InnovationsKraft

Die Haushaltsroboter kommen

Wann kommen Sie auf den Roboter?

Haushaltsroboter / Staubsaugerroboter auf einem Teppich

Blink blink, piep piep, wuuuuusch … Vielerlei Haushaltsgeräte verstecken sich in den Küchenmöbeln, der Handmixer fährt auf Knopfdruck leise surrend aus der Arbeitsplatte ans Tageslicht, um Eier zu schlagen, sich selbst unter dem Wasserhahn abzuspülen und wieder in der Versenkung zu entschwinden. Der Ofen wirft aus, was gebacken ist und der kleine Staubsauger wieselt aus dem Schrank hervor, wenn etwas auf den Fußboden fällt – im Film entsorgt er flugs den fertigen Kuchen. Diese futuristische Küche spielt eine Nebenrolle im Film „Spion in Spitzenhöschen“ von 1966. Die Küchenszene endet im Chaos, als sich der Saugrüssel des kleinen Haushaltsroboters in Doris Days Hosenbein verfängt.

Ein großer, weißer Roboter wischt den Laminatboden und funktioniert als Haushaltshilfe.
So haben sich Menschen wohl damals die futuristische Haushaltshilfe vorgestellt. Die Realität sieht ganz anders aus. Und viel kleiner…

Der Trend geht zum fleißigen Roboter für zuhause

“So einen gibt’s irgendwann in jedem Haushalt“, sagte der Film damals und lag damit gar nicht mal so falsch: Der internationale Verband der Robotik-Industrie erwartet bis Ende 2019 mehr als 31 Millionen Geräte für den Hausgebrauch. Der Trend geht zum Roboter für zuhause: Bei 15 Prozent der Bundesbürger haben die autonomen Geräte schon den Sprung in die eigenen vier Wände geschafft. 42 Prozent können sich zumindest vorstellen, zukünftig einen Roboter zu nutzen.

Haushaltsroboter, quo vadis?

Der größte Teil der dienstbaren Roboter, die schon im Haushalt arbeiten, kraucht für uns auf dem Boden umher, um zu fegen, zu saugen, zu wischen und den Rasen zu mähen. Im Gegensatz zum klotzformatigen Sauger im Film hat sich heute eine (zumindest halb)runde Bauform durchgesetzt. Neben circa 40 cm großen Geräten in flacher Bauweise gibt es auch ein wesentlich höheres Modell von Dyson, das mit der bekannten Zyklontechnik arbeitet.

Ein halbrundes Hausroboter-Modell wird aktiviert.
Die kleinen Haushaltshelfer sind leicht zu aktivieren.

Sensoren fungieren im Hausroboter als „Sinnesorgane“, die bordeigene IT als „Hirn“. Anstoß- und Wandfolgesensoren weisen den Weg, Boden- und Dirt-Detect-Sensoren (Roomba) untersuchen den Untergrund, ein Laserscanner (Vorwerk) erfasst die Umgebung. Einige Geräte kartographieren sogar ihre Umgebung zunächst, bevor sie auf einer möglichst effizienten Route im Raum staubsaugen, fegen oder wischen. Je nach Programmierung reinigen die Haushaltsroboter den Raum in (nur scheinbar) chaotischem Muster oder geraden Reihen.

Ein flacher Saugroboter glänzt in futuristischem Design.
Der flache Saugroboter dreht effiziente Routen, um den Boden effektiv sauber zu halten.

Ohne Apps kein Smart Home

Die App zum Hausroboter fungiert nicht nur als Fernbedienung, mit der man den Großputz auch vom Büro aus veranlassen kann, sondern auch als Statusmonitor. Eine Karte zeigt genau an, welche Bereiche der Wohnung schon glänzen und wo der fleißige Kleine gerade genau steckt.

Smart Home: die Roboter-Haushaltshilfe wird über eine App gesteuert.
Saugroboter können ganz bequem über eine App, mit dem Smartphone gesteuert werden.

Haushaltsroboter ahoi – so viele Roboter als Haushaltshilfen

Dürfen wir auch die entferntere Verwandtschaft der populären Saugroboter kurz vorstellen? Während die Haushaltshilfe Roboter in Gestalt von Saugroboter, Wischroboter, Saugwischroboter und vielleicht auch noch Rasenmähroboter kein so ganz exotischer Assistent mehr ist, hört man im Bekanntenkreis bislang wohl nur selten etwas von Fensterreinigerrobotern, die sich festsaugen und langsam reinigend fortbewegen.

Auch agile Überwachungsroboter oder fleißige kleine Grillreinigungsroboter sind noch weitgehend unbekannt. Praktische Aquarienroboter, unter Wasser schrubbende Poolroboter fürs Schwimmbad und Ballwurfroboter für Haustiere sind noch nicht flächendeckend im Einsatz, aber man kann schon mal davon träumen, was man in neu gewonnener Freizeit Schönes tun könnte. Vielleicht einem ganzen Team aus Hausrobotern beim Arbeiten zuzusehen?

Realitätscheck: Sind Roboter für zuhause schon im trauten Heim angekommen?

Die Technik entwickelt sich rasant weiter, aber ist sie schon so weit, dass wir so talentierte wie erschwingliche Haushaltshelfer in Serienreife erwarten können? Wie gut ein Haushaltsroboter schon arbeitet, hängt natürlich vom Modell ab. Die Technik hat sich in den letzten Jahren so weiterentwickelt, dass kein modernes Gerät mehr eine Treppe herunterfallen sollte oder den Schmutz verteilen statt ihn zu beseitigen. Die Intelligenz macht oftmals den Unterschied bei Preis und Praxistauglichkeit, aber Kriterien zur Kaufentscheidung gibt es viele.

Saugroboter – worauf achte ich beim Kauf?

Je nach Wohnung und Wünschen sollten Sie bei der Auswahl darauf achten, dass ein Gerät Ihre Böden spielend leicht reinigen kann. Hochflorige Teppiche und Teppichkanten stellen noch immer eine Herausforderung dar. Es gibt Systeme wie die SUV-Technik (beispielsweise bei Ecovacs und Neato), die dem kleinen Sauger beim Überwinden von Teppichkanten und Türschwellen helfen. Wer Haustiere hat, sollte auf die Saugkraft achten und auf entsprechende Hinweise im Produkttext, dass sich das Gerät dazu eignet, Haare von Haustieren einzusaugen.

Eine Frau aktiviert den Haushaltsroboter auf dem Wohnzimmer-Laminat.
Er hat die Arbeit, Sie das Vergnügen: Der Saugroboter säubert den Laminatboden im Wohnzimmer.

Stark, groß, flach, fleißig, innovativ – alles drin

Wählen Sie je nach Wohnungsgröße und Schmutzaufkommen ein Modell mit ausreichend großem Schmutzauffangbehälter. Sonst müssen Sie zwar nur noch selten (oder gar nicht mehr) den unhandlichen Staubsauger herausholen, aber doch immer wieder den piepsenden Haushaltsroboter suchen, um seinen Behälter zu leeren. Dazu gibt es auch eine technische Lösung: eine Ladestation, an die Roomba-Modell automatisch andockt, wenn der Akku leer oder der Schmutzcontainer voll ist, letzterer wird an der Station leergesaugt.

Haben Sie lange Haare? Samsung hat eine Lösung gefunden, Haare zu zerkleinern, die sich um die Bürste wickeln. Vor allem die Höhe des Hausroboters sollte zu Ihrer Einrichtung passen: Besonders flache Geräte saugen auch unter Schränken und in Nischen. Einem täglichen Großreinemachen steht so nichts im Wege.

Roboter für zuhause sind nützlich – und sogar umweltfreundlich

Saugroboter in der Wohnung arbeiten tendenziell stromsparender als ihre handgeführten Vorgänger. Zum Komfort des Sich-nicht-kümmern-Müssens gesellt sich also ein weiterer Vorteil: die Umweltfreundlichkeit. Wenn Rasenmäher mit Ökostrom betrieben werden, ist auch ihr Betrieb ressourcenschonender als der eines Benzinrasenmähers. Erst recht, wenn der als Aufsitzgerät auch noch den Piloten bewegen müsste. Ein autonomer Rasenmähroboter hat es da noch leichter.

Künstliche Intelligenz in Staubsauger und Fensterwischer

Ob es sich bei neuer Haustechnik um künstliche Intelligenz handelt, hängt auch davon ab, ob das Gerät lernfähig ist. Günstige und ältere, weniger smarte Geräte reagieren auf Sensormeldungen nach Schema F, ihre Möglichkeit zur Wissensverarbeitung ist begrenzt. Allerdings kann auch ein einfaches Gerät ohne Fernsteuerung oder WLAN-Anbindung, das man schon für unter 100 Euro bekommt, eine wertvolle Hilfe im Haushalt sein: Hausroboter einschalten, die Tür schließen und warten, bis der Raum gereinigt ist.

Am anderen Ende der Preisskala, die bis ca. 1.000 Euro reicht, gibt es Saugroboter, die lernen, herumliegende Gegenstände nicht nur zu umfahren, sondern auch zu erkennen, was da gerade liegt, und ihr Wissen über eine Cloud anderen Geräten zur Verfügung zu stellen. Der Samsung Powerbot „spricht“ beispielsweise mit Waschmaschine, TV-Gerät oder Leuchten.

Der Saugroboter saugt leise den Teppichboden im Wohnzimmer.
Die Hausarbeit erledigt sich von allein: Der leise und flache Staubsauger-Roboter saugt den Wohnzimmerteppich.

Ausblick: Auf welche Hausroboter als Gehilfen dürfen wir uns freuen?

Roboter und Assistenzsysteme im Haushalt können eine Antwort auf die Generationenfrage sein: Wenn sie im Alltag helfen, sogar Aufgaben von Pflegekräften übernehmen oder sie bei ihrer Arbeit entlasten, können mehr Menschen im Alter oder bei Krankheit selbstständig leben. Roboter könnten zukünftig beispielsweise Patienten aus Betten heben oder mit dementen Menschen interagieren – Forscher arbeiten an diesen Modellen, sie sind aber noch nicht im Alltag angekommen. Spätestens sobald die moderne Robotertechnik Aufgaben verlässlich in gewünschter Qualität erfüllt, verändern sie unseren Alltag – vielleicht schleichend, sicher grundlegend. Wann der erste Roboterbutler für jedermann kommen könnte, steht auch nicht länger in den Sternen, die Visionen werden erst konkret und dann – womöglich – auch erschwinglich und aus dem Haushalt nicht mehr wegzudenken.

Man darf gespannt sein, welche neuen Hausroboter Einzug halten werden in unser Haus und unser Leben.

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