
Am Höherweg ist Europas leistungsstärkste Wasserstofftankstelle eröffnet worden. Sie zeigt, wie Mobilität funktionieren kann, wenn Energieerzeugung, Infrastruktur und öffentlicher Nahverkehr zusammengedacht werden.
Eine partnerschaftliche Zusammenarbeit, die weit über eine klassische Tankstelle hinausgeht. Der Elektrolyseur und somit die H2-Produktion wird von den Stadtwerken Düsseldorf bereitgestellt, die Tankstelle wird von H2-MOBILITY betrieben, die Abnahme des Wasserstoffs erfolgt durch die Rheinbahn. Die Anlage, die bereits von Trailern mit Wasserstoff versorgt wird, betankt bereits unter anderem Brennstoffzellenbusse. Der nächste Schritt ist die lokale Wasserstoffproduktion: Dafür wurde im Februar 2026 ein Zwei-Megawatt-Elektrolyseur der Firma FEST angeliefert, mit dem ab dem Sommer dieses Jahres Wasserstoff direkt vor Ort erzeugt werden kann.
„Mit dem Projekt schließt sich ein Kreislauf: Aus den Abfällen der Stadt wird die Energie für den Antrieb der öffentlichen Busse gewonnen. Zudem vermeiden wir durch die direkte Anbindung des Elektrolyseurs an die Tankstelle CO₂-Emissionen für den Transport von Wasserstoff, der an anderen Tankstellen anfällt.“Julien Mounier • Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Düsseldorf
Die öffentliche Wasserstofftankstelle am Höherweg ist mehr als eine klassische Tankstelle. Sie ist auf große Fahrzeugmengen, kurze Betankungszeiten und unterschiedliche Fahrzeugtypen ausgelegt. Busse, Lkw, leichte Nutzfahrzeuge und Pkw können dort mit Wasserstoff versorgt werden.
Besonders wichtig ist das für den öffentlichen Nahverkehr und den Schwerlastverkehr. In diesen Bereichen müssen Fahrzeuge lange im Einsatz bleiben, zuverlässig fahren und nach dem Tanken schnell wieder verfügbar sein. Wasserstoff kann hier eine sinnvolle Ergänzung sein: Die Betankung dauert pro Bus rund 10 bis 15 Minuten, die Reichweiten sind hoch und die Fahrzeuge lassen sich flexibel im Alltag einsetzen.
Für Düsseldorf ist die Anlage deshalb ein sichtbarer Schritt in Richtung klimafreundliche Mobilität. Sie zeigt, wie neue Infrastruktur dort entsteht, wo sie gebraucht wird: in der Nähe des Rheinbahn-Betriebshofs Lierenfeld, auf dem Gelände der Stadtwerke Düsseldorf und damit beispielsweise auch für Pendler:innen gut erreichbar.

Die Wasserstofftankstelle am Höherweg zeigt, wie Mobilität der Zukunft in Düsseldorf konkret aussehen kann: nicht als abstrakte Idee, sondern als Infrastruktur, die bereits im Alltag genutzt wird.
Für die Stadt ist das Projekt ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Klimaneutralität bis 2035. Für die Rheinbahn schafft es die Grundlage, ihre 20 Wasserstoffbusse zuverlässig im Linienbetrieb einzusetzen. Durch die Nähe zum Betriebshof Lierenfeld bleiben die Wege kurz – ein wichtiger Vorteil für den Alltag im öffentlichen Nahverkehr. Für die Stadtwerke Düsseldorf ist das Projekt zugleich ein wichtiger Erfahrungsraum für Wasserstofftechnologie und regionale Energiekreisläufe.
Dabei geht es nicht darum, eine einzelne Lösung für alle Mobilitätsfragen zu finden. Batterieelektrische Fahrzeuge, Ladeinfrastruktur und Wasserstoff haben jeweils eigene Stärken. Entscheidend ist, die passende Technologie dort einzusetzen, wo sie den größten Nutzen bringt. Am Höherweg entsteht deshalb ein Projekt mit Vorbildcharakter: Energie wird lokal erzeugt, Wasserstoff soll vor Ort produziert werden und Fahrzeuge können direkt daneben betankt werden. So wird sichtbar, wie Energie- und Verkehrswende zusammenwachsen.
In der Müllverbrennungsanlage Flingern werden nicht verwertbare Abfälle sicher behandelt. Die dabei entstehende Energie wird genutzt, um Strom und Fernwärme für Düsseldorf bereitzustellen.
Die öffentliche Wasserstofftankstelle befindet sich am Höherweg in Düsseldorf. Sie liegt in der Nähe des Rheinbahn-Betriebshofs Lierenfeld.
Die Tankstelle gilt als Europas leistungsstärkste Wasserstofftankstelle. Sie kann bis zu fünf Tonnen Wasserstoff pro Tag bereitstellen und bis zu drei Fahrzeuge gleichzeitig betanken.
Die Anlage kann Busse, Lkw, leichte Nutzfahrzeuge und Pkw mit Wasserstoff versorgen.
Die Stadtwerke Düsseldorf bauen am Höherweg die lokale Wasserstoffproduktion auf. Der Wasserstoff wird künftig direkt per Pipeline an die öffentliche Tankstelle geliefert.
Der Strom für den Elektrolyseur wird aus dem biogenen Anteil der Müllverbrennungsanlage kommen. Damit entsteht ein regionaler Energiekreislauf.
Bis die lokale Wasserstoffproduktion am Höherweg startet, wird die von H2 MOBILITY betriebene Tankstelle per Trailer mit erneuerbarem Wasserstoff versorgt. Die Rheinbahn betankt dort bereits erste Brennstoffzellenbusse.
Wasserstofffahrzeuge können vergleichsweise schnell betankt werden und bieten hohe Reichweiten. Das ist besonders für Busse interessant, die zuverlässig im Linienverkehr eingesetzt werden müssen.
Wasserstoff ist vor allem eine Ergänzung. Batterieelektrische Fahrzeuge eignen sich für viele Einsatzbereiche sehr gut. Wasserstoff kann dort sinnvoll sein, wo lange Reichweiten, hohe Leistung oder kurze Betankungszeiten besonders wichtig sind.