Was ist eine Wärmedämmung und warum lohnt sie sich?

Das Ausmaß des Wärmeverlusts wird mit dem sogenannten U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) beziffert. Er bestimmt, wie viel Energie durch einen Quadratmeter Fläche verloren geht, wenn es draußen ein Grad kälter ist als im Inneren. Der U-Wert wird in Watt pro Quadratmeter und Kelvin gemessen (W/m²K). Je niedriger der U-Wert eines Fensters oder einer Kellerdecke, desto besser ist die Wärmedämmung.
Allein mit einer guten Dämmung der Fassade sparen Sie bereits bis zu 20 Prozent Energie – in Kombination mit anderen Maßnahmen wie einer modernisierten Heizung steigt das Sparpotenzial sogar auf bis zu 50 Prozent. Das Beste: Nicht nur Energie wird eingespart – die Fassadendämmung, Dachdämmung und in vereinzelten Fällen die Innendämmung lohnen sich auch finanziell. Die Wärmedämmung punktet mit einem effizienten Verhältnis zwischen Kosten und Nutzen, sodass Sie langfristig einiges an Heizkosten sparen.

Die Stadtwerke Düsseldorf als Ihr Berater zur Wärmedämmung
Sie möchten im Haus Energie sparen und mit einer qualitativ hochwertigen Dämmung Wärmeverlust vorbeugen, wissen aber noch nicht, was Sie beachten oder wie Sie vorgehen sollen? Die Energieberater:innen der Stadtwerke Düsseldorf stehen Ihnen gerne kompetent zu Seite und gehen Wärmeverlusten auf den Grund. Sie analysieren die typischen Schwachstellen an Ihrem Haus und beraten Sie hinsichtlich einer sinnvollen Dämmung.
Standards zur Wärmedämmung nach GEG
Das Gebäudeenergiegesetz (GEG), das am 1. November 2020 in Kraft getreten ist, bestimmt die energetischen Anforderungen, die beheizte und klimatisierte Gebäude – Alt- wie auch Neubauten – erfüllen müssen. Das Gesetz vereint das Energiespargesetz, die Energiesparverordnung und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz und legt den Fokus unter anderem auf nachhaltige, klimaneutrale Gebäudemodernisierungen. Möchten Sie also ein Haus bauen oder sanieren, ist es wichtig, dass Sie die Vorgaben des GEGs kennen und einhalten. Auch das Dämmen von Dächern bzw. oberen Geschossdecken, Fassaden, Kellerdecken sowie Heiz- und Wasserrohren in unbeheizten Räumen fällt unter die Pflicht des Gebäudeenergiegesetzes.
Das Gesetz legt somit Mindestanforderungen in den Bereichen Mindestwärmeschutz, Wärmebrücken und Dichtheit der Gebäude fest. Grundsätzlich gilt: Werden mehr als 10 Prozent eines Bauteils erneuert, muss zugleich an die vorgeschriebene Wärmedämmung gedacht werden.
Der maximale U-Wert ist je Bauteil unterschiedlich und beträgt z. B. für Außenwände 0,24 Watt pro Quadratmeter und Kelvin
Die verarbeiteten Dämmmaterialien dürfen nicht zum Überschreiten des Werts führen.Im besten Fall wird der Wärmedurchgangskoeffizient sogar etwas unterschritten.
Eine gute Dämmwirkung wird mit einem Wert unter 0,2 W/(m2K) erreicht. Zudem soll der Mindestwärmeschutz nach DIN 4108-2: 2013-02 und DIN 4108-3: 2018-10 gewährleistet sein.
Sollen Fördermittel genutzt werden, können je nach Förderprogramm die Vorgaben strenger ausfallen.
Die im GEG gesammelten Anforderungen an den Wärmeschutz regeln die energetischen Mindestanforderungen für Neubauten und Modernisierungen. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) orientiert sich bei der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) grob an diesen Werten, stellt jedoch in den meisten Fällen noch höhere Ansprüche an den U-Wert einzelner Bauteile.
| GEG | BEG | |
|---|---|---|
| Außenwand | 0,30 | 0,20 |
| Oberste Geschossdecke | 0,24 | 0,14 |
| Fenster | 1,3 | 0,95 |
| Außentüren | 1,8 | 1,3 |
| Dachschrägen | 0,24 | 0,14 |
| Flachdächer | 0,2 | 0,14 |
Die verschiedenen Arten der Wärmedämmung
In welchen Bereichen die Wärmedämmung für ein Haus bedeutend ist, variiert je nach Baustandard und von Fall zu Fall. Meist sind es jedoch die Außenwände und Dächer, über die die meiste Wärme (bis zu 30 Prozent) verloren geht. Ebenso kann die Transmissionswärme, die durch schlecht isolierte Fenster austritt, ein Indiz dafür sein, dass eine verbesserte Wärmeisolierung her muss. Üblich sind folgende Dämmungsarten:
Haus dämmen: Welche Dämmstoffe gibt es?
Dämmstoffe funktionieren nahezu alle nach einem einfachen Grundprinzip: Sie binden Luft. Denn Luft ist ein schlechter Wärmeleiter. Zumindest, wenn sie sich nicht bewegt. Deshalb besteht Dämmstoff aus vielen kleinen Luftkammern. Das gängigste Dämmmaterial ist Polystyrol, besser bekannt unter dem Namen Styropor. Der Kunststoff ist günstig, wasserfest und verrottet nicht. Daneben gibt es eine große Anzahl an ökologischen Dämmstoffen aus Baumwolle, Holz oder Zellulose. Während Zellulose-Flocken dazu genutzt werden, Hohlräume in einem zweischaligen Mauerwerk auszufüllen, gibt es die Holzfaserdämmung auch in Form von starren oder flexiblen Platten. Holz speichert Wärme und reguliert den Feuchtigkeitsgehalt der Luft. Das zahlt sich auch im Sommer aus, wenn die Hitze erst gar nicht ins Haus eindringt.
Welche Dämmstoffe sich für Ihre Fassade, Dächer oder den Keller eignen, ist vom Zustand und der Lage der jeweiligen Anwendungsbereiche sowie dem regionalen Mikroklima abhängig. Ganz wichtig ist dabei vor allem auch der sogenannte Wärmedurchgangskoeffizient: der U-Wert. Der U-Wert hängt vom verwendeten Material und dessen Dicke ab. Im Optimalfall fällt er gering aus – und erfüllt mindestens die Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes.
Neben dem U-Wert als Maßeinheit für das Dämmvermögen der Stoffe spielen auch deren Verarbeitbarkeit, Brennbarkeit und der Preis sowie die Umweltverträglichkeit eine Rolle bei der Wahl der passenden Materialien. Benötigen Sie Unterstützung bei der Auswahl der Dämmstoffe, setzen Sie am besten auf eine professionelle Energieberatung. Unsere Expert:innen stehen Ihnen jederzeit zuverlässig zu verschiedensten Fragen zum Bauen und Wohnen zur Seite.
Weitere Informationen zu Dämmstoffen
Die richtigen Dämmstoffe sind ausschlaggebend für eine zuverlässige Wärmeisolierung. Sie möchten noch tiefer in die Welt dieser Materialien einsteigen? Dann bieten wir Ihnen mit unserem kostenlosen Produktblatt weiterführende Informationen.
U-Wert berechnen mit dem Dämmkonfigurator (U-Wert-Rechner)
Mit unserem U-Wert-Rechner können Sie ganz einfach und schnell den U-Wert einer Dämmweise ermitteln und verschiedene Optionen zur Dämmung Ihres Dachs, Ihrer Kellerdecke oder Ihrer Wände miteinander vergleichen. Außerdem ermittelt er das mögliche Einsparpotenzial im Vergleich zum aktuellen Neubaustandard. So hilft Ihnen der Konfigurator bei der Planung und Auswahl der passenden Dämmstoffe – und berücksichtigt dabei sogar Ihre Prioritätensetzung: Mit einem Klick auf den Button „Nachhaltig“ stellt der Rechner Ihnen beispielsweise eine besonders umweltfreundliche Kombination an Dämmmaterialien vor.
Probieren Sie den Rechner aus, nutzen Sie unsere Energieberatung und machen Sie den ersten Schritt in Richtung Energieeffizienz!

Welche Kosten entstehen für eine Wärmedämmung?
Die Kosten für eine Wärmedämmung hängen von vielen verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören
der Zustand des Hauses,
die bevorzugte Dämmungsart,
das Dämmmaterial,
die Fläche des Dämmbereichs
und weitere persönliche Präferenzen der Hausbesitzer:innen.
Die Gesamtkosten lassen sich daher nicht pauschal beziffern. Die Preise einer zuverlässigen Wärmeisolierung werden häufig kontrovers diskutiert. Zu hoch fallen die ersten Investitionskosten augenscheinlich aus. Aber: Die Kosten amortisieren sich in der Regel recht schnell, sodass Sie langfristig an Heizkosten sparen. Besonders lohnenswert ist ein Blick auf die energetische Sanierung, wenn die Kosten in die Anteile für den Erhalt des aktuellen Zustands (Reparatur, Instandsetzung) und den zusätzlichen Aufwand für die Verbesserung über den ursprünglichen Zustand (Sanierung) hinaus geteilt werden. Hierbei ist der Anteil für die Sanierung meist deutlich geringer als der Anteil für die Instandsetzung. Zusätzlich werden energetische Sanierungen von Bestandsimmobilien und energieeffiziente Neubauten oft staatlich gefördert, wenn die gesetzlichen Anforderungen über die Mindestvorgaben hinaus erfüllt werden. Das Investment in die Zukunft lohnt sich also entgegen den kritischen Stimmen.
Fördermöglichkeiten für die Dämmung
Für Maßnahmen zum Wärmeschutz können Sie staatliche Zuschüsse beantragen. Die Abwicklung von Fördermitteln für Wärmeisolierungen erfolgt beispielsweise durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) oder das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Die Stadt Düsseldorf bietet seinen Bürger:innen ein eigenes Förderprogramm für die energetische Sanierung an. Egal, ob staatliches oder kommunales Förderprogramm, Sie können dabei mehrere Tausend Euro pro Wohneinheit erhalten. Ihren Antrag zur Förderung stellen Sie noch vor dem Beginn der Sanierung, des Neubaus oder dem Erwerb der Immobilie. Denn wichtig ist, dass Sie eine Förderzusage haben, bevor Sie den Auftrag vergeben. Ansonsten entfällt Ihr Anspruch auf diese Förderung.
Seit 2020 sind durch Änderungen des Einkommenssteuerungsgesetzes auch Ermäßigungen für Energetische Sanierungsmaßnahmen in Form eines Bonus möglich. Gefördert werden Maßnahmen, die an selbstgenutztem Wohneigentum vorgenommen werden. Grundvoraussetzung: Das Haus muss mindestens 10 Jahre alt sein.
Für einen positiven Antragsbescheid der Förderungen sind einige feste Vorgaben zu erfüllen. So erhalten Sie die Förderungen von KfW, BAFA und den Steuerbonus nur, wenn Sie den maximalen U-Wert nach dem GEG unterschreiten. Ein Bespiel: Um von der KfW-Förderung für ein neues Dach profitieren zu können, muss ein U-Wert von 0,14 W/(m2K) erreicht sein. Zur Antragsstellung wenden Sie sich idealerweise an eine:n lokale:n Energieberater:in über die EnergieEffizienzExperten-Liste.
Die Stadtwerke Düsseldorf beraten Sie zur energetischen Aufwertung und Wärmedämmung Ihres Gebäudes.
Wärmedämmung planen: So geht’s
Häufige Fragen zur Wärmedämmung
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