HeimatLiebe

Von Athleten in knappen Leibchen

2017 startet die Tour de France in Düsseldorf. Damit das reibungslos funktioniert, gibt es 2016 die Generalprobe als Jedermannrennen.

Rasant schnell startet die Tour de France dann 2017 in Düsseldorf.

Die Tour de France: nicht weniger als das berühmteste Radrennen der Welt. In etwas weniger als einem Jahr blickt die Sportwelt auf Düsseldorf, denn dann findet hier der „Grand Départ“ statt, der Auftakt zur Tour. Das ist für jeden Düsseldorfer die Chance, die Sportler live auf der ersten und zweiten Etappe durch das Stadtgebiet zu verfolgen.

Dass die Tour de France kein Kindergeburtstag ist, dürfte jedem klar sein. In ihrer wechselvollen Geschichte, die im Jahr 1903 beginnt und nur durch die beiden Weltkriege unterbrochen wurde, haben die Veranstalter etliches an Know-how angesammelt. Sie wissen, wie sie die einzelnen Etappen planen, welche Anforderungen an die Logistik zu stellen sind und wie das richtige Sicherheitskonzept für die jeweilige Etappe lauten muss. Sie wissen auch, dass bei jeder Tour Städte dabei sind, die noch nie zuvor eine solche Veranstaltung in ihren Stadtgrenzen ausgerichtet haben. Diesen greifen die Veranstalter unter die Arme. Denn es gehört weit mehr dazu, als nur einfach ein paar Straßen zu sperren.

Generalprobe live

Im kommenden Jahr werden die Profis bei zwei Etappen durch Düsseldorf rasen. Den Auftakt bildet ein Zeitfahren durch die Innenstadt. Einen Tag später kommt es zu einer Besonderheit in der Geschichte der Tour: Die Radprofis fahren bei der zweiten Etappe eine Schleife durchs Düsseldorfer Umland und rollen ein weiteres Mal durch die Landeshauptstadt. Diese Runde ist 46 Kilometer lang und hier wird unter anderem die erste Bergwertung vergeben. Die Strecke führt natürlich auch über Straßen, auf denen normalerweise keine Fahrräder geduldet werden. Die Polizei sowie das Ordnungsamt haben bereits Pläne erstellt, wie welche Straßen von wann bis wann gesperrt werden müssen, damit sich die zweite Etappe sicher und problemlos durchführen lässt. Aber jede Planung ist nur so gut, wie ihre Umsetzung. Deswegen wird es am 18.09. eine Generalprobe geben – verbunden mit einer einmaligen Chance für Hobby-Radsportler. Der Name der Generalprobe: „Race am Rhein“.

Wer sich einmal wie ein Profi-Radrennfahrer fühlen will, macht bei “Race am Rhein” mit.

Race am Rhein für alle

Die Besonderheit dieses Radrennens, das sich ausdrücklich an die breite Bevölkerung und nicht an Radprofis richtet: Das Rennen folgt exakt der Route, die die Profis bei der zweiten Etappe der Tour im kommenden Jahr nehmen werden. Somit haben Radfahrer die exklusive Möglichkeit, einmal richtig in die Tour hineinzuschnuppern. Nach den ersten flachen Kilometern durch die Stadt geht es hinauf ins Naherholungsgebiet Grafenberger Wald. An dieser Stelle wird die erste Bergwertung bei der „echten“ Tour vergeben. Über Erkrath schlängelt sich die Strecke weiter durch das Neandertal bis nach Mettmann. Dort warten weitere Steigungen auf die Radfahrer, bis es über Ratingen zurück nach Düsseldorf zum Start geht. Nur am Renntag ist diese Strecke komplett zu befahren, da einige Abschnitte sonst für Radfahrer gesperrt sind. Beispielsweise der Kö-Bogen-Tunnel in beide Richtungen oder die Brücke auf der Sankt-Franziskus-Straße in Rath.

Zitat Anfang

Der Grand Départ 2017 ist eine große Chance für Düsseldorf.

Zitat Ende

Für Düsseldorf ein Glücksfall

„Der Grand Départ 2017 ist eine große Chance für Düsseldorf – für unser Stadtmarketing, die Sportstadt Düsseldorf und Düsseldorf als Fahrradstadt“, sagt Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel zum Tour-Start in der Landeshauptstadt. Dass die Tour nach Düsseldorf kommt ist übrigens nicht so abwegig. Das Fahrrad spielt hier eine besondere Rolle – und Düsseldorf hat sich dabei ambitionierte Ziele gesetzt. Der Anteil des Radverkehrs am Verkehrsaufkommen soll von derzeit 14 auf 25 Prozent steigen. Schwerpunkt ist die Umsetzung eines stadtweiten Radhauptnetzes mit einer Gesamtlänge von etwa 300 Kilometern und eine Kampagne, um das Rad als Verkehrsmittel der Zukunft zu bewerben.

Wer fährt zuerst durchs Ziel?

Wer mit seinem Drahtesel dabei sein will, kann sich auf www.raceamrhein.de für das „Rennen“ anmelden.

Wer bereits im Vorfeld zum Rennen üben möchte oder einfach unsere schöne Landeshauptstadt auf dem Velo erleben möchte, der findet hier sämtliche Informationen zum Radfahren in unserer Stadt.

Themen

  • Düsseldorf
  • Tipp
  • Freizeit
  • Sport
  • Bewegung