
Der Standby-Modus ist praktisch: Geräte bleiben einsatzbereit, starten schneller oder können im Hintergrund wichtige Funktionen ausführen...
Doch genau darin liegt auch der Nachteil. Viele Geräte verbrauchen Strom, obwohl sie gerade nicht aktiv genutzt werden. Bei einzelnen Geräten fällt das kaum auf. Über das Jahr und über den gesamten Haushalt gerechnet kann sich der Verbrauch jedoch bemerkbar machen. Wir erklären, was Standby bedeutet, wann der Modus sinnvoll ist und wie Sie unnötige Stromkosten vermeiden.
Der Begriff Standby bedeutet Bereitschaft. Ein Gerät ist dabei nicht vollständig ausgeschaltet, sondern bleibt mit dem Stromnetz verbunden. So kann es schneller starten, auf Signale reagieren oder bestimmte Funktionen im Hintergrund ausführen. Typische Geräte mit Standby-Verbrauch sind vor allem im Bereich Unterhaltung, Kommunikation und Homeoffice zu finden:
Fernseher, Soundanlagen, Receiver und Set-Top-Boxen
Spielekonsolen
Computer, Monitore und Dockingstations
Drucker und Scanner
Router, Modems und WLAN-Repeater
Smart Speaker und Smart-Home-Geräte
Kaffeemaschinen mit Display oder Uhr
Saugroboter, elektrische Zahnbürsten und andere Geräte mit Ladestation
Ladegeräte und Netzteile, die dauerhaft in der Steckdose bleiben

Standby, Ruhemodus und Ausschalten klingen ähnlich. Im Alltag beschreiben sie aber unterschiedliche Gerätezustände.
Standby-Modus: Das Gerät bleibt in Bereitschaft. Es ist nicht aktiv in Nutzung, kann aber schnell wieder starten oder auf Signale reagieren. Das gilt zum Beispiel für Fernseher, Receiver, Spielekonsolen oder Smart Speaker.
Ruhemodus: Der Ruhemodus kommt vor allem bei Computern, Laptops und Tablets vor. Das Gerät merkt sich den aktuellen Arbeitszustand. Programme und Dateien bleiben geöffnet, sodass Sie nach dem Aufwecken schnell weiterarbeiten können.
Ausgeschaltet: Das Gerät ist nicht aktiv und kann nicht direkt genutzt werden. Je nach Gerät kann es trotzdem noch mit dem Stromnetz verbunden sein, zum Beispiel über ein Netzteil, ein Display oder eine Uhr.
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Der Stromverbrauch eines Geräts im Standby-Modus hängt stark vom Gerätetyp, vom Alter und und von den aktivierten Funktionen ab. Neue Geräte sind heute deutlich sparsamer als ältere Modelle. Ohne Statusanzeige liegt der Grenzwert meist bei 0,5 Watt, mit Anzeige bei 1 Watt. Das gilt jedoch nicht für alle Geräte: Netzwerkfähige Geräte wie Router, Smart Speaker, Set-Top-Boxen oder Spielekonsole dürfen laut EU-Richtlinie bis zu 8 Watt verbrauchen.
Zur Einordnung hilft eine einfache Rechnung: 1 Watt Dauerleistung entspricht rund 8,8 kWh Strom pro Jahr. Bei einem Strompreis von 40 Cent pro kWh sind das etwa 3,50 Euro pro Jahr – für ein einzelnes Gerät.
| 1 Gerät mit 1 Watt Standby | |
|---|---|
| Verbrauch pro Jahr | ca. 8,8 kWh |
| Kosten bei 40 ct/kWh | ca. 3,50 € |
| 5 Geräte mit je 1 Watt Standby | |
|---|---|
| Verbrauch pro Jahr | ca. 43,8 kWh |
| Kosten bei 40 ct/kWh | ca. 17,50 € |
| 10 Geräte mit je 1 Watt Standby | |
|---|---|
| Verbrauch pro Jahr | ca. 87,6 kWh |
| Kosten bei 40 ct/kWh | ca. 35,00 € |
| 5 Geräte mit je 5 Watt Standby | |
|---|---|
| Verbrauch pro Jahr | ca. 219 kWh |
| Kosten bei 40 ct/kWh | ca. 87,60 € |
Das zeigt: Ein einzelnes sparsames Gerät fällt kaum ins Gewicht. Viele kleine Verbräuche summieren sich aber. Die gemeinnützige Energiesparberatung “co2online” beziffert das Sparpotenzial durch konsequentes Ausschalten auf bis zu 360 kWh beziehungsweise 144 Euro pro Jahr im Einfamilienhaus. In einer Wohnung im Mehrfamilienhaus sind es demnach 210 kWh beziehungsweise rund 84 Euro pro Jahr. Besonders bei älteren Geräten, Receivern, Spielekonsolen, Druckern oder dauerhaft eingesteckten Netzteilen lohnt sich deshalb ein genauer Blick.
Hinweis: Die Kosten sind Beispielwerte. Der tatsächliche Betrag hängt von Ihrem Stromtarif, der Anzahl der Geräte und deren Nutzung ab.

Abschaltbare Steckdosenleisten nutzen: Damit trennen Sie mehrere Geräte gleichzeitig vom Strom.
Ladegeräte ausstecken: Auch ohne Smartphone oder Laptop können Netzteile Strom verbrauchen.
Drucker und Scanner ausschalten: Besonders dann, wenn Sie diese nur selten verwenden.
Spielekonsolen prüfen: Energiesparmodus aktivieren und automatische Downloads bewusst einstellen.
Strommessgerät verwenden: So erkennen Sie, welche Geräte im Haushalt tatsächlich weiter Strom verbrauchen.
Gebrauchsanweisung beachten: Manche Geräte benötigen Standby kurzzeitig für Schutz- oder Wartungsfunktionen.
Wenn Sie in den Urlaub fahren: Trennen Sie vor längerer Abwesenheit alle nicht benötigten Geräte vom Stromnetz – zum Beispiel Fernseher, Konsolen, Drucker, Kaffeemaschine und Ladegeräte.
Standby bedeutet Bereitschaft. Ein Gerät ist nicht vollständig ausgeschaltet, sondern bleibt mit dem Stromnetz verbunden. Dadurch kann es schneller starten oder im Hintergrund bestimmte Funktionen ausführen.
Ja. Geräte im Standby-Modus verbrauchen weiterhin Strom. Bei einzelnen modernen Geräten ist der Verbrauch oft gering. Über viele Geräte und ein ganzes Jahr kann er sich dennoch summieren.
Das hängt vom Gerät ab. Als Faustregel gilt: 1 Watt Dauerleistung entspricht rund 8,8 kWh Stromverbrauch pro Jahr. Bei mehreren Geräten kann daraus ein spürbarer Zusatzverbrauch entstehen.
Vor allem Geräte, die selten genutzt werden, sollten vollständig ausgeschaltet oder vom Stromnetz getrennt werden. Dazu zählen zum Beispiel Drucker, Zweitfernseher, Spielekonsolen, alte Hi-Fi-Anlagen oder Ladegeräte.
Bei Geräten, die dauerhaft erreichbar sein müssen oder technische Funktionen im Hintergrund ausführen, kann Standby sinnvoll sein. Dazu zählen etwa Router, bestimmte Smart-Home-Geräte oder Fernseher mit Wartungsfunktionen. Prüfen Sie im Zweifel die Gebrauchsanweisung.
Nutzen Sie abschaltbare Steckdosenleisten, ziehen Sie ungenutzte Ladegeräte aus der Steckdose und prüfen Sie Geräte mit einem Strommessgerät. So erkennen Sie schnell, wo unnötiger Verbrauch entsteht.

Redaktionsteam Online-Magazin • 27. November 2025

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