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Unternehmensprofil: Kraftwerk in Flingern
Stadtwerke Düsseldorf

Starkes Ergebnis, hohe Investitionen: Stadtwerke Düsseldorf sichern die Versorgung und treiben die Wärmewende voran

Die Stadtwerke Düsseldorf haben das Geschäftsjahr 2025 in einem weiterhin anspruchsvollen Umfeld, das von geopolitischen Spannungen und wirtschaftlichen Unsicherheiten geprägt war, mit einem starken Ergebnis und hoher Investitionskraft abgeschlossen. Damit ist die Grundlage dafür gesichert, die Transformation der Energieversorgung in Düsseldorf weiter voranzutreiben. So fließen die Investitionen vornehmlich in den Ausbau, die Erneuerung und Digitalisierung der Netze sowie in die weitere Dekarbonisierung der Fernwärme.

  • Erfolgreiches Geschäftsjahr: 2025 wurde ein Jahresüberschuss von 107 Millionen Euro erwirtschaftet (2024: 104 Millionen Euro)

  • Weiter hohe Investitionen in die Versorgungsinfrastruktur: Rund 130 Millionen Euro Investitionen in 2025 (2024: 125 Millionen Euro), für 2026 sind 180 Millionen geplant

  • Eigenkapitalquote steigt auf 46 Prozent (2024: 42 Prozent) – robust aufgestellt in unsicheren Zeiten

  • Anteilseigner stützen den Wachstumskurs und verzichten auf Ausschüttung von rund 50 Prozent des Ergebnisses

„Wir handeln mit Blick auf die Zukunft für eine sichere, bezahlbare und klimafreundliche Energie- und Trinkwasserversorgung in Düsseldorf und der Region“, sagt Julien Mounier, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Düsseldorf. „Vor Ort entscheidet sich, ob wir die Klimaziele erreichen – insbesondere in der Wärmeversorgung. Genau dort setzen wir konsequent an.“

Die Politik gibt den Rahmen für die Wärmewende vor. Haus- und Wohnungseigentümer, Wohnungswirtschaft, Industrie und Gewerbe stehen vor wichtigen Entscheidungen in einer Zeit, die von Unklarheit und Unsicherheit geprägt ist. „Wir stehen Ihnen als Partner mit zeitgemäßen Produkten zur Seite – sei es durch die Nutzung von Fernwärme oder dezentrale Lösungen wie Wärmepumpen und mit Beratungsangeboten, die den Düsseldorferinnen und Düsseldorfern Orientierung und Sicherheit geben“, so Julien Mounier.

Starkes Ergebnis – klare Priorität: Zukunftsinvestitionen

Der Jahresüberschuss von 107 Millionen Euro lag leicht über dem Vorjahresergebnis (2024: 104 Millionen Euro). Die Umsätze waren mit 2,5 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr etwas rückläufig, was vor allem an sich weiter normalisierenden Energiepreisen lag. Es bleiben aber zahlreiche Herausforderungen und ein schwieriges Marktumfeld.

Jan Huth, Finanzvorstand der Stadtwerke Düsseldorf: „Die Stadtwerke sind robust aufgestellt. Unser Ergebnis verschafft uns den finanziellen Spielraum, um die Transformation der Energieinfrastruktur in Düsseldorf weiter voranzutreiben.“ Einen wichtigen Beitrag zu dieser Robustheit leisten die Anteilseigner. Denn auch für das Geschäftsjahr 2025 gilt: Ein wesentlicher Anteil des Gewinns wurde nicht ausgeschüttet, 52,5 Millionen Euro wurden in die Gewinnrücklagen eingestellt.

130 Millionen Euro Investitionen: Schwerpunkt auf Versorgungsinfrastruktur

Im Jahr 2025 investierten die Stadtwerke Düsseldorf rund 130 Millionen Euro hauptsächlich in der Landeshauptstadt.

Der Schwerpunkt lag und liegt auf der Erneuerung, Digitalisierung und Erweiterung der Versorgungsinfrastruktur für Strom, Gas, Fernwärme und Wasser. Schließlich wachsen die Anforderungen schneller als viele von außen sehen: mehr Anschlüsse, höherer Bedarf an Leistung, mehr dezentrale Erzeugung, die ins Netz integriert werden muss, mehr Digitalisierung und Automatisierung.

Das Fernwärmenetz wird auf Grundlage der kommunalen Wärmeplanung, die Mitte Juni dieses Jahres im Stadtrat verabschiedet wurde, kontinuierlich verdichtet und erweitert. Gleichzeitig wird die Erzeugung der Wärme weiter dekarbonisiert. Ein wichtiger Meilenstein auf diesem Weg wurde mit der Fertigstellung der Energiezentrale zur Nutzung der industriellen Abwärme der Firma Henkel erreicht. Für den Neubau und die Einrichtung der dafür erforderlichen Infrastruktur investierten die Stadtwerke Düsseldorf circa 40 Millionen Euro. Dabei trugen Fördermittel aus dem Landesprogramm „progres.nrw – Wärme- und Kältenetze“ zur Finanzierung des Projektes bei. Das Konzept gilt als Blaupause für die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Energieversorger und Industrie vor Ort und als Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Düsseldorf. 

Am Unternehmensstandort in Düsseldorf-Flingern angekommen ist ein Elektrolyseur, der ab Sommer die Wasserstoff-Tankstelle am Höherweg versorgen wird. Das Besondere: Der Strom zum Betreiben des Elektrolyseurs und damit für die Herstellung von Wasserstoff wird mit dem biogenen Anteil aus den Abfällen in der Müllverbrennungsanlage in Düsseldorf-Flingern produziert. Dieses Projekt, bei dem die Rheinbahn und H2 MOBILITY Deutschland Partner sind, gilt als ein Vorzeigeprojekt für eine kluge Verzahnung der Infrastrukturen einer Stadt.

Am Kraftwerksstandort Auf der Lausward sind zwei weitere wichtige Projekte für die künftige Versorgungssicherheit in Aussicht: eine Großwärmepumpe und ein Batteriespeicher.

Die Großwärmepumpe soll eine Gesamtleistung erreichen, die künftig den Wärmebedarf von bis zu 40.000 Haushalten in Düsseldorf decken kann. Die Planungen sind angelaufen. In den kommenden Jahren soll die Anlage schrittweise realisiert und in das bestehende Fernwärmenetz integriert werden.

Mit dem deutlichen Ausbau der Fernwärmeversorgung steigt auch die Notwendigkeit, die Wärmeerzeugung abzusichern. Dazu entstehen im Laufe des Jahre 2027 Auf der Lausward und 2028 am Standort Flingern zwei jeweils 40 Megawatt starke Heißwasserkessel, die sowohl mit Erdgas wie auch zukünftig mit Wasserstoff betrieben werden können.

Beschlossen ist auch der Bau eines Großbatteriespeichers für rund zwölf Millionen Euro, der bis Sommer kommenden Jahres Auf der Lausward entstehen soll. Mit einer Leistung von 20 Megawatt und einer Kapazität von 60 Megawattstunden wird er dazu beitragen, Schwankungen zwischen Stromangebot und -Nachfrage auszugleichen und den Einsatz der Erzeugungsanlagen der Stadtwerke Düsseldorf zu flexibilisieren.

Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt war und ist die Modernisierung sowie Erweiterung der Trinkwasserinfrastruktur. Mit dem Neubau des neuen Hochbehälters Auf der Hardt – dort werden rund 20 Millionen Euro investiert – und dem Start einer der umfangreichsten Leitungsbaumaßnahmen in Düsseldorf Gerresheim – sichern die Stadtwerke Düsseldorf die Trinkwasser-Versorgung für die Menschen in Düsseldorf, Erkrath und Mettmann. Der neue Hochbehälter wird ein Fassungsvermögen von 10.000 Kubikmetern haben.

Mobilität & neue Lösungen: Ausbau der Ladeinfrastruktur geht weiter

Im Bereich Mobilität festigten die Stadtwerke ihre führende Position im nordrhein-westfälischen Stadtwerke‑Vergleich und machen die Landeshauptstadt zur „Ladehauptstadt“: Zum Jahresende waren mehr als 4.300 Ladepunkte für öffentliches Laden sowie Laden bei Firmen, Institutionen oder in Wohnanlagen in Betrieb. Im Dezember 2025 ging Düsseldorfs erster City‑Schnellladepark mit Photovoltaik‑Überdachung ans Netz.
Seit Mitte vergangenen Jahres werden sehr erfolgreich die innovativen, vom Düsseldorfer Konzern Rheinmetall entwickelten Ladebordsteine in der Landeshauptstadt eingesetzt – ein Beispiel dafür, wie Innovation alltagstauglich in den Stadtraum integriert werden kann.

Für den Ausbau erneuerbarer Energien steht die Stadtwerke-Tochter Grünwerke. Im Geschäftsjahr 2025 haben die Grünwerke den Ausbau der erneuerbaren Energien durch den weiteren Zubau von Wind- und Solarparks vorangetrieben. Gleich zwei Solarparks sind in Bayern in Betrieb genommen worden: im Frühjahr 2025 die Photovoltaik-Freiflächenanlage in Kösching bei Ingolstadt mit einer Leistung von 10,5 MW und im Herbst 2025 die PV-Freiflächenanlage in Wernberg-Köblitz nördlich von Regensburg mit einer Leistung von 10,3 MWp. Ebenso erweitern seit Juli 2025 die beiden Windenergieanlagen in Geldern im Kreis Kleve mit einer Gesamtleistung von 11,4 MW das Portfolio der Grünwerke.

Ausblick: Investitionen steigen weiter – Fokus auf Netze, Wärmewende und Flexibilität

Für 2026 planen die Stadtwerke Investitionen von rund 180 Millionen Euro. Der Schwerpunkt liegt weiterhin auf der Erneuerung und Erweiterung der Strom‑, Gas‑, Wasser‑ und Fernwärmenetze sowie auf der Dekarbonisierung der Wärmeerzeugung.

Für Julien Mounier wird 2026 aber erneut ein Schlüsseljahr in der Welt- und Energie-Politik: „Es ist unklar, wie lange die weltweiten Konflikte unsere Energieversorgung prägen werden. Sicher ist aber: Wir müssen uns auf längerfristige Unsicherheiten einstellen. Deshalb ist unsere Strategie der Transformation richtig. Sie macht uns unabhängiger von Energieimporten und unsere Energiesysteme resilienter. Das hilft, unsere Versorgung auch in Zukunft sicher und bezahlbar zu halten.“

Damit die Transformation in Düsseldorf erfolgreich funktioniert, müssen Wirtschaft, Politik und Bürgerinnen und Bürger an einem Strang ziehen. Zusammenarbeit, gegenseitiges Verständnis und gute Impulse für die Stadt entstehen vor allem im Dialog und mit guten Ideen.

Hier haben die Stadtwerke Düsseldorf 2025 einen neuen Akzent gesetzt: Mit dem Club Zukunft am EUREF-Campus ist eine neue Denk-Werkstatt für die Stadtwerke und ihre Partner entstanden. Ein geschützter Ort, an dem interdisziplinär zusammengearbeitet wird mit dem Ziel, schneller zu werden in der Entwicklung von Ideen und schneller in der Umsetzung von Projekten, die unsere Stadt auch in Zukunft lebenswert machen. Mit der Rheinbahn AG, Stadtsparkasse Düsseldorf, AWISTA Kommunal, NRW.Energy4Climate, der Wirtschaftsförderung Düsseldorf, der IHK Düsseldorf und der NRW.Bank haben sich starke Partnerinnen und Partner im Club Zukunft Düsseldorf versammelt.

Mehr Infos gibt es in der digitalen Version des Stadtwerke-Geschäftsberichtes 2025 unter: https://geschaeftsbericht.swd-ag.de

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Über die Stadtwerke Düsseldorf

Die Stadtwerke Düsseldorf sind seit mehr als 160 Jahren Dienstleister für Energie und Wasser und seit einigen Jahren auch für E-Mobilität. Gemeinsam mit der AWISTA stellt das Unternehmen zudem die Straßenreinigung und die Abfallentsorgung in Düsseldorf sicher. Als einer der größten kommunalen Versorger Deutschlands beliefern die Stadtwerke rund 600.000 Kund:innen. Mit mehr als 3.100 Mitarbeiter:innen ist die Unternehmensgruppe ein wichtiger Arbeitgeber in der Landeshauptstadt, der für Tradition wie für Innovation steht. Die Stadtwerke wollen eine neue, dekarbonisierte Energie- und Kreislaufwirtschaft mitgestalten und entscheidend dazu beitragen, dass Düsseldorf bis 2035 klimaneutral wird. Zudem ist das Unternehmen mit vielfältigem Engagement in Düsseldorf aktiv. Unterstützt werden viele verschiedene Veranstaltungen in den Bereichen Sport, Kultur, Brauchtum, Soziales und Bildung – ein wichtiger Beitrag für mehr Lebensqualität in der Stadt.

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