
Bundesweites Vorreiter-Projekt zur Dekarbonisierung von Fernwärme eröffnet. Ein bedeutender Tag für die Landeshauptstadt: Auf dem Werksgelände von Henkel nimmt heute die neue Energiezentrale der Stadtwerke Düsseldorf ihren Betrieb auf. Erstmals wird hier industrielle Abwärme in Fernwärme für
Privathaushalte umgewandelt. Damit gelingt ein wichtiger Schritt zur weiteren Dekarbonisierung der Fernwärme in Düsseldorf. Die innovative Energiezentrale gehört deutschlandweit zu den Vorreiter-Projekten ihrer Art.
Henkel-CEO Carsten Knobel, Henkel-Standortleiter Dr. Daniel Kleine und Julien Mounier, CEO der Stadtwerke Düsseldorf, begrüßten zur Inbetriebnahme der neuen Energiezentrale Mona Neubaur, stellvertretende Ministerpräsidentin und Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, Dr. Stephan Keller, Oberbürgermeister der Stadt Düsseldorf und Melina Schwanke, Bezirksbürgermeisterin von Düsseldorf-Benrath.
Statt Abwärme aus der Produktion einfach verpuffen zu lassen, zeigt die Kooperation von Industrie und Energiewirtschaft, wie wir uns Schritt für Schritt aus der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen befreien können. Das Ergebnis ist ein klares Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort und ein wichtiger Beitrag für die Versorgungssicherheit.Mona Neubaur • Wirtschafts- und Klimaschutzministerin
Henkel-CEO Carsten Knobel: „Dieses Projekt ist innovativ und nachhaltig – und ein starkes Beispiel dafür, was möglich wird, wenn Industrie und öffentliche Hand zusammenarbeiten. Wir sind eines der ersten Industrieunternehmen in Deutschland, das industrielle Abwärme in ein öffentliches Netz einspeist. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit und unterstützen die Landeshauptstadt bei der Reduktion von CO₂‑Emissionen. Unsere Zusammenarbeit zeigt, wie viel Energie – im wahrsten Sinne des Wortes – in einer starken Partnerschaft steckt. Mein Dank gilt dem gesamten Projektteam, das diese Idee zu einem Erfolg gemacht hat.“

Auf dem Henkel-Werksgelände in Düsseldorf-Holthausen ist eine rund 700 Quadratmeter große Energiezentrale entstanden. Dazu gehört ein 51 Meter hoher Kamin aus Stahl und dem dazugehörigen Wärmetauscher.
Hier wird die bislang ungenutzte industrielle Abwärme aufbereitet und bei Bedarf mit zusätzlicher Wärme aus einer Kraft-Wärme-Kopplungsanlage in das Fernwärme-Netz der Stadtwerke Düsseldorf eingespeist.
Hierfür wurde eigens eine neue rund 3,6 Kilometer lange Leitung in den umliegenden Stadtteilen gebaut.
Für die Stadtwerke Düsseldorf ist die Wiederverwendung der Kamin-Abwärme ein wichtiger Schritt zur weiteren Dekarbonisierung der Fernwärme. Denn so können die Stadtwerke ihren Erdgasverbrauch erheblich reduzieren und die CO2-Emissionen jährlich um rund 6.500 Tonnen senken. Ein echtes Plus für Düsseldorf und die Klimaziele der Landeshauptstadt.
Auch Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller würdigt die Gemeinschaftsleistung: „Diese Kooperation zeigt, wie stark und innovativ Düsseldorfs Wirtschaft ist. Henkel feiert in diesem Jahr seinen 150. Geburtstag, die Stadtwerke Düsseldorf das 160. Jahr ihres Bestehens. Und gemeinsam bringen diese Traditionsunternehmen heute ein Projekt an den Start, das weit über die Stadtgrenzen hinaus Bedeutung hat. Das ist nicht nur ein erstklassiger Beitrag für das Düsseldorfer Klima, das ist auch ein klares Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Düsseldorf.“
Julien Mounier, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Düsseldorf: „Solch ein komplexes Projekt gelingt nur mit starken Partnern aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung. Unser Dank geht deshalb an Henkel, die Landeshauptstadt und das NRW-Wirtschaftsministerium, das die entscheidenden Fördermittel zur Verfügung gestellt hat. In der Zusammenarbeit zwischen kommunalem Versorger und Industrie liegt erhebliches Potenzial, denn alles, was in unsicheren Zeiten die Abhängigkeit von Importen reduziert, stärkt den Wirtschaftsstandort und die Versorgungssicherheit in unserer Region.“
„Nach jahrelanger Planung und intensiver Zusammenarbeit ist uns dieses Vorreiter-Projekt gelungen. Private Haushalte im Düsseldorfer Süden profitieren von ihrer Nähe zu Henkel – und wir leisten einen wichtigen Beitrag zu einem nachhaltigen Düsseldorf. Wir investieren kontinuierlich in unseren Standort Düsseldorf, den Firmensitz von Henkel weltweit. Für uns ist das Projekt daher ein wichtiger Schritt, um den Standort nachhaltig und zukunftsfähig aufzustellen“, sagte Dr. Daniel Kleine, Standortleiter von Henkel.
Die Stadtwerke Düsseldorf sind seit 160 Jahren Dienstleister für Energie und Wasser. Seit zehn Jahren sind die Stadtwerke im Bereich für E-Mobilität zukunftsweisend, investieren kontinuierlich in den Ausbau des Ladenetzes und entwickeln das Angebot stetig weiter. So ist Düsseldorf heute führend in NRW bei der Anzahl der Ladepunkte in der Stadt. Über die Beteiligung an der AWISTA kommunal stellt das Unternehmen zudem die Straßenreinigung und die Abfallentsorgung in Düsseldorf sicher. Als einer der größten kommunalen Versorger Deutschlands beliefern die Stadtwerke rund 600.000 Menschen in Düsseldorf und der Region. Mit mehr als 3.100 Mitarbeiter:innen in der gesamten Unternehmensgruppe sind die Stadtwerke ein wichtiger Arbeitgeber in der Landeshauptstadt, der für Wertschöpfung vor Ort sorgt, Ausbildungsplätze bereitstellt und die Wirtschaftskraft stärkt. Davon profitieren Bürger, Unternehmen und die öffentliche Hand.
Leitgedanken in der Strategie der Stadtwerke Düsseldorf sind dabei der Erhalt und die Förderung der Lebensqualität in der wachsenden Stadt Düsseldorf, während die Energieversorgung sicher und bezahlbar bleibt und gleichzeitig nachhaltiger wird.
Die Stadtwerke arbeiten intensiv an einer weiteren Dekarbonisierung der Energieversorgung in enger Zusammenarbeit mit der Stadt, der Industrie und dem Handwerk und tragen entscheidend zur angestrebten Klimaneutralität Düsseldorfs bei. Zudem ist das Unternehmen mit vielfältigem Engagement in Düsseldorf aktiv. Unterstützt werden viele verschiedene Initiativen und Veranstaltungen in den Bereichen Sport, Kultur, Brauchtum, Soziales und Bildung – ein wichtiger Beitrag für die Lebensqualität in der Stadt.
Mit seinen Marken, Innovationen und Technologien hält Henkel weltweit führende Marktpositionen im Industrie- und Konsumentengeschäft. Mit dem Unternehmensbereich Adhesive Technologies ist Henkel globaler Marktführer bei Klebstoffen, Dichtstoffen und Beschichtungen. Mit Consumer Brands ist das Unternehmen insbesondere mit Wasch- und Reinigungsmitteln sowie im Bereich Haare weltweit in vielen Märkten und Kategorien führend. Die drei größten Marken des Unternehmens sind Loctite, Persil und Schwarzkopf. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte Henkel einen Umsatz von rund 20,5 Mrd. Euro und ein bereinigtes betriebliches Ergebnis von rund 3,0 Mrd. Euro. Die Vorzugsaktien von Henkel sind im DAX notiert. Nachhaltiges Handeln hat bei Henkel lange Tradition und das Unternehmen verfolgt eine klare Nachhaltigkeitsstrategie mit konkreten Zielen. Henkel wurde 1876 gegründet und beschäftigt heute weltweit ein vielfältiges Team von rund 47.000 Mitarbeiter:innen – verbunden durch eine starke Unternehmenskultur, gemeinsame Werte und den Unternehmenszweck: „Pioneers at heart for the good of generations“. Weitere Informationen unter www.henkel.de

Die Stadtwerke Düsseldorf sind seit mehr als 150 Jahren Dienstleister für Energie und Wasser und seit einigen Jahren auch für E-Mobilität. Gemeinsam mit der AWISTA stellt das Unternehmen zudem die Straßenreinigung und die Abfallentsorgung in Düsseldorf sicher. Als einer der größten kommunalen Versorger Deutschlands beliefern die Stadtwerke rund 600.000 Kund:innen. Mit mehr als 3.100 Mitarbeiter:innen ist die Unternehmensgruppe ein wichtiger Arbeitgeber in der Landeshauptstadt, der für Tradition wie für Innovation steht. Die Stadtwerke wollen eine neue, dekarbonisierte Energie- und Kreislaufwirtschaft mitgestalten und entscheidend dazu beitragen, dass Düsseldorf bis 2035 klimaneutral wird. Zudem ist das Unternehmen mit vielfältigem Engagement in Düsseldorf aktiv. Unterstützt werden viele verschiedene Veranstaltungen in den Bereichen Sport, Kultur, Brauchtum, Soziales und Bildung – ein wichtiger Beitrag für mehr Lebensqualität in der Stadt.