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Düsseldorf macht mobil – gut kombiniert mit dem ÖPNV

Wie Sie den Nahverkehr mit alternativen Mobilitätsangeboten kombinieren, um ans Ziel zu kommen

Eine Straßenbahn fährt in Düsseldorf mit Tempo unter einer Brücke hindurch

Die vielen Vorteile des öffentlichen Personennahverkehrs sind hinlänglich bekannt. Er ist gut für die Umwelt, besonders seitdem die Rheinbahn begonnen hat, auf emissionsfreie Gefährte umzustellen. Auf der Busspur fährt man am Stau vorbei, eine U-Bahn kennt keine roten Ampeln. Man muss sich das Gläschen Altbier nicht verkneifen, hat auch keine Probleme mit der Parkplatzsuche. Und in vielen Fällen ist es sogar preiswerter.

Trotzdem finden wir oft Gründe, im konkreten Fall doch lieber das auf den ersten Blick bequemere Auto zu benutzen. Wir möchten Ihnen einmal – zugegeben etwas einseitig – aufzeigen, dass viele dieser Gründe eigentlich Ausreden sind. Die dazu oft auch noch auf veralteten Vorstellungen beruhen, denn im Mobilitätssektor hat sich in den letzten Jahren einiges getan.

Ein junger Mann auf einem eddy Roller am Rhein in Düsseldorf
Viele Hotspots am Rhein haben keine Haltestelle direkt in der Nähe, sind mit einem eddy aber schnell zu erreichen

„Busse und Bahnen fahren nie dann, wenn ich sie brauche.“

Zugegeben: Bei öffentlichen Verkehrsmitteln können Sie nicht einfach einsteigen und losfahren. Aber Gott sei Dank sind die Zeiten vorbei, in denen man Fahrpläne auswendig lernen musste, um nicht dumm dazustehen, weil man auf gut Glück einfach zur nächsten Haltestelle gegangen ist. Heutzutage geht man per Smartphone ins Internet, entweder direkt auf die Seiten von Verkehrsbetrieben wie der Rheinbahn oder man nutzt das Auskunftsangebot zum Beispiel von Google Maps – die meisten Navigationsservices zeigen mittlerweile zuverlässig Verbindungen auch für den ÖPNV an.

„Ich brauche ständig Kleingeld, um die Tickets im ÖPNV zu bezahlen.“

Natürlich gibt es immer noch Fahrkartenautomaten, die gerne mit Münzen gefüttert werden wollen – und das am liebsten passend. Sie können Ihre Tickets an allen Rheinbahn-Automaten aber auch mit einer geladenen Geldkarte bezahlen, die Funktion ist in nahezu allen EC-Karten enthalten. Noch einfacher geht es natürlich ebenfalls mit dem Smartphone. Denn die App der Rheinbahn kann nicht nur Fahrplanauskünfte erteilen, sie verkauft Ihnen auch die – zu Ihrer Streckenanfrage passende – Fahrkarte.

Auch das ist in naher Zukunft womöglich überflüssig: Das NRW-Verkehrsministerium fördert gerade in Bonn einen Feldversuch, bei dem via kontaktlose Kartenzahlung automatisch beim Ausstieg aus Bussen und Bahnen der günstigste Tarif ermittelt und abgebucht wird, dank Verschlüsselung sogar ohne jegliche Registrierung.

„Da, wo ich hinmöchte, sind die Verbindungen schlecht.“

Hier heißt es, sich im Voraus schlau zu machen. Und zwar nicht nur über das Haltestellennetz der Rheinbahn allein, sondern auch über die Geschäftsbereiche der vielen alternativen Mobilitätsanbieter. Denn ob E-Scooter oder Leihfahrrad – seitdem solche Dienste auch in Düsseldorf gestartet sind, haben sie nach und nach den Umkreis erweitert, in dem sich diese Fahrzeuge nutzen lassen. Kinos, Parks, Schwimmbäder, Museen – was immer Sie in Ihrer Freizeit unternehmen möchten, es ist auf jeden Fall auch ohne eigenes Auto erreichbar.

Hier sind auch die Stadtwerke gleich mit mehreren Angeboten aktiv, die Sie gerade in der Kombination mit dem klassischen ÖPNV in der Stadt nahezu überall hinbringen. Und je nachdem, was Sie vorhaben, mit dem dazu passenden Fortbewegungsmittel:

Dreigeteilte Kartenansicht der Geschäftsbereiche von CleverShuttle und eddy sowie des Linienplans der Rheinbahn in Düsseldorf
Die Geschäftsbereiche von CleverShuttle und eddy ergänzen sich perfekt mit dem Haltestellennetz der Rheinbahn
  • CleverShuttle
    Dieser Fahrservice lässt sich ähnlich komfortabel wie ein Taxi nutzen, ist dabei aber um einiges preiswerter, weil die Fahrten mit anderen Mitfahrern mit ungefähr gleichem Ziel automatisch gebündelt werden – sogenanntes RidePooling. Über eine eigene App lässt sich bequem ein umweltfreundlicher Elektrowagen buchen. CleverShuttle holt Sie zum Festpreis am gewünschten Ort ab und fährt Sie innerhalb Düsseldorfs, wohin Sie möchten.
  • eddy
    Wer sein Gefährt lieber selbst steuert und sich den Fahrtwind um die Nase wehen lassen möchte, der setzt mit unseren E-Rollern auf das richtige Pferd – klimafreundlich und ohne Wartezeiten oder Parkplatzsuche. eddys sind ganz leicht per App buch- und bezahlbar. Wir haben übrigens nicht nur das Einzugsgebiet vergrößert, sondern auch die Flotte. Und auf jedem Roller können Sie auch zu zweit fahren.

Noch ein Hinweis zum Verbreitungsgebiet: Selbstverständlich können Sie beispielsweise beim Carsharing oder auch mit unseren eddys außerhalb der ausgewiesenen Zonen unterwegs sein. Wichtig ist am Ende nur, wo Sie das Gefährt abstellen.

„Als Gruppe ist uns der ÖPNV zu teuer.“

Beim Preisvergleich zwischen Pkw und ÖPNV wird gerne vom Idealfall ausgegangen – und damit oft zugunsten des Autos geschummelt. Klar, bei den reinen Streckenkosten kommen Bus und Bahn gegen einen voll besetzten Diesel-Kombi kaum an. Aber oft sitzt man eben alleine im Auto oder muss sich mit mehr als fünf Freunden auf mehrere Fahrzeuge aufteilen. Oder ist auf dem Rückweg in anderer Anzahl als auf dem Hinweg unterwegs.

Dann lässt sich der Verbrauch nur schätzen und ist ohnehin bereits bezahlt, denn der Sprit ist ja schon im Tank, wohingegen das Ticket sofort und auf den Cent genau abrechnet. Dazu werden gerne Auto-Nebenkosten wie Parkgebühren oder genereller Fahrzeugverschleiß bei der Vergleichsrechnung außen vor gelassen (von Versicherungskosten und Kfz-Steuer gar nicht erst zu reden).

Auf der anderen Seite finden sich in fast jeder Gruppe ein oder mehrere Monatskartenbesitzer, die je nach Abo-Bedingungen oft sogar abends und am Wochenende jemanden kostenlos auf ihrem Zeitticket mitnehmen können. Was den Durchschnittspreis am Ende für alle senkt. Nur ein smartes Ausrechnen, ob eine Gruppe nun je nach Größe und Strecke mit Mehrfahrten- oder Tagestickets am günstigsten fährt, das fehlt noch.

Eine Gruppe junger Leute beugt sich diskutierend über einen Stadtplan
In Düsseldorf können mehrere Wege zum Ziel führen – dem vielfältigen Mobilitätsangebot sei Dank

„Mit Gepäck ist mir der ÖPNV zu anstrengend.“

Niemand hetzt gerne mit vollgepackten Koffern über drei Umstiege zum Flughafen. Gerade wenn man es eilig hat, sind Aufzug und Rolltreppe just in dieser U-Bahnstation außer Betrieb. Aber dann gönnen Sie sich doch für ausgewählte Fahrten ein vorbestelltes CleverShuttle, um die riesige Schüssel vorbereiteten Nudelsalat unbeschadet zur Party Ihrer besten Freundin zu transportieren. Es kommt ja nicht jeden Tag vor.

Verkehr – der Mix macht’s

In urbanen Ballungszentren wie Düsseldorf ist Verkehrsplanung komplex, denn sie muss unterschiedlichste Interessen berücksichtigen – nicht irgendwann in der Zukunft, sondern schon heute. Dabei geht es nicht darum, dass ein Verkehrsmittel das andere verdrängt. Aber wir als Stadtwerke arbeiten mit daran, dass sie sich besser ergänzen. Mit verschiedenen Mobilitätsangeboten, die auf möglichst individuelle Nutzerbedürfnisse ausgerichtet sind. Jeder ist anders unterwegs, aber wir haben alle dasselbe Ziel.

Darum treiben wir als Stadtwerke den Mix voran

Die Staats- und Regierungschefs haben 2015 in Paris bei der Klimakonferenz Geschichte geschrieben: Alle Staaten haben sich dazu verpflichtet, die Weltwirtschaft auf klimafreundliche Weise zu verändern. Deutschland will bis 2035 klimaneutral sein. Wir wollen unseren Beitrag – zugegebenermaßen im Kleinen – leisten. Und Sie können uns tatkräftig unterstützen. Gemeinsam wird aus unseren vielen kleinen Schritten ein großer für Deutschland und die Welt.

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