Fernwärme heute: Ein starker Ausgangspunkt für die Wärmewende
Die Fernwärme in Düsseldorf bringt schon heute vieles mit: Der Anteil erneuerbarer Energien und unvermeidbarer Abwärme liegt bereits bei rund 30 %. Doch nicht nur der Einsatz erneuerbarer Quellen macht Fernwärme klimafreundlich – auch die besonders effiziente Erzeugung und Verteilung spielt eine entscheidende Rolle. Gemeinsam sorgt das dafür, dass die Fernwärme bereits heute einen deutlichen Klimavorteil bietet.


60 % weniger CO2 Ausstoß als Gas
Durch den Einsatz erneuerbarer Energien sowie die besonders effiziente Nutzung von Brennstoffen verursacht die Düsseldorfer Fernwärme heute bereits rund 60 % weniger CO₂ als eine Gasheizung.
Die jährliche CO₂-Einsparung durch die Düsseldorfer Fernwärme entspricht näherungsweise der CO₂-Bindungsleistung eines Buchenwaldes mit einer Fläche von rund 140 Quadratkilometern – das sind etwa zwei Drittel der gesamten Stadtfläche Düsseldorfs.
Wie wird die Fernwärme aktuell erzeugt?
30 % - Erneuerbare Energien und unvermeidbare Abwärme
Rund 20 % der Düsseldorfer Fernwärme stammt aus erneuerbaren Energien wie Biomasse und Pelletkessel. Hinzu kommen weitere 10 % aus unvermeidbarer Abwärme, die gemäß Wärmeplanungsgesetz als den erneuerbaren Energien gleichgestellt zu betrachten sind. Sie stammen aus der Müllverbrennung sowie aus Industrie Prozessen.
55 % - Hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplung
Der größte Teil der Fernwärme wird im Block Fortuna, einem der effizientesten und leistungsfähigsten Gas- und Dampfturbinenkraftwerke weltweit, erzeugt. Durch die gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme (Kraft-Wärme-Kopplung) wird die eingesetzte Energie besonders effizient verwertet.
15 % - Spitzenlastkessel
Die überwiegend mit Erdgas sowie mit geringen Mengen Heizöl betriebenen Spitzenlastkessel kommen immer dann zum Einsatz, wenn der Wärmebedarf kurzfristig sehr hoch ist. Perspektivisch können diese Spitzenlasten auch durch die Verbrennung von Wasserstoff gedeckt werden.
Schon heute hat die Düsseldorfer Fernwärme einen klaren Klimavorteil – und in den kommenden Jahren machen wir sie Schritt für Schritt noch sauberer, effizienter und erneuerbarer.Jan Hauke von Breska • Leiter Unternehmensentwicklung
Wie sieht die Fernwärmeerzeugung der Zukunft aus?
Das Wärmeplanungsgesetz (WPG) legt fest, dass bis 2045 alle Wärmenetze in Deutschland vollständig klimaneutral sein müssen. Der Ausstieg aus fossilen Energieträgern erfolgt schrittweise, parallel zum Ausbau erneuerbarer und lokal verfügbarer Wärmequellen. Dabei nutzen wir gezielt die Vorteile eines zentralen Fernwärmenetzes: Wärme, die dezentral nicht nutzbar wäre, kann im Netz effizient und wirtschaftlich bereitgestellt werden.

Flusswärmepumpen
Mit Hilfe von Großwärmepumpen kann die Umweltwärme aus Flusswasser – etwa aus dem Rhein – für die Fernwärme nutzbar gemacht werden.

Abwärme
Abwärme entsteht zum Beispiel bei industriellen Prozessen, in Rechenzentren. Statt ungenutzt an die Umgebung abgegeben zu werden, kann diese Energie in das Fernwärmenetz eingespeist werden.

Tiefengeothermie
Tiefengeothermie nutzt die natürliche Wärme aus mehreren Kilometern unter der Erde – zuverlässig, regional und ganzjährig verfügbar.
