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Die besten Brettspiele 2020 – Tipps, die Spaß machen

Die Renaissance der Brettspiele: Anregungen, wie Sie sich zu Hause spielerisch die Zeit vertreiben können.

Würfel, Spielsteine und Spielfiguren liegen auf den Spielbrettern verschiedener Spieleklassiker.

Zurzeit ist die ganze Familie viel gemeinsam zu Hause. Das könnte so schön sein – wenn nicht jeder vor seinem eigenen Bildschirm hocken würde: Papa am Rechner, Mama am Handy und die Kinder an ihren Spielkonsolen. Wie bekommt man – außer zu Essenszeiten – alle an einen Tisch? Richtig, mit Brettspielen!

Karten- und Brettspiele werden aus gutem Grund auch Gesellschaftsspiele genannt. Und haben genau deshalb seit einigen Jahren wieder Aufwind. Man muss nicht denselben Musik- oder Filmgeschmack haben, nicht über die dieselben Witze lachen können. Menschen müssen auch nicht dieselben politischen Ansichten teilen, um sich gemeinsam um ein Spielbrett zu versammeln. Gesellschaftsspiele bringen Jung und Alt zusammen – von 9 bis 99 Jahre, wie auf vielen Spielekartons zu lesen ist. Deshalb sind sie perfekt dafür geeignet, von allen Mitgliedern einer Familie gespielt zu werden.

Klassiker – die besten Brettspiele

Man spielt als Erwachsener mit seinen Kindern gerne die Spiele, die man selbst als Junge oder Mädchen mit seinen Eltern und Großeltern gespielt hat. Es gibt "Mensch ärgere Dich nicht"-Familien, Rommé-Familien, Monopoly-Familien, Kniffel-Familien und Malefiz-Familien. In vielen Familien wird nicht nur die Vorliebe für ein bestimmtes Gesellschaftsspiel vererbt, sondern auch der Spielekarton wandert von Generation zu Generation in den nächsten Haushalt mit jungen Kindern.

Vater, Mutter und zwei Kinder haben sich gemeinsam um ein Brettspiel versammelt.
Brettspiele werden vor allem von jungen Familien wiederentdeckt. Für die Eltern oft ein Eintauchen in die eigene Kindheit.

Der Klassiker ist hier wohl nicht ein einzelnes Brettspiel, sondern das "Spiele-Magazin" oder die "Spielesammlung" – alle großen Spieleverlage haben solche Sammlungen in ihrem Sortiment. Ein großer Karton, an den Ecken schon mit Klebeband geflickt, in dem sich neben beidseitig bedruckten Spielbrettern für Halma und Mühle auch Dominosteine, Mikadostäbchen und ein Kartenspiel befinden. Je nach Vorlieben einer Familie sind die verschiedenen Spiele unterschiedlich stark abgenutzt – aber Spaß machen sie alle noch.

Der Ursprung der Brettspiele

Manche Brettspiele sind mehrere Tausend Jahre alt und wurden mit einfachen Materialien gespielt. Entgegen der heute geläufigen Bezeichnung „Brettspiel“ gab es zumeist noch nicht einmal ein Brett – oft wurde das Spielfeld einfach in den Sand gezeichnet und Stöcke, Steine oder Muscheln als Spielsteine benutzt. Man kann nicht sagen, in welcher Kultur das allererste Spiel mit festen Regeln erfunden wurde. Das ägyptische Senet wurde schon von den Pharaonen gespielt und ist für etwa 2600 v. Chr. nachgewiesen. Die Vorläufer des heute noch populären Backgammons stammen aus Mesopotamien und auch Go aus dem Fernen Osten ist bereits viele Jahrhunderte alt. Doch wenn ein Brettspiel den Namen "Klassiker" verdient, dann kommt den meisten Menschen nur ein Spiel in den Sinn.

Schach – das Brettspiel der Könige

Die Wurzeln des Schachspiels liegen in Persien, von dort hat es auch seinen Beinamen "das königliche Spiel". In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erlebte Schach eine wahre Boomphase, was dazu führte, dass sich erste Schachclubs und später Schachverbände gründeten sowie die Regeln vereinheitlicht wurden. Schachweltmeisterschaften werden seit 1886 ausgerichtet. In den 20er-Jahren formalisierte die FIDE (Fédération Internationale des Échecs) das Spiel weiter, es kamen Ranglisten und Turniere hinzu.

Rodins Denker spielt eine Partie Schach gegen sich selbst.
Schach heißt nicht umsonst „Denksport“. Das königliche Spiel ist alles andere als ein altbackenes Brettspiel.

Es gibt auch eine Schachbundesliga. Heute ist der Deutsche Schachbund Mitglied im Deutschen Olympischen Sportbund, Schach ist somit das einzige offiziell als Sportart anerkannte Brettspiel. Aber man muss natürlich kein Profi sein, um sich mit dem Schachspiel zu beschäftigen. Die Erfindung des Schachcomputers lässt einen ohne menschlichen Gegner spielen und mit dem Siegeszug des Internets entstanden zahlreiche Webseiten, Foren, Online-Games und Apps.

Es gibt einen stetig wachsenden Berg an Schachliteratur. Diverse YouTube-Kanäle analysieren Meisterpartien Zug um Zug. Auf den ersten Blick weiß man gar nicht, wo man einsteigen soll – und auch wir können da keinen Tipp geben, der für alle gleich sinnvoll ist. Aber ob Sie Schach wiederentdecken oder neu erlernen, es gilt: Übung macht den Meister.

Renaissance der Brettspiele

In den meisten Ländern sind vor allem neben den erwähnten klassischen Brettspielen relativ wenig Neuentwicklungen gespielt worden. Neben den bereits erwähnten Spielen sind das im 20. Jahrhundert vor allem Scrabble, Monopoly und Risiko, später kamen noch Scotland Yard und Trivial Pursuit hinzu. Einzig im deutschsprachigen Raum hat sich mit Beginn der 90er-Jahre eine vielfältige Szene um Autoren- und Designspiele gebildet. Seitdem kommen in Deutschland jährlich etwa 350 Spiele neu auf den Markt, mehr als in jedem anderen Land. Als Vorreiter und moderner Klassiker gilt hierbei zweifelsohne "Die Siedler von Catan". Das Brettspiel hat mit der Zeit viele regelrechte Fanclubs gewonnen und schafft es, durch die Veröffentlichung von Spieleerweiterungen und -varianten, das Interesse immer wieder zu wecken.

Dies übrigens über Landes- und Sprachgrenzen hinweg. Brettspiele erleben eine Renaissance etwa in den Niederlanden und Frankreich, aber auch in den USA und Teilen Asiens werden sie immer beliebter. In den Vereinigten Staaten hat dies dazu geführt, dass Brettspiele auch als „German Games“ und später „Eurogames“ bezeichnet werden. Die Internationalisierung hat für eine lebendige Spieleszene gesorgt. Mittelpunkt ist und bleibt aber Deutschland: Auf den Spielemessen in Essen und Nürnberg stellt die Branche Jahr für Jahr Neuheiten vor – über die Hälfte davon erscheinen zuerst hierzulande.

Ein junger Mann sitzt zu Hause auf seinem Sofa und spielt auf dem Tablet die Onlineversion eines Brettspiels.
Es sich allein zu Hause gemütlich machen und trotzdem den besten Freund in die Zwickmühle nehmen können – möglich dank Internet.

Wir können und wollen hier keine Werbung für einzelne Brettspiele machen, dafür sind die Geschmäcker zu verschieden. Dennoch haben wir am Ende drei allgemeine Brettspieltipps für Sie, falls Ihr Interesse an diesem Zeitvertreib geweckt sein sollte.

1. Ausgezeichnete Tipps für Brettspiele

Seit 1978 verleiht eine Jury aus Spielejournalisten den begehrten Preis "Spiel des Jahres" – ein Gütesiegel, bei dem man quasi nicht danebengreifen kann. Dabei muss es gar nicht immer die aktuellste Neuerscheinung sein. Die Spieldatenbank der zugehörigen Webseite listet nicht nur alle ausgezeichneten und nominierten Spiele auf, sie ist auch nach Kategorien, Altersgruppen und Einstiegsgraden filterbar. Hier wird jeder fündig.

2. Spielend lernen – mit Brettspielen

Wer Kinder hat und diese seit Wochen zu Hause selbst unterrichten muss, der ist sicher froh über die Osterferien. Um danach wieder ins Homeschooling reinzukommen, eignen sich – zumindest im Grundschulalter – Lernspiele ganz hervorragend. Mit ihnen können Kinder ihr Wissen testen und erweitern. Es gibt sie wirklich für jedes Schulfach: Matherätsel, Wörterrallyes und Quizspiele zu unterschiedlichsten Sachgebieten. Fast jeder große Spieleverlag hat hier etwas im Angebot.

3. Brettspiele online spielen

Spieleabende mit Freunden sind gerade nicht drin, wenn alle in ihren eigenen vier Wänden bleiben – doch auch da gibt es Abhilfe: Was für Schach gilt, das geht auch mit vielen anderen Brettspielen. Auf unzähligen Webseiten und dank Apps kann man nicht nur gegen den Computer würfeln, sondern auch gegen menschliche Mitspieler. Also eröffnen Sie gemeinsam mit Freunden und Familie Accounts für Ihr Lieblingsspiel.

Wir hoffen, der eine oder andere Vorschlag für Sie ist dabei. Bleiben Sie gesund und kommen Sie gut durch die nächsten Wochen.

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