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Levante-Küche: Nahost-Tradition wird zum Foodtrend

Hummus, Shakshuaka und Co.: Die Wurzeln der levantischen Küche liegen in Israel, Syrien, Jordanien und dem Libanon.

Typisch für die Küche der Levante: man isst nicht nur gemeinsam, im östlichen Mittelmeerraum wird jedes Gericht gerne geteilt.

Weltoffenheit, orientalische Aromen, Leichtigkeit und das Gemeinschaftserlebnis prägen die levantinische Küche. Als einer der angesagtesten Food-Trends sind die nahöstlichen Spezialitäten weltweit gefragt.

Die Levante-Küche wird immer beliebter in Deutschland

Shakshuka, Hummus, Kibbeh und Labneh werden immer beliebter. Mit den Geflüchteten aus Syrien und dem Irak, aber auch mit den jungen Einwanderern aus Israel, sind auch die Aromen des Nahen Ostens mit zu uns in den Norden gekommen. Kardamon, Sumach, Baharat, Kumin, Zaatar u.a. halten Einzug in unsere Super- und Wochenmärkte. In den deutschen und europäischen Großstädten schießen unkomplizierte Trendlokale mit arabischer, libanesischer, israelischer und syrischer Fusionküche wie Pilze aus dem Boden. Die Levante-Küche wird in Deutschland immer beliebter und ist ein richtiger neuer Food-Trend geworden.

Leicht, lecker und gesund - hallo Levantiner!

Orientalische Aromen, frisches Gemüse und Mezze sind charakteristisch für die levantinische Küche. Ihr Ursprung liegt in den östlichen Mittelmeerländern wie Israel, Jordanien, Libanon, Palästina und Syrien. Was für die Italiener Antipasti und die Spanier Tapas, sind für die Menschen aus dem Nahen Osten Mezze. Waren Mezze ursprünglich einmal Vorspeisen, können sie in der modernen Levante-Küche auch Hauptspeisen oder ein ganzes Menü sein. Ungezwungen wird eine große Vielfalt an leckeren Kleinigkeiten angeboten.

Der Tisch ist gedeckt mit reichlich levantinischen Spezialitäten.
Was den Italienern ihre Antipasti und den Spaniern ihre Tapas, das ist in der Levante der Vielfalt der Mezze.

Yotam Ottolenghi – Pionier der Levante-Küche

Der bekannteste Starkoch der Levante-Küche ist Yotam Ottolenghi. Als Sohn eines Italieners und einer Deutschen wuchs er in Jerusalem auf. In seinem Kochbuch „Jerusalem“, zeigt er, wie multikulturell Rezepte aus seiner Heimatstadt sein können. Das Buch schrieb Yotam Ottolenghi gemeinsam mit seinem palästinensischen Geschäftspartner Sami Tamimi, der ebenfalls in Jerusalem aufgewachsen ist. Das Kochbuch steht für die kulinarische Vielfalt der Stadt, in der sich traditionelle Gerichte der arabischen und israelischen Küche vermischen. Heute lebt Ottolenghi in London, wo er fünf Restaurants und Delis führt, unter anderem das Szenerestaurant "Nopi" im Londoner Stadtteil Soho.

Die Familie Molcho bringt ein Stück Tel Aviv auf den Teller

Auch in den NENI-Restaurants von Haya Molcho und ihren 4 Söhnen kann man die Levante-Küche mit ihren mediterranen, arabischen und mitteleuropäischen Einflüssen genießen. Vor rund zehn Jahren eröffnete Molcho das «Neni» am Wiener Naschmarkt. Heute gibt es Filialen in Hamburg, Berlin, München, Köln, Paris, Amsterdam, Mallorca und Zürich. Daneben gibt es Kochbücher, ein Catering und Mezze für Zuhause. Neni ist zur Marke und zu einem Lifestyle geworden. Neni setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der vier Söhne Hayas zusammen: Nuriel, Elior, Nadiv und Ilan.

Ein gedeckter Tisch mit serviertem Levante-Gericht im Trend-Restaurant Neni.
Die Neni-Restaurants haben einen kulinarischen Nerv getroffen und eröffnen in immer mehr Städten Dependancen.

Mezze sind die neuen Tapas!

Die typischen vielfältigen, kleinen und abwechslungsreichen Gerichte, die Mezze, die in kleinen Schälchen angerichtet werden, sind perfekt zum Teilen. Die Verwendung von Hülsenfrüchten und saisonalem Gemüse der Region spielt in der Levante-Küche eine große Rolle. Daraus werden Dips und Pasten zubereitet, die in kleinen Portionen serviert und mit Fladenbrot gegessen werden. Hier zeigt sich die traditionelle Gastfreundschaft der Bewohner dieser Region: Falafel, Shakshuka, Taboulé, Hummus oder auch Freekeh (wird als neues In-Getreide nach Quinoa gehandelt), all das sind Klassiker aus der Levante-Küche, die für eine Kultur des Teilens steht, bei der Genuss und entspanntes Zusammensein beim Essen im Mittelpunkt stehen. Eine Speisenfolge nach System? Das gibt es in der modernen Levante-Küche nicht. Alles kommt gleichzeitig auf den Tisch, um dann zu teilen – eine arabische Tradition und gleichzeitig angesagtes Food Sharing. So findet jeder etwas nach seinem Geschmack. Essen und Geschichten werden miteinander geteilt und es wird zusammen gelacht.

Die wichtigsten Gewürze in der Levante-Küche

Die Levante-Küche, die im Nahen Osten verwurzelt ist, spielt mit vielen Aromen und der Vielfalt an Lebensmitteln. Schon früher kreuzten sich dort alte Handelsrouten aus dem Orient, Asien und Italien; das brachte verschiedenste kulinarische Einflüsse in die Region. Eins steht jedenfalls fest: Langweilig ist die levantinische Küche nicht. Den besonderen Kick verleihen ausgefallene Gewürze wie Harissa, Kardamon, Sumach, Za'atar und Kumin. Teilweise arbeitet man mit Gewürzmischungen aus bis zu 20 verschiedenen Zutaten, die sich natürlich auch außerhalb von Mezze und Co einsetzen lassen.

Auf elf Löffeln sind je verschiedene Gewürze aus der levantinischen Küche drapiert worden.
Die Levante-Küche schmeckt nicht nur, sie kann auch ein echter Augenschmaus sein.

Salam und Shalom: Levantische Restaurants in Düsseldorf

Auf den Geschmack gekommen? Auch in Düsseldorf ist die Levante-Küche angesagt und lädt zum Probieren ein. Die Restaurants haben diese Esskultur aus ihrer ursprünglichen Heimat direkt nach Düsseldorf gebracht.

Die Kurve

Mezze, Hummus und Shakshuka werden hier frisch zubereitet und mit tagesfrischen Zutaten verfeinert. So ist das bunte Eck-Restaurant mittlerweile trendiger Treffpunkt für Kreative, Liebhaber israelischer Küche und Gäste aus aller Welt geworden.

www.die-kurve.com

Libanon

Seit 1991 ist das Restaurant eine Institution in Düsseldorf. Die gesamte Einrichtung stammt aus dem Libanon und wurde mit mehreren Seecontainern nach Düsseldorf verschifft. Alle Gerichte werden nach libanesischen Originalrezepten zubereitet und ausschließlich frische und gesunde Zutaten verwendet.

www.libanon-restaurant.de

Baba Green

Baba Green serviert Gerichte so bunt wie der Orient. Auf jeden Fall mit frischen Zutaten und mit ganz viel Liebe wird dort libanesische Küche präsentiert. Besonders lecker sind die Orient-Bowls.

www.babagreen.de

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