Wärmedämmung

Das lohnt sich

Sie haben nichts zu verschenken! Deshalb soll die Heizwärme auch dort bleiben, wo sie hingehört – im Wohnraum. Mit der richtigen Wärmedämmung von Fassade, Dach und Keller sparen Sie Geld und entlasten die Umwelt. Und das Beste: Gut gedämmte Häuser haben das ganze Jahr über ein angenehmes Klima.

Was ist eine Wärmedämmung und warum ist sie so wichtig?

Das Prinzip Wärmedämmung ist einfach: Bleibt die Heizwärme im Haus, sinkt der Energiebedarf. Denn die meiste Wärme geht über die Gebäudehülle verloren. Typische Schwachstellen sind nicht- oder unzureichend isolierte Außenwände, alte Fenster oder ein undichtes Dach. Wie hoch der Wärmeverlust ist, wird mit dem sogenannten U-Wert (Wärmedurchgangs-koeffizient) beziffert. Er bestimmt, wie viel Energie durch einen Quadratmeter Fläche verloren geht, wenn es draußen ein Grad kälter ist als im Innern. Je niedriger der U-Wert eines Fensters oder einer Kellerdecke, desto besser funktioniert die Wärmedämmung.

Die Energieberater der Stadtwerke Düsseldorf gehen Wärmeverlusten auf den Grund. Sie analysieren die typischen Schwachstellen an Ihrem Haus und beraten Sie hinsichtlich einer sinnvollen Wärmedämmung.

Tortendiadramm

Was wird eigentlich gedämmt?

Die Fenster: Wärmedämmung mit Durchblick
Wärmedämmung von Fenstern

Eine gute Wärmedämmung beginnt bei den Fenstern. Sie sind die größten Schwachstellen in der Fassade: Durch einfach verglaste Fenster geht vier Mal so viel Wärme verloren wie durch eine ungedämmte Wandfläche. Bei der energetischen Sanierung der Gebäudehülle sollten daher immer auch die Fenster eine Rolle spielen. Moderne Wärmeschutzfenster sind zwei- oder dreifach verglast, Rahmen und Abdichtung tragen zusätzlich zur Wärmedämmung bei. Doch aufgepasst: Wärmeschutzfenster brauchen immer auch ein angepasstes Lüftungskonzept, das den notwendigen Luftaustausch sicherstellt. Worauf Sie dabei achten sollten, erklärt die Energieberatung der Stadtwerke Düsseldorf.

Die Fassade: Hier geht nichts verloren
Wärmedämmung an der Fassade

Im Neubau ist sie bereits Pflicht, beim Altbau oftmals vernachlässigt – die Fassadendämmung. Als Königsdisziplin der Wärmedämmung hat sie das größte Sparpotenzial. Dementsprechend umfangreich ist das Angebot.

Für eine Wärmedämmung der Außenfassade eignen sich Wärmedämmverbundsysteme (WDVS). Sie werden direkt auf den Außenputz gesetzt, entweder durch Verklebung oder mithilfe von Schienen. Verbundsysteme bestehen aus mehreren Schichten: Auf die Befestigung folgen Wärmedämmung, Armierungsschicht und schließlich der Außenputz. Alternativ kann die Außenwand mit einer vorgehängten hinterlüfteten Fassade (VHF) gedämmt werden. Bei dieser Variante sind die einzelnen Schichten der Dämmung klar voneinander getrennt. Der Dämmstoff wird direkt auf die Außenseite der tragenden Wand montiert. Ein schmaler Luftraum zwischen der Wärmedämmung und der Fassadenverkleidung sorgt dafür, dass Wohn- und Baufeuchte abtransportiert werden. Wer in einem denkmalgeschützten Haus wohnt, ist auf eine Innendämmung angewiesen. Sie hat den Vorteil, dass der Wohnraum schneller aufheizt, weil die Luft nicht an den Außenwänden abkühlt. Innendämmungen sind jedoch bauphysikalisch anspruchsvoll und sollten immer vom Profi geplant und ausgeführt werden. Die Energieberatung der Stadtwerke Düsseldorf steht Hauseigentümern bei der Entscheidung für die optimale Wärmedämmung der Fassade hilfreich zur Seite.

Das Dach: Wärmedämmung nach Maß

Regen, Schnee und Sonne – das Dach ist Wettereinflüssen besonders stark ausgesetzt. Gleichzeitig ist es groß und je nach Bauart nicht an allen Seiten gut einsehbar. Kein Wunder also, dass Dach und Dachgeschoss im Kampf gegen den Energieverlust häufig unbeachtet bleiben. Dabei hat das Dach einen entscheidenden Vorteil: Die Wärmedämmung kann ohne viel Aufwand zwischen, auf oder unter den Dachsparren angebracht werden. Je nach Konstruktion variiert die Art der Dämmung. In der Regel richtet sich die Dicke des Materials jedoch nach der Breite der Sparren. Bei der Auswahl des passenden Dämmstoffes sind kaum Grenzen gesetzt. Unsere Energieberater klären auf, was Sie bei der Wärmedämmung für das Dach beachten sollten und welches Material für Sie optimal ist.

Der Keller: Ganz ohne Feuchtigkeit

Innen, außen, oben, unten – es gibt viele Möglichkeiten, den Keller zu dämmen. Welche Variante für Sie optimal ist, hängt vor allem von den baulichen Gegebenheiten und von der Raumnutzung ab. Wird der Keller nicht oder nur wenig beheizt, sollte die Kellerdecke von unten mit einer Wärmedämmung versehen werden. Das gleicht die unterschiedlichen Temperaturen zwischen Keller und Wohnraum aus. Eine Perimeterdämmung (auch Sockeldämmung) hingegen kommt dort zum Einsatz, wo sich Haus und Erdreich berühren – an der Außenseite der Kellerwände. Vor allem im Winter wirken nicht nur Regen und Schnee auf das Material, sondern auch Frost und Sickerwasser. Deshalb muss die Wärmedämmung wasserdicht und druckfest sein. Weniger aufwendig gestaltet sich die Wärmedämmung der Kellerwände oder des Bodens. Hier ist es besonders wichtig, dass sich zwischen dem Dämmstoff und der Wand keine Feuchtigkeit bildet. Kapillaraktive Dämmsysteme nehmen Feuchtigkeit auf und geben sie später wieder an die Raumluft ab. Dadurch regulieren sie das Klima und verhindern, dass sich Tauwasser bildet. Die Stadtwerke fördern in bestehenden Wohngebäuden die nachträgliche Wärmedämmung der Kellerdecke mit 100 Euro. Auch bei der außen- oder innenseitigen Dämmung sowie der Wärmedämmung des Kellerbodens stehen wir Ihnen beratend zu Seite.

Förderung Stadtwerke Düsseldorf

Wir fördern in Bestandsgebäuden die nachträgliche Wärmedämmung der Kellerdecke in Wohngebäuden, wenn die Wärmedämmung mindestens 14 Zentimeter dick ist (WLG 035):

Einmalig 100 Euro je Wohngebäude

Antrag: Fördermittel zur Dämmung der Kellerdecke (PDF, 165 KB)

Der Altbau: Alles auf einmal

Die Serviceagentur SAGA berät und unterstützt private Hauseigentümer kostenlos rund um das Thema Wärmedämmung im Altbau. Sie ist eine gemeinsame Einrichtung des Umweltamtes der Landeshauptstadt Düsseldorf, der Verbraucherzentrale NRW und der Stadtwerke Düsseldorf.

Mehr Informieren finden Sie hier .

Welche Dämmstoffe gibt es?

Dämmstoffe funktionieren nach einem einfachen Grundprinzip: Sie binden Luft. Denn Luft ist ein schlechter Wärmeleiter. Zumindest, wenn sie sich nicht bewegt. Deshalb besteht der Dämmstoff aus vielen kleinen Luftkammern. Das gängigste Material für die Wärmedämmung ist Polystyrol, besser bekannt unter dem Namen Styropor. Der Kunststoff ist günstig, wasserfest und er verrottet nicht. Daneben gibt es eine große Anzahl an ökologischen Dämmstoffen aus Baumwolle, Holz oder Zellulose. Während Zellulose-Flocken dazu genutzt werden, Hohlräume in einem zweischaligen Mauerwerk auszufüllen, gibt es die Holzfaserdämmung auch in Form von starren oder flexiblen Platten. Holz speichert Wärme und reguliert den Feuchtigkeitsgehalt der Luft. Das zahlt sich auch im Sommer aus, wenn die Hitze erst gar nicht ins Haus eindringt.

Welche Kosten entstehen für eine Wärmedämmung?

Der Aufwand und die Kosten für eine Wärmedämmung hängen vom Zustand des Hauses und von den Wünschen des Hausbesitzers ab. Deshalb lassen sich die Gesamtkosten nicht pauschal beziffern.

Wird die Wärmedämmung gefördert?

Die Stadtwerke Düsseldorf unterstützen Sie bei der energetischen Aufwertung und der Wärmedämmung ihres Gebäudes mit einem umfangreichen Förderprogramm. Zuschüsse von bis zu 400 Euro gibt es für Maßnahmen, die zu einer Effizienzsteigerung beitragen. Die Energieberatung informiert darüber hinaus über weitere öffentliche Fördertöpfe. Denn auch der Staat fördert die Wärmedämmung mit Zuschüssen oder zinsgünstigen Darlehen.

Übersicht der Fördermöglichkeiten

Bitte beachten Sie: Fördergeber, Förderinstitutionen und nicht zuletzt die Fördermittel können kurzfristig stark variieren. Aus diesem Grund kann für die oben genannten Angaben keine Gewähr oder Haftung übernommen werden. Bitte erkundigen Sie sich vor Beginn der Baumaßnahme. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Die Energieberatung der Stadtwerke Düsseldorf

Telefonkontakt zu den Stadtwerken Düsseldorf

Wir helfen Ihnen dabei, die passende Wärmedämmung für die Gebäudehülle zu finden – vom Keller bis zum Dach. Aber nicht nur das: Eine energiesparende Heiztechnik, eine kontrollierte Wohnungslüftung und nicht zuletzt das richtige Nutzerverhalten beziehen wir in die Überlegungen mit ein.

Service Telefon: (0211) 821 2121

E-Mail: energieberatung@swd-ag.de