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Ehrenamt: Düsseldorf engagiert sich

Anderen etwas Gutes tun und sich selbst dabei besser fühlen. Bei so viel ehrenamtlichem Engagement freut sich die ganze Heimatstadt.

Ehrenamt geht auch so: Eine ältere Dame spricht mit einem jungen Mädchen

Wenn sich die Lebensumstände ändern, wie etwa durch Verrentung, kann man seine Zeit wirklich sinnvoll investieren. Wie wäre es mit einem Ehrenamt? Wir haben für Düsseldorfer viele Infos und Tipps gesammelt um sich zu engagieren. Und dabei gelernt, auf wie viele unterschiedliche Arten man sich positiv in die Gesellschaft einbringen kann. Für ein Ehrenamt muss man übrigens gar nicht sein halbes Leben auf den Kopf stellen, sich einbringen ist ganz einfach.

Ehrenamt – was ist das?

Ursprünglich benennt der Begriff "Ehrenamt" das Ausüben einer öffentlichen Funktion – wie etwa Vereinsvorstand oder Schöffin, oft legitimiert durch eine Wahl. Mit der Zeit hat sich die Bedeutung allerdings verallgemeinert als Bezeichnung für jegliches bürgerschaftliches Engagement oder eine Freiwilligentätigkeit. Darunter wird in einem festen Rahmen geregeltes, gemeinnütziges Handeln verstanden, bei dem eine Einzelperson oder eine Gruppe freiwillig und unentgeltlich Arbeit leistet. Bei ehrenamtlicher Tätigkeit gibt es somit keine Bezahlung, gegebenenfalls erhält man dafür aber eine Aufwandsentschädigung.

Ein ehrenamtlicher Trainer zusammen mit den Spielern einer Jugendmannschaft
Sein eigenes Wissen und seine Erfahrungen an die nächste Generation weitergeben, ist Antrieb für viele ehrenamtlich Tätige

Demokratie braucht freiwilliges Engagement der Bürger

Ohne ehrenamtliches Tun wäre unsere Gesellschaft ein Stück weit ärmer. Jedes Gemeinwesen erfordert solidarisches Engagement – Leute, die sich mehr kümmern als nur um sich selbst. Das Ehrenamt steht beispielhaft für diese Leidenschaft der Gemeinschaft. Denn der Staat kann nicht alles leisten, was durch ehrenamtliche Hilfe abgedeckt wird. Doch kann ihm ein dauerhaftes Bürgerengagement zeigen, wo der Schuhe drückt und wo man Fehlentwicklungen gegensteuern sollte, so der Direktor der Stiftung Futur Zwei und Miterfinder der Initiative Offene Gesellschaft Harald Welzer.

Ehrenamt hat viele Gesichter: Ob Klassiker wie Jugendtrainer einer Fußballmannschaft, Mitglied beim Katastrophenschutz, Blutspendehelfer beim Roten Kreuz oder an der Essensausgabe der Tafeln. Es können regelmäßige Tätigkeiten wie der wöchentliche Einkauf für die Bewohner eines benachbarten Seniorenheims sein oder sporadische Aktionen wie die Begleitung von Menschen mit Handicap zu einem Rockkonzert. Speziell in Düsseldorf gibt es auch ungewöhnlichere Angebote, Spielplatzpate oder Leihoma bzw. -opa zu werden.

Es engagieren sich mehr Menschen, als man gemeinhin denkt. Verlässliche Zahlen werden nicht erhoben, aber es wird geschätzt, dass sich allein in Düsseldorf über 80.000 Bürgerinnen und Bürger unentgeltlich für ihren Nächsten einsetzen. Als 2011 zum Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit erklärt wurde, hat man die Anzahl mit fast 100 Millionen Freiwilligen in ganz Europa veranschlagt. Vielleicht wäre ein Ehrenamt auch etwas für Sie?

Ausgezeichnet – die Ehrenamtskarte

Wer sich engagiert, der verdient Anerkennung. Damit es bei mehr als warmen Worten bleibt, hat sich die nordrhein-westfälische Landesregierung etwas einfallen lassen – als Anreiz für das Ehrenamt: die Ehrenamtskarte . Sie ist in vielen Städten, Kreisen und Gemeinden in NRW gültig. Über die Wertschätzung für einen ehrenamtlichen Einsatz der Bürger hinaus, hat die Karte für seinen Inhaber auch einen praktischen Nutzen. In Düsseldorf ist das zum Beispiel ermäßigter Eintritt in vielen Museen. Die Ehrenamtskarte gibt es übrigens auch als App für Ihr Smartphone.

Infos zum Ehrenamt gibt’s online: Ein Mann schaut auf ein Tablet
Im Internet können Sie sich ganz einfach über Möglichkeiten für ein Ehrenamt in Düsseldorf informieren

Mehrere Ehrenamtsbörsen für Düsseldorf

Nicht jeder sieht in seiner unmittelbaren Umgebung Möglichkeiten für ein Engagement. Oft wird ein Ehrenamt ja erst aus dem Wunsch heraus angestrebt, neue soziale Kontakte zu knüpfen. Zum Glück gibt es speziell für Düsseldorf gleich mehrere Vermittlungsangebote, die Hilfswillige und Hilfsbedürftige zusammenbringen.

  • AWO – Arbeiterwohlfahrt Die "Initiative Ehrenamt" der AWO-Agentur berät und vermittelt konfessionsübergreifend Menschen jeder Nationalität in ehrenamtliche Tätigkeitsfelder. Dabei unterstützt sie Organisationen und Einrichtungen verschiedener Träger in Düsseldorf bei der Suche nach freiwilligen Helfern.
  • SKFM Düsseldorf e.V. Der Sozialdienst kath. Frauen und Männer kümmert sich besonders um die Themen Kinder, Jugendliche und Familien. An einem Ehrenamt Interessierte werden gut auf Ihre Aufgabe vorbereitet und bekommen eine feste Kontaktperson, an die sie sich jederzeit wenden können.
  • Caritas Freiwilligenagentur Impuls Auch die Caritas berät Menschen, die an ehrenamtlicher Tätigkeit interessiert sind. Ebenso unterstützt sie Organisationen und Einrichtungen, die mit Ehrenamtlichen arbeiten. Sie vermittelt Ehrenamtliche und begleitet sie während einer freiwilligen Tätigkeit.
  • SpendeZeit e.V. Bei SpendeZeit wird ehrenamtliches Engagement in Düsseldorf gefördert. Ziel ist es, potenzielle Helfende schnell und unbürokratisch mit hilfesuchenden Organisationen zusammenzubringen.
  • MACHMIT - die Freiwilligenzentrale der Diakonie Das Tolle an MACHMIT ist die Möglichkeit, sich direkt auf der Webseite per Filterfunktion eine freiwillige Tätigkeit auszusuchen. Der umfassende Katalog enthält Ehrenämter von Kultur über Begleitungen bis Sport. Sie können sich die Angebote sogar nach Stadtteilen vorsortieren lassen.
  • Düsseldorf-aktiv Der Verein Düsseldorf-aktiv hat sich besonders dem bürgerschaftlichen Engagement der Willkommenskultur verschrieben. Hier können Sie sich auch zu mehr als nur einem ehrenamtlichen Sprachtandem beraten lassen.
Zwei Kinder tollen auf einem Düsseldorfer Spielplatz herum
Nachbarschaftspaten tragen bei zu einer freundlichen Atmosphäre, so werden Kinderspielplätze lebendiger

Warum Ehrenamt?

Durch Ihr freiwilliges Engagement helfen Sie nicht nur anderen, Sie tun auch sich selbst etwas Gutes. Sie sammeln wertvolle Erfahrungen, erfahren Dankbarkeit und bekommen mitunter ein Gefühl von Verantwortung, das Sie ohne Familie so in Ihrem Beruf womöglich überhaupt nie erleben. Insofern sind Sie als Helfer nicht völlig selbstlos, Sie nehmen je nach Tätigkeit einfach viel mit. Sie lernen neue Menschen kennen und können entweder Wissen vermitteln oder – ob im Hospiz oder der Flüchtlingshilfe – etwas komplett Neues lernen.

So oder so, Ihre Welt wird sich erweitern, Sie werden auch ohne Bezahlung reicher. Und sind garantiert nie einsam.

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