
An der Königsallee 106 wächst ein neues Bürohochhaus heran. Der KöTower soll die südliche Kö neu prägen und den Bereich nahe dem Graf-Adolf-Platz stärker mit dem Quartier verbinden.
Nach dem Rückbau des früheren Gebäudes nimmt das Projekt nun sichtbar Gestalt an. Geplant sind moderne Arbeitswelten, begrünte Fassaden und Dachgärten sowie öffentlich zugängliche Angebote im Erdgeschoss. Auch Energie und Mobilität werden mitgedacht: Das Gebäudekonzept sieht einen hohen Anteil erneuerbarer Energie für die Wärmeversorgung vor und setzt auf die zentrale Lage mit guter ÖPNV- und Fahrradanbindung.

Das Grundstück an der Ecke von Königsallee und Adersstraße war über Jahrzehnte von einem Gebäudekomplex aus den 1960er-Jahren geprägt. Zum Bestand gehörten ein mehrgeschossiger Sockel und ein Bürohochhaus. Untersuchungen zeigten, dass eine Ertüchtigung an konstruktive Grenzen stieß. Deshalb wurde das Gebäude zurückgebaut und der Weg für einen Neubau frei gemacht.
Der Rückbau war im September 2025 abgeschlossen. Anschließend begann der Spezialtiefbau. Die Baugenehmigung für das neue Hochhaus wurde Ende 2025 erteilt; am 11. September 2026 folgte die Grundsteinlegung. Damit ist das Projekt von der vorbereitenden Phase in den eigentlichen Hochbau übergegangen.

Mit seiner Lage am südlichen Ende der Königsallee steht der Neubau an einem Übergang: Auf der einen Seite liegen die Einkaufsstraße und der Graf-Adolf-Platz, auf der anderen das gemischt genutzte Quartier rund um Adersstraße und Luisenstraße. Der KöTower soll diesen Bereich nicht nur durch seine Höhe verändern. Der Baukörper rückt an Teilen des Grundstücks zurück und schafft dadurch neue Freiflächen.
Im Erdgeschoss sind Gastronomie und Nahversorgung vorgesehen. So soll das Gebäude auch für Menschen interessant werden, die dort nicht arbeiten. Für die Büroflächen sind unterschiedliche Größen und Grundrisse geplant. Balkone oder Zugänge zu Dachgärten sollen den Arbeitsplätzen zusätzliche Außenräume geben.
Für die Wärmeversorgung des KöTowers ist ein Anteil von 75 Prozent erneuerbarer Energie vorgesehen. Photovoltaik-Elemente an der Fassade ergänzen das Energiekonzept und erzeugen Strom direkt am Gebäude.
Der KöTower soll den Effizienzhaus-40-Standard erreichen. Für den Hochbau wird eine LEED-Platin-Zertifizierung angestrebt; der Rückbau soll nach DGNB Platin zertifiziert werden. Begrünung, Photovoltaik und energieeffiziente Gebäudetechnik sollen dazu beitragen, den Energieverbrauch und die CO₂-Emissionen im späteren Betrieb zu reduzieren.
Moderne Energieversorgung betrachtet Strom, Wärme, Kälte und Mobilität nicht getrennt voneinander. Wir entwickeln Lösungen, mit denen sich ganze Quartiere effizient und bedarfsgerecht versorgen lassen.

Fassadenbegrünung und bepflanzte Dachflächen prägen die Entwürfe des KöTowers. Vorgesehen sind zahlreiche unterschiedliche Pflanzenarten, die auf die Bedingungen am Hochhaus abgestimmt werden. Die Begrünung soll Schatten spenden, Lebensräume schaffen und zu einem angenehmeren Mikroklima beitragen.
Auch Regenwasser spielt in der Planung eine Rolle. Drainageelemente auf den Dachflächen sollen Niederschläge zwischenspeichern und für die Bepflanzung nutzbar machen. Dieses Prinzip orientiert sich an der Idee der Schwammstadt: Wasser wird möglichst am Ort zurückgehalten, statt es unmittelbar abzuleiten.
Photovoltaik-Elemente sind in die Architektur eingebunden. Zusammen mit der geplanten Energieversorgung entsteht so ein Gebäudekonzept, das Begrünung, Regenwassermanagement und Energieerzeugung miteinander verbindet.
Der KöTower liegt zentral zwischen Königsallee, Graf-Adolf-Platz und Friedrichstadt. Mehrere Haltestellen sind zu Fuß erreichbar; auch der Düsseldorfer Hauptbahnhof ist gut an den Standort angebunden. Beschäftigte und Besucher:innen können den Bürostandort damit gut per Bus, Bahn, Fahrrad oder zu Fuß erreichen.
Fahrradstellplätze sollen das Mobilitätsangebot ergänzen und die Anreise mit dem Rad erleichtern. Die kurzen Wege zu Gastronomie, Einkaufsmöglichkeiten und weiteren Angeboten reduzieren zudem den Mobilitätsbedarf im Arbeitsalltag.
Zu einem zukunftsorientierten Bürostandort gehört auch eine zeitgemäße Mobilitätsinfrastruktur. Rund um den KöTower finden E-Autofahrer:innen verschiedene öffentliche Lademöglichkeiten.