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Wedding-Planner-App „yeswedo“

Mit der kostenlosen Hochzeitsapp eines Düsseldorfer Start-ups wird die Planung des schönsten Tags im Leben entspannt und überschaubar

Wedding-Planner-App: Gründer Stefan Grützmacher

Er fragt sie, sie sagt ja, alles wird gut. So läuft es in Hollywood. Die Realität sieht für Brautleute oft anders aus: Nach dem Antrag laufen die Hochzeitsvorbereitungen aus dem Ruder – Kosten, Organisation, Aufwand – und die Brautleute völlig gestresst in den Hafen der Ehe ein. Nicht so mit der Wedding-Planner-App „yeswedo“.

Er hat einen Antrag gemacht! Sie kann es nicht glauben. Auch am Morgen danach taumelt sie immer noch auf Wolke sieben umher. Wäre sie Amerikanerin, dann würde sie jetzt ihren seit der Kindheit gepflegten Hochzeitsordner hervorholen und darin blättern. Aber ganz unvorbereitet ist sie dann doch auch nicht: Bei der ersten Tasse Kaffee am „Tag danach“ blättert sie im heimlich schon lange zugelegten Hochzeitsmagazin und merkt, wie sich der Freudentaumel in Nervosität verwandelt: An was man bei der Hochzeitsplanung alles denken muss! Musik, Blumen, Kleid, Torte, Location, Fotograf, Einladungskarten … Wie soll man das alles organisieren und den Überblick behalten? Wie überschaut man die Kosten, damit es im Rahmen bleibt? Welcher Dienstleister ist auf seinem Gebiet jeweils der beste? Aber sie hat Glück, denn demnächst wird Stefan Grützmacher in ihr Leben treten. Wenn sie will. Hochgewachsen, sympathisches Auftreten, nett anzuschauen. Und ihr Zukünftiger wird nichts dagegen haben.

Hochzeitspaar
Der schönste Tag im Leben kann schnell der stressigste werden …

Die drei Leben des Stefan Grützmacher

Szenenwechsel. Nie hätte sich der einstige Telekom-Mitarbeiter Stefan Grützmacher träumen lassen, welchen beruflichen Weg er einmal einschlagen würde. Auf die Frage eines Bekannten, ob er nicht Hochzeitsredner bei seiner Hochzeit sein wolle, sagte er zu: „Geschichten erzählen liegt mir, das wissen meine Freunde und Bekannten. Und da man auf einer Hochzeit entlang der Geschichte des Brautpaares durch die freie Zeremonie führt, war die Idee nicht völlig aus der Luft gegriffen.” Der Rest dieses Kapitels ist schnell erzählt: Grützmachers 1. Hochzeit war eine russische mit vielen Gästen, darunter unzählige Heiratswillige, und das Telefon beim Hochzeitsredner stand nicht mehr still. So trat also das Thema Hochzeit in Grützmachers Leben, ohne dass er selbst vor den Traualtar trat. Im Zuge dieses Jobs bekam er aber nicht nur die Geschichten des Brautpaares erzählt, sondern auch die Storys um ihre Sorgen und Nöte in Sachen Hochzeitsplanung. Viele Brautpaare waren von der Organisation und den damit verbundenen gesellschaftlichen Erwartungen so überfordert, dass Stress statt Vorfreude die Folge war. Dabei sollte es doch um den schönsten Tag ihres Lebens gehen. „Eine Hochzeit organisiert man im besten Fall nur einmal im Leben. Da hat man keine Erfahrungswerte, aus denen man schöpfen kann.” Ein klassischer Wedding-Planner kann die Lösung sein, ist den meisten jungen Brautpaaren aber zu kostspielig.

Nach der Hochzeit das Baby: „yeswedo“ war geboren

Und so wurde die Idee geboren: Grützmachers ganzes Hochzeitswissen wurde in eine App gepackt und ein Start-up gegründet. „yeswedo“ ist eine Art Wedding-Planner light. Das Konzept entwickelte er großteils selbst, die Programmierung übernahm eine Düsseldorfer Agentur. Am 14. Februar 2017 ging die App „yeswedo“ live. Valentinstag, was wäre passender? Die App unterstützt bei der Planung mit To-do-Listen, Terminerinnerungen, Budgetaufstellung und getesteten Dienstleistern.

Die Wedding-Planner-App „yeswedo“
Die ganze Hochzeitsplanung im Blick: mit „yeswedo“.

Letzteres Feature findet Grützmacher besonders wichtig: „Wir waren mit jedem der etwa 1700 abrufbaren Dienstleister persönlich in Kontakt.” Wer also in der App nach Floristen sucht, bekommt direkt passende Floristen ausgespielt, anstatt sich mühsam durch Google wühlen zu müssen. Zielgruppe sind für Stefan Grützmacher nicht nur Frauen. Gerade in Zukunft sollen auch mehr Männer angesprochen werden. Denn der Bräutigam soll ja auf seiner eigenen Hochzeit keine Nebenrolle spielen.

Stefan Grützmacher mit einem Kollegen vor dem Whiteboard
Der Coworking-Space „Denkfläche“: modern und doch gemütlich.

Das Baby gedeiht und wächst

Für die Zukunft sind weitere Ergänzungen geplant. Zum Beispiel eine Beratungsfunktion, mit der man sich seine Hochzeit zusammenstellen lassen kann. Also das fertige Paket aus allen gewünschten Gewerken mit möglichen Dienstleistern direkt auftragsfertig zugesendet bekommt. Ein weiterer Entwicklungsschritt im jungen Leben der Wedding-Planner-App „yeswedo“. Die App ist übrigens kostenlos und soll es auch bleiben.

Start-up im Coworking-Space

Mittlerweile arbeitet Stefan Grützmacher auch nicht mehr allein. Einer der Gründe, warum er mit seinem Unternehmen in den Coworking-Space „Denkfläche“ der Stadtwerke Düsseldorf zog. “Der Stil der Ausstattung und die entspannte Atmosphäre passen perfekt zu ‚yeswedo‘.” Er hat die Denkfläche bei der Eröffnung besucht und ist in der Folgewoche eingezogen.

Der Coworking-Space „Denkfläche“ der Stadtwerke Düsseldorf
Der Coworking-Space „Denkfläche“: modern und doch gemütlich.

Hier kann er nicht nur mit seinem Mitarbeiter in Ruhe arbeiten, sondern auch Geschäftspartner treffen. “Dafür musste ich vorher immer in ein Café”, lacht er. Dass hier noch andere Start-ups und Freiberufler sitzen, hat sich direkt als großer Vorteil herausgestellt. “Die Agentur, mit der ich ‚yeswedo‘ an den Start gebracht habe, hat aktuell keine Kapazitäten. Zum Glück habe ich hier einen Entwickler gefunden, der ‚yeswedo‘ weiter begleitet.”

„yeswedo“ geht also den nächsten Schritt. Und Stefan Grützmacher? Der ist mit seiner langjährigen Freundin bislang nicht vor den Altar geschritten. Aber der Antrag steht. Und mit „yeswedo“ sollte die Hochzeitsplanung ein Kinderspiel werden.

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