Neues Gaskraftwerk

Das neue Erdgaskraftwerk auf der Lausward

Weltmeister in Effizienz und Stärke.

Am Standort Lausward entsteht mit dem„Block Fortuna“ ein neues Erdgaskraftwerk:Das effizienteste und leistungsfähigsteGas- und Dampfturbinenkraftwerk (GuD)weltweit wird bei uns am Rhein gebaut –ein wertvoller Beitrag zum Klima- undUmweltschutz und zur Versorgungssicherheit.

Energiestrategie

Die grüne Brücke 2050

Gemeinsam den Weg in die neue Energiewelt gestalten.

Klimaschutz für die Menschen in DüsseldorfDer Weg hin zur Energieerzeugung auf Basis regenerativer Energiequellen ist eine große Herausforderung für uns alle. Das geplante Erdgaskraftwerk auf der Lausward ist der Brückenschlag.

Wir werden als nachhaltig handelndes Unternehmen unsere Kundinnen und Kunden dabei unterstützen, nicht mehr nur Verbraucher zu sein, sondern selbstbestimmt die Form der Energieversorgung aktiv mitzugestalten. So können sie ihren individuellen Beitrag zum Klimaschutz leisten und gleichzeitig die Energiekosten beeinflussen. Als fortschrittliches Unternehmen werden die Stadtwerke Düsseldorf gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern die Energiewelt unserer Region neu gestalten und damit einen wertvollen Beitrag zur Erreichung des Zieles „klimaneutrale Stadt Düsseldorf 2050“ leisten. Dazu gehört der Bau eines der effizientesten Erdgaskraftwerke der Welt auf der Lausward ebenso wie der Ausbau und die Integration regenerativer Erzeugungsanlagen.

Webcam

Das neue Erdgaskraftwerk entsteht.

Die Errichtung des effizientesten Erdgaskraftwerks der Welt wird natürlich auch visuell dokumentiert. Ein hochauflösendes Kamerasystem erzeugt einmal pro Stunde ein Panoramabild vom Baufeld mit dem darüber hinaus gehenden spektakulären Blick auf den Düsseldorfer Medienhafen. Das System wurde auf dem benachbarten Dach des stillgelegten Blockes „Dora“ installiert, weil von dort oben die beste Sicht geboten wird.

Die Bilder werden gespeichert und können jederzeit abgerufen werden. Der Baufortschritt kann ganz einfach mit dem Player nachvollzogen und erlebt werden. Auf ein beliebiges Datum und Uhrzeit klicken, schon geht es los, die nachfolgenden Bilder werden automatisch angezeigt.

Realisation: cityscope , Berlin

Technik

Versorgungssicherheit für Düsseldorf bei höchster Effizienz.

Die eingesetzte Technik im neuen Erdgaskraft­werk, insbesondere im Hinblick auf die Kraft-Wärme-Kopplung, vereint Standardisierung und Anpassung vor Ort. „Block Fortuna“ wird in sogenannter Ein-Wellen-Anordnung ausgeführt. Der Unterschied zu den früheren Verfahrens­weisen ist die, dass die Gasturbine und die Dampfturbine kombiniert auf einer Welle arbei­ten und damit auch nur einen Generator antreiben. Damit werden die Generatorver­luste minimiert und der elektrische Wirkungsgrad erhöht. Das Herz des Kraftwerks ist eine Gasturbine – die SGT5-8000H von Siemens, die im Jahr 2011 mit dem Innovationspreis der deutschen Wirtschaft ausgezeichnet wurde. Sie dient als Wärmequelle für einen Abhitze­kessel, der wiederum als Dampferzeuger für die Dampfturbine wirkt. Elektrischer Strom wird im Generator produziert, der in einer einwelligen Konstruktion zwischen Gas- und Dampf­turbine installiert ist. Die Dampfturbine und die Verbindungsleitungen haben außerdem mehrere Extraktionsstufen, um den Dampf an die Kondensatoren des Fernwärmesystems abzugeben. Um die Nutzung des erzeugten Dampfes zu maximieren, wurde das Design der Dampfturbine daraufhin angepasst, eben dieses zu ermöglichen: Die neue Turbine unter­stützt höchstmögliche Dampfextraktion bei äußerst geringen Stromverlusten.Bei einer elektrischen Leistung von rund 595 Megawatt und einem Wirkungsgrad von mehr als 61 Prozent bei der reinen Stromerzeugung wird „Block Fortuna“ jeweils neue Weltre­korde erreichen. Mit der Nutzung der vorhandenen Wärmeenergie für das Fernwärmenetz der Stadt Düsseldorf wird ein weiterer Weltrekord angestrebt. Nie zuvor konnten aus einem einzigen Kraftwerksblock mit nur einer Gasturbine 300 Megawatt Fernwärme ausgekoppelt werden.

Energieflussdiagramm der Einwellenanlage im geplanten GuD-Kraftwerk

Energieflussdiagramm der Einwellenanlage im geplanten GuD-Kraftwerk

Kraft-Wärme-Kopplung

Das Grundprinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) kann einfach beschrieben werden: Thermische Kraftwerke geben physikalisch unvermeidbar bei der Stromerzeugung eine gewisse Menge von Wärme ab. Wird diese Abwärme in die Umwelt abgegeben oder über Kühlanlagen abgeleitet, bleibt sie ungenutzt. Im Gegensatz dazu benutzen KWK-Anlagen große Anteile des Nebenproduktes Abwärme für Heizwärme oder industrielle Prozesse. Somit erreichen KWK-Kraftwerke deutlich höhere Brennstoffnutzungsgrade.

Szenario „Schwarzfall“

Mit einem sogenannten Schwarzfall bezeichnet man einen bundes- oder sogar europa­weiten Zusammenbruch des Versorgungsnetzes. Mit dem neuen Erdgasblock sind die Stadtwerke Düsseldorf mit Unterstützung des Gasturbinenkraftwerkes in Flingern in der Lage, die Stadt Düsseldorf auch zu Zeiten des maximalen Stromverbrauchs vollständig und autark mit Strom versorgen zu können.

Kennzahlen und Daten

Technische Daten zum Block Fortuna
Leistung elektrisch
595 MW
Fernwärmeleistung
300 MW
Wirkungsgrad (nur Stromerzeugung)
> 61 Prozent
Gesamtnutzungsgrad (Strom + Wärme)
> 85 Prozent
CO2-Ausstoß
circa 300 g/kWh
Dauer Normalstart
116 Minuten von Null bis Volllast
Dauer Heißstart
40 Minuten von Null bis Volllast
Lastgradient
35 MW pro Minute
Bauzeit
rund 32 Monate
Inbetriebnahme
2016
Technische Daten zur Gasturbine
Typ
SGT5-8000H
Leistung netto
375 MW
Leistung brutto
385 MW bei ca. 10 MWel Eigenbedarf
Wirkungsgrad
40%
Drehzahl
3.000 min-1
Druckverhältnis
19,2 : 1
Abgastemperatur
625 °C
Abgasmassenstrom
820 kg/s
CO-Emission
75 mg/m3
NOx-Emission
50mg/m3
Gewicht
457 Tonnen
Länge
13,2 m
Breite
5,5 m
Technische Daten zum Generator
Typ
SGen5-3000W
Scheinleistung
760 MVA
Wirkleistung
608 MW
Spannung
21 kV +/- 5%
cos phi 0,80
Drehzahl
3.000 min-1
Frequenz
50 Hz
Wirkungsgrad
bis zu 99 %
Ständerwicklung
wassergekühlt
Läuferwicklung
wasserstoffgekühlt
Masse (Ständer und Läufer)
462 t
Technische Daten zur Dampfturbine
Typ
SST5-5000
Kombinierte Hochdruck-/Mitteldruckturbine
HI40
Niederdruckturbine
L2 x 12,5
Leistung
220 MW
Drehzahl
3.000 min-1
Dampfparameter Hochdruck
170 barabs; 600°C; 374 t/h
Dampfparameter Mitteldruck
35 barabs; 600°C; 416 t/h
Dampfparameter Niederdruck
5 barabs; 300°C; 486 t/h
Abströmquerschnitt
12,5 m2
Schaufellänge in ND-Endstufen
1,15 m
Fernwärmeauskopplung über
- zwei Anzapfungen an der ND-Turbine
- einer Anzapfung in der Überströmleitung der MD-Turbine mit Stauklappe
Technische Daten zum Abhitzedampferzeuger
3-Druck-Abhitzedampferzeuger mit Zwischenüberhitzung und Durchflussprinzip (BENSON-Stufe) im Hochdruckteil zur Schnellstartfähigkeit und schneller Laständerung
Abmessungen Kesselgebäude
(L x B x H)
35 x 26 x 40m
(auf ganze Meter gerundet)
Gesamtgewicht
6.000 t
Entspricht 3.750 Porsche 911 oder 20 Airbus A380 oder 400.000.000 Mozartkugeln
Installierte Heizfläche
540.000 m2
Entspricht ca. 76 Fussballfelder
Länge der Heizflächenrohre
18.600 Rohre mit einer Länge von 400km
Länge Rohrleitungen
11 km

Architektur

Die Fassade des neuen Erdgaskraftwerkes

Ästethische Landmarke der Energie

Für das neue Gebäude des Kraftwerks sollte eine attraktive Gestaltung entwickelt werden, die sowohl den inneren optischen Betriebsab­läufen als auch den Bedürfnissen an eine Repräsentation nach außen gerecht wird. Mit einem Gestaltungswettbewerb sollte eine äußere Form gefunden werden, die sowohl das Stadtbild wie auch den Bereich des Düssel­dorfer Hafens positiv an seinem auch zukünftig eher industriell geprägten westlichen Rand stärkt. Die Fassade des Bauwerks muss zahl­reiche technische Funktionen erfüllen, darunter auch einen erforderlichen und wirkungs­vollen Emissionsschutz, aber auch ein wartungsarmes, wetterfestes und raumabschlie­ßendes Gehäuse bilden. Zugleich muss sie den außerordentlich hohen Gebrauchs­wert einer Industriefassade besitzen, der einen wirtschaftlichen Betrieb ermöglicht und einen minimalen Pflegeaufwand erfordert, ohne dabei den gestalterischen Anforderungen zuwider zu laufen.

Fassade des neuen Gaskraftwerks Fortuna

Rund 40 Beiträge wurden eingereicht und von einer Jury in einem zweistufigen Gutachter­verfahren bewertet. Das Aachener Architekturbüro kadawittfeldarchitektur hat gewonnen und wird die Fassade des neuen Erdgaskraftwerkes gestalten.

Der Neubau geht in zweifacher Hinsicht einen Dialog mit der Stadt ein: Die rhythmisierte Fassade gliedert das Volumen maßstäblich und verleiht dem Bauwerk aus vielen Blick­punkten in der Stadt seine Identität stiftende, logo-artige Gestalt. Gleichzeitig bietet das „Stadtfenster“ den Besuchern des neuen, hochmodernen Kraftwerks eine grandiose Aussicht auf die Stadt. Dies schärft das Bewusstsein, woher die Energie kommt, die die Stadt zum Leben braucht!

Bildnachweis: kadawittfeldarchitektur gmbh

Standort

Die Lausward im Düsseldorfer Hafen

Die Lausward im Düsseldorfer Hafen ist der traditionelle Standort der Düsseldorfer Energie­versorgung, wo bereits seit 1957 Strom und Fernwärme erzeugt wird. Die Lausward als Kraftwerksstandort bietet enormes Potenzial: Die notwendige Infrastruktur für einen Kraft­werksbetrieb ist bereits vorhanden und die stadtnahe Lage ermöglicht einen weiteren Ausbau der umweltfreundlichen Fernwärmeauskopplung. Zudem ermöglicht die direkte Lage am Rhein eine Flusswasserkühlung. Übrigens wird auch durch den hocheffizienten Kraftwerksneubau die bisher genehmigte Kühlwasserentnahme nicht erhöht. Unter­suchungen über die Wärmeausbreitung der Kühlwassereinleitung haben gezeigt, dass der Grenzwert für Wassertemperaturen im Rhein an der Mischungsgrenze nicht überschritten.

Von der Lausward aus wird die erzeugte elektrische Energie direkt ins 110 kV-Netz der Netzgesellschaft Düsseldorf mbH eingespeist, so werden Netznutzungsentgelte vermeiden.

Die neue Anlage wird als zentrales Standbein die Erzeugungsanlagen im Kraftwerk Lausward ergänzen. Durch das Zentralwartenkonzept werden vom Kraftwerk Lausward aus auch die Anlagen in Flingern und Garath betreut.

Chronologie

Wichtige Meilensteine und Ereignisse

21.10.2014
Über und unter dem Kessel

Hoch oben auf dem Abhitzedampferzeuger befinden sich zwei große Dampftrommeln, in denen der Dampf aus dem Wasser-Dampfgemisch der Nieder- und Mitteldruck-Verdampferheizflächen separiert wird. Viele Rohre der einzelnen Verdampferheizflächen treten ein, der Dampf tritt oben gesammelt aus und das Wasser wird über unten außen angeschlossene große Fallrohre in den durch Dichteunterschiede angetriebenen Verdampferkreislauf zurückgeführt. Durch Zuführung von Speisewasser wird ein konstanter Wasserstand in den Trommeln gehalten.

Die Verteilung des Dampfes aus dem Hochdruckverdampfer erfolgt über weihnachtlich anmutende Sternverteiler. In den Hochdruckverdampferheizflächen wird das Wasser kontrolliert vollständig verdampft, um eine notwendigerweise sehr dickwandige und damit für Laständerungen zu träge Trommel zu vermeiden (Durchfluss- oder Benson-Prinzip).

Unter dem Kessel befinden sich Zuführungsleitungen zu den Heizflächen und Entleerungsleitungen.

11.09.2014
Wer ist Hilde?

Hilde ist eine Hilfsdampferzeugeranlage. Sie wird benötigt, um aus einem längeren Stillstand heraus durch Warmhaltung und Sperrdampferzeugung gegen Sauerstoffeinbruch die GuD-Anlage schnell anfahren zu können. Sie besteht aus drei Containern (Kessel, Speisewasserbehälter und Nebenanlagen) und wurde vollständig im Werk gefertigt, probeweise mit allen Bühnen vormontiert und ist nun ebenfalls auf der Baustelle eingetroffen.

01.09.2014
Der Kamin steht

Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier! Diese Woche wurde auch der oberste Kaminschuss 4, und der neue Abgaskamin mit einer Höhe von 65 m errichtet. Fertig isoliert und mit Aufstieg und Bühnen versehen, werden die Schüsse 2 bis 4 auf den Kamineintrittschuss aufgesetzt und miteinander verschweißt.

27.08.2014
Das größte Luftansaugfilterhaus der Welt

Das Luftfilterhaus für die Verbrennungsluft der Gasturbine wird aus vorfertigten Modulen installiert. Als Besonderheit ist eine dreistufige Feinstfilterung vorgesehen, um sogar Schwebstoffe kleiner einem Mikrometer herauszufiltern und wirkungsgradmindernde Ablagerungen auf dem Gasturbinenverdichter zu minimieren. Darüberhinaus wurde als weitere Optimierungsmaßnahme für einen besonders geringen Druckverlust die Ansaugfläche um 20% erhöht.

03.08.2014
Die "Stromautobahn" von GuD-F ist fast fertiggestellt
Anschluss Stromautobahn 1
Anschluss Stromautobahn 2

Der Anschluss an das 110-kV-Netz der Netzgesellschaft Düsseldorf ist nun bald geschafft.

08.07.2014
Die zentrale Leittechnik trifft auf der Lausward ein
Ankunft der zentralen Leittechnik

Nach ausgiebigen Tests im Siemenswerk Fürth mit Simulation der gesamten GuD-Anlage, ist nun das Gehirn der Anlage, die in zwei Containern aufgestellte zentrale Leittechnik, eingetroffen. In den Folgemonaten erfolgt die umfangreiche Verdrahtung zur Anlage. Ab dem Probebetrieb wird GuD F über die vorhandenen Bedienplätze der Zentralwarte KW Lausward gefahren. Davor erfolgt die Inbetriebsetzung über eine provisorische Containerwarte auf dem Baugelände, um den laufenden Betrieb der anderen Anlagen nicht zu beeinträchtigen. Die vorgefertigten Container mit den Schaltanlagen für die elektrische Stromversorgung sind ebenfalls eingetroffen.

30.06.2014
500.000 Arbeitsstunden...
500.000 Arbeitsstunden - Plakat Danke

500.000 Arbeitsstunden auf der Baustelle ohne meldepflichtigen Unfall - Grund für ein aufrichtiges "Dankeschön".

30.05.2014
Der Generator kommt gleich nach der Turbine an

Am selben Tag wie die Gasturbine wurde der Generator ebenso professionell und ohne Komplikationen entladen und in die Maschinenhalle gebracht. Mit 462 Tonnen ist er sogar noch 5 Tonnen schwerer als die Turbine.

Generatorankunft 1
Generatorankunft 2
Generatorankunft 3
30.05.2014
Die Gasturbine erreicht die Lausward
Gasturbine wird vom Schiff gehoben

Am 30. Mai fand das „Herzstück“ der Anlage, die Gasturbine, ihren Weg nach Düsseldorf. Mit Hilfe von zwei Schwerlastkränen wurde die Turbine – ihr Gewicht beträgt rund 440 Tonnen – vom Schiff aufs Land gehoben. Mit einem Spezialfahrzeug legte sie die letzten Meter bis zur Maschinenhalle von Block „Fortuna“ zurück. Die Reise der Gasturbine startete am 20. Mai im Berliner Westhafen, in der Nähe des Siemens-Gasturbinenwerks. Von dort aus führte ihr Weg per Schiff von Brandenburg über Wolfsburg, Hannover, Friedrichsfeld und Duisburg bis nach Düsseldorf.

20.05.2014
Die Turbine wird verladen

Am 20. Mai wurde das Herzstück unseres neuen Blocks „Fortuna“ auf den Weg gebracht. Die Turbine SGT5-8000H hat das Siemens-Werk in Berlin verlassen und wurde nach kurzer Fahrt auf den Straßen der Bundeshauptstadt aufs Schiff verladen. Über Wasserstraßen transportiert der 64,5 Meter lange Schwergutshuttle „URSUS“ seine „energetische“ Fracht nun nach Düsseldorf am Rhein. Der Schiffsname passt: Ursus ist Latein und heißt auf Deutsch Bär.

Turbine unterwegs in Berlin
Verladen der Turbine
23.04.2014
Die Harfen werden eingehängt

Die 176 Harfen, die Heizflächen im Abhitzedampferzeuger, werden einzeln mit einem großen Kran über Hängeschienen in den Kessel eingehängt, in Position geschoben und an die Kesselträger mit Stangen angehangen. Anschließend werden die unterschiedlichen Funktionen dienenden Heizflächen über oberhalb und unterhalb angeordnete, vom Rauchgas abgeschottete Rohrleitungen und Sammler zusammengeschaltet. In den Heizflächen wird Kondensat und Speisewasser vorgewärmt und auf verschieden Druckstufen verdampft und überhitzt.

Harfenelement
Harfen werden eingehängt
15.04.2014
Richtfest im Block "Fortuna"
Richtfest

n dem Gebäudeteil, in dem sich bald das „Herzstück“ der Anlage - die große Erdgasturbine - befinden wird, wurde im April 2014 das Richtfest des Blocks „Fortuna“ gefeiert. Den traditionellen Richtkranz zogen Oberbürgermeister Dirk Elbers und Stadtwerke-Vorstandsvorsitzender Udo Brockmeier gemeinsam mit Klaus Schörnich, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Düsseldorf, sowie Lothar Balling, Leiter Projektabwicklung Kraftwerksbau der Siemens AG, und Werner Nagiller, Bauleiter der Siemens AG, in die Höhe.

29.03.2014
Maschinentransformatoren sind aus Nürnberg eingetroffen

Die beiden Maschinentransformatoren sind aus Nürnberg eingetroffen und wurden in einer abgestimmten Wochenendaktion mit zwei großen Mobilkränen im Tandemzug vom Binnenschiff entladen. Ein Transformator wiegt stolze 210 Tonnen. Der Transport der Transformatoren wurde ständig durch Erschütterungsmesser überwacht. Nach kurzer Zwischenlagerung werden die Transformatoren dann auf ihre Fundamente gesetzt. Es sind als Besonderheit zwei Transformatoren mit einem Querregler, um das zweiteilige 110 KV-Stromnetz in Düsseldorf bedarfsgerecht zu bedienen.

Maschinentransformatoren
Maschinentransformatoren werden vom Schiff gehoben
19.03.2014
Die ersten Harfen sind auf der Lausward

Harfen - so werden die Heizflächen des Abhitzedampferzeugers wegen ihres Aussehens angelehnt an das Musikinstrument bezeichnet. Eine Harfe besteht aus einer Reihe senkrecht angeordneter, berippter Rohre. Die Länge beträgt stolze 22 Meter. Nach Anlandung in Rotterdam und dortiger Zwischenlagerung treffen diese nun nach und nach auf der Baustelle gut verpackt per LKW ein und werden ab April in den Kessel eingehängt.

Verladung Harfe
05.03.2014
Die Maschinenhauskräne sind bereits vor Ort
Kräne vor Ort

Die beiden Maschinenhauskräne sind schon in die Maschinenhalle eingehoben worden. Die imposanten Bauteile bestehen jeweils aus einem Doppelträger und sind in der Lage zusammen im Tandemzug 500t zu heben. Mit ihnen werden später Gasturbine, Generator und die Dampfturbinenteile vom Schwertransporter auf das Fundament gesetzt.

26.02.2014
Gasturbine im Bau
Gasturbine im Bau

Die Gasturbine wird im Siemens-Werk Berlin zusammengebaut, die Einzelteile sind gefertigt. Zu sehen ist der Gasturbinenläufer mit 13 Verdichterschaufelreihen für eine 20-fachen Verbrennungsluftverdichtung und die vier Turbinenschaufelreihen für den Antrieb von Verdichter und Generator. Zwischen Verdichter und Turbine werden im Gehäuse sitzend die 16 Brenner angeordnet. Die erste, weiße Schaufelreihe muss Abgastemperaturen von ca. 1500°C widerstehen und ist hierfür, wie auch die zweite Stufe, mit Keramik beschichtet und mit feinen Luftaustrittsbohrungen zur Erzeugung eines umschließenden Kühlluftfilmes versehen. Die Kühlluft wird vom Verdichter über die Welle den innen hohlen Turbinenschaufeln zugeführt.

Die Gasturbine wird nach der Montage Mitte Mai per Schiff zum Kraftwerk Lausward transportiert und Ende Mai auf das Fundament in der Maschinenhalle gesetzt.

20.02.2014
Vorstellung der fast fertigen Dampfturbine im Siemens-Werk
Mitteldruckturbine

Die Dampfturbine ist fast fertig gestellt und wurde von Siemens im Werk Mülheim am 20.Februar der Presse vorgestellt. Die elektrische Leistung der Dampfturbine beträgt ca. 215 MW. Sie besteht aus einer kombinierten Hoch- und Mitteldruckturbine und einer zweiteiligen Niederdruckturbine.

halber Läufer der Niederdruckturbine

Eine Besonderheit sind die Dampfentnahmen im Niederdruckteil zur Fernwärmeerzeugung von bis zu 300 MWth sowie die Dampfeintrittstemperatur von 600°C mit hohen Materialanforderungen. Die Schaufellänge im Hochdruckteil beträgt wegen der hohen Dampfverdichtung bei ca. 180 bar nur wenige Zentimeter. Im Niederdruckteil erweitert sich die Abströmfläche wegen der Dampfentspannung bis auf Unterdruck dann auf eine Fläche von etwa 16 Quadratmetern.

Niederdruckgehäuse

Die Dampfturbine wird in Teilen per Schiff über Ruhr und Rhein angeliefert und Anfang Juni nach Einbringung von Gasturbine und Generator montiert.

19.02.2014
Anbringen der umschließenden Wände des Abhitzekessels
Abhitzekessel: umschließende Wände

Das Anbringen der umschließenden Wände des Abhitzekessels (des casings) an das Kesseltraggerüst hat begonnen. Nach Setzen dieser rauchgasdicht verschweißten Wände werden die Querträger zum anschließenden Aufhängen der Heizflächen montiert. Die Heizflächen befinden sich nach erfolgreicher Qualitätsüberprüfung momentan auf dem Seeweg von Süd-Korea nach Rotterdam. Von Rotterdam erfolgt mit dortiger Zwischenlagerung die schrittweise Anlieferung in ca. 180 LKW-Ladungen Anfang April. Aktuell sind auch die Segmente für den Abgaskanal zwischen Gasturbine und Abhitzekessel, dem Abgasdiffusor, eingetroffen und die Montage hat direkt begonnen.

08.01.2014
Errichtung des Stahlschornsteins
Errichtung Stahlschornstein

Die Errichtung des 65m hohen Stahlschornsteins hat begonnen. Wegen des großen Innendurchmessers von 8,5m wird dieser aus vorgefertigten Segmenten vor Ort zusammengeschweißt. Die Maschinenhalle und das Kesseltraggerüst nehmen erkennbare Formen an.

08.01.2014
Stahlbau der großen Maschinenhalle
Stahlbau der Maschinenhalle

Die Hochbauaktivitäten schreiten schnell voran. Die Errichtung des Stahlbaues der großen Maschinenhalle hat - wie vorgesehen - begonnen. Derzeit sind für die Errichtung vier imposante Kräne im Einsatz.

05.11.2013
Bau des Treppenturms
Bau des Treppenturms

Mit ca. 4m pro Tag wird derzeit Tag und Nacht der neue Betontreppenturm für Stadtfenster und Kesselhaus bis zu einer Endhöhe von 58m mit einer in die Höhe gleitenden Schalung errichtet. Es fließen dabei ca. 750m3 Beton und 110 t Bewehrung werden verbaut. Diese Arbeiten dauern rund 14 Tage. Der neue Treppenturm stellt zukünftig einen sicheren Flucht-und Rettungsweg dar und ist außerdem mit einem Aufzug nach den Bestimmungen der Feuerwehr ausgestattet.

16.10.2013
Fertigstellung wichtiger Fundamente

In den letzten Wochen wurden mit Hochdruck die Bewehrungsarbeiten am Kesselhausfundament und dem Turbinenfundament vorangetrieben. Am 10.10.2013 wurden somit beim Kesselhausfundament von 160 Betonfahrzeugen ca.1.200 m³ Beton und am 14.10 von 300 Betonfahrzeugen ca. 2.200 m³ Beton vergossen. So sind die wichtigen Fundamente frühzeitig fertig und der Beton hat genügend Zeit zum Aushärten, bevor der Abhitzekessel erstellt bzw. die Turbinen aufgestellt werden.

31.07.2013
Baufeldübergabe an Siemens
Baufeldübergabe an Siemens

Am 31.7.2013 wurde planmäßig das Baufeld für den Bau von Block "Fortuna" an die Fa. Siemens AG übergeben. Vorher war die Infrastruktur für eine Großbaustelle geschaffen worden.

13.06.2013
Statoil und Stadtwerke Düsseldorf unterzeichnen Gasliefervertrag

Der norwegische Energiekonzern Statoil und die Stadtwerke Düsseldorf haben einen auf 15 Jahre Laufzeit ausgelegten Liefervertrag für Erdgas abgeschlossen.

Januar 2013
Der Gewinner des Gestaltungswettbewerb steht fest

Das Aachener Architekturbüro kadawittfeldarchitektur wird die Fassade gestalten. Das abschließende und größte Rahmenelement im Nordosten der Anlage bildet das sogenannte "Stadtfenster", das den Kraftwerks-Schornstein - den Hochpunkt der Anlage - einhüllt.

10.07.2012
Immissionsrechlticher Vorbescheid

Regierungspräsidentin Anne Lütkes übergab den immissionsschutzrechtlichen Vorbescheid für den Block „Fortuna“ an Dr. Udo Brockmeier und bekräftigte: „Das Vorhaben der Stadtwerke begrüße ich ausdrücklich. Es ist eine wichtige Investition und für die Energiewende in NRW ein großer Schritt in die richtige Richtung."

29.05.2012
Auftragsvergabe
Auftragsvergabe (Vertragsunterzeichnung)

Die Firma Siemens erhält den Zuschlag für die Errichtung der Anlage.

10.03.2012
Sprengung
Sprengung

Vier „ausgediente“ Filtertürmen der ehemaligen Rauchgasreinigung werden gesprengt. Der Rückbau der sogenannten Koksfilter ist im Hinblick auf die Planungen für den Neubau eines Erdgaskraftwerks an der Lausward notwendig geworden. Die Filter­türme stammten aus der Zeit, als das Kraftwerk an der Lausward mit Steinkohle befeuert wurde, eine Ära, die im Jahr 2003 endete.

21.01.2012
Beleuchtung abgeschaltet

Die grüne Beleuchtung, die das Kraftwerk Lausward rund zehn Jahre lang Nacht für Nacht illuminiert hat, wird für immer abgeschaltet. Die alte Rauchgasreinigung, die nicht mehr verwendet wird, muss abgebaut werden, um Platz für die neue Anlage zu schaffen. Im Zuge dieses Rückbaus wird auch die Beleuchtung demontiert.

Dezember 2011
Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Düsseldorf stimmt am 09.12.2011 dem Bau eines hocheffizienten Gas- und Dampfturbinenkraftwerks zu.

März 2011
Breite Zustimmung

Die Pläne der Stadtwerke Düsseldorf, ein hocheffizientes Kraftwerke am Standort Lausward zu bauen und in ein intelligente Wärmenetz einzubinden, finden breiten Konsens bei Stadt, Politik, Bürgern und Umweltverbänden. Das Konzept ist nachhaltig und ökologisch und es trägt erheblich dazu bei, die ehrgeizigen Klimaschutzziele der Stadt Düsseldorf zu realisieren.

2010
Planung

Ein modernes Erdgaskraftwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung steht im Mittelpunkt der weiteren Planungen für die zukünftige Energieversorgung. Die in die Jahre gekomme­nen Blöcke A und D und die Notwendigkeit der Eigenerzeugung erfordern ein neues Kraftwerkskonzept. Ein hocheffizientes GuD-Kraftwerk auf der Lausward soll langfristig die Eigenerzeugung gewährleisten. Standort- und Arbeitsplatzsicherung, Wettbewerbs­fähigkeit und Umweltverträglichkeit sind wesentliche Faktoren.