Anlagenmechaniker und -innen der Fachrichtung Rohrsystemtechnik sind die verantwortlichen Fachkräfte, wenn es um Herstellung und Instandhaltung von Rohrleitungssystemen und rohrleitungs- oder lüftungstechnischen Anlagen geht. Ihre Aufgaben umfassen außerdem Montage, Prüfung, Inbetriebnahme, Wartung und Inspektion. Schwerpunkte liegen dabei in der:
- Ver- und Entsorgungstechnik
- Verfahrenstechnik
- Fördertechnik
- Hochdrucktechnik
- Kraftwerkstechnik
- Fernleitungstechnik
- und Klimatechnik
Ein ausgesprochen vielseitiger Beruf, der in Werkstätten und auf Baustellen, in Gebäuden und im Freien ausgeübt wird. Hierbei ist die Fähigkeit gefordert, Störungen und deren Ursachen in Leitungsnetzen zu erkennen und dann geeignete Instandsetzungsmaßnahmen durchzuführen oder einzuleiten.
Wer diesen Beruf erlernen möchte, sollte praktisch denken können, über ein räumliches Vorstellungsvermögen verfügen und physikalische Zusammenhänge verstehen.
(Erforderlicher Schulabschluss: Hauptschule Typ A)
Weiterbildungsmöglichkeiten
Durch Zusatzausbildungen können Sie sich weiter spezialisieren und dadurch Ihr Tätigkeitsfeld vergrößern (z.B. Schweißfachmann/frau, Schweißwerkmeister/in)
Eine höhere Qualifikation erlangen Sie mit der Weiterbildung zum/r Meister/in:
- Handwerkmeister/in im Installations- und Heizungsbauerhandwerk über die Handwerkskammer (HWK) – Der Meisterbrief (HWK) ist Grundvoraussetzung, wenn Sie sich in diesem Handwerk selbständig machen möchten.
- Industriemeister/in Fachrichtung Metall, Rohrleitungsbau oder Rohrnetzbau und -betrieb über die Industrie und Handelskammer (IHK)
- Mit zweijähriger Berufserfahrung können Sie sich zum/r staatlich geprüfter Maschinenbau-Techniker/in weiterqualifizieren.
- Ein Studium an der Fachhochschule (FH) oder Technischen Hochschule (TH) ermöglicht Ihnen die Qualifikation zum/r Dipl. Ingenieur/in der Fachrichtungen Maschinenbau, Versorgungstechnik oder Sicherheitstechnik.
Zukunftsaussichten und Entwicklung
Rohrleitungssysteme und rohrleitungs- oder lüftungstechnische Anlagen werden immer gebaut werden – und das in Zukunft eher mehr als heute. Der Komfort, den diese Art der Transportmöglichkeit für die verschiedensten Materialien wie Pulver, Kleber, Öl, Gase, Wasser und Müll bietet, ist unersetzbar. Auch der Wärmetransport und der Bereich Lüftung und Klima ist rohrleitungsgebunden.
Anlagenmechanikerinnen und Anlagenmechaniker sind die Fachkräfte, die eine reibungslose Funktion dieser Systeme und Anlagen garantieren – eine Aufgabe, die auch in Zukunft einen hohen Stellenwert haben wird.
Schwerpunkte der Ausbildung
Die Ausbildung findet im dualen System statt:
- Berufsschule (1½ Tage pro Woche)
- Steuerungs- und Regelungstechnik
- Fertigungs- und Prüftechnik
- technisches Zeichnen
- Versorgungstechnik
- Wirtschafts- und Sozialkunde
- Betriebliche Ausbildung – Ausbildungswerkstatt
- allgemeine Metallbearbeitung
- Rohrverbindungstechniken
- maschinelles Spanen
- Umformen, Biegen und Walzen
- Kunststoffbearbeitung
- Gasschmelzschweißen
- Elektrolichtbogenschweißen
- Konstruieren von Bauteilen
- Montieren und Demontieren von Versorgungsanlagen
- Praxisausbildung in Fachabteilungen
- Betrieblicher Unterricht regelmäßig in unserem Bildungszentrum
- Abschlussprüfung vor der IHK