Ihr neuer digitaler Stromzähler

Digitale Stromzähler

Digitale Stromzähler gibt es in zwei Varianten:

die moderne Messeinrichtung und

das intelligente Messsystem.

Sie unterscheiden sich im technischen Umfang der Geräte und in deren Funktion.

Digitale Stromzähler

Moderne Messeinrichtung (mME)

Eine moderne Messeinrichtung (mME) ist ein digitaler Stromzähler, der den Stromverbrauch besser veranschaulichen kann, als Ihr alter Stromzähler (u. a. Drehstromzähler). Denn er stellt auch tages-, wochen-, monats- und jahresbezogene Werte dar. So können Sie jederzeit Ihren Stromverbrauch oder Ihre Stromerzeugung für die letzten zwei Jahre am Zähler anzeigen lassen.

Alle Verbrauchergruppen in Düsseldorf, deren durchschnittlicher Jahresverbrauch unter 6.000 kWh oder deren Stromerzeugung unter 7 kW liegt, bekommen von der Netzgesellschaft Düsseldorf ab Herbst 2017 eine moderne Messeinrichtung eingebaut (ein Drei-Personen-Haushalt verbraucht im Durchschnitt ca. 3.500 kWh). Es ist möglich, Ihre moderne Messeinrichtung durch ein Smart Meter Gateway zu ergänzen, sofern die technischen Voraussetzungen erfüllt sind. Auch, wenn Sie unter die oben genannten Grenzwerte fallen, wären Sie so mit einem intelligenten Messsystem (iMsys) ausgestattet.

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Intelligentes Messsystem (iMsys)

Ein intelligentes Messsystem besteht aus einer modernen Messeinrichtung, die durch ein Smart Meter Gateway ergänzt wird. Das Smart Meter Gateway ist die Kommunikationseinheit, die die Messwerte des Energieverbrauchs automatisch an Berechtigte überträgt. Natürlich unter strengsten Datenschutzbestimmungen. Es ist somit die Schnittstelle jedes einzelnen Zählers zum gesamten intelligenten Stromnetz.

Alle Verbrauchergruppen in Düsseldorf, deren durchschnittlicher Jahresverbrauch über 6.000 kWh oder deren Stromerzeugung über 7 kW liegen, erhalten voraussichtlich ab Mitte 2018 ein intelligentes Messsystem. Einschränkung: Bei allen Verbrauchergruppen, deren durchschnittlicher Jahresverbrauch zwischen 6.000 und 10.000 kWh liegt oder deren Stromerzeugung über 100 kW liegt, wird erst ab 2020 ein intelligentes Messsystem eingebaut.

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Vorteile digitaler Stromzähler

Vorteile einer modernen Messeinrichtung (mME)

Mit einer modernen Messeinrichtung haben Sie Ihren Stromverbrauch und Ihre Stromeinspeisung jederzeit im Blick. Das sorgt für mehr Transparenz beim Stromverbrauch. Sie können jederzeit Ihren tatsächlichen Verbrauch einsehen oder sich z. B. Ihren zurückliegenden Verbrauch der letzten Tage, Wochen, Monate und sogar der letzten zwei Jahre am Zähler anzeigen lassen. So ist ein Vergleich möglich. Außerdem kann eine moderne Messeinrichtung zu einem intelligenten Messsystem aufgerüstet werden.

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Vorteile eines intelligenten Messsystems (iMsys)

Das intelligente Messsystem (iMsys) gibt in Echtzeit Antwort darauf, wie viel Strom gerade verbraucht wird. Wenn Sie Ihre Verbrauchswerte kennen, können Sie noch bewusster mit ihnen umgehen und Ihren Stromverbrauch senken. Außerdem werden Sie künftig den Tarif wählen können, der zu Ihren Energieverbrauch passt. Da Ihre Verbrauchsdaten und Zählerstände per Smart Meter Gateway sicher übermittelt werden, sparen Sie sich außerdem den Gang in den Keller, um den Stromzähler abzulesen.

Austausch des Stromzählers

Wann zieht der digitale Stromzähler bei Ihnen ein?

Bei allen Verbrauchern in Düsseldorf, deren durchschnittlicher Jahresverbrauch unter 6.000 kWh oder deren Stromerzeugung unter 7 kW liegt, wird ab Herbst 2017 eine moderne Messeinrichtung eingebaut. Verbrauchergruppen, deren durchschnittlicher Verbrauch pro Jahr über 6.000 kWh oder deren Stromerzeugung über 7 kW liegen, bekommen voraussichtlich ab Mitte 2018 ein intelligentes Messsystem. Einschränkung: Bei allen Verbrauchergruppen, deren durchschnittlicher Jahresverbrauch zwischen 6.000 und 10.000 kWh liegt oder deren Stromerzeugung über 100 kW liegt, wird erst ab 2020 ein intelligentes Messsystem eingebaut.

Wie läuft der Wechsel/Austausch ab und wer führt diesen durch?

Die Netzgesellschaft Düsseldorf (NGD) ist als Netzbetreiber und grundzuständiger Messstellenbetreiber dazu verpflichtet, die betroffenen Netzkunden mit Zählern auszustatten. Mehr erfahren

Kosten

Zu Ihrem Schutz hat der Gesetzgeber Preisobergrenzen festgelegt, die von allen grundzuständigen Messstellenbetreibern einzuhalten sind. Aktuelle Informationen entnehmen Sie bitte aus den Preisblättern der Netzgesellschaft Düsseldorf.

Datenschutz & Datensicherheit

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Wir sind es längst gewohnt, Daten online zu teilen (z.B. beim Online-Banking). Trotzdem bleibt es eine sensible Angelegenheit. Das weiß auch der Gesetzgeber. Deshalb schreibt er vor, dass z.B. Smart-Meter-Gateways nur von einem zertifizierten Techniker eingebaut und betrieben werden dürfen. Aber auch die Datenübertragung ist sicher – das Smart-Meter-Gateway wird vom BSI (dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) mit dem sogenannten „BSISchutzprofil“ zertifiziert. Das heißt: Der Sicherheitsstandard liegt bei der Übertragung Ihrer Daten sogar höher als beim Online-Banking. Damit das auch so bleibt, entwickelt das BSI die Sicherheitsstandards ständig weiter. Außerdem wird festgelegt, welche Partei welche Informationen erhält. Das bedeutet, dass der Messstellenbetreiber nur Absender und Empfänger von Daten erkennt, aber die verbrauchte Strommenge verschlüsselt ist.

Gesetze

Regeln und Pflichten bei der Digitalisierung der Energiewende

Durch den Einsatz von digitalen Stromzählern verspricht sich der Gesetzgeber künftig das Einsparen von Energie und eine effizientere Netzsteuerung. Natürlich muss auch die Digitalisierung der Energiewende nach bestimmten Regeln und Pflichten für alle beteiligten Parteien ablaufen. Diese sind im Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende (GDEW) und im darin enthaltenen Messstellenbetriebsgesetz (MsbG) festgehalten.

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