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Der Schlossturm auf dem Burgplatz in Düsseldorf mit der Lambertus-Kirche im Hintergrund. © frantic00 / iStock / Getty Images Plus via Getty Images

Dekarbonisierung der Fernwärme

Die Fernwärme in Düsseldorf weist heute bereits deutlich geringere CO₂‑Emissionen auf als eine Gasheizung (Details). Gleichzeitig wird die Erzeugung Schritt für Schritt auf erneuerbare Wärmequellen, Abwärme und strombasierte Technologien umgestellt. Hier erfahren Sie, wie die Fernwärme heute aufgestellt ist und wie sie in den kommenden Jahren weiterentwickelt wird.

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Fernwärme Dekarbonisierung

Warum ist die Weiterentwicklung der Fernwärme wichtig?

Die Anforderungen an die Wärmeversorgung verändern sich. Steigende Energiepreise, geopolitische Unsicherheiten sowie der Wunsch nach einer langfristig verlässlichen und klimafreundlichen Versorgung machen deutlich: Wärme muss heute anders gedacht werden als früher. 

Die Fernwärme bietet dafür besondere Voraussetzungen. Als zentrales Wärmesystem kann ihre Erzeugung schrittweise weiterentwickelt und breiter aufgestellt werden. Durch eine stärkere Diversifizierung der Erzeugung und den zunehmenden Einsatz lokaler Wärmequellen lassen sich Abhängigkeiten von einzelnen Energieträgern reduzieren und die Versorgungssicherheit stärken.

Die Weiterentwicklung der Fernwärme schafft damit die Grundlage für eine stabile, planbare und zukunftsfähige Wärmeversorgung. Zugleich leistet sie einen wichtigen lokalen Beitrag zum Klimaschutz und ist ein zentraler Baustein der Wärmewende in Düsseldorf. 

Fernwärme heute: Ein starker Ausgangspunkt für die Wärmewende

Die Fernwärme in Düsseldorf bringt schon heute vieles mit: Der Anteil erneuerbarer Energien und unvermeidbarer Abwärme liegt bereits bei rund 30 %. Neben dem Einsatz dieser Wärmequellen tragen auch die effiziente Erzeugung und Verteilung dazu bei, die Treibhausgasemissionen der Fernwärme zu reduzieren. So weist die Düsseldorfer Fernwärme bereits heute deutlich geringere CO₂-Emissionen auf als eine Gasheizung.

Schriftzug "Wärme mit Zukunft"
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60 % weniger CO2 Ausstoß als Gas

Durch den Einsatz erneuerbarer Energien sowie die besonders effiziente Nutzung von Brennstoffen verursacht die Düsseldorfer Fernwärme heute bereits rund 60 % weniger CO₂ als eine Gasheizung.

Die jährliche CO₂-Einsparung durch die Düsseldorfer Fernwärme entspricht näherungsweise der CO₂-Bindungsleistung eines Buchenwaldes mit einer Fläche von rund 140 Quadratkilometern – das sind etwa zwei Drittel der gesamten Stadtfläche Düsseldorfs.  

Details zur Berechnung

Wie wird die Fernwärme aktuell erzeugt?

30 % - Erneuerbare Energien und unvermeidbare Abwärme

Rund 20 % der Düsseldorfer Fernwärme stammt aus erneuerbaren Energien wie Biomasse und Pelletkessel. Hinzu kommen weitere 10 % aus unvermeidbarer Abwärme, die gemäß Wärmeplanungsgesetz als den erneuerbaren Energien gleichgestellt zu betrachten sind. Sie stammen aus der Müllverbrennung sowie aus Industrie Prozessen.

55 % - Hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplung

Der größte Teil der Fernwärme wird im Block Fortuna, einem der effizientesten und leistungsfähigsten Gas- und Dampfturbinenkraftwerke weltweit, erzeugt. Durch die gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme (Kraft-Wärme-Kopplung) wird die eingesetzte Energie besonders effizient verwertet.

15 % - Spitzenlastkessel

Die überwiegend mit Erdgas sowie mit geringen Mengen Heizöl betriebenen Spitzenlastkessel kommen immer dann zum Einsatz, wenn der Wärmebedarf kurzfristig sehr hoch ist. Perspektivisch können diese Spitzenlasten auch durch die Verbrennung von Wasserstoff gedeckt werden.

Wie sieht die Fernwärmeerzeugung der Zukunft aus?

Das Wärmeplanungsgesetz (WPG) legt fest, dass bis 2045 alle Wärmenetze in Deutschland vollständig klimaneutral sein müssen. Der Ausstieg aus fossilen Energieträgern erfolgt schrittweise, parallel zum Ausbau erneuerbarer und lokal verfügbarer Wärmequellen. Dabei nutzen wir gezielt die Vorteile eines zentralen Fernwärmenetzes: Wärme, die dezentral nicht nutzbar wäre, kann im Netz effizient und wirtschaftlich bereitgestellt werden.

Projekte zur Dekarbonisierung der Fernwärme
Blick auf den Rheinturm in Düsseldorf mit dem Rhein im Vordergrund © klug-photo via iStock / Getty Images Plus

Flusswärmepumpen

Mit Hilfe von Großwärmepumpen kann die Umweltwärme aus Flusswasser – etwa aus dem Rhein – für die Fernwärme nutzbar gemacht werden. 

Zur Flusswärmepumpe
Ein Kraftwerk erzeugt Abwärme, die in Form von Dampfwolken in den Himmel steigt.

Abwärme

Abwärme entsteht zum Beispiel bei industriellen Prozessen, in Rechenzentren. Statt ungenutzt an die Umgebung abgegeben zu werden, kann diese Energie in das Fernwärmenetz eingespeist werden.

Zur Abwärmenutzung
Grafik zur Wärmeversorgung mit Geothermie

Tiefengeothermie

Tiefengeothermie nutzt die natürliche Wärme aus mehreren Kilometern unter der Erde – zuverlässig, regional und ganzjährig verfügbar.

Zur Tiefengeothermie
Schon gewusst?

Fernwärme lässt sich zentral auf neue erneuerbare und energieeffiziente Wärmequellen umstellen – ohne dass Gebäude oder Heizsysteme vor Ort angepasst werden müssen. Dadurch kann die CO₂‑Bilanz Schritt für Schritt verbessert werden, während die bestehende Infrastruktur unverändert nutzbar bleibt. Wer an ein Fernwärmenetz angeschlossen ist, profitiert automatisch von diesem Fortschritt und muss sich nicht selbst um den steigenden Anteil erneuerbarer Energien kümmern.

Wo gibt es Fernwärme in Düsseldorf?

Fernwärme gibt es in vielen Stadtteilen - und unser Netz wächst ständig weiter. Wir bauen neue Leitungen, um immer mehr Haushalte anzuschließen. Auch wenn in Ihrer Straße heute noch keine Fernwärmeleitung liegt, kann sich das bald ändern.

Häufige Fragen zur Fernwärme-Erzeugung?

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