Heizungstipps

Der große Heizungsratgeber

Guter Rat muss nicht teuer sein. Finden Sie heraus, wie Sie richtig lüften und heizen. Neben Tipps zum effektiven Heizungsgebrauch und den richtigen Einstellungen informieren wir Sie auch über die für Ihre Wohnsituation passende Heizart sowie die zur Anschaffung in Frage kommende Förderung. Außerdem erklären wir, welche Hinweise Aufschluss darüber geben können, ob Ihre Heizungsanlage defekt ist.

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    Tipps rund ums Heizen

    Heizen sorgt nicht nur im Winter für Wärme, es ist auch ein wesentlicher Faktor für ein gutes Wohnklima. Aber fangen wir erst einmal mit Grundwissen zu den verschiedene Heizungsarten an. Was genau sind hier die Unterschiede und Vorteile? Und welche Heizung ist die richtige für welches Haus?

    Die Heizungsarten

    Mit der passenden Heiztechnik sparen private Haushalte viel Energie: Bis zu 75 Prozent des gesamten Energiebedarfs entfallen allein auf die Heizung. Die Aufbereitung von Warmwasser kann noch einmal bis zu 15 Prozent ausmachen. Also werden insgesamt bis zu 90 Prozent der Energie eines Haushalts für Heizung und Warmwasser verbraucht. Dazu kommt, dass Erneuerbare Energien heutzutage gut mit Erdgas- oder Ölanlagen kombiniert werden können. Gerade vor dem Hintergrund, dass wir im Rahmen der Energiewende auch eine Wärmewende brauchen, ist diese Kombination von Energieträgern besonders klimafreundlich und zukunftsweisend.

    Wir geben Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Heizungsarten.

    Die Heizungsarten im Überblick

    Erdgas: Günstige Heiztechnik

    Gasheizungen sind in Deutschland die am weitesten verbreitete Heiztechnik. Die Brennwerttechnik ist wirtschaftlich, die Anschaffungskosten vergleichsweise gering: Die Installation einer Gasheizung schlägt mit Preisen ab 5.000 Euro zu Buche. Deshalb eignen sich platzsparende Gasheizungen zur kostengünstigen Nachrüstung auch in kleinen Immobilien. Wer einen alten Niedertemperaturkessel durch einen Gasbrennwertkessel ersetzt, spart jährlich bis zu 20 Prozent der Heizkosten. Die Amortisationsdauer liegt meist zwischen sieben und zehn Jahren.

    Erdgas ist von den fossilen Energieträgern der klimafreundlichste Brennstoff, weil er vergleichsweise wenig CO2 und Feinstaub verursacht. Erdgasheizungen können ein Haus sowohl als zentrale Anlage im Heizungskeller versorgen, werden aber auch als Gasetagenheizungen in Mehrfamilienhäusern genutzt.

    Wer seine alte Heizung gegen eine neue Erdgasheizung tauschen möchte, kann auf unsere Hilfe setzen: Mit HEIZUNG inklusive) planen, finanzieren und installieren wir Ihnen eine neue Erdgas-Heizanlage – selbstverständlich inklusive Serviceleistungen. Ausführliche Informationen zur Gasversorgung durch der Stadtwerke haben wir für Sie gebündelt.

    Ölheizung

    Moderne Ölheizungen mit Brennwerttechnik sind effizient und leistungsstark. Gleichzeitig haben sie den Vorteil, dass sie unabhängig von vorhandenen Anschlüssen überall installiert werden können. Die Kosten für die Installation einer kompletten Ölheizung beginnen bei rund 8.000 Euro, dabei muss genügend Platz für die Öltanks eingeplant werden. Aufgrund des Platzbedarfs eignen sich Ölheizungen eher für größere Häuser. Es kann sich aber auch lohnen, einen alten Niedertemperaturkessel durch einen Brennwertkessel zu ersetzen: Die Einsparungen liegen dann bei 20 Prozent der jährlichen Heizkosten, sodass eine Amortisation nach sieben bis zwölf Jahren möglich ist.

    Heizen mit Holz

    Ob Pellets, Scheitholz oder Hackschnitzel – Holzheizungen gelten als umweltfreundlich, denn das Holz setzt bei der Verbrennung nur so viel CO2 frei, wie es in der Wachstumsphase aufgenommen hat. Für die Installation einer Holzheizung fallen rund 10.000 bis 20.000 Euro Investitionskosten an, im Gegenzug sind die Brennstoffkosten relativ gering. Eine Holzheizung benötigt allerdings viel Platz, denn Pellets, Scheitholz oder Hackschnitzel brauchen genügend Lagerraum. Da Holz ein nachwachsender Rohstoff ist, gilt die moderne Heiztechnik als besonders zukunftssicher. Aufgrund des Platzbedarfs entscheiden sich eher Besitzer von größeren Häusern für eine Holzheizung, zudem sind der Austausch und die Installation etwas aufwändiger.

    Je nach Größe und Umfang rechnet sich die Holzheizung aufgrund der günstigeren Brennstoffkosten innerhalb weniger Jahre. Die Amortisationszeit ist in der Regel wegen des höheren Anschaffungspreises länger als bei einer neuen Erdgasheizung. Da das Heizen mit Holz zu einer höheren Feinstaubbelastung führen kann, sollten Sie sich vor dem Einbau von Ihrem Schornsteinfeger und dem kommunalen Umweltamt beraten lassen, ob der Einbau eines Filters in Ihrer Abgasanlage sinnvoll ist.

    Speicherheizungen

    Die Elektrospeicherheizung, auch Nachtspeicherheizung oder Elektroheizung genannt, erzeugt Wärme mit Strom. Im Haushalt kommen die dezentralen Anlagen zum Beispiel als Speicherofen in etwa der Größe eines Heizkörpers zum Einsatz, es gibt aber auch Fußboden-Speicherheizungen. Im Gesamtwirkungsgrad sind Nachtspeicherheizungen anderen modernen Heiztechniken unterlegen. Auch in der Klimabilanz schneiden sie weniger gut ab – die CO2-Emissionen sind relativ hoch. Und nicht zuletzt ist elektrische Energie im Vergleich mit anderen Energieträgern keine günstige Variante zum Heizen. Zwar laden sich die Heizungen, wie ein Akku, überwiegend nachts auf, wenn der Strom preisgünstiger ist – allerdings ist das Heizen mit Strom immer noch deutlich teurer als mit Erdgas oder Heizöl.

    Wärmepumpen: Heizenergie aus der Umwelt

    Zu den modernen und besonders umweltfreundlichen Heiztechniken zählen Wärmepumpen. Im Vergleich zu Gas- und Ölheizungen sparen Sie bis zu 50 Prozent Heizkosten pro Jahr, denn sie ziehen rund 75 Prozent der benötigten Wärme aus der Umwelt – zum Beispiel per Geothermie aus der Erde, per Aerothermie aus der Luft oder per Hydrothermie aus dem Grundwasser.

    Als alternative Heiztechnik sind Wärmepumpen besonders zukunftssicher und sehr effizient, denn die gewonnene Umweltenergie ist und bleibt kostenlos. Je nach gewünschter Technik kostet die Installation einer Wärmepumpe 10.000 bis 20.000 Euro. Trotzdem amortisieren sich die Anschaffungskosten, abhängig von den individuell realisierten Einsparungen, im Laufe von 10 bis 20 Jahren. Zur einfachen Nachrüstung eignen sich vor allem Luft-Wärmepumpen. Zudem fördern wir neu installierte Wärmepumpen im Wohngebäudebestand mit einer Jahresarbeitszahl von mindestens 3,8 auch finanziell.

    Neben der Brennwertheizung machen sich auch andere Techniken Erdgas zu Nutze: zum Beispiel Gaswärmepumpen. Diese kombinieren Erdgas als primäre Antriebsenergie mit Umweltwärme, zum Beispiel von Erdsonden.

    Solarthermie: Warmwasser mit Sonnenkraft

    Die Solarthermie ist eine der modernsten und umweltfreundlichsten Möglichkeiten, in den eigenen vier Wänden für Warmwasser zu sorgen und zusätzlich die Heizungsanlage zu unterstützen. Mit der Umwandlung von Sonnenlicht in thermische Energie können Haushalte zwischen 50 und 60 Prozent ihres jährlichen Warmwasserbedarfs und ungefähr 10 Prozent des Heizwärmebedarfs decken. Zu diesem Zweck kann Solarthermie mit nahezu allen anderen modernen Heiztechniken kombiniert werden. Für die Anschaffung sollte man je nach Größe und Ausführung der Anlage zwischen 4.500 und 8.500 Euro einplanen, die sich nach rund 8 bis 14 Jahren wieder amortisieren. Wenn die Voraussetzungen für die Installation der Sonnenkollektoren erfüllt sind, rechnet sich die leicht nachzurüstende Solarthermie sogar für einzelne Wohnungen und kleine Häuser.

    Fernwärme: Komfort bei fairen Kosten

    Wohnungen und Häuser mit Fernwärmeanschluss können Heizenergie besonders komfortabel beziehen: Über gedämmte Rohrleitungen wird die umweltfreundliche Wärme meist von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen direkt ins Haus geliefert – in der Regel in Form von heißem Wasser oder Wasserdampf. Die Wärmeübergabe erfolgt dann über eine sogenannte Übergabe- oder Kompaktstation in den Heizkreislauf des Haushalts. Die Heiztechnik eignet sich grundsätzlich ebenso für kleine Wohnungen wie für große Häuser. Ein Fernwärmeanschluss ist leicht nachzurüsten, wenn bereits eine Fernwärmeleitung bis zum eigenen Grundstück führt. Im Vergleich zu Heiztechniken mit fossilen Brennstoffen amortisiert sich Fernwärme deutlich schneller, vor allem durch die günstigere Anschaffung. Und auch langfristig sind die Kosten niedriger, weil ein Austausch von Heizkesseln und Brennern sowie eine Sanierung des Schornsteins entfallen. Häufig besitzt die Fernwärme einen deutlich geringeren Primärenergiefaktor, z. B. von 0 wie in der Düsseldorfer Innenstadt.

    Die Stadtwerke Düsseldorf bieten ihren Kunden Fernwärme aus ihrem neuen Gas- und Dampfturbinenkraftwerk auf der Lausward an. Es produziert Strom und Fernwärme besonders effizient. Die Fernwärme der Stadtwerke Düsseldorf gilt außerdem nicht nur als besonders sicher und sauber, rechtlich betrachtet ist sie sogar Erneuerbaren Energien gleichgestellt. Das bedeutet auch: Wer ein Haus baut und daher zum Einsatz von Erneuerbaren Energien verpflichtet ist, erfüllt die Auflage mit der Fernwärme aus unserem Kraftwerk.

    Hybrid-Heizung

    Eine Hybrid-Heizung ist ein Heizsystem, das mehrere Heizungsarten und Energiequellen miteinander kombiniert. Insbesondere das Zusammenspiel von moderner Heiztechnik mit Erneuerbaren Energien ist bei Neubauten oder bei der Modernisierung eine beliebte Variante, beispielsweise als Kombination von Erdgas-Brennwertheizung und Wärmepumpe. Auch die Verknüpfungen von Brennwerttechnik mit Solarthermie zur Warmwassererzeugung und Heizungsunterstützung oder die Integration von wasserführenden Holzkaminöfen ist möglich. Die Kombinationsmöglichkeiten sind vielfältig und können auch schrittweise umgesetzt und die Anlage kann später erweitert werden. Intelligente Steuerungstechnik sorgt für die perfekte Regelung der Wärmeerzeuger, ein zusätzlicher Wärmespeicher kann als Puffer genutzt werden.

    Die Investitionskosten einer Hybrid-Heizung richten sich nach der verwendeten Kombination. Der Einsatz von Erneuerbare Energien wird in der Regel gefördert, weitere Details zu Fördermöglichkeiten erhalten Sie bei unserer Energieberatung.

    Power to Heat

    Die Umwandlung von Strom in Wärme ist das Prinzip von Power-to-Heat. Die Idee dahinter ist es, überschüssigen Solarstrom für die Raumheizung oder die Warmwasseraufbereitung vor Ort zu nutzen. Das entlastet die Netze und sorgt für eine effizientere Energieausbeute – es unterstützt also die Energiewende und spart Energiekosten. Eine Power-to-Heat Anlage besteht in der Regel aus einer Photovoltaik-Anlage, die Ökostrom produziert und einem Warmwassererzeuger im Haus. Wird nun mehr Solarstrom als benötigt produziert, versorgt dieser die Elektroheizung, die Wärmepumpe oder den Warmwasserspeicher im Haus mit grüner Energie. Dieses System arbeitet hoch effizient. Die Einsatzorte sind vielfältig: vom Einfamilienhaus bis zur Industrieanlage ist alles möglich.

    Power-to-Heat-Systeme können selbst in ein virtuelles Kraftwerk integriert werden – ein Zusammenschluss aus vielen Anlagen zur Bereitstellung von Energie – und somit weitere Erlöse erzielen. Außerdem wird der Einsatz von Erneuerbare Energien in der Regel gefördert, weitere Details zur Förderung erhalten Sie bei unserer Energieberatung.

    Infrarotheizung

    Als sogenannte Direktheizung gibt die Infrarotheizung über Strahlung Wärme ab. Sobald die unsichtbaren Infrarotwellen auf Objekte treffen, entsteht Wärme. Zwar ist die Infrarotheizung vermehrt im gewerblichen Umfeld, wie in Lagerhallen, im Einsatz – es gibt aber auch für Privatwohnungen mittlerweile viele verschiedene Modelle. Strom als Wärmelieferant ist allerdings im Kostenvergleich mit anderen Energieträgern meist nicht konkurrenzfähig, sodass erheblich höhere Stromkosten bei der Infrarotheizung keine Seltenheit sind – je nach Wärmedämmung des Raumes und Energieeffizienzklasse der Geräte. Der Wärmespeichereffekt ist bei der Heizung ebenfalls nicht gegeben – die Strahlen verschwinden, sobald der Heizstrom abgeschaltet wird. Auch in der Klimabilanz ist die Infrarotheizung anderen Heizarten unterlegen. Somit empfehlen Energieexperten die Infrarotheizungen im Gebäudebestand und in der Regel auch im Neubau nicht als alleiniges Heizsystem in der Wohnung. Je nach Landesbauordnungen ist die alleinige oder primäre Nutzung in Neubauten nur eingeschränkt möglich oder nicht erlaubt.

    Standard-/Konstanttemperaturkessel, Niedertemperaturkessel, Brennwertkessel

    Das Herzstück einer Heizanlage ist der Kessel. Hier entsteht mithilfe von meist flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen die Wärme. Es gibt verschiedene Kesselarten, die je nach Stand der Technik mehr oder weniger effizient arbeiten. Standardkessel bis etwa Baujahr 1980 werden unabhängig von der gerade benötigten Heizleistung immer mit einer Kesseltemperatur von mehr als 70°C betrieben (Konstanttemperaturkessel). Sie haben keine Regelmöglichkeit, hohe Abgastemperaturen und sind oft überdimensioniert. Nur ein kleiner Teil des Brennstoffs wird in Wärme umgesetzt, der Jahresnutzungsgrad liegt bei unter 70 Prozent. Mittlerweile kommen Standardkessel nur noch bei nachwachsenden Energieträgern zum Einsatz, zum Beispiel bei Pelletkesseln. Für einen effizienten Betrieb ist dabei stets die Installation eines Pufferspeichers dringend zu empfehlen.

    Die heute noch oft anzutreffenden Niedertemperaturkessel (NT-Kessel) sind effizienter als ihre Vorgänger, weil sie mit niedrigeren Vorlauftemperaturen arbeiten können und somit weniger Energie benötigen. Für die Regelung der Vorlauftemperatur ist ein Außentemperaturfühler am Gebäude verantwortlich. Heutzutage sind moderne Brennwertkessel bevorzugter Standard. Sie sind im Grunde genommen NT-Kessel, nutzen aber zusätzlich die Wärme des Abgases und die bei der Kondensation des Wasserdampfes freigesetzte Energie zum Vorwärmen des Kesselwassers. Brennwertanlagen weisen Jahresnutzungsgrade von bis zu 99 Prozent auf.

    Brennwertgeräte können grundsätzlich in jedes Heizsystem eingebaut werden und sowohl mit Erdgas als auch Öl betrieben werden. Mit einem neuen Brennwertkessel können Sie den Brennstoffverbrauch gegenüber einer Altanlage um bis zu 20 Prozent reduzieren, mit zusätzlicher Solarthermie können 30 Prozent erreicht werden. Für die optimale Leistung sollte nach dem Einbau immer auch ein hydraulischer Abgleich erfolgen. Unser Angebot HEIZUNG inklusive) beinhaltet ebenfalls eine Gas-Brennwertheizung.

    Heizungstausch-Pflicht

    Heizungstausch Pflicht

    Für Heizkessel, die älter als 30 Jahre sind, gibt es eine gesetzliche Austauschpflicht, geregelt in der Energieeinsparverordnung EnEV 2014. Ausgenommen sind Niedertemperaturkessel und Brennwertkessel. Die Vorgabe betrifft im Wesentlichen Standard- bzw. Konstanttemperaturheizkessel. Dazu gibt es Ausnahmen, zum Beispiel für selbst genutzte Ein- und Zweifamilienhäuser. Ob Sie die Regelung betrifft, erklären Ihnen gerne Ihr Heizungsfachbetrieb, Ihr Schornsteinfeger oder unsere Energieberatung.

    Unsere Energieberatung Gebäude zeigt Ihnen, wie Sie auf eine effiziente, zukunftsweisende Heiztechnik umsteigen können – etwa die Düsseldorfer Fernwärme. Wir beraten Sie neutral und umfassend zu den Vor- und Nachteilen verschiedener Systeme und Hersteller und wägen mit Ihnen zusammen die Alternativen ab.

    Heizung inklusive)

    Kundenservice: Ein Paar nutzt ein Beratungsgespräch

    Mit HEIZUNG inklusive) wird die Heizungsmodernisierung bezahlbar. Das Konzept ist einfach und bequem: Die Stadtwerke Düsseldorf planen, finanzieren und installieren die neue Erdgas-Heizanlage – Service inklusive. Kunden erhalten so moderne Technik zum Pauschalpreis und müssen sich beim Rundum-Komfort aus einer Hand um nichts kümmern.

    Jetzt Heizung mieten

    Unsere Heiztipps

    Ein beheizter Raum soll ein Raum zum Wohlfühlen sein. Doch wo es dem einen zu kalt ist, ist es dem anderen zu warm. Alles eine Einstellungssache – wie auch wie bei der Heizung. Für Ihre Wohlfühltemperatur zu Hause möchten wir Ihnen einige Tipps und Hinweise zum Gebrauch Ihrer Heizung geben. Das fördert nicht nur die Behaglichkeit, sondern schont auch Ihren Geldbeutel.

    Empfehlungen Raumtemperatur im Haus

    Empfohlene Raumtemperatur

    Neben der Luftfeuchte entscheidet vor allem die Oberflächentemperatur von Wänden, Decken und Fenster, ob man sich in einem Raum behaglich fühlt. Auch in einem warmen Zimmer empfindet man beispielsweise vor einer kalten Fensterfläche einen unangenehmen „Zug“. Das Umweltbundesamt empfiehlt für verschiedene Wohnbereiche unterschiedliche Raumtemperaturen.

    Schaubild thermische Behaglichkeit

    Thermische Behaglichkeit

    Bei welcher Temperatur und Luftfeuchtigkeit fühlt der Mensch sich eigentlich wohl? Natürlich ist auch dies individuell unterschiedlich, jedoch gibt es allgemeine Durchschnittswerte, an denen man sich orientieren kann – die sogenannte thermische Behaglichkeit.

    Richtig stoßlüften

    Stoßlüften fürs Raumklima

    Durch gekippte Fenster entweicht permanent wertvolle Heizwärme. Daher im Winter regelmäßig stoßlüften, um die Raumluft schnell und wirksam auszutauschen. Hierfür die Fenster etwa drei bis fünf Minuten ganz öffnen, falls möglich mit gegenüberliegenden Fenstern/Türen querlüften. Mindestens zweimal täglich wiederholen, je nach Nutzung auch öfter. Da die Heizwärme überwiegend in den Wänden gespeichert ist, bleibt sie durch Stoßlüften weitgehend erhalten.

    Schimmel im Haus vorbeugen

    Schimmel vorbeugen

    Je feuchter die Luft, desto höher ist die Schimmelgefahr. Die optimale Luftfeuchtigkeit liegt je nach Raumnutzung zwischen 40 und 50 Prozent bei einer Raumlufttemperatur von 18 bis 22 °C – in Bad und Küche zeitweise auch höher. Schließen Sie beim Lüften die Türen von Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit, damit sich die Feuchtigkeit nicht in der Wohnung verteilt.

    Jetzt zur Schimmelberatung

    Heizen, Lüften, Schimmel vorbeugen

    Kuschelig warme Wohnung im Winter, kühle Räume im Sommer. Im Video finden Sie Tipps für ein optimales Wohnklima.

    • Während des Lüftens den Thermostat herunterdrehen, damit die Heizung nicht anspringt.
    • Räume nicht länger als eine Stunde unter 17 °C auskühlen lassen, das Wiederaufheizen ausgekühlter Wände ist zeit- und energieintensiv.
    • Nachts nicht durchgehend heizen, Temperatur in wenig genutzten Räumen leicht herunterregeln.

    Energiespartipps mit Sascha - Folge 3 - Heizen und Lüften

    Wärme sichern durch richtiges Heizen und Lüften – spart Energie, Geld und lässt Schimmel keine Chance.

    Weitere Heiztipps und Hinweise

    Wie funktioniert ein Thermostatventil?

    Die richtige Raumtemperatur ist Einstellungssache. Genauer gesagt, die Einstellung des Thermostatventils. Über den Regler am Heizkörper steuern Sie, ob warmes Heizungswasser durch den Heizkörper fließt und somit die Wärme im Raum (außer Sie nutzen ein Raumthermostat an der Wand). In der Regel ist der Heizungsknopf mit Zahlen beschriftet: Die Skala reicht von * bis 5.

    Es existieren Thermostatventile und voreinstellbare Thermostatventile. Letztere sind für einen hydraulischen Abgleich unabdingbar. Von außen lässt sich allerdings nicht feststellen, welche Ventile genau verbaut sind. Dafür müssen Sie zuerst den Thermostatkopf abziehen oder abschrauben. Keine Sorge, es kann kein Wasser ausströmen! Darunter sehen Sie das Ventilunterteil. Wenn vorne auf dem Ventileinsatz Zahlen eingraviert sind (z.B. 1-6, oder 5-8) haben Sie ein voreinstellbares Thermostatventil. Sind keine Zahlen zu sehen, müssen in der Regel die Thermostatventile für einen hydraulischen Abgleich ersetzt werden. Bei einigen Heizkörpern können auch die Rücklaufventile für den hydraulischen Abgleich genutzt werden. Ihr Heizungsfachmann ist dafür der richtige Ansprechpartner.

    Heizkörper entlüften

    Heizkörper richtig entlüften

    Wenn ein Heizkörper gluckert oder nicht richtig warm wird, kann das ein Anzeichen für überschüssige Luft sein. Entlüften Sie Ihre Heizkörper am besten, bevor die jährliche Heizperiode startet, und überprüfen Sie diese einmal im Monat. So werden die Räume angenehm warm und Sie können die Heizkosten im Winter senken. Zur Entlüftung brauchen Sie nur einen Heizkörper-Entlüftungsschlüssel (erhältlich im Baumarkt oder Sanitärfachhandel), ein kleines Gefäß zum Auffangen von Heizungswasser, einen Lappen, falls etwas danebengeht, und ein paar Minuten Zeit. Schalten Sie zuerst die Umwälzpumpe Ihres Heizsystems ab und warten Sie einige Minuten, damit das System zum Stehen kommen kann.

    Haben Sie keinen Zugang zur Pumpe, weil Sie beispielsweise in einem Mietshaus wohnen, geht es auch so. Ist die Heizungspumpe abgestellt, sammelt sich die Luft am oberen Teil des Systems. Nehmen Sie den Entlüftungsschlüssel, stecken ihn in das Ventil und drehen Sie ihn vorsichtig gegen den Uhrzeigersinn. Nach etwa einer viertel bis halben Drehung sollten Sie ein leises Zischen hören, wenn sich Luft in der Heizung befinden. Drehen Sie jetzt das Ventil nicht weiter, sondern warten Sie, bis die Luft ausströmt und ein konstanter Wasserstrahl aus der Öffnung fließt, den Sie mit einem Gefäß auffangen können. Dann schließen Sie das Ventil langsam wieder. Fertig. Der Heizkörper ist entlüftet.

    Fließt beim Öffnen des Ventils direkt Wasser aus dem Heizkörper, war sehr wahrscheinlich keine Luft im System. Sollten Sie weiterhin Probleme mit ungleich warmen Heizkörpern haben, fragen Sie Ihren Heizungsfachmann nach einem hydraulischen Abgleich.

    Wie viel Platz braucht ein Heizkörper?

    Sitzplatz vor Heizkörper

    Damit ein Heizkörper seine volle Heizwirkung entfalten kann, sollte er freigehalten und nicht mit Möbeln zugestellt werden. Denn Couch & Co. vor den Heizkörpern sorgen für Wärmestau und treiben die Heizkosten in die Höhe. Auch Vorhänge oder dicke Gardinen verhindern die optimale Verteilung der warmen Heizungsluft im Zimmer. Verzichten Sie ebenso auf dekorative Verkleidungen wie zum Beispiel Holzvertäfelungen. Möchten Sie dennoch Möbel oder Vorhänge vor der Heizung platzieren, so achten Sie auf einen Abstand zur Heizung von mindestens 30 Zentimeter. Das gewährleistet ein Mindestmaß an nötiger Wärmezirkulation. Nachtspeicherheizungen brauchen etwas mehr Abstand (mindestens 50 Zentimeter) – sie sollten idealerweise aber gar nicht zugestellt werden, weil die Öfen die warme Luft von unten herauspusten.

    Hydraulischer Abgleich einer Heizungsanlage

    Was bringt ein hydraulischer Abgleich?

    Gleichmäßig warme Heizkörper in allen Geschossen – ein Idealzustand, der in vielen Gebäuden nicht erreicht wird. Der Grund: Beim Großteil der Heizungsanlagen fließt das Wasser unterschiedlich schnell durch die Leitungen und Heizkörper. Das führt zu überversorgten Heizkörpern, die nah an der Heizanlage liegen und zu nicht ausreichend erwärmten Radiatoren in den weiter entfernten Räumen. Diese fehlende Regulierung lässt sich unproblematisch beheben: mit einem hydraulischen Abgleich. Ein Heizungsfachmann stellt dabei das System wieder optimal ein und erneuert auf Wunsch ineffiziente Bauteile. Wer sich für einen hydraulischen Abgleich der Heizanlage entscheiden, reduziert damit den Energieverbrauch der Heizanlage sowie den Stromverbrauch der Pumpe und gewinnt an Komfort. Mehr zum hydraulischen Abgleich und derzeit nutzbaren Fördermöglichkeiten finden Sie auf unserer Seite zum hydraulischen Abgleich.

    Welche Heizung ist die richtige?

    Welche Heiztechnik die richtige ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Das hängt von vielen Faktoren ab: Angefangen beim energetischen Zustand des Gebäudes über den individuellen Wärmebedarf bis hin zu vorhandenen Anschlussmöglichkeiten, zum Beispiel an das Gas- oder Fernwärmenetz. Wichtig ist vor allem, dass sämtliche Komponenten einer Heizung – Kessel, Regelungstechnik und Heizkörper – aufeinander abgestimmt sind und effizient zusammenarbeiten. Wir erklären Ihnen, worauf es ankommt.

    Wirkungsgrad von Heizkesseln vergleichen

    Während früher noch leistungsstarke Heizungsanlagen mit möglichst hohen Kilowattzahlen eingebaut wurden, steht heute vor allem das Thema Energieeffizienz im Vordergrund. Die Heizung soll ihren Zweck optimal erfüllen und dabei so wenig Leistung wie möglich benötigen. Deshalb lohnt es sich, den Wirkungsgrad unterschiedlicher Heizkessel zu vergleichen. Der Wert gibt an, wie viel vom eingesetzten Brennstoff in Heizwärme umgesetzt wird. Gas- und Öl-Niedertemperaturheizkessel erreichen einen Wirkungsgrad 84 und 88 Prozent. Dabei geht ein Teil der Energie als Abluft durch den Schornstein verloren. Moderne Brennwertgeräte nutzen diese heiße Luft: sie wird durch Kondensation in einem Wärmetauscher zurückgewonnen und der Heizung wieder zugeführt. Dadurch erhöht sich der Wirkungsgrad auf 98 Prozent – das heißt, fast die gesamte Energie wird in Wärme umgewandelt.

    Im Vergleich zu einem Standardkessel können moderne Brennwertkessel bis zu 20 Prozent Energie im Jahr einsparen. Damit sie optimal arbeiten, brauchen sie eine möglichst niedrige Rücklauftemperatur: Je kühler das Heizwasser von den Heizkörpern in den Kessel zurückfließt, desto größer ist der Kondensations-Effekt. Die Rücklauftemperatur kann man nicht einfach am Heizkessel einstellen. Dazu muss auch die Vorlauftemperatur der Heizungsanlage niedrig sein – und die hängt maßgeblich von der Beschaffenheit des Gebäudes, dem hydraulischen Abgleich und den Außentemperaturen ab.

    Was versteht man unter Heizlast?

    Wenn ein Gebäude im Winter viel Wärme über das Dach, die Wände oder Fenster verliert, muss der Heizkessel auf voller Leistung arbeiten, um die Temperatur im Haus auf einem behaglichen Niveau zu halten. Diese Leistung wird Heizlast genannt. Pauschal lässt sich sagen: Ein Altbau, der schnell auskühlt, hat eine hohe Heizlast und braucht deshalb eine leistungsstärkere Heizung als ein gut isolierter Neubau. Heiztechnik und Wärmedämmstandard sollten daher aufeinander abgestimmt sein. Wer seine Heizungsanlage erneuert und erst zu einem späteren Zeitpunkt Wärmeschutzmaßnahmen vornimmt, wird wahrscheinlich einen überdimensionierten Heizkessel installieren, der eine höhere Vorlauftemperatur bereitstellt, als das Gebäude nach den Maßnahmen benötigt.

    Welche Heizkörper sollen installiert werden?

    Hier gilt: größer ist besser. Ein Neubau mit einer großflächigen Fußbodenheizung benötigt eine Vorlauftemperatur von gerade einmal 35 Grad Celsius. Deutlich mehr als 60 Grad Celsius werden in einem Altbau mit kleinen Radiatoren gebraucht. Große Heizflächen zahlen sich vor allem in Verbindung mit Wärmepumpen aus, da diese bei niedrigen Temperaturen höhere Leistungszahlen erreichen. Ähnlich funktioniert die solare Heizungsunterstützung: je niedriger die benötigte Temperatur ist, umso höher fällt der jährliche Ertrag aus. Denn die Anlage liefert auch dann verwertbare Temperaturen, wenn die Sonne gerade nicht scheint.

    Warum ist die Außentemperatur so wichtig?

    Wenn es draußen sehr kalt ist, benötigt die Heizungsanlage eine höhere Vorlauftemperatur, um den Raum warmzuhalten – unabhängig von der Heizungsart und der Heizkörpergröße. Dafür gibt es eine mathematische Funktion, die sogenannte Heizkennlinie oder Heizkurve. Sie gibt an, wie hoch die Vorlauftemperatur in einem Heizungssystem sein muss, um bei jedem Wetter die gewünschte Temperatur im Haus erreichen zu können. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von der witterungsgeführten Heizungsregelung. Ohne eine solche Regelung verbraucht die Anlage vor allem an wärmeren Tagen unnötig viel Energie und sind nach aktueller Energieeinsparverordnung nicht mehr zulässig.

    Heizkurve richtig einstellen

    Die Einstellung der Heizkurve wird am Bedienelement an der Heizung vorgenommen. Temperaturfühler außerhalb des Hauses sind ebenfalls Bestandteil der Heizungsregelung und sorgen dafür, dass die Vorlauftemperatur der Heizungsanlage angepasst wird, wenn die Außentemperaturen steigen oder fallen. Dabei müssen drei grundlegende Stellschrauben berücksichtigt werden: Die Steigung der Heizkurve, die Parallelverschiebung und die Nachtabsenkung.

    Die Steigung oder Steilheit der Kurve gibt an, wie stark sich die Vorlauftemperatur in Abhängigkeit der Außentemperatur verändert. Ein ungedämmtes Haus benötigt eine steile Heizkurve, da der Kessel im Winter besonders viel Wärme zur Verfügung stellen muss. Im Neubau hingegen sind die Wärmeverluste gering, hier kann eine flache Heizkurve gewählt werden. Dadurch sinken die Verluste der Heizungsanlage und das verringert den Energieverbrauch.

    Der Fußpunkt der Kurve bestimmt das generelle Temperaturniveau. Wenn es in den Räumen ständig zu warm ist, lässt sich die Vorlauftemperatur insgesamt leicht senken. Dazu wird die gesamte Kurve verschoben. Ein Beispiel für eine solche Parallelverschiebung ist die Nachtabsenkung.

    Bei einem optimalen Verlauf der Heizkurve sorgt die Heizung für angenehme Temperaturen bei einem möglichst geringen Verbrauch. Da jedes Haus und jede Anlage anders sind, sollte ein Installateur die Einstellungen vornehmen – er weiß genau, wie sich eine Verschiebung der Heizkurve auf Komfort und Verbrauch auswirkt. Noch ein Tipp: Die Heizkurve sollte mindestens einmal nachjustiert werden, am besten an einem sehr kalten Tag und mit abgeglichener Hydraulik.

    Um die optimale Heizkurve zu finden, sollte vorher vom Fachmann ein hydraulischer Abgleich durchgeführt werden. Dadurch wird sichergestellt, dass alle Räume im Haushalt.

    Förderung für Wärmepumpen

    Wärmepumpen: Wärmepumpen im Garten

    Wir bezuschussen neu installierte Wärmepumpen im Gebäudebestand, wenn sie Wohngebäude beheizen, mit 40 Euro pro volles Kilowatt Heizleistung (max. 400 Euro). Voraussetzung ist eine Mindestjahresarbeitszahl von ≥ 3,8.

    Zu den Förderungen

    Heizungsprobleme und ihre Lösungen

    Wenn die Heizung streikt, kann es viele Ursachen haben: Angefangen beim Kessel über Rohre und Leitungen bis hin zu den einzelnen Heizkörpern. Einige Probleme können Hausbesitzer selbst beheben, bei anderen ist es ratsam, einen Fachmann zu fragen.

    Woran erkenne ich, dass etwas nicht in Ordnung ist?

    Am offensichtlichsten ist natürlich, wenn die Heizung nicht mehr funktioniert oder nur sehr eingeschränkt arbeitet. Aber auch ein ungewöhnlich hoher Verbrauch kann ein Hinweis darauf sein, dass etwas nicht in Ordnung ist. Dabei muss nicht einmal ein Defekt vorliegen. Häufig arbeitet die Heizungsanlage einfach nicht optimal. Werden zum Beispiel nicht alle Heizkörper gleichmäßig warm, hilft ein hydraulischer Abgleich. Oder noch einfacher: Entlüftungsventil aufdrehen. Auch die Funktion von Ausdehnungsgefäß oder Thermostatventilen sollten hin und wieder genauer unter die Lupe genommen werden. Und schließlich kann die alte Anlage auch über die Einstellung der Regelung für Heiz- und Warmwasserzeiten, Heizkurve und Co. optimiert werden. Genauso können ungewöhnliche Geräusche an der Heizung oder den Heizkörpern ein Hinweis auf ein Problem darstellen.

    Warum werden die Heizkörper nicht richtig warm?

    Wenn nur der obere Teil des Heizkörpers warm wird, ist wahrscheinlich die Wasserzirkulation gestört. Die Pumpe sorgt für den notwendigen Förderdruck im Leitungssystem, damit das warme Wasser zu den Heizkörpern transportiert werden kann. Ist der Wasserdruck zu niedrig, wird nicht mehr genügend Wärme in die Wohnräume geleitet – und die Heizkörper bleiben kalt. Dann gilt es, Wasser in das System nachzufüllen. Wer nicht weiß, wie er Wasser nachfüllen kann, sollte einen Profi kommen lassen.

    Welche Rolle spielt das Ausdehnungsgefäß?

    Das Ausdehnungsgefäß sorgt dafür, dass der Druck in den Rohren konstant bleibt. Nötig ist das, weil warmes Wasser sich ausdehnt und kaltes Wasser weniger Platz braucht. Nach ein paar Jahren zeigen sich Abnutzungserscheinungen – meistens reißt die Membran im Innern des Ausdehnungsgefäßes. Sie ist dafür zuständig, das Heizwasser und die Stickstofffüllung des Behälters voneinander zu trennen. Ohne diese Trennung funktioniert der Druckausgleich nicht. Erkennen kann man eine gerissene Membran ganz einfach selbst: Jedes Ausgleichsgefäß besitzt ein Ventil. In der Regel ist das ein Autoventil. Wird der kleine Stift in der Mitte eingedrückt, sollte Luft herauskommen. Ist die Membran gerissen, spritzt stattdessen Heizungswasser aus dem Ausdehnungsgefäß.

    Den Austausch des Gerätes sollte ein Profi vornehmen. Das gilt auch für Reparaturarbeiten an der Heizungspumpe. Aber auch wenn das Gerät nicht kaputt ist – moderne Hocheffizienzpumpen arbeiten nicht nur effizienter, sie brauchen auch deutlich weniger Strom.

    Wie kommt Luft in die Heizkörper?

    Wird nur der vordere Teil des Heizkörpers warm, befindet sich Luft in der Heizung. Das lässt sich kaum verhindern, denn Heizungswasser enthält Luft. In 1.000 Liter Leitungswasser sind bei einer Temperatur von 10 Grad Celsius fast 70 Liter Luft gelöst. Wird das Wasser auf 75 Grad Celsius aufgewärmt, löst sich mehr als die Hälfte dieser Luft in Form von kleinen Bläschen. Das führt zu Störungen beim Wassertransport und damit auch bei der Wärmeverteilung in der Heizungsanlage. Große Luftblasen sammeln sich im oberen Bereich der Heizkörper und machen sich durch lautes Gluckern bemerkbar. Sie können mit dem Entlüftungsventil abgelassen werden.

    Problematisch sind vor allem kleine Luftbläschen, die sich im strömenden Wasser befinden und durch einfaches Entlüften der Heizkörper nicht entfernt werden können. Hier braucht man einen speziellen Entgaser. Die Geräte setzen entweder die Strömungsgeschwindigkeit des Wassers so weit herab, bis sich die Luft aus dem Wasser löst oder versetzen das strömende Wasser in Rotation. Durch die Drehung sammeln sich die leichten Bläschen in der Mitte und können abgeführt werden.

    Wie erkenne ich einen Rohrbruch?

    Erstes Anzeichen für einen Rohrbruch in der Heizung ist ein wiederkehrender Druckabfall. Der kann aber auch andere Ursachen haben. Zunächst sollte geklärt werden, ob Ausdehnungsgefäß, Überdruckventil, Schnellentlüfter und Füllschlauch in Ordnung sind. Wenn ja, ist ein Rohrbruch wahrscheinlich. Wände oder Böden müssen trotzdem nicht großflächig aufgestemmt werden. Denn heute gibt es moderne Verfahren zu Ortung einer defekten Wasserleitung, die Schall-, Infrarot- oder Videotechnik nutzen.

    Die Rohrleitungen der Heizung erwärmen umgebende Fußböden oder Wände. Das macht sich die Thermografie zunutze: Sogenannte Hot Spots erscheinen auf den Bildern als rote Bereiche und zeigen, wo das warme Wasser austritt. Ergänzend kann eine akustische Leck-Ortung zur Lokalisierung vorgenommen werden. Ein hochempfindliches Bodenmikrofon macht hörbar, wo das Wasser aus dem Rohr fließt. Um Messfehler zu vermeiden, müssen Störquellen wie der Heizkessel oder die Waschmaschinen während der Untersuchung abgestellt werden. Weitere Verfahren wie die Gasortung oder die Videoendoskopie sind aufwändig und lohnen sich für kleine Lecks in der Heizungsanlage in der Regel nicht.

    Heizungswartung und Heizungsreparatur

    Um langfristig Kosten zu senken, sollten bei der Wahl der richtigen Heizungstechnik verschiedene Aspekte beachtet werden. Neben dem Einsatz moderner Geräte und einer richtig dimensionierten Heizungsanlage, sorgt eine regelmäßige, jährliche Wartung für einen sparsamen, schadstoffarmen und leisen Betrieb des Heizkessels.

    Warum muss die Heizung gewartet werden?

    Etwa 1.400 bis 2.000 Stunden pro Jahr ist eine Heizungsanlage im Einsatz – insbesondere während der Heizperiode von Oktober bis April. Damit sie dieser hohen Belastung standhält, sollte die gesamte Anlage jedes Jahr durch einen Fachbetrieb überprüft und gewartet werden. Dadurch lassen sich nicht nur Ausfälle vermeiden, sondern auch Energie und Kosten einsparen. Außerdem knüpfen viele Hersteller ihre Gewährleistungen an eine regelmäßige Wartung.

    Welchen Vorteil hat ein Wartungsvertrag?

    Ein Wartungsvertrag wird direkt mit einem Fachbetrieb für Heiztechnik vereinbart. Das heißt auch: Der Kunde bestimmt, wann die Arbeiten durchgeführt werden sollen und was alles überprüft wird. In der Regel umfasst ein Wartungsvertrag die Inspektion, Wartung und Instandhaltung der gesamten Heizungsanlage.

    Die Profis vom Fachbetrieb überprüfen, ob sämtliche Sicherheitseinrichtungen funktionieren, die Abgaswerte stimmen und der Wärmetauscher sowie die Druckverhältnisse der Anlage in Ordnung sind. Defekte Teile werden direkt ausgetauscht und auch die Heizkurve kann gegebenenfalls angepasst werden. Außerdem schließt jede Wartung eine gründliche Reinigung des Heizkessels mit ein. Denn schon eine Rußschicht von nur einem Millimeter kann den Brennstoffverbrauch um fünf Prozent erhöhen.

    Ein Mann wartet eine Heizung

    Was wird bei einer Heizungswartung gemacht?

    • Inspektion der mechanischen Teile
    • Kontrolle des Füllwassers
    • Kontrolle des Fehlerspeichers
    • Sichtkontrolle sämtlicher Teile, die mit Feuer in Berührung kommen
    • Bei Brennwertgeräten: Reinigung des Siphons
    • Bei Gasanlagen: Reinigung des Brennraums
    • Kontrolle der Tankanlagen für Öl oder ggf. Gas
    • Überprüfung des Ausdehnungsgefäßes auf Druckhaltung
    • Optimierung der Einstellungen, z. B. der Heizkurve

    Für Eigentümer: 5 Energiespartipps zur Heizung

    Leider sind viele Heizanlagen in deutschen Heizungskellern nicht mehr auf der Höhe der Zeit – sie sind häufig veraltet, arbeiten nicht mehr sparsam und stoßen unnötig viele CO2-Emissionen aus. Wer daher Heizwärme sparen möchte, sollte vor allem die vorhandene Heiztechnik auf den Prüfstand stellen.

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    Information zur Senkung der Umsatzsteuer

    Die hier dargestellten Preise enthalten die ab dem 01.01.2021 wieder gültige Umsatzsteuer in Höhe von 19 %. Vom 01.07.2020 bis 31.12.2020 berechnen wir den verminderten Umsatzsteuersatz von 16 %. Dabei müssen Sie sich um nichts kümmern – die Stadtwerke Düsseldorf erledigen alles. Die gesenkte Umsatzsteuer wird Ihnen automatisch durch die kommende Rechnung weitergegeben.

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