erhalten rund 100 Altstadt-Standorte neue Hängebehälter und spezielle Modelle, die den Einwurf von Pizzakartons erleichtern. Eine neue Deckelvariante mit gewölbter Form soll das Ablegen von Müll auf den Behältern und die Plünderung durch Vögel verhindern.

  • Höhere Frequenz bei der Müllentleerung: Die Entleerung der blauen Papiertonnen (Altpapier) und der Biotonnen wurde am 1. April 2025 auf wöchentliche Leerung umgestellt – statt bisher alle 14 Tage. So sollen Papierhaufen und überfüllte Container vermieden werden. Auch die Leerungsintervalle bei Depotcontainern und Altkleidercontainern wurden erhöht, letztere werden zudem sukzessive durch besser gesicherte „Panzercontainer“ ersetzt.

  • Neue Wertstofftonne statt gelber Tonne: Seit dem 1. Januar 2025 ersetzt die Wertstofftonne in Düsseldorf die frühere gelbe Tonne. Damit dürfen neben Verpackungen aus Kunststoff, Metall oder Verbundstoff nun auch „stoffgleiche Nichtverpackungen“ (z. B. kaputte Plastikeimer, Gießkannen, Küchengeräte aus Metall) entsorgt werden. Das vereinfacht die Mülltrennung und erhöht die Recyclingquote.

  • Straßenreinigung & Abfallservice durch AWISTA: Mit der Neuaufstellung in der Abfallwirtschaft 2025 übernimmt die AWISTA Kommunal GmbH Reinigungs- und Entsorgungsdienste für Straßen und Abfallbehälter – mit dem Ziel, Verunreinigungen im öffentlichen Raum zügig zu beseitigen. Die Qualität der Straßenreinigung wird dabei digital erfasst: Ein neues Qualitätssicherungssystem misst die Reinigungsleistung, Kehrmaschinen werden künftig per GPS überwacht. Ergänzt wird das durch Frühjahrsputz-Aktionen in der Altstadt, auf der Kö und in den Stadtteilzentren, Einzelreiniger mit Müllsaugern und zusätzliche Reinigungsaktionen an Wochenenden und Feiertagen.

  • Schwerpunktaktionen & Prävention: Die Stadt geht verstärkt gegen Schrotträder und wilde Müllablagerungen vor. Hunderte herrenlose Fahrräder wurden im Rahmen einer Schwerpunktaktion bereits eingesammelt. Der städtische Frühjahrsputz sorgt zum Beispiel auf der Kö für ein blitzblankes Erscheinungsbild: entfernte Graffitis, frisch bepflanzte Beete und mehr. Das städtische Ermittlungsteam („Mülldetektive“) verfolgt illegale Müllablagerungen konsequent. Ergänzend sorgt eine breit angelegte Informationskampagne unter dem Slogan „Wir ‚lieben‘ Düsseldorf“ für mehr Bewusstsein in der Bevölkerung.

Engagement für eine saubere Stadt: Mitmachaktionen

Die Offensive lebt nicht nur von städtischen Maßnahmen – sie braucht bürgerschaftliches Engagement. Haben Sie zum Beispiel schon einmal an einer Clean-up Aktion teilgenommen, bei der Bürger:innen freiwillig Müll sammeln? Oder können Sie vielleicht eine Patenschaft für eine Grünfläche übernehmen?

So können Sie selbst aktiv werden

Sie können als Düsseldorfer:in ganz einfach mitmachen:

Sauberkeit und Nachhaltigkeit – zwei Seiten derselben Medaille

Die Stadtsauberkeitsoffensive ist eng mit dem Ziel einer nachhaltigen Stadtentwicklung verbunden. Der Ausbau der Wertstofftonne, die häufigere Leerung von Papier- und Biotonnen und die besseren Entsorgungsoptionen reduzieren Restmüll und fördern Recycling. Das entlastet Ressourcen und reduziert CO₂ Emissionen sowie andere Umweltbelastungen, die sonst bei der Verbrennung anfallen würden.

Auch der Umgang mit Straßenkehricht wird nachhaltiger: Seit 2025 wird ein Teil des Kehrichts in Aufbereitungsanlagen recycelt und mineralische Bestandteile für Baustoffe oder als Zuschlagstoff weiterverwendet. So wird aus Abfall ein Rohstoff – ein wichtiger Schritt Richtung Kreislaufwirtschaft.

Müllverbrennungsanlage

Bei aller Sorgfalt in Sachen Sauberkeit, entsteht dennoch immer Müll. Kann dieser nicht recycelt werden, landet er in der Müllverbrennungsanlage bei uns in Flingern. Die entstehende Wärme nutzen wir zur Erzeugung von Strom und Fernwärme im benachbarten Kraftwerk.

Zur Müllverbrennungsanlage

Das könnte Sie auch interessieren