Unsere Tipps zum Thema Heizung

Ein guter Rat muss nicht teuer sein. Finden Sie heraus, wie Sie richtig lüften und heizen. Kommen Sie ebenfalls defekten Heizungsanlagen mit unseren Hinweisen auf die Schliche. Informieren Sie sich zusätzlich über die Vorteile verschiedene Heizungsarten.

Heizungsarten

Mit der Auswahl der passenden Heiztechnik sparen private Haushalte viel Energie: Bis zu 75 Prozent des gesamten Energiebedarfs entfallen allein auf die Heizung. Die Aufbereitung von Warmwasser kann noch einmal bis zu 15 Prozent ausmachen. Also werden insgesamt bis zu 90 Prozent der Energie eines Haushalts für Heizung und Warmwasser verbraucht. Dazu kommt, dass Erneuerbare Energien heutzutage gut mit Erdgas- oder Ölanlagen kombiniert werden können. Gerade vor dem Hintergrund, dass wir im Rahmen der Energiewende auch eine Wärmewende brauchen, ist diese Kombination von Energieträgern besonders klimafreundlich und zukunftsweisend. Folgend haben wir Informationen zu den wichtigsten Heizungsarten für Sie zusammengestellt:

Erdgasheizung

Erdgas: Günstige Heiztechnik

Zu den beliebtesten Heiztechniken in Deutschland zählen Gasheizungen. In NRW nutzen 62 Prozent aller Wohnungen Erdgas zum Heizen (Stand 2015). Die Brennwerttechnik ist sehr effizient und wirtschaftlich, die Anschaffungskosten vergleichsweise gering: Die Installation einer Gasheizung schlägt mit Preisen ab 5.000 Euro zu Buche. Deshalb eignen sich platzsparende Gasheizungen zur kostengünstigen Nachrüstung auch in kleinen Immobilien. Wer einen alten Niedertemperaturkessel durch einen Gasbrennwertkessel ersetzt, spart jährlich bis zu 20 Prozent der Heizkosten. Die Amortisationsdauer liegt meist zwischen sieben und zehn Jahren. Dazu kommt, dass das Erdgas von den fossilen Energieträgern der klimafreundlichste Brennstoff ist, weil er vergleichsweise wenig CO2 und Feinstaub verursacht. Erdgasheizungen können ein Haus sowohl als zentrale Anlage im Heizungskeller versorgen, werden aber auch als Gasetagenheizungen in Mehrfamilienhäusern genutzt.

Wer seine alte Heizung gegen eine neue Erdgas-Heizung tauschen möchte, kann auf die Hilfe der Stadtwerke setzen: Mit HEIZUNG inklusive) planen, finanzieren und installieren wir Ihnen eine neue Erdgas-Heizanlage – selbstverständlich inklusive Serviceleistungen.

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Ölheizung

Öl: Heizen mit fossilen Brennstoffen

Moderne Ölheizungen mit Brennwerttechnik sind ebenfalls effizient und leistungsstark. Gleichzeitig haben sie den Vorteil, dass sie unabhängig von vorhandenen Anschlüssen überall installiert werden können. Die Kosten für die Installation einer kompletten Ölheizung beginnen bei rund 8.000 Euro, dabei muss genügend Platz für die Öltanks eingeplant werden. Aufgrund des Platzbedarfs eignen sich Ölheizungen eher für größere Häuser. Es kann sich aber auch lohnen, einen alten Niedertemperaturkessel durch einen Brennwertkessel zu ersetzen: Die Einsparungen liegen dann bei 20 Prozent der jährlichen Heizkosten, sodass eine Amortisation nach sieben bis zwölf Jahren möglich ist.

Heizen mit Holz

Holz: Pellets, Scheitholz und Hackschnitzel

Holzheizungen gelten als umweltfreundlich, denn das Holz setzt bei der Verbrennung nur so viel CO2 frei, wie es in der Wachstumsphase aufgenommen hat. Für die Installation einer Holzheizung fallen rund 10.000 bis 20.000 Euro Investitionskosten an, im Gegenzug sind die Brennstoffkosten relativ gering. Eine Holzheizung benötigt allerdings viel Platz, denn Pellets, Scheitholz oder Hackschnitzel brauchen genügend Lagerraum. Da Holz ein nachwachsender Rohstoff ist, gilt die moderne Heiztechnik als besonders zukunftssicher. Aufgrund des Platzbedarfs entscheiden sich eher Besitzer von größeren Häusern für eine Holzheizung, zudem sind der Austausch und die Installation etwas aufwändiger. Je nach Größe und Umfang rechnet sich die Holzheizung aufgrund der günstigeren Brennstoffkosten innerhalb weniger Jahre. Die Amortisationszeit ist in der Regel wegen des höheren Anschaffungspreises länger als bei einer neuen Erdgasheizung. Da das Heizen mit Holz zu einer höheren Feinstaubbelastung führen kann, sollten Sie sich vor dem Einbau von Ihrem Schornsteinfeger und dem kommunalen Umweltamt beraten lassen, ob der Einbau eines Filters in Ihrer Abgasanlage sinnvoll ist.

Elektrospeicherheizung / Nachtspeicherheizung

Die Elektrospeicherheizung, auch Nachtspeicherheizung oder Elektroheizung genannt, erzeugt Wärme mit Strom. Im Haushalt kommen die dezentralen Anlagen zum Beispiel als Speicherofen in etwa der Größe eines Heizkörpers zum Einsatz, es gibt aber auch Fußboden-Speicherheizungen. Im Gesamtwirkungsgrad sind Nachtspeicherheizungen anderen modernen Heiztechniken unterlegen. Auch in der Klimabilanz schneiden sie weniger gut ab – die CO2-Emissionen sind relativ hoch. Und nicht zuletzt ist elektrische Energie ist im Vergleich mit anderen Energieträgern keine günstige Variante zum Heizen. Zwar laden sich die Heizungen, wie ein Akku, überwiegend nachts auf, wenn der Strom preisgünstiger ist – allerdings ist das Heizen mit Strom immer noch deutlich teurer als mit Erdgas oder Heizöl.

Wärmepumpen

Wärmepumpen: Heizenergie aus der Umwelt

Zu den modernen und besonders umweltfreundlichen Heiztechniken zählen Wärmepumpen. Im Vergleich zu Gas- und Ölheizungen sparen Sie bis zu 50 Prozent Heizkosten pro Jahr, denn sie ziehen rund 75 Prozent der benötigten Wärme aus der Umwelt – zum Beispiel per Geothermie aus der Erde, per Aerothermie aus der Luft oder per Hydrothermie aus dem Grundwasser. Als alternative Heiztechnik sind Wärmepumpen besonders zukunftssicher und sehr effizient, denn die gewonnene Umweltenergie ist und bleibt kostenlos. Je nach gewünschter Technik kostet die Installation einer Wärmepumpe 10.000 bis 20.000 Euro. Trotzdem amortisieren sich die Anschaffungskosten, abhängig von den individuell realisierten Einsparungen, im Laufe von 10 bis 20 Jahren. Zur einfachen Nachrüstung eignen sich vor allem Luft-Wärmepumpen. Das Düsseldorfer Stadtgebiet ist gut geeignet für die Nutzung von Geothermie im Zusammenspiel mit Sole-Wasser-Wärmepumpen. Der Grund liegt in der vorteilhaften Topografie und der Nähe zum Rhein. Allerdings gibt es in der Landeshauptstadt viele Wasserschutzgebiete, für die besondere Richtlinien gelten. So werden Bohrungen nur in wenigen Gebieten von der Unteren Wasserbehörde zugelassen. Das Umweltamt der Stadt Düsseldorf informiert darüber auf ihrer Website. Auch die Stadtwerke Düsseldorf sind ein kompetenter Partner, wenn es um die Erstberatung geht. Zudem fördern wir neu installierte Wärmepumpen im Wohngebäudebestand mit einer Jahresarbeitszahl von mindestens 3,8 auch finanziell.

Neben der Brennwertheizung machen sich auch andere Techniken Erdgas zu Nutze: zum Beispiel Gaswärmepumpen. Diese kombinieren Erdgas als primäre Antriebsenergie mit Umweltwärme, zum Beispiel von Erdsonden.

Solarthermie

Solarthermie: Warmwasser mit Sonnenkraft

Die Solarthermie ist eine der modernsten und umweltfreundlichsten Möglichkeiten, in den eigenen vier Wänden für Warmwasser zu sorgen und zusätzlich die Heizungsanlage zu unterstützen. Mit der Umwandlung von Sonnenlicht in thermische Energie können Haushalte zwischen 50 und 60 Prozent ihres jährlichen Warmwasserbedarfs und ungefähr 10 Prozent des Heizwärmebedarfs decken. Zu diesem Zweck kann Solarthermie mit nahezu allen anderen modernen Heiztechniken kombiniert werden. Für die Anschaffung sollte man je nach Größe und Ausführung der Anlage zwischen 4.500 und 8.500 Euro einplanen, die sich nach rund 8 bis 14 Jahren* wieder amortisieren. Wenn die Voraussetzungen für die Installation der Sonnenkollektoren erfüllt sind, rechnet sich die leicht nachzurüstende Solarthermie sogar für einzelne Wohnungen und kleine Häuser.

*Quelle: Thermondo GmbH

Fernwärme

Fernwärme: Komfort bei fairen Kosten

Wohnungen und Häuser mit Fernwärmeanschluss können Heizenergie besonders komfortabel beziehen: Über gedämmte Rohrleitungen wird die umweltfreundliche Wärme meist von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen direkt ins Haus geliefert – in der Regel in Form von heißem Wasser oder Wasserdampf. Die Wärmeübergabe erfolgt dann über eine sogenannte Übergabe- oder Kompaktstation in den Heizkreislauf des Haushalts. Die Heiztechnik eignet sich grundsätzlich ebenso für kleine Wohnungen wie für große Häuser. Ein Fernwärmeanschluss ist leicht nachzurüsten, wenn bereits eine Fernwärmeleitung bis zum eigenen Grundstück führt. Gern unterbreiten wir Ihnen hierzu ein individuelles Angebot. Im Vergleich zu Heiztechniken mit fossilen Brennstoffen amortisiert sich Fernwärme deutlich schneller, vor allem durch die günstigere Anschaffung. Und auch langfristig sind die Kosten niedriger, weil ein Austausch von Heizkesseln und Brennern sowie eine Sanierung des Schornsteins entfallen. Häufig besitzt die Fernwärme einen deutlich geringeren Primärenergiefaktor, z. B. von 0 wie in der Düsseldorfer Innenstadt.

Fernwärme Düsseldorf – so gut wie Erneuerbare

Die Stadtwerke Düsseldorf bieten ihren Kunden Fernwärme aus ihrem neuen Gas- und Dampfturbinenkraftwerk (GuD) auf der Lausward an. Es produziert Strom und Fernwärme besonders effizient. Die Fernwärme der Stadtwerke Düsseldorf gilt außerdem nicht nur als besonders sicher und sauber, rechtlich betrachtet ist sie sogar Erneuerbaren Energien gleichgestellt. Das bedeutet auch: Wer ein Haus baut und daher zum Einsatz von Erneuerbaren Energien verpflichtet ist, erfüllt die Auflage mit der Fernwärme aus unserem Kraftwerk.

Mehr zur Fernwärme

Hybrid-Heizung

Eine Hybrid-Heizung ist ein Heizsystem, das mehrere Heizungsarten und Energiequellen miteinander kombiniert. Insbesondere das Zusammenspiel von moderner Heiztechnik mit Erneuerbaren Energien ist bei Neubauten oder bei der Modernisierung eine beliebte Variante, beispielsweise als Kombination von Erdgas-Brennwertheizung und Wärmepumpe . Auch die Verknüpfungen von Brennwerttechnik mit Solarthermie zur Warmwassererzeugung und Heizungsunterstützung oder die Integration von wasserführenden Holzkaminöfen ist möglich. Die Kombinationsmöglichkeiten sind vielfältig und können auch schrittweise umgesetzt und die Anlage kann später erweitert werden. Intelligente Steuerungstechnik sorgt für die perfekte Regelung der Wärmeerzeuger, ein zusätzlicher Wärmespeicher kann als Puffer genutzt werden. Die Investitionskosten einer Hybrid-Heizung richten sich nach der verwendeten Kombination. Der Einsatz von Erneuerbare Energien wird in der Regel gefördert, weitere Details zu Fördermöglichkeiten erhalten Sie bei unserer Energieberatung

Power to heat

Die Umwandlung von Strom in Wärme ist das Prinzip von Power-to-Heat. Die Idee dahinter ist es, überschüssigen Solarstrom für die Raumheizung oder die Warmwasseraufbereitung vor Ort zu nutzen. Das entlastet die Netze und sorgt für eine effizientere Energieausbeute – es unterstützt also die Energiewende und spart Energiekosten. Eine Power-to-Heat Anlage besteht in der Regel aus einer Photovoltaik-Anlage, die Ökostrom produziert und einem Warmwassererzeuger im Haus. Wird nun mehr Solarstrom als benötigt produziert, versorgt dieser die Elektroheizung, die Wärmepumpe oder den Warmwasserspeicher im Haus mit grüner Energie. Dieses System arbeitet hoch effizient. Die Einsatzorte sind vielfältig: vom Einfamilienhaus bis zur Industrieanlage ist alles möglich. Power-to-Heat-Systeme können selbst in ein virtuelles Kraftwerk integriert werden – ein Zusammenschluss aus vielen Anlagen zur Bereitstellung von Energie – und somit weitere Erlöse erzielen. Außerdem wird der Einsatz von Erneuerbare Energien in der Regel gefördert, weitere Details zur Förderung erhalten Sie bei unserer Energieberatung .

Infrarotheizung

Eine weitere Möglichkeit mit Strom zu heizen, ist die Infrarotheizung. Diese sogenannte Direktheizung gibt über Strahlung Wärme ab. Sobald die unsichtbaren Infrarotwellen auf Objekte treffen entsteht Wärme. Zwar ist die Infrarotheizung vermehrt im gewerblichen Umfeld, wie in Lagerhallen, im Einsatz – es gibt aber auch für Privatwohnungen mittlerweile viele verschiedene Modelle. Strom als Wärmelieferant ist allerdings im Kostenvergleich mit anderen Energieträgern meist nicht konkurrenzfähig, sodass erheblich höhere Stromkosten bei der Infrarotheizung keine Seltenheit sind – je nach Wärmedämmung des Raumes und Energieeffizienzklasse der Geräte. Der Wärmespeichereffekt ist bei der Heizung ebenfalls nicht gegeben – die Strahlen verschwinden, sobald der Heizstrom abgeschaltet wird. Auch in der Klimabilanz ist die Infrarotheizung anderen Heizarten unterlegen. Somit empfehlen Energieexperten die Infrarotheizungen im Gebäudebestand und in der Regel auch im Neubau nicht als alleiniges Heizsystem in der Wohnung. Je nach Landesbauordnungen ist die alleinige oder primäre Nutzung in Neubauten nur eingeschränkt möglich oder nicht erlaubt.

Kesselarten: Standardkessel / Konstanttemperaturkessel, Niedertemperaturkessel, Brennwertkessel

Das Herzstück einer Heizanlage ist der Kessel. Hier entsteht mithilfe von meist flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen die Wärme. Es gibt verschiedene Kesselarten, die je nach Stand der Technik mehr oder weniger effizient arbeiten. Standardkessel bis etwa Baujahr 1980 werden unabhängig von der gerade benötigten Heizleistung immer mit einer Kesseltemperatur von mehr als 70°C betrieben (Konstant-Temperaturkessel). Sie haben keine Regelmöglichkeit, hohe Abgastemperaturen und sind oft überdimensioniert. Nur ein kleiner Teil des Brennstoffs wird in Wärme umgesetzt, der Jahresnutzungsgrad liegt bei unter 70 Prozent. Heutzutage kommen Standardkessel nur noch bei nachwachsenden Energieträgern zum Einsatz, zum Beispiel bei Pelletkesseln. Für einen effizienten Betrieb ist dabei stets die Installation eines Pufferspeichers dringend zu empfehlen. Die heute noch oft anzutreffenden Niedertemperaturkessel (NT-Kessel) sind effizienter als ihre Vorgänger, weil sie mit niedrigeren Vorlauftemperaturen arbeiten können und somit weniger Energie benötigen. Für die die Regelung der Vorlauftemperatur ist ein Außentemperaturfühler am Gebäude verantwortlich. Heutzutage sind moderne Brennwertkessel bevorzugter Standard. Sie sind im Grunde genommen NT-Kessel, nutzen aber zusätzlich die Wärme des Abgases und die bei der Kondensation des Wasserdampfes im Abgas freigesetzte Energie zum Vorwärmen des Kesselwassers. Brennwertanlagen weisen Jahresnutzungsgrade von bis zu 99 Prozent auf. Der Jahresnutzungsgrad ist der Wirkungsgrad der Heizung innerhalb eines Jahres – also wie effizient die Anlage den eingesetzten Brennstoff in Wärme umsetzt. Je höher der Nutzungsgrad desto besser verwertet die Anlage die Energie. Das hängt auch vom Heizwert und Brennwert des eingesetzten Brennstoffes ab. Der Heizwert, auch unterer Heizwert (Hu) genannt, beschreibt die Energie, die bei der Verbrennung eines Stoffes freigesetzt wird – ohne Kondensation des im Abgas enthaltenen Wasserdampfes. Je höher der Wert desto besser. Der Heizwert von Erdgas liegt pro m3 bei rund 10 kWh, ungefähr diesen Heizwert weist auch ein Liter Erdöl auf. Der Brennwert wiederum beschreibt die Energie, die inklusive der Wärmeenergie durch die Kondensation des im Abgas enthaltenen Wasserdampfes freigesetzt wird. Sie ist naturgemäß höher als der Heizwert, so dass sie auch oberer Heizwert (Ho) genannt wird.

Brennwertgeräte können grundsätzlich in jedes Heizsystem eingebaut werden und sowohl mit Erdgas als auch Öl betrieben werden. Mit einem neuen Brennwertkessel können Sie den Brennstoffverbrauch gegenüber einer Altanlage um bis zu 20 Prozent reduzieren, mit zusätzlicher Solarthermie können 30 Prozent erreicht werden. Für die optimale Leistung sollte nach dem Einbau immer auch ein hydraulischer Abgleich erfolgen. Unser Angebot Heizung inklusive) beinhaltet ebenfalls eine Gas-Brennwertheizung.

Heizungstausch-Pflicht

Für Heizkessel, die älter als 30 Jahre sind, gibt es eine gesetzliche Austauschpflicht. Sie ist in der Energieeinsparverordnung EnEV 2014 geregelt. Ausgenommen sind Niedertemperaturkessel und Brennwertkessel. Die Vorgabe betrifft demnach im Wesentlichen sogenannte Standard- bzw. Konstanttemperaturheizkessel. Außerdem gelten weitere Ausnahmen, zum Beispiel für selbst genutzte Ein- und Zweifamilienhäuser. Ob Sie von der Regelung betroffen sind, erklärt Ihnen gerne Ihr Heizungsfachbetrieb, Ihr Schornsteinfeger oder unsere Energieberatung.

Eine weitere attraktive Alternative ist Düsseldorfer Fernwärme . Das Gute für Um- und Einsteiger an dieser Heizvariante: Die Wärme wird nicht im Haus erzeugt, sondern in den Kraftwerken der Stadtwerke und gelangt über das Wärmenetz fix und fertig zu den Kunden. Fernwärme braucht im Haus keine Heizkessel oder großen Tanks. Eine kleine Übergabestation reicht aus. Auch das vorhandene Verteilsystem kann in der Regel problemlos weiterverwendet werden. Schornsteinfegerkosten entfallen, weil der Kamin nicht mehr benötigt wird. Außerdem ist Düsseldorfer Fernwärme aufgrund ihrer effizienten Erzeugung den Erneuerbaren Energien gleichgestellt – gerade bei Neubauten mit strengen Vorgaben für den Einsatz von regenerativen Energien ein großer Vorteil. Und nicht zuletzt wird die klimafreundliche Fernwärme in Düsseldorf ausgebaut und bietet sich für immer mehr Bewohner an.

Unsere Energieberatung zeigt Ihnen, wie Sie auf eine effiziente, zukunftsweisende Heiztechnik umsteigen können. Wir beraten Sie neutral und umfassend zu den Vor- und Nachteilen verschiedener Systeme und Hersteller und wägen mit Ihnen Alternativen ab.

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Heizung Inklusvie: Austausch der Heizung, Instalation, Service, Ihre Vorteile

Mit HEIZUNG inklusive) wird die Heizungsmodernisierung bezahlbar. Das Konzept ist einfach und bequem: Die Stadtwerke Düsseldorf planen, finanzieren und installieren die neue Erdgas-Heizanlage – Service inklusive. Kunden erhalten so moderne Technik zum Pauschalpreis und müssen sich beim Rundum-Komfort aus einer Hand um nichts kümmern.

Mehr zu Heizung inklusive)

Heiztipps und Hinweise

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Ein beheizter Raum soll ein Raum zum Wohlfühlen sein. Doch wo es dem einen zu kalt ist, ist es dem anderen zu warm. Alles eine Einstellungssache. So wie auch wie bei der Heizung. Für Ihre Wohlfühltemperatur zu Hause möchten wir Ihnen einige Tipps und Hinweise zum Gebrauch Ihrer Heizung geben. Das fördert nicht nur die Behaglichkeit, sondern schont auch Ihren Geldbeutel.

Empfohlene Raumtemperatur

Neben der Luftfeuchte entscheidet vor allem die Oberflächentemperatur von Wänden, Decken und Fenster, ob man sich in einem Raum behaglich fühlt. Denn auch in einem warmen Raum empfindet man beispielsweise vor einer kalten Fensterfläche einen unangenehmen „Zug“. Das Umweltbundesamt empfiehlt für die verschiedenen Wohnbereiche unterschiedliche Raumtemperaturen:

Diese Empfehlungen werden sowohl dem Anspruch an Behaglichkeit als auch wirtschaftlichen Gesichtspunkten gerecht. Zu hohe Raumtemperaturen sind keinesfalls zu empfehlen. Zum einen steigern sie das Risiko für Erkältungskrankheiten, zum anderen belasten sie die Haushaltskasse, denn jedes Grad weniger spart etwa sechs Prozent an Heizkosten.

Thermische Behaglichkeit

Doch bei welcher Temperatur und Luftfeuchtigkeit fühlt der Mensch sich eigentlich wohl? Natürlich ist auch dies individuell unterschiedlich, jedoch gibt es allgemeine Durchschnittswerte, an denen man sich orientieren kann – die sogenannte thermische Behaglichkeit:

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Je höher die Luftfeuchtigkeit und Wärme, desto unbehaglicher empfindet der Mensch das Raumklima. Außerdem steigt bei zu hoher Luftfeuchtigkeit das Schimmelrisiko. Sie sollten daher daran denken, regelmäßig zu lüften und die Heizung nicht zu hoch einzustellen. Dazu drei Tipps:

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1. Stoßlüften statt Dauerlüften

Durch gekippte Fenster entweicht permanent wertvolle Heizwärme. Daher im Winter regelmäßig stoßlüften, um die Raumluft schnell und wirksam auszutauschen. Hierfür die Fenster etwa drei bis fünf Minuten ganz öffnen, falls möglich mit gegenüberliegenden Fenstern/Türen querlüften. Mindestens zweimal täglich wiederholen, je nach Nutzung auch öfter. Richtwert: Innerhalb von zwei bis drei Minuten ist die Raumluft eines normalen Zimmers (rund 15 m²) komplett ausgetauscht. Übrigens: Die Heizwärme ist überwiegend in den Wänden gespeichert und bleibt durch das Stoßlüften weitgehend erhalten.

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2. Schimmel: Luftfeuchtigkeit zählt

Je feuchter die Luft, desto höher ist die Schimmelgefahr. Die optimale Luftfeuchtigkeit liegt je nach Raumnutzung zwischen 40 und 50 Prozent bei einer Raumlufttemperatur von 18 bis 22 °C – bei Bad und Küche zeitweise auch höher. Schließen Sie beim Lüften die Türen von Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit, damit sich die Feuchtigkeit nicht in der Wohnung verteilt. Die relative Luftfeuchtigkeit lässt sich mit handelsüblichen Thermo-Hygrometern messen, zum Beispiel in Form von Wetterstationen.

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3. Wärme sichern

Während des Lüftens den Thermostat herunterdrehen, damit die Heizung nicht anspringt. Das spart Heizenergie. Außerdem Wärme sichern: Räume nicht länger als eine Stunde unter 17 °C auskühlen lassen. Denn die Wandflächen können durch die niedrigen Temperaturen feucht werden. Außerdem ist das Wiederaufheizen ausgekühlter Raumwände sehr zeit- und energieintensiv. Nachts nicht durchgehend heizen, Temperatur in wenig genutzten Räumen leicht herunterregeln.

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Wie stelle ich ein Thermostatventil optimal ein?

Die richtige Raumtemperatur ist Einstellungssache. Genauer gesagt, die Einstellung des Thermostatventils. Über den Regler am Heizkörper steuern Sie, ob warmes Heizungswasser durch den Heizkörper fließt, und somit die Wärme im Raum (außer Sie nutzen ein Raumthermostat an der Wand). In der Regel ist der Heizungsknopf mit Zahlen beschriftet: Die Skala reicht von * bis 5. Doch für welche Temperaturen stehen die Ziffern eigentlich? Hier die Erklärung:

Voreinstellbare Thermostatventile

Es existieren Thermostatventile und voreinstellbare Thermostatventile. Letztere sind für einen hydraulischen Abgleich unabdingbar. Von außen lässt sich allerdings nicht feststellen, welche Ventile genau verbaut sind. Dafür müssen Sie zuerst den Thertmostatkopf abziehen oder abschrauben. Keine Sorge, es kann kein Wasser ausströmen! Darunter sehen Sie das Ventilunterteil. Wenn vorne auf dem Ventileinsatz Zahlen eingraviert sind (z.B. 1-6, oder 5-8) haben Sie ein voreinstellbares Thermostatventil. Sind keine Zahlen zu sehen, müssen in der Regel die Thermostatventile für einen hydraulischen Abgleich ersetzt werden. Bei einigen Heizkörpern können auch die Rücklaufventile für den hydraulischen Abgleich genutzt werden. Ihr Heizungsfachmann ist dafür der richtige Ansprechpartner.

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Heizkörper richtig entlüften

Wenn ein Heizkörper gluckert oder nicht richtig warm wird, kann das ein Anzeichen für überschüssige Luft sein. Entlüften Sie Ihre Heizkörper in regelmäßigen Abständen. Am besten, bevor die Heizperiode startet, und überprüfen Sie diese in der Heizperiode einmal im Monat. So werden die Räume angenehm warm und Sie können die Heizkosten im Winter senken. Zur Entlüftung brauchen Sie nur einen Heizkörper-Entlüftungsschlüssel (erhältlich im Baumarkt oder Sanitärfachhandel), einen kleines Gefäß zum Auffangen von Heizungswasser, einen Lappen, falls etwas danebengeht, und ein paar Minuten Zeit. Schalten Sie zuerst die Umwälzpumpe Ihres Heizsystems ab und warten Sie einige Minuten, damit das System zum Stehen kommen kann.

Haben Sie keinen Zugang zur Pumpe, weil Sie beispielsweise in einem Mietshaus wohnen, geht es auch so. Ist die Heizungspumpe abgestellt, sammelt sich die Luft am oberen Teil des Systems – also oben an den Heizkörpern, wo sich auch das Entlüftungsventil befindet. Nehmen Sie nun den Entlüftungsschlüssel, stecken ihn in das passende Ventil an der oberen Seite des Heizkörpers und drehen Sie ihn vorsichtig und langsam gegen den Uhrzeigersinn. Nicht vergessen: Gefäß und Lappen griffbereit halten. Nach etwa einer viertel bis halben Drehung sollten Sie ein leises Zischen hören, wenn sich Luft in der Heizung befinden. Diese Luft entweicht nun. Drehen Sie jetzt das Ventil nicht weiter, sondern warten Sie, bis die Luft ausströmt und in der Folge ein konstanter Wasserstrahl aus der Öffnung fließt, den Sie mit Ihrem Gefäß auffangen können. Dann schließen Sie das Ventil langsam wieder. Fertig. Der Heizkörper ist entlüftet. Wiederholen Sie nun den Vorgang an allen Heizkörpern in Ihrer Wohnung bzw. in Ihrem Haus. Übrigens: Sollte keine Luft entweichen, sondern beim Öffnen des Ventils direkt Wasser aus dem Heizkörper fließen, war sehr wahrscheinlich keine Luft im System. Sollten Sie weiterhin Probleme mit ungleich warmen Heizkörpern haben, sollten Sie Ihren Heizungsfachmann nach einem hydraulischen Abgleich fragen.

Wie viel Platz braucht ein Heizkörper?

Damit ein Heizkörper seine volle Heizwirkung entfalten kann, sollte er frei gehalten und nicht mit Möbeln zugestellt werden. Denn Couch & Co. vor den Heizkörpern sorgen für Wärmestau und treiben die Heizkosten in die Höhe. Auch Vorhänge oder dicke Gardinen verhindern die optimale Verteilung der warmen Heizungsluft im Zimmer. Verzichten Sie ebenso auf dekorative Verkleidungen wie zum Beispiel Holzvertäfelungen. Möchten Sie dennoch Möbel oder Vorhänge vor der Heizung platzieren, so achten Sie auf einen Abstand zur Heizung von mindestens 30 Zentimeter. Das gewährleistet ein Mindestmaß an nötiger Wärmezirkulation. Speicherheizungen, sogenannten Nachtspeicherheizungen, brauchen etwas mehr Abstand (mindestens 50 Zentimeter) – sie sollten idealerweise aber gar nicht zugestellt werden, weil die Öfen die warme Luft von unten heraus pusten.

Was bringt ein hydraulischer Abgleich?

Gleichmäßig warme Heizkörper in allen Geschossen – ein Idealzustand, der in vielen Gebäuden nicht erreicht wird. Der Grund: Beim Großteil der Heizungsanlagen fließt das Wasser unterschiedlich schnell durch die Leitungen und Heizkörper. Das führt zu überversorgten Heizkörpern, die nah an der Heizanlage liegen und zu nicht ausreichend erwärmten Radiatoren in den weiter entfernten Räumen. Diese fehlende Regulierung lässt sich unproblematisch beheben: mit einem hydraulischen Abgleich. Ein Heizungsfachmann stellt dabei das System wieder optimal ein und erneuert auf Wunsch ineffiziente Bauteile. Wer sich für einen

hydraulischen Abgleich der Heizanlage entscheiden, reduziert damit den Energieverbrauch der Heizanlage sowie den Stromverbrauch der Pumpe und gewinnt an Komfort. Mehr zum hydraulischen Abgleich und derzeit nutzbaren Fördermöglichkeiten finden Sie auf unserer Seite zum hydraulischen Abgleich.

Energieträger

Es gibt viele Wege zur Wärme. Denn es existieren verschiedene Energieträger, mit deren Hilfe Wärme erzeugt wird: fossile, nukleare und regenerativen Energien. Wir möchten Ihnen zu den wichtigsten Energieträgern die Vor- und Nachteile etwas näher bringen:

Heizöl

Heizöl: Wirkungsvoll und günstig

Heizöl gehört zu den fossilen Brennstoffen. Es wird ursprünglich als Rohöl aus den Tiefen der Erde gefördert, anschließend gereinigt und unter anderem zu Heizöl weiterverarbeitet. Zum Kunden gelangt der flüssige Brennstoff in der Regel per Tanklaster und wird in großen Öltanks vor Ort gelagert. Die Ölheizung gehört heute zu den häufigsten Heizungsarten und ist noch in zahlreichern Ein- und Mehrfamilienhäusern im Einsatz. Moderne Ölheizungen mit Brennwerttechnik sind effizient und leistungsstark. Außerdem sind die Heizölpreise seit einiger Zeit auf relativ niedrigem Niveau.

Vorteile

  • Wirkungsvoller Brennstoff
  • Heizölpreis aktuell konkurrenzfähig (Stand 04/2017)
  • Freie Wahl des Lieferanten

Nachteile

  • Großer Platzbedarf
  • Vorfinanzierung notwendig
  • Endliche Ressource
  • Aufwendige Gewinnung und Transport inkl. Umweltbelastungen

Erdgas

Erdgas: Brennstoff aus der Leitung

Erdgas ist nicht nur der meistgenutzte Energieträger in Deutschland, sondern auch der umweltschonendste fossile Brennstoff. Heute wird jede zweite Wohnung durch eine Erdgas-Zentralheizung versorgt. Das hat viele Gründe. Zum einen ist Gas komfortabel: Es wird durch Leitungen direkt in den Haushalt geliefert und ist dort immer sofort verfügbar – ohne Nachbestellungen, ohne Terminabsprachen und Lagerhaltung. In Kombination mit moderner Niedertemperatur- und Brennwerttechnik ist Erdgas darüber hinaus sehr effektiv und energiesparend.

Vorteile

  • Muss nicht gelagert werden
  • Platzsparende Anlagen
  • Schadstoffarme Verbrennung ggü. Öl

Nachteile

  • Aufwendige Gewinnung und Transport
  • Endliche Ressource; es gibt erste Projekte, Methan als Erdgasersatz aus Wasserstoff, CO2 und regenerativem Überschussstrom herzustellen

Holz

Holz: Nachwachsender Rohstoff aus der Heimat

Wenn Holz verbrennt, wird klimaschädliches CO2 freigesetzt. Allerdings würde die gleiche Menge Kohlendioxid bei der natürlichen Verrottung entstehen und vorher beim Wachstum aus der Atmosphäre aufgenommen. Insofern ist Holz ein nahezu CO2-neutraler Energieträger. Und: Während Erdöl und Erdgas endliche Ressourcen sind, wächst Holz stetig nach. Zum Heizen wird der Rohstoff in unterschiedlicher Form genutzt: Entweder als Pellets, als Scheitholz oder als Hackschnitzel. Pellets bestehen aus naturbelassenen Holzabfällen wie Hobel- und Sägespänen, die unter hohem Druck zu kleinen Stäbchen gepresst werden. So verdichtet benötigen sie nur wenig Lagerfläche und haben gleichzeitig einen sehr hohen Heizwert. Die größeren Hackschnitzel sind Restbestände, die bei der Holzverarbeitung anfallen. Da sie zerkleinert, aber nicht gepresst werden, brauchen sie eine größere Lagerfläche als Pellets. Für sekundäre Heizquellen wie Kamine oder Öfen eignet sich Scheitholz besonders gut. Beim Kauf sollte vor allem auf die Holzart geachtet werden. Harte Laubhölzer verbrennen langsamer als Nadelhölzer, hinterlassen aber auch mehr Asche. Ebenso wichtig: der Feuchtigkeitsgehalt. In der Regel dauert es etwa zwei Jahre, bis das waldfrische Holz so weit durchgetrocknet ist, dass es verbrannt werden kann.

Bei der Verbrennung von Holz entsteht eine Belastung durch Feinstaub, die in einigen Gegenden spezielle Filter erfordert.

Vorteile

  • Einheimische Produktion
  • Nachwachsender Rohstoff
  • Weitgehend geschlossener CO2-Kreislauf

Nachteile

  • Geringe Energiedichte
  • Sorgfältige Lagerung ist vorgeschrieben
  • Umweltbelastungen durch intensivierte Forstwirtschaft
  • Feinstaubbelastung, speziell in Stadtzentren

Fernwärme

Fernwärme: Alternative zu Erneuerbaren Energien

Fernwärme ist kein klassischer Energieträger wie Erdgas oder Biomasse. Der Begriff bezeichnet vielmehr die Lieferung von heißem Wasser über Rohrleitungen direkt in die Haushalte. Erzeugt wird das heiße Wasser in großen Kraftwerken mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), in Müllverbrennungsanlagen oder Heizwerken. Besonders effizient und umweltschonend arbeiten KWK-Anlagen, weil sie gleichzeitig Strom und Wärme erzeugen. Da die Düsseldorfer Fernwärme in der Innenstadt einen Primärenergiefaktor von 0,00 hat, kann sie gleichgestellt mit Erneuerbaren Energien eingesetzt werden. Bereits jetzt nutzt fast jeder Zehnte Haushalt in Deutschland Fernwärme zum Heizen.

Vorteile

  • effiziente Erwärmung von Gebäuden
  • Senkung der Energiekosten
  • Gebäudewert steigt durch bessere Bewertung im Energieausweis
  • mehr Platz, da Brennstofflagerung entfällt
  • Kaminreinigungs- und Wartungsarbeiten entfallen
  • keine Belastungen durch Feinstaub und Emissionen am Ort des Verbrauchs
  • weniger CO2-Ausstoß

Nachteile

  • Neue Fernwärmeleitungen, besonders in Straßen, sind teuer für den Energieversorger

Industrielle Abwärme

Industrielle Abwärme: Auf dem Vormarsch

In der Industrie geht viel Energie als Abwärme verloren. Dahinter verbirgt sich ein riesiges Potenzial: Rein rechnerisch reicht die industrielle Abwärme in Europa, um zwei Drittel des gesamten Raumwärmebedarfs zu decken. Noch wird dieses Potenzial nicht ausgeschöpft. Erste Ansätze zur Nutzung der industriellen Abwärme gibt es aber bereits: In Form von heißem Dampf oder Wasser kann sie direkt in das Nah- oder Fernwärmenetz eingespeist und genutzt werden. Weil dafür ein bestimmtes Temperaturniveau erforderlich ist, sorgen hocheffiziente Wärmepumpen dafür, dass die Abwärme auf eine höhere Temperatur gebracht wird. Andere Projekte stellen sich die Frage, wie sich Abwärme speichern lässt, etwa in unterirdischen Wassertanks. Dafür wird warmes Wasser unter die Erde gepumpt. Dort ist es gut geschützt und verliert nur sehr wenig Energie – vergleichbar mit einer Thermoskanne.

Vorteile

  • Reduzierung des Energieverbrauchs und der Schadstoffemission
  • Ganzjährig in gleicher Menge verfügbar
  • Erhöhung der regionalen Wertschöpfung

Nachteile

  • Konkurriert im Sommer mit Solarthermie
  • Transport der Wärme ist aufwändig und kostspielig
  • Potenzial und Umfang regional unterschiedlich

Strom

Strom: Heizenergie aus der Steckdose

Elektrischer Strom kommt in Deutschland zum Großteil aus Großkraftwerken. Dafür werden häufig fossile Energieträger wie Erdgas oder Kohle verbrannt. Damit diese Kraftwerke möglichst umweltschonend arbeiten, müssen sie wenig Energie verbrauchen und dabei viel Strom produzieren – wie das Kraftwerk „Fortuna“ in Düsseldorf. Das Erdgaskraftwerk setzt auf eine Kombination von Gas- und Dampfturbinentechnik und Abwärme. Mit einem elektrischen Wirkungsgrad von über 60 Prozent bei der Stromerzeugung ist es eines der effizientesten Gaskraftwerke der Welt. Durch die gleichzeitige Erzeugung von Fernwärme erhöht sich die Brennstoffausnutzung auf bis zu 85 Prozent. Auch wenn elektrischer Strom anderen Heizenergieträgern in Sachen Umweltverträglichkeit, Effizienz und Kosten unterlegen ist, sind Kraftwerke noch immer eine Schlüsselkomponente des Energieversorgungssystems. Daneben wird etwa ein Drittel des Strombedarfs in Deutschland aus erneuerbaren Energiequellen wie Windkraft oder Biomasse produziert.

Vorteile

  • Keine wasserführenden Heizungsrohre im Haus, da der Strom aus der Steckdose kommt.
  • Strom aus Erneuerbaren Energien ist klimafreundlich
  • Überall verfügbar
  • Geringer Installationsaufwand
  • Effizientes Heizsystem durch Umwandlung von Strom in Wärme

Nachteile

  • Strom ist für die Gebäudeheizung zu wertvoll
  • Weitgehend schlechte CO2-Bilanz – bei alten Großkraftwerken bzw. Nutzung des Strommix
  • Auch bei speziellen Nachtstromtarifen hohe Heizkosten
  • Je nach Landesbauordnungen ist die alleinige oder primäre Nutzung von strombetriebenen Heizungen wie Infrarotheizungen in Neubauten nur eingeschränkt möglich oder möglicherweise nicht erlaubt

Geothermie

Geothermie: Energie von unten

Die Geothermie nutzt die in der Erdkruste gespeicherte Energie. Der größte Teil der Erdmasse ist bis zu 1.000 Grad Celsius heiß. Diese Wärme kann direkt zum Heizen oder zur Erzeugung von elektrischem Strom genutzt werden. Auch wenn die Erschließung der Erdwärme und die Anschaffung einer geeigneten Wärmepumpe mit vergleichsweise hohen Kosten verbunden sind, rentiert sich die Investition schnell: Denn die Wärme aus der Tiefe gibt es zum Nulltarif, sie ist emissionsfrei und unbegrenzt verfügbar.

Vorteile

  • Steht unabhängig von Witterung und Tageszeit zur Verfügung
  • Technisch bewährt für Wärmeproduktion
  • Kann als Wärme und zur Kühlung genutzt werden

Nachteile

  • Konflikte mit Grundwasser möglich
  • Hohe Erschließungskosten und Bohrrisiken
  • Nicht überall gleichermaßen gut verfügbar

Welche Heizung ist die richtige?

Welche Heiztechnik die richtige ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Das hängt von vielen Faktoren ab: Angefangen beim energetischen Zustand des Gebäudes über den individuellen Wärmebedarf bis hin zu vorhandenen Anschlussmöglichkeiten, zum Beispiel an das Gas- oder Fernwärmenetz. Wichtig ist vor allem, dass sämtliche Komponenten einer Heizung – Kessel, Regelungstechnik und Heizkörper – aufeinander abgestimmt sind und effizient zusammenarbeiten. Wir erklären Ihnen, worauf es ankommt:

Wirkungsgrad von Heizkesseln vergleichen

Während früher noch leistungsstarke Heizungsanlagen mit möglichst hohen Kilowattzahlen eingebaut wurden, steht heute vor allem das Thema Energieeffizienz im Vordergrund. Die Heizung soll ihren Zweck optimal erfüllen und dabei so wenig Leistung wie möglich benötigen. Deshalb lohnt es sich, den Wirkungsgrad unterschiedlicher Heizkessel zu vergleichen. Der Wert gibt an, wie viel vom eingesetzten Brennstoff in Heizwärme umgesetzt wird. Gas- und Öl-Niedertemperaturheizkessel erreichen einen Wirkungsgrad 84 und 88 Prozent. Dabei geht ein Teil der Energie als Abluft durch den Schornstein verloren. Moderne Brennwertgeräte nutzen diese heiße Luft: sie wird durch Kondensation in einem Wärmetauscher zurückgewonnen und der Heizung wieder zugeführt. Dadurch erhöht sich der Wirkungsgrad auf 98 Prozent – das heißt, fast die gesamte Energie wird in Wärme umgewandelt.

Im Vergleich zu einem Standardkessel können moderne Brennwertkessel bis zu 20 Prozent Energie im Jahr einsparen. Damit sie optimal arbeiten, brauchen sie eine möglichst niedrige Rücklauftemperatur: Je kühler das Heizwasser von den Heizkörpern in den Kessel zurückfließt, desto größer ist der Kondensations-Effekt. Die Rücklauftemperatur kann man nicht einfach am Heizkessel einstellen. Dazu muss auch die Vorlauftemperatur der Heizungsanlage niedrig sein – und die hängt maßgeblich von der Beschaffenheit des Gebäudes, dem hydraulischen Abgleich und den Außentemperaturen ab.

Was versteht man unter Heizlast?

Wenn ein Gebäude im Winter viel Wärme über das Dach, die Wände oder Fenster verliert, muss der Heizkessel auf voller Leistung arbeiten, um die Temperatur im Haus auf einem behaglichen Niveau zu halten. Diese Leistung wird Heizlast genannt. Pauschal lässt sich sagen: Ein Altbau, der schnell auskühlt, hat eine hohe Heizlast und braucht deshalb eine leistungsstärkere Heizung als ein gut isolierter Neubau. Heiztechnik und Wärmedämmstandard sollten daher aufeinander abgestimmt sein. Wer seine Heizungsanlage erneuert und erst zu einem späteren Zeitpunkt Wärmeschutzmaßnahmen vornimmt, wird wahrscheinlich einen überdimensionierten Heizkessel installieren, der eine höhere Vorlauftemperatur bereitstellt, als das Gebäude nach den Maßnahmen benötigt.

Welche Heizkörper sollen installiert werden?

Hier gilt: größer ist besser. Ein Neubau mit einer großflächigen Fußbodenheizung benötigt eine Vorlauftemperatur von gerade einmal 35 Grad Celsius. Deutlich mehr als 60 Grad Celsius werden in einem Altbau mit kleinen Radiatoren gebraucht. Große Heizflächen zahlen sich vor allem in Verbindung mit Wärmepumpen aus, da diese bei niedrigen Temperaturen höhere Leistungszahlen erreichen. Ähnlich funktioniert die solare Heizungsunterstützung: je niedriger die benötigte Temperatur ist, umso höher fällt der jährliche Ertrag aus. Denn die Anlage liefert auch dann verwertbare Temperaturen, wenn die Sonne gerade nicht scheint.

Warum ist die Außentemperatur so wichtig?

Wenn es draußen sehr kalt ist, benötigt die Heizungsanlage eine höhere Vorlauftemperatur, um den Raum warmzuhalten – unabhängig von der Heizungsart und der Heizkörpergröße. Dafür gibt es eine mathematische Funktion, die sogenannte Heizkennlinie oder Heizkurve. Sie gibt an, wie hoch die Vorlauftemperatur in einem Heizungssystem sein muss, um bei jedem Wetter die gewünschte Temperatur im Haus erreichen zu können. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von der witterungsgeführten Heizungsregelung. Ohne eine solche Regelung verbraucht die Anlage vor allem an wärmeren Tagen unnötig viel Energie und sind nach aktueller Energieeinsparverordnung nicht mehr zulässig.

Heizkurve richtig einstellen

Die Einstellung der Heizkurve wird am Bedienelement an der Heizung vorgenommen. Temperaturfühler außerhalb des Hauses sind ebenfalls Bestandteil der Heizungsregelung und sorgen dafür, dass die Vorlauftemperatur der Heizungsanlage angepasst wird, wenn die Außentemperaturen steigen oder fallen. Dabei müssen drei grundlegende Stellschrauben berücksichtigt werden: Die Steigung der Heizkurve, die Parallelverschiebung und die Nachtabsenkung.

Die Steigung oder Steilheit der Kurve gibt an, wie stark sich die Vorlauftemperatur in Abhängigkeit der Außentemperatur verändert. Ein ungedämmtes Haus benötigt eine steile Heizkurve, da der Kessel im Winter besonders viel Wärme zur Verfügung stellen muss. Im Neubau hingegen sind die Wärmeverluste gering, hier kann eine flache Heizkurve gewählt werden. Dadurch sinken die Verluste der Heizungsanlage und das verringert den Energieverbrauch.

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1. Heizkurven mit unterschiedlichen Steigungen.

2. Parallelverschiebung der Heizkurve nach oben.

Der Fußpunkt der Kurve bestimmt das generelle Temperaturniveau. Wenn es in den Räumen ständig zu warm ist, lässt sich die Vorlauftemperatur insgesamt leicht senken. Dazu wird die gesamte Kurve verschoben. Ein Beispiel für eine solche Parallelverschiebung ist die Nachtabsenkung.

Bei einem optimalen Verlauf der Heizkurve sorgt die Heizung für angenehme Temperaturen bei einem möglichst geringen Verbrauch. Da jedes Haus und jede Anlage anders sind, sollte ein Installateur die Einstellungen vornehmen – er weiß genau, wie sich eine Verschiebung der Heizkurve auf Komfort und Verbrauch auswirkt. Noch ein Tipp: Die Heizkurve sollte mindestens einmal nachjustiert werden, am besten an einem sehr kalten Tag und mit abgeglichener Hydraulik.

Um die optimale Heizkurve zu finden, sollte vorher vom Fachmann ein hydraulischen Abgleich durchgeführt werden. Dadurch wird sichergestellt, dass alle Räume im Haushalt.

Heizungsprobleme und Lösungen

Wenn die Heizung streikt, kann es viele Ursachen haben: Angefangen beim Kessel über Rohre und Leitungen bis hin zu den einzelnen Heizkörpern. Einige Probleme können Hausbesitzer selbst beheben, bei anderen ist es ratsam, einen Fachmann zu fragen:

Woran erkenne ich, dass etwas nicht in Ordnung ist?

Am offensichtlichsten ist natürlich, wenn die Heizung nicht mehr funktioniert oder nur sehr eingeschränkt arbeitet. Aber auch ein ungewöhnlich hoher Verbrauch kann ein Hinweis darauf sein, dass etwas nicht in Ordnung ist. Dabei muss nicht einmal ein Defekt vorliegen. Häufig arbeitet die Heizungsanlage einfach nicht optimal. Werden zum Beispiel nicht alle Heizkörper gleichmäßig warm, hilft ein hydraulischer Abgleich. Oder noch einfacher: Entlüftungsventil aufdrehen. Auch die Funktion von Ausdehnungsgefäß oder Thermostatventilen sollten hin und wieder genauer unter die Lupe genommen werden. Und schließlich kann die alte Anlage auch über die Einstellung der Regelung für Heiz- und Warmwasserzeiten, Heizkurve und Co. optimiert werden. Genauso können ungewöhnliche Geräusche an der Heizung oder den Heizkörpern ein Hinweis auf ein Problem darstellen.

Warum werden die Heizkörper nicht richtig warm?

Wenn nur der obere Teil des Heizkörpers warm wird, ist wahrscheinlich die Wasserzirkulation gestört. Die Pumpe sorgt für den notwendigen Förderdruck im Leitungssystem, damit das warme Wasser zu den Heizkörpern transportiert werden kann. Ist der Wasserdruck zu niedrig, wird nicht mehr genügend Wärme in die Wohnräume geleitet – und die Heizkörper bleiben kalt. Dann gilt es, Wasser in das System nachzufüllen. Wer nicht weiß, wie er Wasser nachfüllen kann, sollte einen Profi kommen lassen.

Welche Rolle spielt das Ausdehnungsgefäß?

Das Ausdehnungsgefäß sorgt dafür, dass der Druck in den Rohren konstant bleibt. Nötig ist das, weil warmes Wasser sich ausdehnt und kaltes Wasser nur wenig Platz braucht. Nach ein paar Jahren im Einsatz zeigen sich Abnutzungserscheinungen – meistens reißt die Membran im Innern des Ausdehnungsgefäßes. Sie ist dafür zuständig, das Heizwasser und die Stickstofffüllung des Behälters voneinander zu trennen. Ohne diese Trennung funktioniert der Druckausgleich nicht. Erkennen kann man eine gerissene Membran ganz einfach selbst: Jedes Ausgleichsgefäß besitzt ein Ventil. In der Regel ist das ein Autoventil. Wird der kleine Stift in der Mitte eingedrückt, sollte Luft herauskommen. Ist die Membran gerissen, spritzt stattdessen Heizungswasser aus dem Ausdehnungsgefäß.

Den Austausch des Gerätes sollte ein Profi vornehmen. Das gilt auch für Reparaturarbeiten an der Heizungspumpe. Aber auch wenn das Gerät nicht kaputt ist – moderne Hocheffizienzpumpen arbeiten nicht nur effizienter, sie brauchen auch deutlich weniger Strom.

Wie kommt Luft in die Heizkörper?

Wird nur der vordere Teil des Heizkörpers warm, befindet sich Luft in der Heizung. Das lässt sich kaum verhindern, denn Heizungswasser enthält Luft. In 1.000 Liter Leitungswasser sind bei einer Temperatur von 10 Grad Celsius fast 70 Liter Luft gelöst. Wird das Wasser auf 75 Grad Celsius aufgewärmt, löst sich mehr als die Hälfte dieser Luft in Form von kleinen Bläschen. Das führt zu Störungen beim Wassertransport und damit auch bei der Wärmeverteilung in der Heizungsanlage. Große Luftblasen sammeln sich im oberen Bereich der Heizkörper und machen sich durch lautes Gluckern bemerkbar. Sie können mit dem Entlüftungsventil abgelassen werden. Problematisch sind vor allem kleine Luftbläschen, die sich im strömenden Wasser befinden und durch einfaches Entlüften der Heizkörper nicht entfernt werden können. Hier braucht man einen speziellen Entgaser. Die Geräte setzen entweder die Strömungsgeschwindigkeit des Wassers so weit herab, bis sich die Luft aus dem Wasser löst oder versetzen das strömende Wasser in Rotation. Durch die Drehung sammeln sich die leichten Bläschen in der Mitte und können abgeführt werden.

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1. Wenn sich Luftblasen im Heizungskörper sammeln, wird er vor allem im oberen Bereich nicht mehr richtig warm.

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2. Nach der Entlüftung verteilt sich das warme Wasser wieder gleichmäßig im Heizkörper.

Wie erkenne ich einen Rohrbruch?

Erstes Anzeichen für einen Rohrbruch in der Heizung ist ein wiederkehrender Druckabfall. Der kann aber auch andere Ursachen haben. Zunächst sollte geklärt werden, ob Ausdehnungsgefäß, Überdruckventil, Schnellentlüfter und Füllschlauch in Ordnung sind. Wenn ja, ist ein Rohrbruch wahrscheinlich. Wände oder Böden müssen trotzdem nicht großflächig aufgestemmt werden. Denn heute gibt es moderne Verfahren zu Ortung einer defekten Wasserleitung, die Schall-, Infrarot- oder Videotechnik nutzen.

Die Rohrleitungen der Heizung erwärmen umgebende Fußböden oder Wände. Das macht sich die Thermografie zunutze: So genannte Hot Spots erscheinen auf den Bildern als rote Bereiche und zeigen, wo das warme Wasser austritt. Ergänzend kann eine akustische Leck-Ortung vorgenommen werden. Sie hilft dabei, das Leck genau zu lokalisieren. Ein hochempfindliches Bodenmikrofon macht hörbar, wo das Wasser aus dem Rohr fließt. Um Messfehler zu vermeiden, müssen Störquellen wie der Heizkessel oder die Waschmaschinen während der Untersuchung abgestellt werden. Weitere Verfahren wie die Gasortung oder die Videoendoskopie sind aufwändig und lohnen sich für kleine Lecks in der Heizungsanlage in der Regel nicht.

Heizungswartung und Heizungsreparatur

Um langfristig Kosten zu senken, sollten bei der Wahl der richtigen Heizungstechnik verschiedene Aspekte beachtet werden. Neben dem Einsatz moderner Geräte und einer richtig dimensionierten Heizungsanlage, sorgt eine regelmäßige, jährliche Wartung für einen sparsamen, schadstoffarmen und leisen Betrieb des Heizkessels.

Warum muss die Heizung gewartet werden?

Etwa 1.400 bis 2.000 Stunden pro Jahr ist eine Heizungsanlage im Einsatz – insbesondere während der Heizperiode von Oktober bis April. Damit sie dieser hohen Belastung standhält, sollte die gesamte Anlage jedes Jahr durch einen Fachbetrieb überprüft und gewartet werden. Dadurch lassen sich nicht nur Ausfälle vermeiden, sondern auch Energie und Kosten einsparen. Außerdem knüpfen viele Hersteller ihre Gewährleistungen an eine regelmäßige Wartung.

Welchen Vorteil hat ein Wartungsvertrag?

Ein Wartungsvertrag wird direkt mit einem Fachbetrieb für Heiztechnik vereinbart. Das heißt auch: Der Kunde bestimmt, wann die Arbeiten durchgeführt werden sollen und was alles überprüft wird. In der Regel umfasst ein Wartungsvertrag die Inspektion, Wartung und Instandhaltung der gesamten Heizungsanlage.

Die Profis vom Fachbetrieb überprüfen jährlich, ob sämtliche Sicherheitseinrichtungen funktionieren, die Abgaswerte stimmen und der Wärmetauscher sowie die Druckverhältnisse der Anlage in Ordnung sind. Defekte Teile werden direkt ausgetauscht und auch die Heizkurve kann gegebenenfalls angepasst werden. Außerdem schließt jede Wartung eine gründliche Reinigung des Heizkessels mit ein. Denn schon eine Rußschicht von nur einem Millimeter kann den Brennstoffverbrauch um fünf Prozent erhöhen.

hand-to-do-list

Was wird bei einer Heizungswartung gemacht?

  • Inspektion der mechanischen Teile
  • Kontrolle des Füllwassers
  • Kontrolle des Fehlerspeichers
  • Sichtkontrolle sämtlicher Teile, die mit Feuer in Berührung kommen
  • Bei Brennwertgeräten: Reinigung des Siphons
  • Bei Gasanlagen: Reinigung des Brennraums
  • Kontrolle der Tankanlagen für Öl oder ggf. Gas
  • Überprüfung des Ausdehnungsgefäßes auf Druckhaltung
  • Optimierung der Einstellungen, z. B. der Heizkurve

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