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Rheinkirmes: Wie versorgt man ein Megaevent mit Strom?

Versorgungssicherheit für Fahrgeschäfte & Festzelte

Ein beleuchtetes Kettenkarussell in voller Fahrt.

Die Düsseldorfer Rheinkirmes findet in diesem Jahr vom 12. bis 21. Juli statt. Für zehn Tage ist dann wieder Kirmeszeit auf den linksrheinischen Festwiesen. Und die Stadtwerke Düsseldorf werden auch 2019 wieder ihren Beitrag leisten, damit bei dieser Veranstaltung der Superlative alles glattläuft.

Der offiziell eingebürgerte Eventtitel „Größte Kirmes am Rhein“ verspricht nicht zu viel: Es ist das viertgrößte Volksfest Deutschlands und zieht jährlich mehr als vier Millionen Besucher aus ganz NRW und darüber hinaus an. Auf 17 Hektar der Oberkasseler Rheinwiesen laden über 300 Schausteller zum Besuchen, Erleben und Verweilen ein – von der Achterbahn über Kinderkarussells bis zum Bratwurststand. Wie setzt man so eine riesige Veranstaltung unter Strom?

Rheinkirmes Düsseldorf 2019: Die 5 besten Fahrgeschäfte – Stadtwerke Düsseldorf. Stadtwerke-Reporterin Janina Malaschwewski testet für euch die besten Fahrgeschäfte auf der Düsseldorfer Rheinkirmes.
Zwei Mädchen bestaunen einen Süßigkeitenstand auf der Kirmes.
Zum Anbeißen – unser Herz schlägt für die Rheinkirmes.

Die Rheinkirmes – ein elektrisierendes Erlebnis

Die Stadtwerke Düsseldorf können hier auf jede Menge Erfahrung zurückgreifen, schließlich sind wir seit Jahrzehnten bei Planung und Durchführung mit Rat und Tat dabei. (Und ein wenig mitgefeiert wird natürlich auch.)

Der exakte Stromverbrauch jeder Rheinkirmes hängt von der Besucherzahl und den gefahrenen Runden aller Fahrgeschäfte ab, doch die Vergangenheit hat gezeigt, dass innerhalb von zehn Tagen etwa 800.000 Kilowattstunden verbraucht werden. Zum Vergleich: Das entspricht in etwa der Menge, die 250 Familien im Jahr an Strom benötigen.

Auch wenn die Attraktionen von Jahr zu Jahr spektakulärer werden: Dank moderner LED-Beleuchtung steigt der Stromverbrauch der meisten Fahrgeschäfte kaum oder geht in manchen Saisons sogar zurück. Die Kirmes wird dabei seit 2010 mit Ökostrom versorgt. Wobei die Stadtwerke Düsseldorf dem Kirmesveranstalter St. Sebastianus Schützenverein Düsseldorf 1316 e. V. die Mehrkosten dafür erlässt. "So werden 400 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr eingespart", erklärt die Pressesprecherin der Stadtwerke Düsseldorf Nathalie Güttler.

Mutter und Sohn haben Spaß beim Autoscooterfahren.
Die Besucher geben Gas, die Stadtwerke geben Strom.

Sicher ist sicher

Die zeitweilige Mehrbelastung durch den Betrieb Zehntausender Leuchtmittel und die für Fahrgeschäfte benötigte Antriebsenergie bewältigt das Düsseldorfer Stromnetz problemlos. Versorgt wird die „Größte Kirmes am Rhein“ nämlich über zwei Stränge: Während der erste Strang insgesamt acht Stationen mit Strom versorgt, werden weitere fünf Stationen vom zweiten Strang beliefert. Trotzdem gehen die Stadtwerke Düsseldorf auf Nummer sicher, sodass Stromausfälle während der Kirmes äußerst unwahrscheinlich sind.

Ein klassisches Karussell in voller Beleuchtung.
Alle Lampen an, obwohl nur mit alkoholfreiem Alt gefüttert.

Für einen solchen Ausfall müssten gleich mehrere Störungen auftreten, beispielsweise ein Totalausfall im Umspannwerk oder mehrere defekte Kabel. Zwar stellen die Stadtwerke für die Rheinkirmes keine komplette Notversorgung zur Verfügung, doch die Rheinkirmes verfügt über mehr als ein Dutzend Notstromaggregate als Backup-Lösung. Selbst bei einem totalen Stromausfall wäre die Beleuchtung der Ausgänge damit jederzeit gewährleistet. Pressesprecherin Nathalie Güttler ergänzt: "Wir haben den Anspruch, dass wir im Normalfall innerhalb von maximal 30 bis 60 Minuten die Versorgung wiederherstellen."

Ein Riesenrad zeichnet sich vor dem Abendhimmel ab.
Jetzt geht’s rund. Am Riesenrad gilt es, Tausende Birnen zum Leuchten zu bringen.

Immer im Einsatz – mit viel Rummel

Damit es gar nicht erst zum Ernstfall kommt, gibt es noch spezielle Sicherheitskonzepte: Die einzelnen Fahrgeschäfte sind so abzusichern, dass ihr Ausfall nicht die ganze Kirmes träfe. Lediglich die einzelne betroffene Attraktion läge für einen überschaubaren Zeitraum im Dunkeln; auf der restlichen Kirmes würden die Lichter weiterbrennen und der Betrieb könnte ohne Einschränkungen fortgeführt werden.

Das Highlight einer jeden Rheinkirmes kommt auch 2019 wieder ohne Volt-, Watt- und Ampere-Angaben aus. Für das traditionelle Feuerwerk zwischen der Oberkasseler Brücke und der Rheinkniebrücke löschen wir – dieses Jahr am 19. Juli – sogar die eine oder andere Lampe, damit das Lichterspektakel am Nachthimmel noch besser zur Geltung kommt.

Eine Frau wirft mit Elan einen Ball an der Dosenbude.
Volltreffer! Denn ohne Strom würden die Besucher im Dunkeln tappen.

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