SportPlatz

Yoga, Zen und Calm: Achtsamkeit-Training, Übungen und mehr

Hallo Entspannung, willkommen Meditation

Yoga: Eine Frau macht eine Übung

Je bunter und turbulenter, je fordernder und voller unser Tag, umso großartiger ist ein entspannender Ausgleich. Da jeder Mensch anders ist, gibt’s kein Glücksrezept, das allen schmeckt, aber eine große Zahl an Methoden, die man einfach mal ausprobieren sollte: von ASMR-Entspannung und Meditation über Noise-Cancelling und Achtsamkeits-Apps bis hin zum klassischen Yogakurs. Mit Esoterik hat das wenig zu tun, mit auftanken umso mehr.

Achtsam mit sich selbst umzugehen heißt, die eigenen Ressourcen und auch ihre Grenzen zu kennen, sich selbst zu schonen und zu schützen. Das kann man auf verschiedenen Wegen erreichen: durch die Schaffung von Freiräumen im Alltag. Methoden für solche Verschnaufpausen gibt es viele. Die wohl bekannteste von ihnen ist Yoga.

Yoga, Zen und Calm: Achtsamkeit-Training, Übungen und mehr

Finde den perfekten Ausgleich für alltäglichen Stress. Durch Achtsamkeitsübungen lernst du, richtig zu entspannen und tankst Energie für den Tag. Von ASMR-Entspannung und Meditation über Noise-Cancell...
Frau mit Hund in einer Yoga-Pose
Yoga hilft vielen Menschen, ihre Balance wiederzufinden.

Der Klassiker: Yoga als Meditationstraining für eine bessere Balance zwischen Körper und Geist

Wenn man Menschen fragt, warum sie Yoga machen, werden viele wohl den Ausgleich im Alltag an erster Stelle nennen. Yoga ist nicht auf Wettbewerb ausgelegt, sondern auf eine universelle Wirkung auf Körper und Geist. Natürlich wird man durch üben auch im Yoga besser, aber im Kern des Sports steht die wohltuende Wirkung ab der ersten Stunde, nicht der Ehrgeiz besser zu sein als andere.

Yoga kombiniert positive Effekte aus Stretching, Muskelaufbau und der Tiefenentspannung des vegetativen Nervensystems über die Atmung. Die meditative Seite sorgt für eine tiefe Entspannung, sie ermöglicht ein wohltuendes Abschalten vom Alltag. Dabei reguliert Yoga den Blutdruck und fährt hormonelle Stresssysteme runter.

Wer nach Entschleunigung und Kräftigung sucht, wird in einem der vielen Yogastile sicher fündig. Präventionskurse, deren Gebühren zum größten Teil von den Krankenkassen übernommen werden, sind ein idealer Einstieg. Viele Yogastudios bieten auch Schnupperangebote an. So kann man in einem bestimmten Zeitraum verschiedenste Kurse testen.

Yoga-Lehrerin praktiziert Yoga auf einer Matte
Yoga gibt es in vielen verschiedenen Formen mit eigenen Philosophien und Praktiken.

Eine kleine Übersicht der Yogastile kann helfen, die richtigen Kurse zu (be)suchen:

  • Vinyasa Yoga

Beim sportlichen Vinyasa Yoga werden alle Übungen kraftvoll und mit fließenden Übergängen durchgeführt. Vinyasa kombiniert Atem und Bewegung, eignet sich gut als Einstieg und zum Konditionsaufbau.

  • Hatha Yoga

Zu Hatha Yoga gehören alle modernen Yogastile. Hatha Yoga eignet sich gut für Anfänger, die Yoga von Grund auf lernen wollen: Asanas, Yoga-Stellungen, Pranayama, Atemübungen und Tiefenentspannungstechniken.

  • Ashtanga

Ashtanga Yoga bildet den Ursprung für moderne Stile wie Power Yoga oder Vinyasa Yoga. Typisch für Ashtanga Yoga sind dynamisch-kraftvolle Abläufe und intensive, statische Asanas. Prima für die Kondition.

  • Hot Yoga oder Bikram Yoga

Hot Yoga beziehungsweise Bikram Yoga sind prima für jeden, der es heiß mag und Yoga eher sportlich angeht. Man folgt hier immer derselben Übungsreihe in einem auf ca. 35 °C temperierten Raum.

  • Yin Yoga

Yin Yoga ist eine ruhige Yogapraxis, die vor allem im Sitzen und Liegen geübt wird. Zum Yin Yoga gehört minutenlanges Halten der Positionen. Das dehnt Sehnen und Bänder, man kann die Positionen ganz in Ruhe mit Atem und Bewusstsein erforschen.

  • Anti Gravity Yoga oder Aerial Yoga

Beim Anti Gravity Yoga beziehungsweise Aerial Yoga führt man die Übungen schwerelos in Tüchern hängend aus. Umkehrhaltungen werden im Tuch ganz leicht.

  • Acro Yoga

Acro Yoga steht für akrobatisches Yoga. Yoga findet hier unter anderem „schwebend“ und immer paarweise statt. Es eignet sich gut für Yogainteressierte, die Yoga und Akrobatik miteinander verbinden möchten.

  • Hormon Yoga

Hormon Yoga eignet sich vor allem für Frauen in den Wechseljahren, aber auch für Frauen, die unter Hormonschwankungen und Stress leiden.

  • Kundalini Yoga

Kundalini Yoga passt zu Menschen mit Durchhaltevermögen, die sich für Spiritualität und die Kunst des richtigen Atmens interessieren.

  • Power Yoga oder Yogilates

Die richtige Variante für alle, die Kondition, Muskeln und Kraft aufbauen wollen und dabei ins Schwitzen kommen möchten.

  • Forrest Yoga

Forrest Yoga möchte die innere Schönheit eines jeden zum Ausdruck bringen, körperliche wie seelische Blockaden lösen. Eine Form des Power Yoga, die Rücken und Bauch kräftigt.

  • Flow Yoga

Flow Yoga passt prima für alle, die Yoga von Anfang an lernen möchten und denen feste Abfolgen gefallen.

Jede Yogastunde endet mit einigen tiefenentspannten Minuten im „Savasana“. Dabei ist der Körper regungslos und der Geist wach.

Apps für Atmen und Achtsamkeit: Kleine Helfer für den Chill-out zwischendurch

Wem Yoga zu zeit- oder kostenintensiv ist, dem helfen Apps beim Entschleunigen – als digitale Achtsamkeitswächter im Alltag. Smartphone und Smartwatch erinnern uns an überfällige Pausen, sie meditieren mit uns, leiten uns bei Atemübungen an und erzählen uns Gutenachtgeschichten zum Einschlafen.

  • Calm

Calm ist eine kostenlose App, die unter anderem geführte Meditationen zu Themen wie Stressmanagement und Angsterleichterung bietet. Beruhigende Geräusche und Musik von Moby oder Kip Mazuy ergänzen die Sessions, die zwischen 5 und 20 Minuten lang sind.

  • 7Mind

7Mind erinnert als aufmerksamer Begleiter auf Smartphone oder Smartwatch immer wieder daran, im Alltag mal innezuhalten, seine Gedanken zu sortieren und Kraft zu tanken. Die 7Mind-App bietet in erster Linie geführte Meditationen. Der Newsletter von 7Mind gibt dazu praktische Achtsamkeitsimpulse.

  • Headspace

Headspace funktioniert ähnlich wie Calm und 7Mind als „Guide zu fast allem“: Meditation, Entspannung, Entlastung von Stress, Einschlafhilfe und das Lösen von Ängsten stehen auch hier auf dem Programm.

Frau mit Tattoo schaut auf ihr Smartphone
Apps können helfen, verschiedene Achtsamkeitsmethoden zu lernen.
  • Achtsamkeits-App

Die Achtsamkeits-App führt sanft durch diverse Meditationen. Die Erinnerungsfunktion hilft, die Aufmerksamkeit für wichtige Lebensbereiche zu vertiefen. Das baut Stress ab, stärkt den Fokus und die innere Ausrichtung, verbessert den Schlaf und die Lebensqualität. Die App gibt es für iOS und Android.

  • iPhone-App Atmen

Wer eine Apple Watch hat, kennt die App namens „Atmen“. Diese animiert immer wieder zum „Luftholen“ zwischendurch, um das Stresslevel zu senken und den Puls zu regulieren.

White Noise schafft Ruheinseln im Lärm

Für mehr Ausgeglichenheit kann auch eine Noise-Cancelling-App sorgen, die neben der Entspannung auch die Produktivität fördert. „White Noise“ arbeitet ähnlich wie Noise-Cancelling-Kopfhörer. Das Gehirn gewöhnt sich an ein konstantes Rauschen aus sich überlagernden Tonfrequenzen, das störende Geräusche überdeckt.

  • Tide

Tide ist ein Multitalent, das neben beruhigenden Geräuschkulissen und White Noise auch einen Fokus-Timer für konzentriertes Arbeiten in Etappen und eine Einschlafhilfe zur Bettzeit zu bieten hat.

  • Noisli

Noisli hält vielerlei Naturgeräusche wie Wind, Wasser oder Feuer bereit, die nach Belieben miteinander kombiniert werden können. Man kann Noisli als App herunterladen oder direkt im Browser nutzen. Auf der Website bietet Noisli auch einen ablenkungsfreien Texteditor für alle an, die konzentriert schreiben möchten.

Frau mit Kopfhörern liegt auf einer Wiese
Es gibt viele Wege, zwischendurch im Alltag einfach mal abzuschalten.

ASMR: Ein entspannendes Kitzeln im Kopf

Wer sich für auditive Entspannung interessiert, sollte sich bei Youtube oder in der Podcast-App seines Vertrauens einmal nach „ASMR“ umsehen. Das steht für „Autonomous Sensory Meridian Response“. Das ASMR-Gefühl wird als beruhigend und angenehm empfunden. Häufig lösen akustische, visuelle oder taktile Trigger die Empfindung aus, seltener die bloße persönliche Zuwendung durch einen anderen Menschen. Nicht jeder ist für die Reize von ASMR empfänglich, aber auch wer das besondere ASMR-Kitzeln nicht spürt, kann die zärtlich geflüsterten Geschichten zum Entspannen und Einschlafen nutzen.

How to: Yoga Morgenritual / Yoga Tutorial

Ein Yoga Morgenritual von Sylvie Knedla: Wecke deine Wirbelsäule und starte entspannt in den Tag. Mit diesem Yoga Tutorial kannst du die Achtsamkeitsübung ganz einfach selbst zuhause ausprobieren.

Das könnte Sie auch interessieren:

Frau genießt Dusche hinter Duschwand im kleinen Badezimmer

Das Bad ist unser kleines Refugium im Alltag

Wie man aus einem Minibad mit multifunktionalen Möbeln, optischen Tricks, Fliesen, Farben und Spiegelwänden einen Wohlfühlraum zaubert, zeigen wir hier: Einrichtungstricks und Ideen für kleine Bäder.

Einrichtungstipps fürs Minibad
Lärm in Großstädten nervt und ist gesundheitsgefährdend. Mit diesen Lärmkillern kehrt auch ohne Sanierung Ruhe in Ihre Stadtwohnung ein.

Ruhe jetzt!

Urbanes Leben ist toll, aber laut. Der Lärm von Straßenbahn, Autohupen und Nachbarn kann nerven und auf Dauer krank machen. Wir halten Tipps für eine Lärmoptimierung Ihres Zuhauses bereit. Schon kleine Veränderungen können Ihr Zuhause in eine echte Ruheoase verwandeln.

Schallschlucker für die Wohnung